Bangkok: Nicht alle Thais werden die 15.000 Baht Hilfe erhalten – erklärt Premier Prayuth

Premierminister Prayuth Chan o-cha erklärte, dass sich ungefähr 20 Millionen Menschen sich für die Unterstützung von 5.000 Baht angemeldet haben. Gleichzeitig warnte er aber auch davor und sagte: „Das heißt aber nicht, dass sie auch alle das Geld bekommen werden“.

Vor einer Woche kündigte die thailändische Regierung an, dass sie „informelle Arbeiter“ während der Covid-19 Coronavirus Krise drei Monate lang mit 5.000 Baht pro Monat versorgen werde. Jetzt warnt die thailändische Regierung davor, dass es von denen zurückgenommen wird, die sich registriert haben, aber nicht zum Empfang der 5.000 Baht berechtigt sind.

Premierminister Prayuth Chan o-cha sagte gestern (31. März) gegenüber den Medien, er habe das Finanzministerium angewiesen, der Öffentlichkeit zu erklären, wer genau zum Erhalt der Unterstützung berechtigt ist und wie sie ihr Recht auf finanzielle Hilfe schützen können. Trotz einer intensiven Sensibilisierungskampagne haben sich viele nicht förderfähige Personen für die Hilfe angemeldet.

Der Premierminister sagt, dass die Behörden künstliche Intelligenz verwenden werden, um Personen zu analysieren und zu überprüfen, um festzustellen, wer die vom Finanzministerium festgelegten Kriterien erfüllt. Das Geld wird erst dann ausgehändigt, wenn die Informationen überprüft wurden. Diejenigen, die nicht berechtigt sind, werden von der Liste entfernt. Wenn sie die Hilfe bereits erhalten haben, wird das Geld zurückgenommen, warnte der Premierminister.

„Entziehen Sie denjenigen, die wirklich in Schwierigkeiten sind und das Geld brauchen nicht die Möglichkeit, Hilfe zu erhalten. Die Regierung wird jedoch zusätzliche Maßnahmen erarbeiten, um denjenigen zu helfen, die keinen Anspruch auf die 5.000 Baht Hilfe haben“, fügte er weiter hinzu.

Die Regierung hat eine Reihe von weiteren Konjunkturpaketen eingeführt, um die Auswirkungen von Covid-19 auf die Arbeitnehmer, darunter mehr als 100.000 Bararbeiter, zu verringern.

Zu den Maßnahmen gehört ein staatlicher Fonds von 50 Milliarden Baht, der drei Monate lang 5.000 Baht pro Monat für 3 Millionen betroffene Leiharbeitnehmer und Selbstständige bereitstellt. Die verbleibende „informell beschäftigte“ Bevölkerung bleibt auf sich allein gestellt.

Die Schließung von Unterhaltungsstätten durch die Regierung (sprich: Bars und Clubs) bedeutet, dass über 100.000 Arbeitnehmer arbeitslos sind. Die Regierung sagt, dass die Hilfsmaßnahmen erlassen wurden, um Unternehmen, insbesondere den kleinen und mittleren Unternehmen, zu helfen.

Eine Quelle der Armee gab außerdem bekannt, dass mehr als 40 gefälschte Webseiten mit ähnlichen Namen wie die offiziellen erstellt wurden, um Menschen zur Registrierung zu verleiten und ihre persönlichen und privaten Informationen zu stehlen. / TP-CRT

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
19 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
14. April 2020 8:05 pm

Doch nicht vor dem ATM schlafen:

https://der-farang.com/de/pages/thais-erhalten-10-gb-mobiles-internet-gratis

Das ist doch eine Maßnahme! 

SF
Gast
SF
11. April 2020 3:30 pm

Es ist in TH viel zu früh, auf bargeldlos umzustellen. 

Wer hat denn in TH 24std Internetzugang? 

Auch wenn irgendwelche Benachrichtigungen verschickt werden,  ist das nach dem Verwaltungsrecht in Rechtsstaaten nicht zugestellt. 

Ich habe hier die Tage einem Bekannten geholfen weil er keine Bilder mit WhatsApp verschicken kann. 

Hinten kam raus,  er zahlt zwar an 3BB über 500TB mtl,  deswegen hat er aber noch lange nicht genug Leistung,  um alle Internetdienste zu nutzen. 

Wir hatten bis vor etea zwei Jahren auch einen solchen Anschluß. 

Wir mußten da immer in BKK anrufen,  dann wurde die Leistung erhöht und es ging wieder ein paar Tage. Dafür hatte aber sicher andere Probleme. 

Noch lange nicht haben alle ein Se-Mart-Phone. 

Aber nur wenige haben dauerhaft Internetzugang.

 

Für jemanden,  der 5.000TB Hilfe bekommt,  sind 300TB nur für Internet viel Geld. 

Der Staat kommt zur Zeit überhaupt nicht seinen Pflichten nach. 

Die Bürger sollen beim Einkauf im Supermarkt,  wo sie natürlich Netzzugang haben,  3-5 Karten überziehen und Überziehungszinsrn zahlen,  fast so fürstlich wie beim Kredithai. 

Anschließend sitzen sie zu hause ohne jeglichen Überblick,  weil sie nicht ins Internet können. 

Hier versagt der Staat,  da hilft auch 5G nicht weiter,  genau das GEGENTEIL! 

SF
Gast
SF
11. April 2020 9:04 pm
Reply to  STIN

Sie sind ein unverfrorener Lügner und Verdreher! 

Der Staat kommt seinen Pflichten nicht nach. 

Er läßt sich aber von Organisationen wie STIN-Netzwerk einreden,  das Chaos wäre weltweit so! 

Etwa 10-20% der Menschen,  die ich kenne,  sind finanziell und technisch und bildungsmäßig nicht in der Lage einen Internetzugang zu haben. 

Eine "Zustellung" von Ablehnungen oder Zusagen sind somit das Lächerlichste,  was die Weltöffentlichkeit je erlebt hat. 

Alles was ich in den letzten Jahren hierzu geschrieben habe,  wurde gelöscht,  oder aus dem Zusammenhang zensiert.

Die Einführung von G5 ist der Hammer schlecht hin. 

Ich hoffe wirklich,  "sie" schaffen das,  sonst kann man wirklich alles vergessen. 

mail Bleibt eigentlich nur die Frage,  was die Deppen glauben,  mit dem Müll noch anfangen zu können!? 

Für die Kinder dieser Welt und eine Zukunft dieser Welt! 

 

SF
Gast
SF
12. April 2020 5:40 am
Reply to  STIN

Meine Batterie ist gleich leer, ich bleibe bei meinen Ausführungen. 

Das mit EMS war für mich neu!  Traut man der Post nicht oder gibt es da auch einen "Interessenkonflikt"?!

Grundsätzlich setzt aber auch das voraus,  man hat eine aktuelle,  bewohnte Adresse. 

SF
Gast
SF
13. April 2020 7:22 am
Reply to  STIN

Das ist aber schon ganz schön krank,  wie Sie sich auszudrücken pflegen, in TH gibt es nämlich kein Meldewesen. 

Das mit EMS und DHL wußte ich nicht,  war ja auch nicht immer so. 

Die Kritik über "Sklaverei " lasse ich außen vor. 

Sie haben jetzt wieder alles verschwurbelt  und zugemüllt! 

Ich bleibe aber dabei:

Es ist in TH viel zu früh, auf bargeldlos umzustellen. 

Wer hat denn in TH 24std Internetzugang? 

Auch wenn irgendwelche Benachrichtigungen verschickt werden,  ist das nach dem Verwaltungsrecht in Rechtsstaaten nicht zugestellt. 

Ich habe hier die Tage einem Bekannten geholfen weil er keine Bilder mit WhatsApp verschicken kann. 

Hinten kam raus,  er zahlt zwar an 3BB über 500TB mtl,  deswegen hat er aber noch lange nicht genug Leistung,  um alle Internetdienste zu nutzen. 

Wir hatten bis vor etea zwei Jahren auch einen solchen Anschluß. 

Wir mußten da immer in BKK anrufen,  dann wurde die Leistung erhöht und es ging wieder ein paar Tage. Dafür hatte aber sicher andere Probleme. 

Noch lange nicht haben alle ein Se-Mart-Phone. 

Aber nur wenige haben dauerhaft Internetzugang.

 

Für jemanden,  der 5.000TB Hilfe bekommt,  sind 300TB nur für Internet viel Geld. 

Der Staat kommt zur Zeit überhaupt nicht seinen Pflichten nach. 

Die Bürger sollen beim Einkauf im Supermarkt,  wo sie natürlich Netzzugang haben,  3-5 Karten überziehen und Überziehungszinsrn zahlen,  fast so fürstlich wie beim Kredithai. 

Anschließend sitzen sie zu hause ohne jeglichen Überblick,  weil sie nicht ins Internet können. 

Hier versagt der Staat,  da hilft auch 5G nicht weiter,  genau das GEGENTEIL! 

SF
Gast
SF
13. April 2020 5:54 pm
Reply to  STIN

Auf dieses unredliche Geschwurbel gehe ich insgesamt nicht mehr ein! 

Siehe meine Ausführungen oben! 

Wer Thaikinder hat,  bekommt auch ein Hausbuch. 

Schlafen die 69 mio Thais vorm ATM. 

Ist das TH4.0?

Wolf5
Gast
Wolf5
3. April 2020 9:56 am

Wenn jemand schon am Boden liegt, muß man nicht noch unbedingt nachtreten.

Trotzdem sollte man auch die Zukunft von TH nicht ganz aus den Augen verlieren.

Wie ich bereits an anderer Stelle schrieb, sieht die nahe Zukunft für TH nicht allzu berauschend aus und es kommen sehr harte Zeiten nicht nur auf die Junta sondern insbesondere die Bürger TH zu.

So meint die FAZ: Thailand droht die wirtschaftliche Katastrophe.

Die Weltbank fasst die Befürchtungen in einem Satz zusammen:
„Die Wirtschaft wird in diesem Jahr durch den Einfluss von Corona schrumpfen, weil die Außennachfrage bei Handel und Tourismus sinkt, die Lieferketten unterbrochen sind und der heimische Konsum schwächelt.“

Für Thailand ist es der perfekte Sturm: Die Militärregierung, die sich vor fast genau fünf Jahren an die Macht geputscht hatte, tat sich in ihren Jahren nur durch die Ankündigung großer Entwicklungspläne hervor – erreicht hat sie wirtschaftlich wenig.
Seit sie sich durch umstrittene Verfassungsänderungen zu einem Zivilregime gehäutet hat, geht es nun wirklich bergab, denn Antworten auf die Herausforderungen kennen die Generäle im Anzug nicht.

Die Wachstumsrate des Königreichs halbierte sich fast, von 4,2 Prozent 2018 auf nur noch 2,4 im vergangenen Jahr.
Für dieses Jahr befürchtet die Weltbank nun ein Schrumpfen von bis zu minus 5 Prozent – der stärkste Rückgang eines asiatischen Landes und für ein Schwellenland, das in normalen Zeiten ein Wachstumspotenzial von rund 5 Prozent im Jahr hat. 

In einem Wort: eine Katastrophe.

Die Bank of Thailand hat ihre eigene Vorhersage gerade sogar von einer Wachstumsrate von 2,8 Prozent für dieses Jahr auf ein Schrumpfen um 5,3 Prozent zurückgenommen.

Rob Subbaraman, Chefvolkswirt der Bank Nomura, will eine Katastrophe nicht ausschließen:
„Es könnte zu einem zweistelligen Rückgang der Wirtschaftsleistung auf ein Minus von 10,1 Prozent kommen, was noch nie vorgekommen und schlimmer ist, als der Einbruch während der Asienkrise 1998.“

Obwohl Touristen in Bangkok oder an den Stränden normalerweise wenig davon sehen, steigt damit sogar die Armutsrate in Thailand wieder:
„Sie dürfte 2022 über den Werten von 2015 liegen“, heißt es bei der Weltbank.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/corona-pandemie-thailand-droht-die-wirtschaftliche-katastrophe-16706461.html

ben
Gast
ben
3. April 2020 3:56 pm
Reply to  Wolf5

@ ‘braun Wolfi’: und macht's Dich glücklich?…

berndgrimm
Gast
berndgrimm
2. April 2020 7:35 am

Ich habe schon vor Jahren hier geschrieben dass wenn es in Thailand so etwas

wie Hartz IV geben würde zwischen 120 und 160% der Bevölkerung

dort eingeschrieben wären.

Dies war noch in der guten alten Zeit wo das Regime des Grossbetrügers  Thaksin

das Schlimmste war was wir uns vorstellen konnten-

Inzwischen hat die seit 6 Jahren herrschende Militärdiktatur dort vollkommen

neue Massstäbe gesetzt.

Natürlich gibt es mehr als 20 Millionen echte Bedürftige in TH ,

aber bei denen wird der kleinste Teil der Staatsknete ankommen.

Man kann trefflich darüber streiten wo mehr betrogen wird,

bei den Empfängern oder bei den Verteilern.

Aber die angeblich Verantwortlichen sitzen auf der Verteilerseite

und zwar ganz oben!!!

SF
Gast
SF
1. April 2020 5:30 pm

Hoffentlich wird das Geld nicht von den Rückstellungen des SSF genommen!