Bangkok: Tourist aus Ungarn verschwieg seine Besuche in Unterhaltungseinrichtungen

Ein ungarischer Tourist, der an Covid-19 gestorben war, hatte zuvor Einzelheiten über seine Besuche in Unterhaltungsbereichen zurückgehalten. Das führte dazu, dass 112 medizinische Mitarbeiter von der Arbeit suspendiert und in Quarantäne gestellt werden mussten.

Dr. Chalermpong Sukhonthapol, der Direktor des Vachira Phuket Krankenhauses, gab die Einzelheiten bei einem Treffen der für die Bekämpfung der Krankheit zuständigen Provinzbeamten am Montag (6. April) bekannt.

Dr. Chalermpong sagte gegenüber den lokalen Medien, der Ungar sei am 25. März in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen. Er wurde von den Rettungskräften zuerst in das Chalong Krankenhaus gebracht und dort behandelt. Anschließend wurde er zur besseren Versorgung in das Vachira Phuket Krankenhaus gebracht und dort ebenfalls von dem medizinischen versorgt.

Der Patient hatte ein Taubheitsgefühl und Schwäche in allen Gliedmaßen. Er konnte sprechen, aber bei seiner Unterhaltung mit dem medizinischen Personal und den Ärzten erwähnte er aber nicht, dass seine Aktivitäten ihn dem Risiko einer Covid-19 Infektion ausgesetzt hatten, obwohl er extra danach gefragt wurde, sagte Dr. Chalermpong.

Im Vachira Phuket Hospital wurde er sofort wegen eines gebrochenen Halses und eines gerissenen Spinalnerv operiert. Nach der Operation erlangte er wider das Bewusstsein und konnte gut sprechen, sagte Dr. Chalermpong. Der Direktor des Vachira Phuket Hospital fügte weiter hinzu, dass der Patient von den Ärzten und Krankenschwestern der Klinik gut betreut wurde.

Am 29. März wurde er im Krankenhaus von einem Freund aus der Soi Bangla, einem Unterhaltungsviertel in der Gemeinde Patong, besucht. Die Straße ist dafür bekannt, eines der Epizentrums der Covid-19 Übertragung in Phuket zu sein.

Das Krankenhauspersonal wurde besorgt und befragte den Patienten erneut. Es stellte sich dann heraus, dass der Ungar tatsächlich die Soi Bangla besucht hatte und dort gut zwei Wochen in der Gegend blieb. Er war auch zuvor aus Malaysia angekommen.

Das Krankenhaus war sich des Infektionsrisikos des Patienten bewusst und führte sofort einen Test auf das Coronavirus (Covid-19) durch. Der Test ergab, dass der Tourist tatsächlich bereits mit dem Coronavirus infiziert war.

Schon kurz darauf entwickelte der Patient hohes Fieber und hatte starke Atembeschwerden. Letzten Donnerstag hatte er eine Blutkreislaufinfektion und starb am frühen Freitagmorgen (3. April).

„Der Tod des ungarischen Touristen ist ein Schock für uns, weil er uns das Covid-19 Infektionsrisiko überhaupt nicht gemeldet hat. Einhundertzwölf Mitarbeiter des medizinischen Personals, das sein Bestes getan hat, um ihn zu behandeln und zu retten, wurde aufgrund des Kontakts mit ihm gefährdet“, sagte Dr. Chalermpong.

Er sagte weiter, 104 von ihnen seien einem hohen Risiko ausgesetzt, die acht anderen einem niedrigen Risiko. Das Hochrisikopersonal wurde 14 Tage lang in Quarantäneeinrichtungen festgehalten, die anderen befanden sich in einer Quarantäne zu Hause. Vierundneunzig Mitarbeiter wurden bisher negativ auf die Krankheit getestet, und 18 warteten noch auf die Testergebnisse, fügte er hinzu.

„Ich bitte die Menschen und die Touristen, sich über ihre Geschichte im Klaren zu sein. Bitte verbergen Sie nichts, wie in diesem Fall, in dem etwa 100 medizinische Mitarbeiter entlassen wurden“, sagte Dr. Chalermpong.

 

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