Bangkok: Mehrere tausend Demonstranten bei 2 Demos – pro und contra Prayuth

Aus Protest gegen die mit dem Militär verbündete Regierung haben sich in Thailand am Sonntag tausende Menschen einem „Lauf gegen Diktatur“ angeschlossen.

In der Hauptstadt Bangkok versammelten sich in der Früh zahlreiche Läufer in einem Park. Sie riefen Parolen gegen Regierungschef Prayut Chan-O-Cha und forderten Demokratie.

Die Polizei schätzte, dass mehr als 12.700 Sportler und Unterstützer kurz vor Sonnenaufgang zu dem 2,6 Kilometer langen Lauf zusammenkamen. Es dürfte die bisher größte Protestveranstaltung gegen den Ministerpräsidenten seit der umstrittenen Wahl im März 2019 gewesen sein. Teilnehmer riefen „Prayut raus“ und „Lang lebe die Demokratie“.

Angeführt wurde der Lauf von dem Milliardär Thanathorn Juangroongruangkit. Dessen Partei war bei der Parlamentswahl im vergangenen Jahr mit 6 Millionen Wählerstimmen drittstärkste Partei geworden. Gewählt wurde sie überwiegend von jungen Thailändern, die des großen politischen Einflusses des Militärs überdrüssig sind. Die Partei droht aufgelöst zu werden – Thanathorn wurde sein Abgeordnetenmandat aberkannt, er wird wegen verschiedener Vorwürfe von der Justiz verfolgt.

Besonders junge Menschen sehnen sich nach Veränderungen

„Die Wut der Menschen ist deutlich zu spüren, ebenso wie ihre Enttäuschung über die Regierung“, sagte Thanathorn der Nachrichtenagentur AFP vor dem Lauf. „Das ist der erste Schritt zu einem grundsätzlichen Wandel in Thailand“, fügte er hinzu.

Zahlreiche Demonstranten zeigten als Zeichen ihrer Kritik an der Regierung den Drei-Finger-Gruß, eine aus der Filmreihe „Die Tribute von Panem“ bekannte Geste. „Ich will eine Regierung, die sich um die Menschen kümmert und Geld für unser Wohl und die Umwelt ausgibt, statt Panzer und U-Boote zu kaufen“, sagte der Läufer Gig, der sich als Panzer verkleidet hatte.

Demonstration für Prayuth

Auch Anhänger von Regierungschef Prayut, dessen Spitzname „Onkel Tu“ lautet, gingen auf die Straße. In einem anderen Park Bangkoks fanden sich mehrere tausend vor allem ältere Demonstranten zu einem „Spaziergang zu Onkels Unterstützung“ ein.

 

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berndgrimm
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berndgrimm
15. Januar 2020 8:24 am

Damit es in Zukunft nicht zu weiteren öffentlichen Äusserungen von Kritik

an dieser Militärdiktatur kommt:

Prayut wants to curb rival gatherings

published : 15 Jan 2020 at 04:41

 

Prime Minister Prayut Chan-o-cha has voiced concern that rival political rallies by his supporters and opponents will lead to fresh conflicts, and said he has instructed security authorities to find ways to prevent such activities in the future.

Asked by reporters if such rival rallies will lead to renewed political conflicts, Gen Prayut said he does not want to see divisions among the public.

"People should not be divided according to the group they belong to or along the lines of old and new generations. This will not benefit the country whatsoever. We must find ways to cooperate,'' the prime minister said.

Wohlgemerkt, beide Veranstaltungen waren in abgeschlössenen Parks,

ziemlich weit voneinander entfernt!

Die derzeit aktive Opposition (Thanathorns Future Forward Party)

hat bisher immer gezeigt dass sie absolut friedlich und gewaltfrei agiert.

Was von dieser Militärdiktatur nicht behauptet werden kann.

Die Machthaber haben erkannt dass es nicht reicht die Partei zu verbieten

sondern dass man unbedingt verhindern muss dass sie öffentlich auftritt.

Und nochetwas zu den Zahlen und der Sauberkeit:

Der Rot Fai Park hat wesentlich mehr begehbare Fläche als der Lumphini Park.

Ich bezweifle dass man im Lumphini mehr als 10.000 Leute gehend

unterbringen kann. Wahrscheinlich kaum mehr als 5.000.

Die FFP hat den Rot Fai Park besenrein übergeben.

Die Junta Jubler brauchten sich da keine Mühe zu geben weil der

Lumphini im Normalzustand schon ziemlich vermüllt ist.

Und nochetwas zu STINs Fantasiezahlen:

Thaksins Volksrevolutionsoper hat an ihrem Höhepunkt

maximal 150.000 Leute nach BKK gebracht.

Auf dem Gelände um Ratchaprasong waren tagsüber

vielleicht 2-3.000!

Sutheps Volksmärsche waren höchstens 50.000

und am Ende sind nur noch ein paar Tausend angekommen!

Im Gegensatz zum Titel;

BKK shutdown

wurde der Strassenverkehr fast garnicht gestört .

Genau soetwas traue ich Thanathorns FFP auch zu.

Ich wäre dafür die Demos auf öffentlichen Strassen

abzuhalten damit man die inspizieren kann

die für oder gegen diese Militärdiktatur demonstrieren.

Dies will das Regime natürlich verhindern.

Wolf5
Gast
Wolf5
14. Januar 2020 12:04 pm

Neueste Meldungen zu den 2 Demos (Quelle: The Nation Thailand):

1. Laut Srisuwan waren beide Laufveranstaltungen am Sonntag illegal.

2. Laut Metropolitan Police Service, haben am Sonntag den 12. Januar
14.178 Menschen am „Lauf gegen die Diktatur“ im Wachirabenchatat Park teilgenommen.

3. In vielen anderen Provinzen fanden ebenfalls ähnliche Veranstaltungen und Kundgebungen gegen die Diktatur statt. Dazu gehören:
• Chiang Mai – 500,
• Chiang Rai  – 400,
• Ubon Ratchathani – 400,
• Khon Kaen  – 300,
• Pattani – 300,
• Mahasarakham 200,
• Phitsanulok 200
• und Pathum Thani 200.

4. In Nakhon Ratchasima (Korat) sollten rund 500 Personen am „Lauf gegen die Diktatur“ teilnehmen, doch lokale Beamte versuchten, die Veranstaltung zu verhindern. Die Teilnehmer mussten sich an drei verschiedene Stellen bewegen, bevor sie mit dem Laufen beginnen konnten.

5. Während die Organisatoren der Veranstaltung „Walking for Prayuth“ im gegenüberliegenden Lager behaupteten, dass rund 13.000 Menschen teilgenommen haben sollen, gaben jedoch einige Fotografen an, dass die Anzahl der teilnehmenden Personen wesentlich geringer ausgefallen sein soll.
Wie bereits gesagt: Bilder lügen nicht, zumindest dann, wenn sie nicht in böser Absicht extra bearbeitet wurden.

http://thailandtip.info/2020/01/14/laut-srisuwan-waren-beide-laufveranstaltungen-am-sonntag-illegal/

berndgrimm
Gast
berndgrimm
14. Januar 2020 8:27 am

PM says rallies 'waste of time'

Rival gatherings don't help nation progress, insists Prayut

published : 14 Jan 2020 at 04:01

Prime Minister Prayut Chan-o-cha says political rallies by his supporters and opponents are a waste of time as such activities do not help the country move forward.

"I am not an enemy of anyone. Everyone should figure out how to steer the country forward rather than wasting time on such things," the prime minister said on Monday.

 

Das ist lustig!

Sowas sagt der angebliche Chefdiktator einer Militärdiktatur

der sich bei seinen Ausflügen aufs Land immer von einer

gewissen Menge Hofschranzen umjubeln lässt

und in den letzten 4 Jahren überhaupt keine Sacharbeit

geleistet hat und dessen Hauptprojekt der EEC inzwischen

als grösstes Potemkinsches Dorf in Beton gegossen

zwischen Chachoensao und Rayong mit

hunderttausenden leeren Condos und hunderten (tausenden?)

leeren Fabrik- und Bürogebäuden zu besichtigen ist.

Die Auftraggeber dieser Militärdiktatur können sicherlich

zufrieden mit ihr sein weil sie in den letzten 5 Jahren

sehr gut verdient haben! Aber der Rest?

Soll abhauen! Machen wir ja.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
13. Januar 2020 5:34 pm

STIN sagt:

13. Januar 2020 um 2:30 pm

 

So wird das nix mit einer Revolution-eher kommt ein neuer Putsch.

Ich gehe davon aus, dass Prayuth das ganze aussitzt, solange es nicht gewalttätig wird.

Die einzige Chance – Prayuth aus dem Amt zu treiben, wäre – grosse Teile der Armee auf die Seite der Thanathorn-Demonstranten zu ziehen.
Dann wäre aber die Monarchie auch weg – weil es dann gar nicht mehr anders ginge. Das würde dann ein Gemetzel geben und letztendlich
vll einen failes state.

 

Ein "failed State" ist Thailand jetzt schon da die Militärdiktatur

zu garnix ausser Propagandalügen in der Lage ist.

STINs Folgerungen für eine mögliche rechtsstaatliche und

vielleicht sogar demokratische Zukunft Thailands sind

zwar richtig aber unrealistisch.

Diese Militärdiktatur hat alle Machtmittel in der Hand

Militär,Polizei,Staatsanwaltschaft,Gerichte etc.

Sie würde nur auseinanderfallen wenn die Machthaber

und die Auftraggeber sich zerstreiten,

Dann käme es zu einem Gegenputsch mit Apirat.

Das "Volk" wird erst dann aufstehen wenn es ihm

wirklich schlechter gehen würde.

Dies ist noch nicht der Fall und der Populismus

sowie die Ausländerhetze der Militärdiktatur

werden dies verhindern.

Regionalwahlen wird es nur dann und dort geben

wo der Wahlsieg der Militärdiktatur sichergestellt ist.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
14. Januar 2020 8:09 am
Reply to  STIN

das Volk ist noch nie aufgestanden, lediglich Studenten haben in den 70ern mal einen Aufstand gewagt, aber niemals
das gesamte Volk. Nicht mal, wenn es ihnen schlecht geht. Das wird nie passieren.

Da stimme ich leider vollkommen mit dir überein.

Deshalb ja: jedes Volk hat die Regierung die es verdient.

Dass in Thailand gesellschaftlich überhaupt nix voran

geht liegt natürlich an der Uninteressiertheit der Gesellschaft.

Es gibt viel zuwenige Aktivisten und die agilen Leute

sind längst weg aus Thailand.Meistens hinausgeekelt.

Ein "failed state" ist für mich eben nicht nur so offensichtliche Länder wie die genannten.

Ein "failed state" ist für mich auch ein Staat

ohne funktionsfähige Polizei oder Kontrollbehörden

ohne regierungsamtliche Sacharbeit

ohne Konsumentenschutz

ohne überparteiliche Gerichtsbarkeit

ohne bürgerliche Freiheiten

dafür mit Anarchie auf den Strassen

mit von der Regierung geschürtem Ausländerhass

und natürlich mit von einer Diktatur mehrfach

begangenen Wahlbetrug (vor,während und nach

der Wahl) um die Macht zu behalten.

Thailand ist in diesem Sinne natürlich

nicht der einzige "failed state"

aber der wirtschafttlich grösste und bedeutendste.

Die USA sind eben trotz Trumpel kein "failed state"

wil es eine regierungsunabhängige Polizei,Staatsanwaltschaft

und Gerichte sowie fast perfekte Bürgerrechte gibt.

Dort dürfen die Leute auf den Strassen zwar nur

max 15,30,45,55oder 65MPH fahren und werden

hart bestraft (nicht nur mit Geld) wenn sie es

nicht tun. Dafür dürfen sie unbestraft ihre Meinung

sagenjeden kritisieren und geniessen einen

(viel zu weitgehenden) Konsumentenschutz.

In Thailand dürfen sie besoffen,bekifft

mit verkehrsuntauglichen Autos und Motosai

so schnell fahren wie sie und ihre Gefährte

irgendwie können und werden nur bestraft

wenn sie Regierung und System kritisieren

oder sich im Sichtkreis einer höher gestellten

Person auffällig bewegen.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
14. Januar 2020 6:24 pm
Reply to  STIN

Auch da stimme ich dir leider vollkommen zu.

Aber warum haben wir uns damals bei

Thaksin so aufgeregt?

Auch als Thaksin Gegner muss ich

anerkennen dass Thaksin für Thailand

in seinen 4 Regierungsjahren

viel mehr erreicht hat

als diese Militärdiktatur in den

angestrebten 20 Herrschaftsjahren

erreichen wird.

Es ist richtig dass die politisch Interessierten

und Mitdenkenden eine Minderheit sind.

Aber warum soll man die hier allein lassen?

 

ben
Gast
ben
13. Januar 2020 2:54 pm

@ STIN: …Fakt ist: es waren auch Pro-Prayuth nur mehrere tausende – also auf beiden Seiten recht schwach, wenn ich die Demos 2010 betrachte, wo mehrere hundert tausende aus allen Landesteilen eintrafen. So wird das nix mit einer Revolution…

Kann es auch gar nicht, wenn sich vor allem die reinsten 'Demokraten' nach 5 Jahren Blocken aufkaufen lassen und mit der bösen Junta zusammen arbeiten… So geht's nun weiter mit dem heldenhaften ‘braun Wolfi‘ alias ‘Rotkäppchen Trump’ alias Thaksin Jodler und seinem grossen Führer, der jetzt auf Gesundheits Ernährung macht und dem bösen Prayuth auf der andern Seite… bis es knallt…

ben
Gast
ben
13. Januar 2020 2:43 pm

@ ‘braun Wolfi‘ alias ‘Rotkäppchen Trump’ alias Thaksin Jodler: …Jüngstes Beispiel ist, dass er nun einen Artikel von „khaosodenglish“ mir zuschreiben will und von Geschichtsfälschungen redet, obwohl bei Befragung von Teilnehmern des “Walk to Support Uncle” diese derartiges äußerten…

Ob die derartiges äussern oder nicht ändert nichts an der Tatsache das sogar unser 'Depp aller Deppen' wissen sollte, warum es zum Putsch kam, denn er labert seinen ‘Rotkäppchen TrumpMist ja schon seit ewigen Zeiten. – Zudem wenn Du solchen Blödsinn auf Deutsch übersetzt, solltest Du doch auch den Inhalt überprüfen, statt einfach wieder alles auf Dein 'Thaksin Jodler'  Niveau auf zu bauschen! – oder willst Du behaupten, dass ca. 50% der Thais elitäre Royalisten sind? und 50% brave, reine Demokraten mit Hang zum Freizeit Terrorismus…?

 

 

 

Wolf5
Gast
Wolf5
13. Januar 2020 1:25 pm

Wir brauchen uns keine Sorgen machen, dass die Deppen aussterben.

Täglich beweist unser Forumsdepp, dieser Scheuklappen-ben, dass er seinen Ruf mit allen Mitteln weiter verteidigen wird.

Jüngstes Beispiel ist, dass er nun einen Artikel von „khaosodenglish“ mir zuschreiben will und von Geschichtsfälschungen redet, obwohl bei Befragung von Teilnehmern des “Walk to Support Uncle” diese derartiges äußerten.

Wie gesagt, von Leuten welche eine Fliege verschlucken und dadurch mehr Hirn im Bauch als im Kopf haben, kann man auch nichts anderes erwarten.

Und so blieb auch diesmal diesem Scheuklappen-ben nichts anderes mehr übrig, als sich wie immer in den Vordergrund zu drängen, er kam dadurch auf´s Titel-Bild, aber leider diesmal jedoch ohne Gattin und Trillerpfeife.

Denn merke: „Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf.
Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher “.

ben
Gast
ben
13. Januar 2020 11:45 am

@ ‘braun Wolfi‘ alias ‘Rotkäppchen Trump’ alias Thaksin Jodler: …Viele Teilnehmer der Veranstaltung sind Veteranen des Volkskomitees für absolute Demokratie mit dem König als Staatsoberhaupt, einer Protestbewegung, die 2013 versuchte, den damaligen Premierminister Yingluck Shinawatra zu stürzen und den Weg für Prayuth ebneten, einen Putsch zu inszenieren…

aaahhh! unser 'voll Depp' erklärt uns, warum es zum Putsch kam…. 555 – wer war der Premierminister YL??? Immer wieder toll die Geschichtsfälschungen unseres ‘Rotkäppchen Trumpzu lesen…

 

Wolf5
Gast
Wolf5
13. Januar 2020 11:31 am

Von wegen: „beide Demo-Gruppen waren etwa gleich stark”, obwohl nicht verschwiegen werden soll, dass die Organisatoren beider Seiten mit großen Zahlen agieren.

Wenn man sich jedoch die Bilder anschaut, kann jeder selbst erkennen, wer wohl mehr zur Wahrheit neigt.

Erinnert mich sehr an die Amtseinführung Trump´s, wo trotz eindeutiger Bilder dieser Orangehäutige noch immer die Auffassung vertritt, bei ihm waren die meisten Teilnehmer.

Nun zur Presse:
So meint DW:
In den Medien hat der Regierungschef den Spitznamen “Onkel Tu”.
Das griffen sowohl seine Gegner bei ihrem Protestlauf auf als auch seine Anhänger, die zur selben Zeit in deutlich geringerer Zahl bei einer eigenen Kundgebung in einem anderen Park der Stadt ihre Solidarität mit dem 65-Jährigen zum Ausdruck brachten.
https://www.dw.com/de/gro%C3%9Fe-anti-regierungs-demo-in-thailand/a-51971557

Und das ZDF:
„Die Wahl 2019 sollte die Rückkehr zur Demokratie einleiten.
Die Wahlgesetze regeln indessen eine Bevorzugung der promilitärischen Partei.
Die Thailänder protestieren – in Massen.
Es war die größte politische Demonstration in Thailand seit Jahren.
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/groesste-demonstration-seit-jahren-lauf-gegen-thailaendische-regierung-100.html

und DLF:
„In Bangkok und anderen Städten beteiligten sich tausende Menschen an dem sogenannten „Lauf gegen die Diktatur“.
Allein in der Hauptstadt sprechen die Veranstalter von rund 13.000 Teilnehmern.
In einem anderen Park in Bangkok kam es zu einer Gegendemonstration von mehreren tausend Regierungsanhängern.“

und „Welt“:
„Auch in anderen Städten beteiligten sich Tausende Menschen an Protestläufen, darunter in der südlichen Provinz Pattani und in der bei Touristen beliebten Stadt Chiang Mai im Norden des Landes.
Auch Anhänger von Regierungschef Prayut, dessen Spitzname „Onkel Tu“ lautet, gingen auf die Straße.
In einem anderen Park Bangkoks fanden sich mehrere Tausend vor allem ältere Demonstranten zu einem „Spaziergang zu Onkels Unterstützung“ ein.
Die Parlamentswahl im März, aus der Prayut als Sieger hervorging, war von Betrugsvorwürfen überschattet. Ihre Ergebnisse wurden erst mehr als einen Monat später veröffentlicht.“

und Bangkok Post:
„Anhänger und Gegner von Premierminister Prayut Chan-o-cha kamen am Sonntag zu ihren jeweiligen politischen Kundgebungen in Scharen.
Die rivalisierenden Lager dürften sich nächsten Monat wieder zusammentun, wenn die Organisatoren von Anti-Prayut-Veranstaltungen eine weitere Veranstaltung planen, welche am 2. Februar in Chiang Mai stattfinden soll.
Parallele Veranstaltungen für ‘Wing Lai Lung’ fanden auch in mehreren anderen Provinzen statt, darunter Buri Ram, Phayao, Chiang Mai, Nakhon Pathom und Nakhon Ratchasima.
Die Zahl der Teilnehmer reichte von Dutzenden bis Hunderten, und die Läufe sollten von der Polizei genau überwacht werden.
https://www.bangkokpost.com/thailand/politics/1834104/thousands-join-rival-rallies#cxrecs_s

und The Nation:
Wie wir es vom Thailand-Stürmer gewohnt sind, wird wieder gelobhudelt.
So betrug lt. Organisatoren der Veranstaltung die Zahl der Teilnehmer an der Kampagne „Walking for Prayut“ 13.000 und damit wurden die Erwartungen um 1.000 übertroffen.
https://www.nationthailand.com/news/30380448?utm_source=homepage&utm_medium=internal_referral

Während man zum sogenannten Run Against Dictatorship-Event nur meinte: Tausende Menschen waren am frühen Sonntag (12. Januar) im Suan Rot Fai (Eisenbahnpark) in Bangkok gekommen.
https://www.nationthailand.com/news/30380437?utm_source=homepage&utm_medium=internal_referral

berndgrimm
Gast
berndgrimm
13. Januar 2020 9:01 am

STIN sagt:

12. Januar 2020 um 10:36 pm

beide Demo-Gruppen waren etwa gleich stark.

Spiegeln die Verhältnisse der Rot- und Gelbhemden in Bangkok wider.

 

Dies ist Unsinn!

Die Militärdiktatur hat in BKK natürlich mehr Anhänger als woanders

allein wegen der vielen Beamten und Angestellten der Behörden

die natürlich für die Militärdiktatur sind weil sie keine Arbeitsleistung

verlangt.Und die Angestellten der Unternehmen in dessen Auftrag

diese Militärdiktatur herrscht.Und natürlich jene Thai die noch nie

die Münchner Abendzeitung übersetzt bekommen haben!

In der Bevölkerung gibt es eine grosse Aversion gegen den von der

Militärdiktatur eingesetzten Gouverneur von Bangkok.

Was die "Wanderer" angeht :

Ich gehe auch davon aus dass die meisten Gelben die mitgelaufen sind

Sutheps Mitlatscher von 2013/14 waren.

Es ist schon merkwürdig  dass die Veranstaltungen gezwungen wurden

in relativ geschlossene Parks zu gehen.

Am Sonntag Morgen hätte man die auch über abgesperrte Strassen

laufen lassen können.

Am Sanam Luang und in Dusit gibt es genug Verkehrsraum der

nicht benutzt wird.

Die angebliche  "Gefahr politischer Gewalt" ist eine zynische Propaganda

eines menschenverachtenden Regimes welches hauptverantwortlich

für die Anarchie auf den befahrenen Thai Strassen mit Rekord

Tötungszahlen ist.

Tatsache ist dass dieses Regime weder mit Polizei noch mit Militär

in der Lage ist eine zivile Ordnung herzustellen.

Und auch garkein Interesse daran hat, ausser es geht mit Gewalt

gegen Kritiker.

Wolf5
Gast
Wolf5
13. Januar 2020 7:53 am

Bei einem der größten politischen Proteste seit Jahren unter dem Motto: «Run Against Dictatorship» haben in Thailand Tausende Menschen mehr Demokratie gefordert.

Allein in Bangkok machten nach Angaben der Organisatoren 13.000 Menschen bei der regierungskritischen Veranstaltung am Sonntag mit.

Thailand ist seit Jahrzehnten politisch gespalten.
Auf der einen Seite gibt es das konservative Establishment, zu dem das Militär und das Königshaus gehören, auf der anderen Seite die Anhänger von mehr Demokratie.
https://der-farang.com/de/pages/grosse-politische-demos-in-bangkok

Und nun einiges zur Gegen-Veranstaltung der Prayut-Fans:

Obwohl der bekannte regierungsnahe Aktivist Songklot sagte, 13.000 Menschen hätten sich für den Spaziergang angemeldet, erschien vor Ort ein Reporter, der schätzungsweise 7.000 bis 8.000 Wanderer bezifferte.
Eine offizielle Zählung durch die Polizei bezifferte die Zahl auf 8.000.
Die Veranstaltung, obwohl als Sportturnier in Rechnung gestellt, ist de facto eine Kundgebung zur Unterstützung der Regierung, die seit ihrem offiziellen Amtsantritt im Juni von einer Reihe von Skandalen und Korruptionsvorwürfen heimgesucht wurde.
Der 2,5 Kilometer lange Spaziergang im Park wurde hauptsächlich von Menschen in den Vierzigern bis Sechzigern besucht.
Viele Teilnehmer der Veranstaltung sind Veteranen des Volkskomitees für absolute Demokratie mit dem König als Staatsoberhaupt, einer Protestbewegung, die 2013 versuchte, den damaligen Premierminister Yingluck Shinawatra zu stürzen und den Weg für Prayuth ebneten, einen Putsch zu inszenieren.

Sie votierten:
‘Warum sind wir heute hier ?, um den Onkel aufzuheitern’, sangen die Demonstranten.
„Wer bezahlt, dass wir hier sind? Niemand!’
Naja, wer´s glaubt!

Im Gegensatz zu „Run Against Dictatorship“ nahmen nur sehr wenige Jugendliche an der Veranstaltung teil.

Eine Frau, die sich als Administratorin dieser Facebook-Seite auszeichnete, erschien auf der Veranstaltung, weigerte sich jedoch, mit Reportern zu sprechen.
Die Admin wurde von Matichon in einem Mittwochsbericht mit den Worten zitiert, dass sie nicht Teil der von der Regierung oder dem Militär angeführten ‘Informationsoperationen’ sei.

Im Gegensatz zu gemeldeten Belästigungen durch die Behörden bei der rivalisierenden Veranstaltung , bei der die Teilnehmer von „Run Against Dictator“ von der Polizei angewiesen wurden, ihre Hemden auszuziehen und ihre Transparente mit politischen Parolen zu übergeben, konnten die Teilnehmer von „Walk to Support Onkel“ ihre politischen Inhalte mittels Banner und Fahnen frei zur Schau stellen.
http://www.khaosodenglish.com/politics/2020/01/12/at-pro-govt-walk-supporters-rally-behind-their-embattled-uncle/

paul
Gast
paul
13. Januar 2020 7:28 am

VON WEGEN –. beide Demo-Gruppen waren etwa gleich stark-. ein witz. da es laut thai medien lediglich 2500 bis 3000 waren bei der pro prayut demo waren und nicht 14000 wie bei der anti prayut demo!  https://www.chiangraitimes.com/thailand-national-news/thailand-politics-thailand-national-news/anti-and-pro-thai-government-events-scheduled-for-same-day/?fbclid=IwAR3vCS2PV3koUC_9SnO6HgiYEyGDd5CYWwnSnH4plLho-9YG9CMXFSncKlw