Phrae: Thailänder nach Mord an einem Ausländer und nach 17 Jahren Flucht verhaftet

Ein Verdächtiger wurde am 19. Februar festgenommen, nachdem er sich vor 17 Jahren wegen Beteiligung an einem Mord an einem beliebten Expat aus Pattaya versteckt hatte.

Die Crime Suppression Division berichtete, dass sie einen Thailänder namens Mr. Anupong nach Haftbefehl des Provinzgerichts Pattaya im Jahr 2007 wegen Mordes an Herrn Jules Odekerken verhaftete.

Herr Odekerken war mit einer Thailänderin, Marisa Promna, verheiratet und lebte und arbeitete legal in Pattaya und Bangkok. Er hatte zwei Kinder, eines wurde legal adoptiert. Er besaß eine Zeitung, Newstoday, sowie mehrere andere Unternehmen und Immobilien. Sein Gesamtvermögen betrug über 200 Millionen Baht.

Anupong ist ein ehemaliger Stadtrat in Chumphon im Süden Thailands.

Im Jahr 2003 war Anupong ein Bauunternehmer, der beim Bau von Jules Haus half.

Anupong hatte angeblich eine geheime Beziehung zu Marisa sowie ein Kind mit ihr. Anupong und Marisa planten, Mr. Odekerken um sein Eigentum und Geld zu bringen.

Seksan Promna, Marisas älterer Bruder, wurde angeworben, um bei dem Mord zu helfen, dem ein Teil des Geldes versprochen wurde.

Anupong und Seksan entführten am 17. November 2003 Odekerken im Zentrum von Pattaya in den frühen Morgenstunden und erwürgten ihn, dann fuhren sie zu einer Mülldeponie in Pattaya.

Sie hatten Mr. Odekerken in das Auto verfrachtet und glaubten zunächst, er sei verstorben, „aber Jules erlangte das Bewusstsein wieder und schrie um Hilfe“, sagte Seksan der Polizei von Pattaya.

Sie schossen ihm in den Rücken und schlugen ihn dann mit einem Betonblock in den Kopf, bis er starb, bevor sie seinen Körper in einen Mülleimer warfen.

Sein Leichnahm wurde später entdeckt und war kaum wiederzuerkennen.

Anuphong, Seksan und Marisa wurden wegen Mordes angeklagt.

Anupong wurde zum Tode verurteilt, erhielt jedoch während des Gerichtsverfahrens eine Kaution und floh.

Er wurde nun in der Stadt Phrae im Norden Thailands festgenommen.

Er hat die Anklage zugegeben. / WB-PN

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Wolf5
Gast
Wolf5
21. Februar 2020 11:48 am

Wie so oft stellt stin wieder einmal etwas in den Raum, was nur bedingt richtig ist.

So zum Kautionssystem der USA:
„Bei der Festnahme eines Tatverdächtigen stellt sich die Frage, wo er die Zeit bis zur Hauptverhandlung verbringt.
In vielen europäischen Ländern bleibt der Verdächtige auf freiem Fuß, wenn nicht von einer Fluchtgefahr (oder anderen Gefahren, insbesondere Verdunkelungsgefahr) auszugehen ist. Ansonsten käme der Verdächtige in Untersuchungshaft.
In den Vereinigten Staaten hingegen gibt es diese Form der Untersuchungshaft nicht, sodass der Angeklagte sofort in ein normales Gefängnis kommt.
Andererseits ist es in den Vereinigten Staaten einfacher als in Europa unterzutauchen, da es u. a. keine Meldepflicht gibt.
Daher bietet das US-amerikanische Rechtssystem – sofern es sich nicht um bestimmte schwere Anklagen handelt – die Möglichkeit, gegen Zahlung einer Kaution in Freiheit auf die Verhandlung zu warten.
In den USA kann ein Angeklagter gegen Zahlung einer Kaution bis zur Hauptverhandlung auf freiem Fuß bleiben und muss nicht in Haft.
Durch die Stellung der Kaution soll das Erscheinen des Angeklagten zur Hauptverhandlung sichergestellt werden.
Bei schwerwiegenden Delikten wird immer die Inhaftierung empfohlen (z. B. bei Sexualdelikten, Raub, Mord etc.).“
https://de.wikipedia.org/wiki/Kautionssystem_(Vereinigte_Staaten)

Fazit: Kaution ja, sofern es sich nicht um bestimmte schwere Anklagen handelt (z. B. bei Sexualdelikten, Raub, Mord etc.). Und alles geschieht noch vor der Verurteilung.
Ob ein bereits verurteilter Mörder in den USA auf Kaution raus kann, wage ich zu bezweifeln.

Da ist Thailand doch ganz anders:
Mörder und andere Schwerverbrecher dürfen auf Kaution nach draußen, Angeklagten wegen des § 112 wird grundsätzlich Kaution verweigert.
Es lebe das thailändische Rechtssystem555!

berndgrimm
Gast
berndgrimm
22. Februar 2020 7:57 am
Reply to  STIN

O.J.Simpson ist nicht abgehauen und ist am Ende

freigesprochen worden.

Das Rechtssystem in Thailand und in den USA

auf eine Stufe zu stellen ist Unsinn.

Selbst wenn die Thai auf dem Papier die gleichen

Gesetze und Verordnungen haben so werden sie

nur willkürlich und parteiisch angewendet

und dies beweist nur den hiesigen Unrechtsstaat!

Aber STIN ist auf dem besten Weg zum Thai:

So tun als ob!

 

berndgrimm
Gast
berndgrimm
21. Februar 2020 8:31 am

Offensichtlich ist das Geld ausgegangen und die Frau muss sich dringend jemand

liquideres suchen.

Es wäre ja interessant zu erfahren wo er sich eigentlich "versteckt" hatte.

gg1655
Gast
gg1655
20. Februar 2020 9:17 pm

Zitat: Anupong wurde zum Tode verurteilt, erhielt jedoch während des Gerichtsverfahrens eine Kaution und floh.

Man gibt in Thailand zum Tode verurteilten Kaution?  Was will man denn da erwarten? Wie soll man sich das vorstellen?  Man verurteilt jemanden zum Tode und sagt dann: Gegen Bezahlung darfst du bis zu deiner Hinrichtung in Freiheit bleiben. Melde dich aber rechtzeitig beim Henker.  Und selbst wenn damit gemeint sein sollte das da noch eine Berufung möglich wäre,einen verurteilten Mörder lasse ich doch nicht auf Kaution wieder Frei. Der wär doch Blöd wenn er nicht abhaut.