Bangkok: Behörden melden erfolgreiche Behandlung mit Cocktail aus Grippe und HIV-Medizin

Die thailändischen Behörden haben eine erfolgreiche Behandlung des neuartigen Coronavirus mit einem Cocktail aus Grippe- und HIV-Medikamenten gemeldet. Der Zustand einer mit dem Virus infizierten Frau aus China habe sich nach der Gabe des Medikamentencocktails dramatisch verbessert, berichtete das Gesundheitsministerium in Bangkok am Sonntag.

Binnen 48 Stunden nach dem Beginn der Behandlung sei das Virus bei der Patientin nicht mehr nachweisbar gewesen, sagte der Mediziner Kriengsak Attipornwanich.

Die Ärzte gaben der Frau eine Kombination aus dem Grippe-Medikament Oseltamivir und den zur Behandlung von HIV eingesetzten antiviralen Wirkstoffen Lopinavir und Ritonavir. Nun solle der Medikamentencocktail im Labor weiter getestet werden, erklärte das Ministerium.

In Thailand wurden bislang 19 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen, dies ist nach Japan die zweithöchste Zahl von Fällen außerhalb Chinas. Acht der Patienten sind inzwischen geheilt, elf werden noch in Krankenhäusern behandelt.

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1 Antwort zu Bangkok: Behörden melden erfolgreiche Behandlung mit Cocktail aus Grippe und HIV-Medizin

  1. Avatar Wolf5 sagt:

    Leider gibt es gegen den Coronavirus bisher keinen Impfstoff.
    Deshalb probieren weltweit verschiedene Forscher vorhandene Medikamente aus und testen deren Wirksamkeit.

    Wenn nun die thailändischen Behörden eine erfolgreiche Behandlung des neuartigen Coronavirus mit einem Cocktail aus Grippe- und HIV-Medikamenten gemeldet haben, bedeutet das nur, dass in diesem einen Fall eine Verbesserung zu verzeichnen ist.
    Inwieweit das auch bei anderen Patienten zutreffen wird, bleibt abzuwarten und muß ausprobiert werden.

    Auch die Tübinger Biotechfirma CureVac soll eine führende Rolle bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus übernehmen.
    „Wir entwickeln gerade einen Impfstoff, der nach erfolgreichen präklinischen Studien rasch in klinischen Studien am Menschen getestet werden könnte“, sagte CureVac-Vorstand Mariola Fotin-Mleczek am Freitag. Innerhalb von 16 Wochen soll das gelingen.“

    Forschungsinstitute rund um den Globus suchen mit Hochdruck nach einem Impfstoff gegen das neue Coronavirus.

    Auch in Deutschland arbeiten mehrere Wissenschaftler daran, etwa am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF).
    Es dauere mindestens ein Jahr bis klar ist, ob ein Mittel wirkt und sicher ist.
    https://www.hna.de/welt/coronavirus-was-hilft-heilung-gegenmittel-ebola-impfung-heilung-china-symptome-deutschland-krankheit-zr-13507549.html

    Fazit: es wird doch noch recht lange dauern, bis ein wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht und deshalb gibt es derzeit auch keine andere Möglichkeit, als mit vorhandenen Medikamenten zu experimentieren.

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