Bangkok: Aktivist legt Petition beim Verbraucherschutz wegen dem Plastiktüten-Verbot ein

(STIN) Ein Aktivist beschuldigte die Einzelhändler am Montag, die Verbraucher dazu auszunutzen, keine Plastiktüten mehr zu verlangen, ohne ihnen kostenlose Alternativen anzubieten.

Srisuwan Janya, ein selbst beschriebener Aktivist, sagte gegenüber den Medien, nachdem er beim Consumer Protection Board eine Petition gegen 75 Einzelhändler eingereicht hatte, dass die Unternehmen die Verbraucherrechte ausnutzen, indem sie die Last mit dem Verbot von Plastiktüten, die sie eingeführt haben, auf ihre Kunden übertragen.

“Ich unterstütze das Plastikverbot, aber Einzelhändler sollten ihren Kunden alternative Lösungen anbieten”, sagte er. „Sie benutzen ihre Kunden, weil sie immer noch den gleichen Preis verlangen und gleichzeitig Kosten sparen, weil sie keine Plastiktüten ausgeben.“

Er warf der Regierung auch vor, die Käufer nicht gemäß Artikel 61 der Verfassung zu schützen, wonach die Behörden die Rechte der Verbraucher schützen müssten.

“Einige Einzelhändler nutzen diese Gelegenheit, um die Preise für alternative Tragetaschen zu erhöhen, bei denen die Verbraucher keine Wahl haben”, sagte Srisuwan. “Es scheint, dass die Regierung damit einverstanden ist, obwohl es ihre Pflicht ist, die Rechte der Verbraucher zu schützen.”

Er forderte das Consumer Protection Board auf, die Einzelhändler zu drängen, alternative Lösungen für ihre Kunden zu finden oder die Preise innerhalb von 90 Tagen zu senken. Wenn nach diesen 90 Tagen nichts unternommen wurde, sagte Srisuwan, er werde eine rechtliche Beschwerde gegen die Kammer selbst einreichen.

Das landesweite Verbot von Plastiktüten bei großen Einzelhandelsketten ist Teil des Regierungsplans, Einweg-Plastiktüten bis 2021 landesweit zu beseitigen. Dies beinhaltet auch eine noch radikalere Lösung für die Verwischung von Bildern von Einweg-Plastiktüten in TV-Shows.

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Jean CH
Gast
Jean CH
8. Januar 2020 9:31 am

Warum einfach, wenn es kompliziert auch geht, oder, dümmer geht's nümmer! War gestern mit meiner Frau bei LOTUS einkaufen. Neben der Kasse ein Gestell mit angehängten Taschen. Prima vista, recht gute Qualität. An den Taschen eine Etikette mit der Zahl 198. Meine Frau hat sich erkundigt, Resutat, nein, die Tachen sind nicht verkäuflich, sondern man kann diese nur mit der LOTUS-Kundenkarte erstehen, sofern mindestens 198 Punke Guthaben vorhanden sind, zudem wären dann noch 2 BTH zu bezahlen. Meine Frau wollte dieses "Geschäft" machen. Geht aber nur wenn sich der Kunde die LOTUS-App. auf sein Handy laden lässt. Halloooooo! Genau auf diese verschixxxxsene Art und Weise versucht man die Kundschaft dazu zu bringen, keine Plastiktaschen mehr zu brauchen.  Dümmer gehts wirklich nicht mehr!!

SF
Gast
SF
7. Januar 2020 12:34 pm

Es gibt kein Verbot!

xxxxxxxxxx zensiert – sinnbefreit

Wolf5
Gast
Wolf5
7. Januar 2020 10:22 am

Diesmal kann ich die Auffassung von berndgrimm nicht teilen.

So wurde lang und breit verkündet, dass ab 01.01.2020 keine Plastiktüten mehr ausgegeben werden dürfen – soll heißen, die Thais wußten, was auf sie zukommt.

Und wenn die Thais diese scheussliche Taschen, meist ebenfalls aus Plastik ablehnen, hatten und haben sie die Möglichkeit, sich aus etwas Stoff praktische Taschen selbst zu nähen und diese zu benutzten (war in der DDR gang und gebe – selbst die Stasi hatte immer diesen Stoffbeutel dabei).

Andererseits können sie auch Läden meiden, welche keine Alternativen anbieten und schon wird sich etwas ändern – wollen ja Umsatz machen.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
7. Januar 2020 7:56 pm
Reply to  Wolf5

Dies ist leider Thailandfern. Es gibt bei der überwiegenden Mehrheit

der Thai leider überhaupt kein Umweltbewusstsein.

Solche Überlegungen wie sie bei uns normal sind macht man hier nicht.

Es sind ausser den relativ wenigen aufgeklärten Leuten nur noch

die alten Leute die aus Sparsamkeitsgründen ihre Taschen mitbringen.

Ich sehe es doch immer wenn ich mit meiner Frau und meinen

Freunden mit mitgebrachten Jutetaschen einkaufen gehe.

Ausser uns bringen nur Farang,Japaner,Taiwan und SIN,HKG Chinesen

ihre Taschen mit. Nur wenige Thai.

Sehr schlimm ist die Thai Jugend und alle "besser gestellten " Thai.

Die haben meist garkein Umweltbewusstsein!

berndgrimm
Gast
berndgrimm
8. Januar 2020 9:13 am
Reply to  STIN

anfangs auch nicht bei den Deutschen. Das braucht seine Zeit – aber jetzt funktioniert es mit
den fehlenden Plastiktüten sehr gut dort.

Das ist richtig!

Aber es war vor 30 Jahren in Thailand besser

als Heute.

Die Leute waren viel ärmer und dadurch wurde

auch aus wirtschaftlichen Gründen viel mehr

wiederverwendet oder weiterverarbeitet.

Auch die reichen Thai waren damals sozialer

und mit Vorbildbewusstsein.

Heute zählt nur noch das eigene Prestige

welches man hofft durch Produkte wie

Autos,Motosai,Eifon,Klamotten (am liebsten

Uniformen mit viel Blech) zu steigern.

Dass man sich dabei höchstens lächerlich

macht nimmt man gerne in Kauf.

Hauptsache das Selfie stimmt.

Übrigens auch so etwas Schwachsinniges wie

Coffee oder Macha to go mit möglichst viel

Plastik drauf gehört dazu.

Früher bekamen die Thai ihre Cola,Fanta,

Eistee to go in eine Plastiktüte mit Strohhalm.

Sah zwar nicht gut aus aber war umweltschonender

als die " to go"  Hochbauten heute.

Selbst wenn der Becher aus Pappe ist.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
7. Januar 2020 9:05 am

Sehr richtig, es geht ausschliesslich darum dem Kunden für 3,5,20 oder 50THB

scheussliche Taschen, meist ebenfalls aus Plastik aufzudrücken.

Siehe meinen Bericht vom Lotus Bang Phra der sich auch noch mit der

falschen Bezeichnung "Zero Carbon" schmückt!