Bangkok: Moody bewertet die Aussichten für Asien-Pazifik-Staaten für 2020 negativ

Laut Moody’s Investor Service ist der Ausblick für die Bewertung von Staaten im asiatisch-pazifischen Raum in diesem Jahr (2020) negativ. Das verlangsamte Wachstum dürfte die fiskalischen Schwachstellen, die Liquiditätsrisiken und die demografischen Herausforderungen sogar noch weiter verschärfen.

In einem neuen Bericht mit detaillierten Angaben zu den Aussichten für die Kreditwürdigkeit der Staaten im asiatisch-pazifischen Raum im Jahr 2020 bezeichnete Moody’s die Region als negativ und verwies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum aufgrund turbulenter externer Faktoren und einer geringeren Reaktionsfähigkeit auf Schocks.

Das langsame Wachstum kann zum Teil auf die Handelsspannungen zwischen den USA und China zurückgeführt werden, trotz eines „Phase-1“ –Handelsabkommens, berichtet Moodys.

„Trotz des ersten Vertrags bleibt die Aussicht auf eine Einigung zwischen den USA und China in langfristigen Fragen wie der Industriepolitik sowie in Fragen des geistigem Eigentums und dem Marktzugang äußerst ungewiss“, sagte Martin Petch, der Vizepräsident und Senior Credit Officer von Moody’s.

„Infolgedessen wird die Handelsbeziehung zwischen den USA und China auch im Jahr 2020 weiterhin eine Quelle der Unsicherheit und Volatilität bleiben“, fügte er hinzu.

Dem Bericht zufolge werden sich diese Handelsbrüche über globale Lieferketten noch weiter ausbreiten, und die in globale Lieferketten eingebetteten asiatisch-pazifischen Staaten – Hongkong, Südkorea, Malaysia, Singapur und Thailand sowie Vietnam – werden in gewissem Maße als Ergebnis davon betroffen sein.

Die Abschwächung des Handels bremst auch die Investitionen und wird, wenn sie fortgesetzt wird, das potenzielle Wachstum weiter verringern und die seit langem bestehenden strukturellen Herausforderungen wie steuerliche Schwachstellen und den demografischen Wandel verschärfen, sagte er weiter.

„In der Region Asien-Pazifik verschärfen die Handelsspannungen nicht mehr nur die globale Abschwächung des Handelsvolumens“, sagte Herr Petch. „Der Schock wirkt sich jetzt auch auf die Investitionen aus, da die Unternehmen ihre Expansionspläne aufgrund wirtschaftlicher, politischer und politischer Unsicherheiten noch weiter aufschieben, was auf lange Sicht das Einkommenswachstum, die Wettbewerbsfähigkeit und die Produktivität der betroffenen Länder beeinträchtigen wird“.

Im Durchschnitt des asiatisch-pazifischen Raums prognostiziert Moody’s für die Jahre 2019 bis 2021 ein BIP – Wachstum von 4 %, das langsamer ist als die 4,4 % im Zeitraum 2014 – 2018. Aber für globale Standards ist das Wachstum noch immer stark, fügte er hinzu.

Die Erosion der Haushaltspositionen, wenn Regierungen versuchen, sich gegen externe und inländische Wachstumsschocks abzusichern, wird dagegen für einige Staaten weiterhin ein Risiko darstellen.

Für Indien, China, Pakistan und Sri Lanka werden langsamere Wachstumsaussichten die Beschränkungen des Finanzraums verschärfen und die Fähigkeit der Behörden einschränken, ihre Volkswirtschaften zu unterstützen.

Einige, darunter Hongkong, Südkorea und Singapur, verfügen dagegen über eine wesentlich größere steuerliche Flexibilität, betonte er.

Darüber hinaus wird ein schwächeres Wachstum die strukturellen Herausforderungen in der Region verschärfen, die von der Bevölkerungsalterung bis zur Schaffung von genügend Arbeitsplätzen für junge und große Bevölkerungsgruppen auf den Philippinen, in Indonesien und in Malaysia reichen.

Inmitten der zunehmenden Unvorhersehbarkeit sind die Grenzmärkte des asiatisch-pazifischen Raums anfällig für plötzliche Veränderungen der Investitionstrends, warnte er.

Auszug aus Wikipedia:

Moody’s Investors Service , oft als Moody’s bezeichnet , ist das Rating- Geschäft für Anleihen der Moody’s Corporation , das den traditionellen Geschäftszweig und den historischen Namen des Unternehmens repräsentiert.

Moody’s Investors Service bietet internationale Finanzanalysen zu Anleihen, die von kommerziellen und staatlichen Stellen ausgegeben wurden. Moody’s gilt zusammen mit Standard & Poor’s und Fitch Group als eine der drei großen Ratingagenturen.

Das Unternehmen bewertet die Kreditwürdigkeit von Kreditnehmern anhand einer standardisierten Ratingskala, die den erwarteten Anlegerverlust im Falle eines Ausfalls misst.

Moody’s Investors Service bewertet Schuldverschreibungen in mehreren Rentenmarktsegmenten . Dazu gehören Staats- , Kommunal- und Unternehmensanleihen ; verwaltete Anlagen wie Geldmarktfonds und Rentenfonds; Finanzinstitute, einschließlich Banken und Nichtbank-Finanzunternehmen; und Anlageklassen in strukturierten Finanzierungen.

Im Ratingsystem von Moody’s Investors Service werden Wertpapiere mit einem Rating von Aaa bis C bewertet, wobei Aaa die höchste und C die niedrigste Qualität aufweist.

Moody’s wurde 1909 von John Moody gegründet, um Handbücher mit Statistiken zu Aktien, Anleihen und Anleiheratings zu erstellen. 1975 wurde das Unternehmen von der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde ( Securities and Exchange Commission ) als national anerkannte statistische Rating-Organisation (NRSRO) eingestuft.

Nach mehreren Jahrzehnten im Besitz von Dun & Bradstreet wurde Moody’s Investors Service im Jahr 2000 zu einem separaten Unternehmen. Die Moody’s Corporation wurde als Holdinggesellschaft gegründet. / TP-BP

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ben
Gast
ben
10. Januar 2020 10:27 pm

@ unseren Voll Depp: ‘braun Wolfi‘ alias ‘Rotkäppchen Trump’ alias Thaksin Jodler alias…   …Wie immer, statt einmal Fakten zur Verfügung zu stellen, nur wieder gequirlte Scheixxx….

Gab's da irgendwo Inhalt – oder nur das übliche Idioten Gelaber eine kranken ‘Rotkäppchen Trump??? – Gleich in 3 Kommentaren den gleichen intelligenten Copy/Paste -Text… bravo!

 

 

Wolf5
Gast
Wolf5
10. Januar 2020 7:06 pm

Hört, hört, unser Forumsdepp, dieser Scheuklappen-ben meldet sich zu Wort.
Leider hat er wie immer, wieder nichts zu sagen, außer seine geliebte Militärjunta zu loben und auch diesmal mindestens einmal Thaksin zu erwähnen.
Wie immer, statt einmal Fakten zur Verfügung zu stellen, nur wieder gequirlte Scheixxx.
Zum Glück haben die meisten Leser und User erkannt, wessen Geistes Kind dieser hirnlose Trottel tatsächlich ist und langweilen sich mittlerweile über derartige „Beiträge“.

ben
Gast
ben
10. Januar 2020 5:39 pm

@ STIN:  ...und du interpretierst mich endlos immer wieder falsch….

Diesem Voll Deppen – ‘braun Wolfi‘ alias ‘Rotkäppchen Trump geht es ja um nichts anderes als jeden Tag Dreck gegen Thailand/Junta zu schleudern – hab noch nie was Positives gelesen von diesem 'Thaksin Jodler' ausser natürlich, wenn er über die Zeiten der Thaksin Regierungen schwelgt… Was er damit erreichen will ist mir ein Rätsel?

Wolf5
Gast
Wolf5
10. Januar 2020 4:01 pm

stin versucht auch weiterhin, uns immer wieder weiszumachen dass die Wirtschaft Thailands gut dasteht, auch wenn statt des geplanten 4% Wachstum, halt nur ca. 3% erreicht werden.
Dafür bei Moody´s usw. hochgestuft, wie noch nie zuvor. Also Aussichten eher gut“.

Leider muß ich diesen Optimismus wieder enttäuschen.
Nicht nur im ganzen Asien-Pazifik-Raum schwächelt die Wirtschaft, sondern weltweit, was jedoch die Entwicklungs- und Schwellenländer besonders stark beeinflußt.
Gleichzeitig sollte auch beachtet werden, dass das Ranking von Moody´s eigentlich nur etwas über die Kreditwürdigkeit aussagt, welche in Bezug auf Thailand von keinem angezweifelt wurde.

Die Zahlen des BIP für Thailand sagen jedoch etwas anderes.
So beträgt die Steigerung des BIP Thailand 2019 = 2,87% und werden voraussichtlich bis einschl. 2024 auf max. 3,65 % steigen.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/320678/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-bip-in-thailand/

Nun zurück zu obigen Artikel, welcher ausführlich beschreibt, welch schwere Zeiten auf die Staaten im asiatisch-pazifischen Raum in diesem Jahr 2020 zukommt.
Dort prognostiziert Moody’s im Durchschnitt des asiatisch-pazifischen Raums für die Jahre 2019 bis 2021 ein BIP – Wachstum von 4 %, und man muß leider feststellen, dass Thailand auch die von Moody’s im Bericht genannten Zahlen nicht erreichen wird.
So geht man derzeit von folgendem Wachstum des BIP Thailand aus:
für 2019 ( max. 2,87 %), 2020 (3,01 %) und 2021 (3,49 %)

gg1655
Gast
gg1655
10. Januar 2020 8:11 pm
Reply to  STIN

Also die dümmlichen Vergleiche Thailand Deutschland beim BIP bringt eigentlich immer STIN. Zumindest wenn es dabei nur um % Angaben handelt. Denn auf diese Weise wird es immer so aussehen als würde in Thailand alles besser laufen als in Deutschland. Das ist natürlich völliger Unsinn. Wenn man solche Vergleiche denn unbedingt machen muss(will) dann sollte man auch vergleichbares dazu benutzen. Und mit wem wär Thailand am ehesten vergleichbar als mit Vietnam. Selbe Region und ähnliche Produkte. Und da muss man feststellen das Vietnam ganz klar die Nase vorn hat. In Vietnam hatte man im Ersten Quartal 2019 6,79% Wachstum beim BIP.  Das ist übrigens nicht besonders Hoch sondern im Normalen Rahmen für ein Schwellenland. Auch Thailand müsste bei Normaler Entwicklung ähnliche Steigerungsraten haben. Haben aber nur etwa die Hälfte. Aber laut STIN ist dass ja Super. Und vorsichtshalber sei es noch mal erwähnt das Deutschland Prozentual unmöglich ein Wachstum beim BIP erreichen kann wie ein Schwellenland.