Bangkok: Parlament lehnt U-Boot Kauf ab – Armee versucht Ansehen wiederzuerlangen

Das thailändische Militär kämpft nach schweren Fehltritten um die Wiedererlangung des öffentlichen Vertrauens. Die Armee hat jede Nacht die Ausgangssperre in mehreren Orten überwacht und bei Tageslicht Gesichtsmasken hergestellt, berichten die thailändischen Medien.

Militärkrankenhäuser wurden zu Feldkrankenhäusern für Zivilisten umgewandelt, nachdem Premierminister Prayuth Chan o-cha versucht, die Covid-19 Krise im Königreich zu bewältigen.

Darüber hinaus kämpft das Militär an mehreren anderen Fronten. Sie bemühen sich, das Dürreproblem zu lösen, Waldbrände in der nördlichen Region zu bekämpfen und den Aufstand im tiefen Süden zu bekämpfen, um das Vertrauen der Menschen wiederzugewinnen, nachdem einige Fehltritte auf ihrer Seite den Ausbruch des Coronavirus (Covid-19) verschlimmert hatten, berichtet The Nation Thailand.

Einer der Gründe für die Ausbreitung von Covid-19 wie ein Lauffeuer im Land, das die öffentliche Gesundheit, die Wirtschaft, die soziale Struktur und den Lebensunterhalt zahlreicher Menschen schädigte, war ein Boxwettbewerb, der von einem hochrangigen Armeeoffizier organisiert wurde.

Die Armee unter dem Kommando von General Apirat Kongsompong kann sich nicht von der Verantwortung befreien, obwohl es für solche Situationen immer Sündenböcke gibt.

Generalmajor Rachit Arunrungsee, der Chef der Wohlfahrtsabteilung der Armee- und enger Mitarbeiter von Apirat -, wurde bereits versetzt und wird jetzt von einem Komitee untersucht, um die Verantwortlichkeit für den Boxwettbewerb zu bestimmen.

Das Image der Armee hat sich jedoch nicht verbessert, und tatsächlich werden ihre eigenen Offiziere jetzt mit dem Virus infiziert, da sie in überfüllten Sozialwohnungen leben und das Risiko besteht, dass sich das Virus nicht nur auf die Familienmitglieder, sondern auch auf die Nachbarn weiter ausbreitet.

In der Zwischenzeit steht die Marine vor der gleichen Situation, das Vertrauen der Öffentlichkeit zu untergraben, nachdem sie dem Kabinett den Kauf eines anderen Schiffes vorgeschlagen hat, um ihr U-Boot Projekt zu unterstützen, während die Wirtschaft in Thailand weiter bergab geht.

Obwohl das Kabinett den Vorschlag ablehnte, war das Bild der Marine in den Augen der Öffentlichkeit trotzdem durch den Vorschlag ernsthaft beeinträchtigt.

Jetzt können sie nur hoffen, dass die Covid-19 Krise bald endet, bevor der verbleibende Vertrauensrest auch noch verschwindet, schreibt The Nation Thailand. / TP-TN

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Wolf5
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Wolf5
21. April 2020 10:10 am

Auch wenn Apirat noch so viel Kreide frißt und verkündet, große Änderungen stehen bevor, an dem Verhalten des Militärs zu seinen Untergebenen oder zur Bevölkerung ändert sich daran bisher wenig.

Deshalb ist auch von den angekündigten Änderungen bisher rein gar nichts feststellbar.

So wird in einem Bericht vom 23. März 2020 von Amnesty International aufgezeigt, wie Wehrdienstleistende im thailändischen Militär routinemässig schikaniert, geschlagen und beleidigt werden.
Auch sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen durch Vorgesetzte sind Teil eines weit verbreiteten Missbrauchs in der Armee.

https://www.amnesty.ch/de/laender/asien-pazifik/thailand/dok/2020/schikane-schlaege-und-sexuelle-uebergriffe-im-militaer

Und auch am Umgang des Militärs mit der Bevölkerung ändert sich nichts.

Kleines Beispiel aus jüngster Zeit:
„Sieben Armeeoffiziere wurden am Montag wegen angeblicher Entführung und Körperverletzung, bei denen ein Mann getötet und ein anderer in einem kritischen Zustand war, einer polizeilichen Untersuchung unterzogen .
Es ist der jüngste Fall von mutmaßlicher Folter und Misshandlung in den Reihen der Armee – ein Vorwurf, den Spitzenbeamte oft bestreiten.
Medienberichten zufolge haben die Soldaten, die in einer Anti-Betäubungsmittel-Abteilung arbeiten, am Freitag zwei Brüder zu einem Verhör mitgebracht, ohne dass ein Gerichtsbeschluss wegen des Verdachts des Verkaufs von Drogen vorliegt.
Yuttana Saisa, 33, wurde später mit Kopfverletzungen tot aufgefunden, während sein jüngerer Bruder, der 29-jährige Nattapong Saisa, überlebte, aber an einer gebrochenen Rippe litt. Er ist derzeit in einem Krankenhaus.

Die Armee hatte eine lange Liste von Todesfällen und Verletzungen unter ihrer Aufsicht – und wenig Anzeichen für eine Bestrafung der Verantwortlichen.

Als Amnesty International die Armee 2016 der Folter und anderer Formen der Misshandlung beschuldigte, reagierte ein Kommandant mit Verleumdungsklagen gegen die Aktivisten wegen „Informationsverfälschung“. Die Klage wurde ein Jahr später zurückgezogen.“

https://www.khaosodenglish.com/news/crimecourtscalamity/2020/04/20/army-officers-under-investigation-after-drug-suspect-dies-in-custody/

Zusammenfassend läßt sich feststellen:
“Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. “

"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
21. April 2020 11:41 am
Reply to  Wolf5

Natürlich ist das nicht ok!!! 

Ich habe schon in zig Kommentaren vorgeschlagen,  weltweit über die UN zu fordern,  alle ehemaligen Kindersoldaten die noch aktiv in der Armee sind,  diese umgehend zu entlassen und mit ihrer Resozialisierung zu beginnen. 

Wenn Sie wirklich erwas ändern wollen,  warum stimmen Sue dem nicht zu. 

Sie wollen auch nur meckern und der Reformregierung ans Bein pissen. 

Ihre Show,  STIN würde hinter der Reformregierung stehen,  glaubt Ihnen auch keiner. 

Allein schon,  weil auch Ihre Kommentare ohne Zensur freigeschaltet werden. 

"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
21. April 2020 3:05 pm
Reply to  STIN

Dann sollte man vielleicht die UN abwählen!? 

"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
21. April 2020 4:04 pm
Reply to  STIN

Von Demokratie habe Sie noch nie was gehört. 

Die Mehrheit gibt sich eine neue Vertretung!  Mit neuen Richtlinien. 

Die restlichen 3-5.Staaten bleiben zunächst draußen. 

Brauchen Sie wieder Federn für Ihren Hut? 

Details Später! 55555

Wolf5
Gast
Wolf5
11. April 2020 4:44 pm

Es gibt in TH auch gute Nachrichten:

So hat Prayut das Verteidigungsministerium angewiesen, alle Waffenbeschaffungsprojekte einzustellen.
https://www.bangkokpost.com/thailand/general/1897465/arms-purchase-plans-get-the-chop

obwohl es zuvor noch von der Marine hiess, dass die 2 U Boote “unverzichtbar” seien.

Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht bei den Erklärungen bleibt und der Befehl auch umgesetzt wird.

Das Militär ist ja aufgrund der verschiedenen Vorkommnisse derzeit nicht besonders angesehen bei der Bevölkerung.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
12. April 2020 8:51 am
Reply to  Wolf5

So hat Prayut das Verteidigungsministerium angewiesen, alle Waffenbeschaffungsprojekte einzustellen.
https://www.bangkokpost.com/thailand/general/1897465/arms-purchase-plans-get-the-chop

obwohl es zuvor noch von der Marine hiess, dass die 2 U Boote “unverzichtbar” seien.

 

Alles duemmliche Augenwischerei!

Zunaechst mal ist der Chefdiktatordarsteller selber auch Verteidigungsminister

und als solcher muesste er sich selber die Order geben kein neues Kriegsspielzeug

zu kaufen.

Die U-Boote sind in der "reinen Militaerdiktatur ohne Mitkassierer"

mit verbindlichen Vertraegen von den Chinesen gekauft worden

und muessen auch abgenommen werden.

Sie koennen nur zu Lasten des Steuerzahlers verschoben werden

aber nicht abbestellt werden.

Davon kann auch ueberhaupt keine Rede sein weil der Militaerhaushalt

eh nur um laeppische 10% gekuerzt werden soll.

deutscher Rentner
Gast
deutscher Rentner
7. April 2020 4:43 pm

Hier etwas das mir auf den Senkel geht:

Leute, ist das ist ein Forum, bei dem immer die selben Schreiber versuchen Recht zu haben und den anderen niederzuschreiben?

Es wird hier ständig der Kommentar des Kommentares von anderen niedergeschrieben und sich in Hahrspaltereien ergötzt.

Ich finde das sowas in diesem Bereich nichts zu suchen hat.

Loben, konstruktive Kritik üben am jeweiligen Thema. Das sollte hier stehen. Und nicht sich gegenseitig bildlich an die Gurgel gehen. Für sowas sollte es ein Forum geben mit Treats.

Ihr virtuellen Streithähne solltet euch mal zu einer Limo treffen und euch aussprechen. Ihr kommt mir vor wie Menschen die mal gut befreundet waren und sich jetzt nur noch hassen.

Und das soll jeder sehen.

SF
Gast
SF
7. April 2020 10:03 pm

@deutscher Rentner,  willkommen im Blog! 

Ich hoffe aufrichtig,  Sie bleiben uns erhalten! 

Kommentatoren wie Sie,  werden meist mit Drohungen zum Schweigen gebracht oder "aufgekauft"!

berndgrimm
Gast
berndgrimm
8. April 2020 8:54 am

deutscher Rentner sagt:7. April 2020 um 4:43 pm

Loben, konstruktive Kritik üben am jeweiligen Thema. Das sollte hier stehen. Und nicht sich gegenseitig bildlich an die Gurgel gehen. Für sowas sollte es ein Forum geben mit Treats.

Ihr virtuellen Streithähne solltet euch mal zu einer Limo treffen und euch aussprechen. Ihr kommt mir vor wie Menschen die mal gut befreundet waren und sich jetzt nur noch hassen.

Und das soll jeder sehen.

 

Wie haetten Sie es denn gern? A la Thai, also hintenrum?

Wir hatten hier auch schon Moechtegern Denunzianten

Dies ist ein politisches Forum und natuerlich "kennen" sich einige Schreiber

Ich "kenne" STIN z. B. seit 10 Jahren.

Frueher standen wir auf der gleichen Seite , heute nicht mehr.Kann passieren.

Er will Thai werden, ich will hier weg.Kann auch passieren.

In einem politischen Forum haengt der Stil von den Persoenlichkeiten

und den Mentalitaeten ab.

Natuerlich ist es nicht gut dass nur so wenige Leute hier regelmaessig

schreiben. Nur dies laesst sich nur aendern wenn mehr Leute schreiben.

Darauf haben wir keinen Einfluss. Zweitnicks sind da keine Loesung.

Es gibt uebrigens durchaus ein Forum mit Threads wo jeder sein

eigenes Thema starten kann. Das Schwesterforum http://www.nittaya.at/search.php?search_id=active_topics

Wolf5
Gast
Wolf5
7. April 2020 3:13 pm

stin schmeißt wieder seine Nebelkerzen und verwechselt Äpfel mit Birnen.

Während stin von einer Militärdiktatur redet, sage ich bewußt immer : Militärjunta.

Zur Erinnerung:
„Bildet das Militär den machthabenden Teil einer Staatsregierung, wird dieser Teil Militärjunta genannt.
Junten erlangen durch Freiheits- beziehungsweise Unabhängigkeitsbewegungen oder Militärputsche die Macht.
Juntaregierungen wurden häufig von rechten Diktaturen gebildet, da hier ideologisch verschieden geprägte Gruppen, wie Konservative, Liberale und Nationale kooperierten, um gemeinsam wirkungsvoll gegen Linke vorzugehen.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Junta

Also nimmt auch in TH keine Militärregierung, sondern die Militärs der Junta (vielleicht aus Angst) Rücksicht auf die Meinung der Bürger.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
9. April 2020 8:52 am
Reply to  STIN

Aus Wiki:

Eine Militärdiktatur ist ein autoritäres Regime, in dem die politische Führung allein vom Militär oder Teilen des Militärs ausgeübt wird.

 

Der Begriff Junta stammt aus dem Spanischen und bedeutet „Regierung“, „Verwaltung“. Hier bedeutet es im engeren Sinne eine Form der Oligarchie, das heißt, einige Wenige (das Militär) dominieren den Staatsapparat. Eine Militärdiktatur entsteht meistens durch einen Putsch, der sich gegen die jeweils bestehende Ordnung und die damit verbundene Regierung richtet. Häufig zeichnen sich Militärdiktaturen durch die Unterdrückung (Repression) der politischen Opposition aus. Dies wird regelmäßig von Gewaltmaßnahmen wie Folter, politischen Morden und dem geheimen „Verschwindenlassen“ politisch missliebiger Personen begleitet.

 

Ich werde diese "Regierung" weiterhin Militaerdiktatur

nennen auch wenn einige Mitkassierer Minister

derzeit formal keine Militaers sind.

Wortklauberei um nix,lenkt nur vom Thema ab!

Die jetzige Militaerdiktatur entstand durch die

umfangreiche Manipulation der "Wahlen" und zwar

sowohl vor der Wahl,waehrend der Wahl als auch

nach der Wahl.

Zudem wurde der legitime Wahlsieger mittels

Lug und Trug und parteiische Richter

aus Parlament und Politik entfernt.

Warum in einer Militaerdiktatur die Beschaffung

von U-Booten durch das Parlament abgelehnt wird?

Ganz einfach. Die Vertraege mit den Chinesen

wurden von der vorherigen Militaerdiktatur

ohne Mitkassierer verhandelt.

Die Mitkassierer Parteien wollen jetzt ihren Anteil.

Keine Angst, die U-Boote werden kommen

und die Teegelder auch.

We all live in a yellow submarine…….

Wolf5
Gast
Wolf5
7. April 2020 10:22 am

Wenn stin meint:
„in einer angeblichen Militärdiktatur lehnt ein Parlament den Kauf eines U-Bootes ab.
Also jetzt bin ich überrascht.“
irrt er wie so oft.

Das Militär ist seit längerem im Gerede, da viele Vergehen öffentlich wurden, aber bis zum heutigen Tage jegliche Aufklärung unterblieb.

Ich will hier nicht diese Fälle aufzählen, da es derer sehr sehr sehr viele gibt.

Deshalb konnte und wollte die von der Militärjunta erstellte und mit ausgesuchten Militärs besetzte „Regierung“ in Zeiten von Coronavirus die Bevölkerung nicht noch mehr gegen sich aufbringen, zumal Millionen Thais ums nackte Überleben kämpfen.

Das ändert nichts an der Tatsache, dass Thailand nach wie vor von einer Semi-Diktatur regiert wird, welche auf der Grundlage einer Verfassung (über welche nicht diskutiert werden durfte) und im Ergebnis von Wahlen (welche weder fair noch frei verliefen) zustande kam.

Und wie stin bereits mehrfach äußerte, sollte daran jemand etwas ändern wollen, wird halt wieder geputscht.

SF
Gast
SF
7. April 2020 10:19 am
Reply to  STIN

Wahrscheinlich hat die Navy auf das falsche Netzwerk gesetzt!?