Bangkok: Central Group übernimmt zusammen mit Signa Austria Schweizer Luxuskaufhaus

Die Central Group hat am Dienstag (4. Februar) mitgeteilt, dass sie das Schweizer Luxuskaufhaus Globus und andere Immobilienobjekte in einem Joint Venture mit der österreichischen Signa für mehr als 1 Milliarde Schweizer Franken (32 Milliarden Baht oder 1,03 Milliarden US-Dollar) kauft.

Der Kauf von Globus und der Liegenschaft vom Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) ist die jüngste Erweiterung, die im Besitz der Milliardärsfamilie Chirathivat befindlichen Central Group in europäischen Luxusmalls ist.

„Die Transaktion beinhaltet den Kauf von erstklassigen Schweizer Immobilien und eines Hotels im Wert von über 1 Milliarde Franken“, sagte Tos Chirathivat, der Executive Chairman der Central Group.

Die Central Group besitzt gemeinsam mit Signa die deutsche KaDeWe-Gruppe, die italienische Rinascente und die dänische Illum.

Reuters berichtete bereits im Oktober 2019, dass der österreichische Investor Rene Benko Signa voraussichtlich ein Angebot für Globus unterbreiten wird.

„Als historische Schweizer Marke passt Globus perfekt zu unserer europäischen Allianz mit starker lokaler Präsenz und internationaler Anerkennung“, sagte Vittorio Radice, der CEO von Central Group Europe, der die weitere Führung von Globus übernehmen wird.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der europäischen Wettbewerbsbehörden und wird voraussichtlich Mitte 2020 abgeschlossen werden, fügte er hinzu.

Früher berichtete die Sonntagszeitung , dass die Immobilien des Einzelhändlers den größten Teil des Vermögens ausmachen und ein Geschäft an der Zürcher Hauptstraße, der Bahnhofstrasse, einschließen.

Die thailändischen und österreichischen Investoren werden jeweils 50 % der Anteile halten, hieß es in einer Ankündigung. Das Portfolio der Signa Holding GmbH von Herrn Benko umfasst bereits die bekannte deutsche Galeria Kaufhof.

Der Schweizer Migros-Genossenschafts-Bund hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, Globus zu verkaufen. Einzelhändler in ganz Europa geraten unter Druck, da die Online Verkäufer auf Kosten der stationären Geschäfte immer mehr Marktanteile gewinnen.

Erst im November vergangenen Jahres hatte die Central Group angekündigt, dass sie rund 20 Milliarden Baht in drei Projekte – ein Mischnutzungsprojekt in Wien, in Österreich, in das Centara Grand Hotel Osaka, in Japan, und in das Kaufhaus Rinascente in Turin, in Italien, investieren wird. Wie die internationale Presse mitteilte, nutzt die Central Group den starken Baht, um sich bei immer mehr Beteiligungen im Ausland einzukaufen.

Das Mixed-Use Projekt in Wien ist ein Joint Venture von Central Group und der Signa Group und befindet sich in der Mariahilfer Straße, einem bekannten Einkaufsviertel in Wien. Das 58.000 m² große Projekt umfasst ein Kaufhaus und ein Luxushotel mit 150 bis 165 Zimmern sowie Restaurants und einen Skypark. Die Eröffnung ist für 2023 geplant. / TP-BP

 

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2 Antworten zu Bangkok: Central Group übernimmt zusammen mit Signa Austria Schweizer Luxuskaufhaus

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Also zunächst mal war Globus kein Luxuskaufhaus wie KaDeWe z.B.

    Globus gehörte vorher der Migros und war eher sowas wie das

    schweizer Woolworth!

    Luxuskaufhäuser in der Schweiz waren eher Jelmoli und Bongenie Grieder

    Allen Kaufhäusern geht es schlecht, weltweit, auch Central/Robinson

    in Thailand.

    Das Wertvollste sind die Immobilien.Und darum geht es.

    Central ist auch nicht federführend in dem Joint Venture mit Benko(Signa).

    Zumindest haben sie aber etwas in Europa gelernt:

    Früher habe ich mich ja immer darüber beklagt dass in Central und Robinson

    Kaufhäusern (besonders bei Power Buy und Supersport) soviel untrainiertes

    Personal auf die Kunden gehetzt wird. Ich nannte sie Verkaufsverhinderer.

    Besonders wenn sie mit Farang zu tun hatten.

    Dies hat sich spürbar gebessert.Man findet heute durchaus gut ausgebildetes

    Personal auch bei Supersport und Powerbuy.

    Und es ist deutlich weniger Personal da!

    Der grösste Thai Management Fehler war und ist das Overstaffing!

    Die kapieren einfach nicht dass sowas jede Organisation ineffizient macht.

    Hauptsache man hat viele Türstopper……

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