Bangkok: Regierung plant Ausgaben für Gefängnisse von 178 Millionen Baht

Laut Naras Savestanan, dem Chef des Justizministeriums, sollen für 93 Gefängnisse im ganzen Land 178 Millionen Baht aus dem Zentralfonds für neue Schlafebenen ausgegeben werden.

Pol Col Naras sagte, Justizminister Somsak Thepsutin habe am Mittwoch bei einem Treffen hochrangiger Führungskräfte mitgeteilt, dass er das Kabinett über das Problem informiert habe und eine Lösung vorlegen werde.

Es ist geplant, zusätzlich zum vorhandenen Schlafboden ein Zwischengeschoss aus Stahl in die vorhandenen Schlafräume einzubauen, um den Insassen mehr Schlafraum zu bieten.

Bei der Kabinettssitzung in der kommenden Woche wird Somsak die Genehmigung einholen, 178 Millionen Baht aus dem zentralen Fonds für den Bau von Zwischengeschossen in 93 Gefängnissen im ganzen Land zu entnehmen.

Es wird auch eine Umfrage durchgeführt, um festzustellen, ob die Gefängnisse überfüllt sind oder nicht. Die Insassen könnten nach eigenem Ermessen in andere Gefängnisse umziehen, sagte Pol Col Narat. / WB

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5 Antworten zu Bangkok: Regierung plant Ausgaben für Gefängnisse von 178 Millionen Baht

  1. Avatar Wolf5 sagt:

    wenn stin meint: „
    Die Zustände in den Gefängnissen hat mit der aktuellen Regierung absolut nix zu tun. Die sind schon seit wohl schon Jahrhunderten weltweit gefürchtet.“
    hat er in so weit recht, dass die Gefängnisse in Thailand schon sehr sehr lange gefürchtet sind.

    Unrecht hat er aber damit, dass die Zustände in den Gefängnissen mit der aktuellen Regierung absolut nix zu tun haben.

    So hatte Thailand:
    2014 ca. 300.000 Gefangene und 2019 = 365.384 Gefangene.

    Also eine Zunahme der Gefängnisinsassen von ca. 65.000 Gefangenen, ohne dass neue Gefängnisse errichtet wurden.

    Soll heißen, die zusätzlichen Gefangenen wurden in den vorhanden Gefängnissen untergebracht (obwohl bei den Zuständen in Thai-Gefängnissen von Unterbringung eigentlich nicht geredet werden dürfte) und müssen sehen, wo sie noch ein Plätzchen finden.

    Von der Unterbringung der Abschiebehäftlinge (einschl. Frauen und Kinder) ganz zu schweigen.

    Und für all das trägt die Junta die Verantwortung, da sie bereits seit 6 Jahren an der Macht ist.

    • STIN STIN sagt:

      So hatte Thailand:
      2014 ca. 300.000 Gefangene und 2019 = 365.384 Gefangene.

      Also eine Zunahme der Gefängnisinsassen von ca. 65.000 Gefangenen, ohne dass neue Gefängnisse errichtet wurden.

      auch das muss ich wieder korrigieren.

      So werden bwz. wurden schon landesweit 17 Gefängnisse als “Light structure prisons” gebaut und geplant, die für Häftlinge vorgesehen sind,
      die nicht mehr als 6 Monate Haftstrafe zu verbüssen haben.
      Dadurch werden andere überfüllte Gefängnisse entlastet. Inwieweit die nun schon alle fertig sind, weiss ich nicht.
      Von einem in Phuket weiß ich, dass es bereits offen ist.

      Da nun Cannabis langsam legal wird, dürfte es ev. auch eine Entlastung geben. Ansonsten sind keine weiteren Gefängnisse
      wegen der Kosten geplant. Man hat aber soeben in den Schlafsälen eine Zwischen-Decke eingezogen, sodass sich die
      Anzahl der Schlafplätze verdoppelt. Mehr macht halt TH für Kriminelle nicht.

      Und für all das trägt die Junta die Verantwortung, da sie bereits seit 6 Jahren an der Macht ist.

      ja, die hat aber schon erklärt, dass sie ausser den 17 Gefängnissen, mit je 500-1000 Plätzen, keine weiteren mehr
      eröffnen wird.

      Also einfach versuchen legal im Land zu leben, die Gesetze einzuhalten, dann macht man auch nie Bekanntschaft mit dem
      Knast.

  2. Avatar Wolf5 sagt:

    Apropos Gefängnisse in Thailand.

    So hat die Union of Catholic Asian News (UCAN) über das Wochenende Fotos aus dem berüchtigten Bangkoker Abschiebegefängnis der Immigration (IDC) veröffentlicht.

    In dem Artikel heißt es laut „The Thaiger“, im Zentrum würden Insassen, darunter Kinder, Frauen und ältere Menschen, unter „erbärmlichen und überfüllten“ Bedingungen monatelang und sogar jahrelang inhaftiert.

    Die Fotos zeigen laut UCA News „das Leben von Häftlingen, deren einziges Verbrechen darin bestand, ihr Visum zu überschreiten”.

    https://der-farang.com/de/pages/erbaermliche-bedingungen-in-der-abschiebehaft

    Wieder ein schönes Beispiel des Umgangs dieser Junta mit ungeliebten Mitmenschen.

    Und die Junta-Fans können wieder einmal jubeln, dass diese Militärregierung so konsequent gegen Asylsuchende und andere vorgeht – wünschen sich ja das gleiche auch für D!

    • STIN STIN sagt:

      Wieder ein schönes Beispiel des Umgangs dieser Junta mit ungeliebten Mitmenschen.

      muss leider wieder mal korrigieren.

      Die Zustände in den Gefängnissen hat mit der aktuellen Regierung absolut nix zu tun. Die sind schon seit wohl schon Jahrhunderten
      weltweit gefürchtet.
      So hat ein User im nittaya.de Forum mal von seinem mehrjährigen Aufenthalt geschildert. Auch gibt es zahlreiche
      Kommentare von Abschiebehäftlingen – es ist in der Tat krass.

      Das Prayuth nun eine Knast-Reform einleiten wird, ist eher nicht zu erwarten. Auch andere, nachfolgende Politiker nicht….

  3. Avatar Wolf5 sagt:

    Es ist doch irgendwie erstaunlich,dass in einem derart “friedlichen” Land wie Thailand mit lauter “ehrlichen” Menschen, sich derart viele im Knast befinden555.

    So hat Thailand nach den USA die meisten Gefangenen bezogen auf 100.000 Einwohner, nämlich 529, von denen es sich nur bei 4,6 % der Gefangenen um Ausländer handelt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Gef%C3%A4ngnisinsassen

    Auch sind die in Thailand vorhandenen Haftanstalten gnadenlos überbelegt.
    Kleines Beispiel:
    „Neuer Rekord bei der Belegung im Gefängnis auf Phuket.
    Gebaut wurde es vor mehr als hundert Jahren für eine Belegung von 700 Männern und 60 Frauen. Heute beherbergt es 2.027 Männer und 372 Frauen.“
    http://thailandtip.info/2013/09/09/neuer-rekord-bei-der-belegung-im-gefaengnis-auf-phuket/
    oder
    „Beim Bau des Bangkoker Frauengefängnisses waren die Behörden von einer falschen Voraussetzung ausgegangen: Rund 5 Prozent aller Straftäter sollten Frauen sein.
    Heute liegt die Quote bei 18 Prozent.
    Als Folge dieser Fehleinschätzung sind in Klong Prem allein 7.000 weibliche Gefangene untergebracht.
    Die Gefängnisverpflegung ist minderwertig.
    Die dreimal täglich ausgeteilte Suppe, zumeist Reis, Wasser und Fischgräten, sieht eher nach Abfällen aus.
    Es ist ein ungeniessbarer Frass.“
    https://der-farang.com/de/pages/eingesperrt-in-der-hoelle

    Internationale Organisationen verurteilen immer wieder die schlimmen Bedingungen.
    Die Belegung übertrifft die Kapazität um das Dreifache.
    Es breiten sich Krankheiten aus, Gewalt gehört in manchen Anstalten zur Tagesordnung.
    „Wenn eine Gesellschaft danach beurteilt wird, wie sie mit ihren Gefangenen umgeht, dann muss die thailändische Regierung als grausam und unmenschlich bezeichnet werden“, kritisiert der Dachverband der Menschenrechtsorganisationen FIDH.
    https://www.handelsblatt.com/politik/international/weltgeschichten/spohr/weltgeschichte-willkommen-im-knast-urlaub/20395888.html

    Und wieder einmal versuchen die Thai-Verantwortlichen mit ihren hirnlosen Vorschlägen zu punkten.

    Vielleicht sollten sie sich mal Unterlagen von Nazi-KZ´s besorgen, um zu lernen, wie man möglichst viele Gefangene auf möglichst wenig Platz unterbringen kann.
    „Die Gefangenen lagen im KZ Auschwitz-Birkenau in für Pferde vorgesehenen Holz-Stallboxen, in denen dreistöckige Holzgestelle als Schlafplätze aufgestellt wurden.
    Meist mussten Gruppen von 8 bis 12 Mann in einem solchen „Regalabschnitt“ liegen und konnten sich nachts wegen der Nachbarn gar nicht frei bewegen.
    Ebenso konnten sie in der Nacht nicht zu den Toiletten-Baracken, da ihnen verboten wurde, die Schlafstelle in der Nacht zu verlassen.“
    https://de.wikipedia.org/wiki/KZ-Baracke

    Fazit: in Thailand bleibt alles beim Alten, da es ja auch kaun einen Grund für Veränderungen gibt555!

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