Bangkok: Es gibt kein Gesetz, dass Thailänder nach Rückkehr in die Heimat in die Quarantäne zwingen kann

Der stellvertretende Premierminister Prawit Wongsuwan sagte gestern (3. März), dass Thailand kein Gesetz hat, das Thailänder, die illegal in Südkorea arbeiten, nach ihrer Rückkehr in die Quarantäne zwingen kann. In den Medien und in den sozialen Netzwerken wurde eine weit verbreitete Besorgnis über die Rückkehrer der Thais aus Südkorea geäußert, die das Risiko eines weit verbreiteten Ausbruchs von COVID-19 in Thailand darstellen.

General Prawit sagte jedoch, dass die Behörden die zurückkehrenden Arbeitnehmer auffordern müssen, sich mindestens 14 Tage lang zu Hause selber einzusperren.

Nach den weiteren Angaben des thailändischen Außenministeriums haben sich bereits mehr als 5.000 thailändische Arbeitnehmer, die ihr Visum in Südkorea überschritten haben (Overstay), für die Rückkehr nach Hause angemeldet, nachdem die südkoreanische Regierung angekündigt hatte, keine rechtlichen Schritte gegen sie einzuleiten, wenn sie Südkorea freiwillig bis zum 30. Juni 2020 verlassen.

Soldaten in Schutzanzügen im südkoreanischen Daegu: 2,5-Millionen-Stadt ist besonders betroffen
 KIM KYUNG-HOON/ REUTERS

Laut den Angaben in der Presse und in den sozialen Netzwerken sollen viele der 5.000 Menschen thailändische Prostituierte sein, die in dem Land arbeiten, in dem sich das Virus bereits durchgesetzt hat. Es gibt aber nicht nur Prostituierte sondern auch Landarbeiter unter den Tausenden Heimkehrern, die illegal im Land mit einem Touristenvisa arbeiten, wird in den sozialen Netzwerken und in der Presse berichtet.

Die Online Webseite Drama-Addict enthielt zahlreiche Vorschläge, um die thailändischen Rückkehrer aus Sicherheitsgründen vor einer Ansteckung von der allgemeinen Bevölkerung fernzuhalten.

Einige der Internet Nutzer schlugen sogar vor, die „Phee Noi“ (kleine Geister, wie sie auf Thailändisch genannt werden) für eine 14-tägige Quarantäne auf eine einsame Insel zu bringen.

In der Zwischenzeit haben die Südkoreaner bereits eine Amnestie für die Thailänder erklärt, die in ihrem Land übernachtet haben. Personen, die sich ab sofort bis Ende Juni bei den zuständigen Behörden melden, werden nicht bestraft oder auf eine schwarze Liste gesetzt, berichtete Thai Rath in seiner Ausgabe.

Die Medien berichten darüber, dass die koreanischen Behörden die Thailänder unabhängig von ihrem legalen oder illegalen Status im Land angemessen medizinisch behandeln.

Schon Mitte Februar standen die Flüge von und nach Thailand in der Schwebe, nachdem die südkoreanischen Fluggesellschaften aufgrund der Befürchtungen vor einer Ansteckung durch den Coronavirus mehrere Flüge nach Thailand eingestellt hatten.

Bereits Ende Februar hatte Südkorea den Alarm für Infektionskrankheiten des Landes auf den höchsten Stand gebracht, nachdem die Zahl der Coronavirus Fälle um mehrere hundert angestiegen war. / TP-PBS

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