Pattaya: Thailändische Frau wegen Fake-News über Corona-Virus verhaftet

Die Polizei hat eine thailändische Frau festgenommen, nachdem sie auf Facebook falsche Nachrichten veröffentlicht hatte, die darauf hindeuten, dass jemand in Pattaya gestorben war, nachdem er sich mit dem Coronavirus infiziert hatte.

Die thailändischen Medien sagten: „Sie wurden gewarnt!“

Pol Maj Anan Buakaew der Technologiepolizei und Beamte des Anti Fake News Center verhafteten die aus Pattaya stammende Worawan (kein Nachname angegeben) gemäß Artikel 14/2.

Dieser Artikel bezieht sich auf die Verbreitung von böswilligen und gefälschten Nachrichten, die das Land oder die Wirtschaft schädigen und Verwirrung oder Panik hervorrufen können.

Worawans Facebook-Seite enthält Folgendes:

„In Pattaya ist ein Mann an dem Coronavirus gestorben. Warum wurde diese Nachricht unterdrückt? Die Menschen werden sich selbst schützen können. Sie sind mehr um die Wirtschaft besorgt als um die Menschen.“

Medien gaben bekannt, dass der Minister für digitale Wirtschaft und Gesellschaft die Öffentlichkeit letzte Woche davor gewarnt habe, gefälschte Nachrichten zu verbreiten. / WB-NN

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3 Antworten zu Pattaya: Thailändische Frau wegen Fake-News über Corona-Virus verhaftet

  1. Avatar Wolf5 sagt:

    Li Wenliang warnte als erster Arzt vor dem Coronavirus.
    Nun ist er selbst daran gestorben.
    Sein Tod hat China schwer getroffen.
    Für die Führung in Peking verschärft sich damit die politische Krise.
    China ist tief erschüttert, demoralisiert, die Epidemie hat nun einen Märtyrer.
    Am 30. Dezember 2019 hatte Li eine Nachricht in einer WeChat-Gruppe gepostet, in der er sich mit sieben ehemaligen Kommilitonen austauschte.
    In seinem Krankenhaus stünden mehrere Patienten unter Quarantäne, “sieben Fälle von Sars bestätigt”, schrieb er.
    Heute weiß man, dass es sich um Coronavirus-Infizierte handelte.
    Li bat seine Kollegen, vorsichtig zu sein und sich zu schützen.
    Ein Screenshot der Unterhaltung fand den Weg ins Internet. Bald trendete auf Weibo das Hashtag #WuhanSars, bevor die Zensur das unterband.
    Am gleichen Tag sprach auch die lokale Gesundheitsbehörde in einer internen Handreichung von einer “Lungenkrankheit unbekannten Ursprungs”, die sich in Wuhan ausbreite – und verhängte eine Schweigepflicht.
    Wichtige politische Treffen standen an, die Stadtregierung wollte sich wohl nicht nachsagen lassen, sie habe die Volksgesundheit nicht im Griff.
    Die Polizei bestellte die Mitglieder aus Lis Chatgruppe ein und rügte sie wegen der “Verbreitung von Gerüchten”.
    Eine Unterlassungserklärung trägt Lis Fingerabdruck in roter Tinte.
    “Wir warnen Sie ernsthaft: Wenn Sie nicht lockerlassen, impertinent bleiben und sich weiterhin an illegalen Aktivitäten beteiligen, wird das Gesetz Sie bestrafen”, ließ die Polizei ihn wissen.
    Heute hat sich das offizielle Bild von Li längst gewandelt.
    In einem höchst ungewöhnlichen Vorgang hat sogar der Oberste Volksgerichtshof ihn Ende Januar rehabilitiert.
    In den Augen der Chinesen war er ohnehin schon der Mann, der mutig die Wahrheit aussprach, als die Staatsmacht sie noch zu verschleiern versuchte.
    Einer, dem die Gesundheit seiner Mitbürger wichtiger war als die politischen Konsequenzen seines Handelns für sich selbst.
    Am Morgen danach herrscht Trauer, aber auch eine diffuse Verärgerung.
    Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei misst dieser Stimmungslage offenbar ausreichend große Bedeutung zu, dass es ein Team von Ermittlern nach Wuhan entsandt hat.
    Die Aufgabe: “Eine umfassende Untersuchung der von den Massen berichteten Gegebenheiten betreffend Dr. Li Wenliang”, wie es verschwurbelt in der offiziellen Mitteilung heißt.
    Einfacher ausgedrückt: Die Pekinger Führung will klären, wer für Lis Tod politisch verantwortlich ist.
    Wenige Tage vor seinem Tod hat Li gegen gelenkte Wahrheiten plädiert. Er halte nichts davon, wenn die Behörden übermäßig in die öffentliche Debatte eingriffen, sagte er “Caixin”.
    Und fügte hinzu: “Eine gesunde Gesellschaft sollte mehr als eine Stimme akzeptieren.”
    https://www.spiegel.de/politik/ausland/coronavirus-li-wenliang-das-vermaechtnis-des-whistleblower-arztes-a-76655aed-87a6-4a41-a45e-e30730eddc7a

    Fazit: Eine derartige Zensur ist für diese Regime kennzeichnend, da sie befürchten, das System könnte Schaden nehmen – kennt man zur Genüge auch in Thailand!

  2. Avatar berndgrimm sagt:

    Es ist richtig dass durch Fake News gerade im Fall von Viren eine Massenpanik

    ausgelöst werden kann , gerade bei unterbelichteten Nichtdenkern.

    Tatsache ist aber auch dass die Fake News Hysterie gerade von Leuten

    und Regierungen ausgelöst wird welche selber am meisten Fake News

    verbreiten. Siehe Trump oder die hiesige Militärdiktatur.

    Worum es geht , ist Glaubwürdigkeit!

    Dabei haben sowohl Trump als auch die hiesige Militärdiktatur

    sehr schlechte Karten. Beiden fehlt Transparenz und Verifizierbarkeit.

    Ja, Trump twittert zu jedem Furz und diese Militärdiktatur ist an

    Propagandameldungen nicht zu überbieten.

    Nur Transparenz und glaubwürdige Information gibt es nicht.

    Ich glaube der Thai Polizei zunächst mal garnix was ich nicht irgendwie

    verifizieren kann.Wer ist diese Frau? Weshalb wird sie verfolgt.

    Der Text:

    In Pattaya ist ein Mann an dem Coronavirus gestorben. Warum wurde diese Nachricht unterdrückt? Die Menschen werden sich selbst schützen können. Sie sind mehr um die Wirtschaft besorgt als um die Menschen.“

    scheint mir nicht irgendwie hetzerisch zu sein.

    Meine Frage dazu wäre:

    Wieviele Corona Fälle gibt es überhaupt in Pattaya ?

    Und wenn ja, ist daran jemamd gestorben.

    Dass bei den Corona Fällen in Thailand (genau bei den Verkehrstoten)

    offensichtlich gelogen wird ist für mich ganz klar.

    Die Frage ist nur, wer lügt und warum.

    Und dass es diesem Regime nur ums Geld und nicht um die Menschen geht

    hat man in den fast 6 Jahren Militärdikttur ja häufig gesehen.

    Wenn Prawit und Prayuth und ihre Kalfakter inzwischen total unglaubwürdig sind,

    so liegt dies nicht an ihren politischen Gegnern.

  3. Avatar Wolf5 sagt:

    Es ist gut und richtig, wenn Behörden gegen Fake-News vorgehen.

    Leider bekommt dieses Vorgehen in Diktaturen ein sogenanntes Geschmäckle, da die Herrschenden entscheiden, was Fake-News sind und was nicht.

    Dafür gibt es genügend Beispiele, sowohl in Thailand als auch anderen Diktaturen.

    Nehmen wir z.B. das Corona-Virus:

    So hat der 34 Jahre alte Arzt Li Wenliang bereits am 30. Dezember als Erster auf das neuartige Virus aufmerksam gemacht.
    Und was geschah:
    Er und sieben weitere Teilnehmende einer Medizinergruppe waren nach ihrer Warnung zunächst von der Polizei vorgeladen und verwarnt worden und mussten unterschreiben, dass sie nichts mehr über den Ausbruch enthüllen.

    Am 10. Januar erkrankte er selbst und starb nun an dem Lungenvirus.

    Der 34-Jährige hinterlässt eine junge Familie: Seine Ehefrau ist gerade mit dem zweiten Kind schwanger.

    https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-02/coronavirus-chinesischer-arzt-lungenkrankheit-entdeckung-tot-wuhan

    Fazit: hätten die Behörden, statt wie immer nur Druck auszuüben, die Meldung ernster genommen und überprüft, wäre wahrscheinlich China und der ganzen Welt viel erspart geblieben

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