Bangkok: Prayuth wird sich mit Thai-Airways über deren Zukunft unterhalten

Die Regierung wird auf einer Sitzung der State Enterprise Policy Commission am kommenden Mittwoch über das Schicksal der angeschlagenen Thai Airways International Plc (THAI) entscheiden, mit der Möglichkeit einer Umstrukturierung der Anteilseigner, um der nationalen Fluggesellschaft zu helfen, sich über Wasser zu halten.

Das Treffen wird den Zustand und den Umfang der Rehabilitation für die nationale Fluggesellschaft bestimmen und von Premierminister Prayut Chan-o-cha geleitet.

Um den endgültigen Entwurf des Rehabilitationsplans vorzubereiten, berief der stellvertretende Ministerpräsident Somkid Jatusripitak am Freitag dringende Gespräche mit Verkehrsminister Saksayam Chidchob und Finanzminister Uttama Savanayana ein, um die heiß umstrittene Frage zu erörtern, ob die Fluggesellschaft seinen Status als Staatsunternehmen unter dem Verkehrsministerium beibehalten soll.

Herr Saksayam sagte Reportern, dass die zukünftige Aktienstruktur auf dieser Sitzung nicht erörtert wurde. Er deutete an, dass die Führungskräfte von THAI beauftragt wurden, Pläne auszuarbeiten, wie sie das Unternehmen vor dem Mittwochstreffen aus jahrelangen finanziellen Problemen wiederbeleben würden.

„Einige Themen sind zu heikel, um jetzt darüber zu sprechen“, sagte Saksayam.

„Ich glaube, Herr Somkid und der Finanzminister haben heute den besten Weg gesehen, um das nationale Luftfahrtgeschäft gesund zu halten“, sagte Herr Saksayam.

Das nachlassende Vertrauen in THAI hat zunehmend Schlagzeilen gemacht, und Covid-19 hat die finanziell angeschlagene Fluggesellschaft noch weiter belastet, die in den letzten zwei Jahren jeweils mindestens 12 Milliarden Baht verloren hat.

Nach dem Ausbruch war die nationale Fluggesellschaft gezwungen, ihren Flugbetrieb auszusetzen und die Gehälter zu senken. Es gab unbegründete Berichte, dass das Unternehmen neue Aktionäre benötige.

Um diese Gerüchte zu beseitigen, hat Herr Somkid Berichten zufolge am vergangenen Donnerstag ein Gremium eingerichtet, um Wege zur Rehabilitation des 60-jährigen Luftfahrtunternehmens zu finden. Berichten zufolge wird das Finanzministerium über die staatliche Sparkasse und den Vayupak-Fonds verfügen. Mit der staatlichen Krung Thai Bank als Hauptaktionär erwerben Sie weitere Anteile an THAI.

Derzeit besitzt das Finanzministerium 51,03% der Anteile, 15,12% beim Vayupak 1-Fonds und 2,13% bei der staatlichen Sparkasse.

Der stellvertretende Verkehrsminister Thavorn Senniam sagte, ein möglicher Plan sei, das Finanzministerium seinen Anteil reduzieren zu lassen, damit der Vayupak-Fonds seinen Anteil erhöhen könne.

Er sagte, dass THAI mit dem Vayupak-Fonds als Hauptaktionär gezwungen sein würde, effizienter zu arbeiten als andere an der Aktienbörse notierte Unternehmen.

Herr Thavorn schloss Gerüchte aus, dass Privatinvestoren Großaktionäre werden könnten.

„Diese Richtung ist unmöglich, da sie einer Privatisierung der nationalen Fluggesellschaft gleichkommt.“

Andere Optionen seien Anträge auf mehr Finanzierung, die Ausgabe von Unternehmensanleihen oder eine Kapitalerhöhung, sagte er. Finanzexperten werden wissen, welcher Weg für THAI am besten ist, um weitere Verluste zu vermeiden.

Er sagte, nur die Kommission von General Prayut und das Kabinett könnten über die Aktionärsfrage entscheiden, und unabhängig von der Umstrukturierung werde THAI überleben.

„THAI wird nicht zusammenbrechen. Die Tatsache, dass der stellvertretende Premierminister Somkid eingegriffen hat, um dieses Problem zu lösen, bedeutet, dass die Regierung sie retten wird“, sagte Thavorn. / WB-BP

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16 Antworten zu Bangkok: Prayuth wird sich mit Thai-Airways über deren Zukunft unterhalten

  1. Avatar Wolf5 sagt:

    Meine Aussage zielte eigentlich darauf ab, dass es kein Problem ist, eine staatliche Fluggesellschaft zu privatisieren oder auch an ausländische Investoren zu veräußern, was in den Anfangsjahren von Thai Air auch kein Problem darstellte.

    Darauf geht stin wieder einmal nicht ein, sondern lenkt mit Verweis auf Lufthansa ab (übliche stin-Masche).

    Deshalb etwas zu Thai Air:
    Erst 1977 übernahm der Staat sämtliche Anteile.
    Im Jahr 2008 fuhr Thai Airways erstmals in ihrer Geschichte Verluste ein und dies ist bis heute so geblieben, nur dass die Milliarden-Verluste immer größer wurden und das Thai Air ohne diese Milliardenhilfen des Staates schon vor Jahren pleite gegangen wäre.

    Demgegenüber hatte die Lufthansa in den vergangenen erhebliche Gewinne eingefahren, auch wenn diese 2018 und 2019 absackten.

    Trotzdem ist die Lufthansa an der Börse noch immer rund 4,3 Milliarden Euro wert.

    Das die Coronakrise die Lufthansa (wie alle Luftfahrtgesellschaften weltweit) schwer trifft, ist nicht verwunderlich, genauso wenig, dass sich Deutschlands größte Fluggesellschaft aus eigener Kraft nicht mehr selbst finanzieren kann –
    zu groß sind die Verwerfungen, die die Coronakrise verursacht hat.
    Nun kann das Unternehmen auf staatliche Hilfe hoffen.

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bundesregierung-plant-spitzengespraech-zu-rettungspaket-fuer-die-luft

    • STIN STIN sagt:

      Meine Aussage zielte eigentlich darauf ab, dass es kein Problem ist, eine staatliche Fluggesellschaft zu privatisieren oder auch an ausländische Investoren zu veräußern, was in den Anfangsjahren von Thai Air auch kein Problem darstellte.

      müssen sie eigentlich gar nicht. Einfach einen Farang als Sanierer suchen, hat ja Malaysia Airlines auch gemacht.
      Der fährt mal durch den Laden, wirft alle unnötigen Idioten raus und dann läuft der Laden wieder.

      Ein Thai wird das nicht schaffen und die es schaffen, die machen es nicht. Müsste dann eh ein Sino-Thai machen.

      Darauf geht stin wieder einmal nicht ein, sondern lenkt mit Verweis auf Lufthansa ab (übliche stin-Masche).

      ja, ich vergleiche gerne, dann stimmt die Bewertung eher, auch wenn dann ein “kleines Übel” rauskommt.
      Weil TH ist ein Entwicklungs-/Schwellenland und wenn das eine LH nicht schafft, die Krise zu überstehen, wie erst dann
      eine Airline von TH. Daher sind Vergleiche, wie es die anderen machen, immer sehr wichtig.

      Weil sonst kritisierst du dich zu Tode. Einfach so denken: alles, was ein Industriestaat nicht schafft, schafft TH noch weniger.

  2. Avatar Wolf5 sagt:

    Würde man die Thai-Airways nach marktwirtschaftlichen Regeln umgestalten, müßte man hunderte Mitarbeiter, auch aus den Führungsetagen freisetzen – auf gut deutsch entlassen.

    Aber wohin mit den abgehalfterten Militärs, welche doch diese Führungspositionen innehaben und so, wie für diese Posten, auch für andere Posten, kaum zu gebrauchen sind.

    Also wird alles beim Alten bleiben und weiterhin den Steuerzahler Milliarden kosten, da ja angeblich Thai Airways International eine staatliche Fluggesellschaft bleiben muß.

    Das es auch anders geht – kleines Beispiel:

    Seit Mitte der 2000er Jahre übernahm die Deutsche Lufthansa AG darüber hinaus mehrere europäische Fluggesellschaften, darunter Swiss International Air Lines, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Air Dolomiti, Eurowings, Teile der Air Berlin sowie zeitweise auch British Midland Airways.

    • STIN STIN sagt:

      Seit Mitte der 2000er Jahre übernahm die Deutsche Lufthansa AG darüber hinaus mehrere europäische Fluggesellschaften, darunter Swiss International Air Lines, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Air Dolomiti, Eurowings, Teile der Air Berlin sowie zeitweise auch British Midland Airways.

      ja, trotzdem sind sie nun fertig. Ohne Milliarden-Stütze vom Staat geht wohl kein Vogel mehr hoch.
      Vll sogar Teil-Verstaatlichung.

  3. Avatar berndgrimm sagt:

    Er deutete an, dass die Führungskräfte von THAI beauftragt wurden, Pläne auszuarbeiten, wie sie das Unternehmen vor dem Mittwochstreffen aus jahrelangen finanziellen Problemen wiederbeleben würden.

    „Einige Themen sind zu heikel, um jetzt darüber zu sprechen“, sagte Saksayam.

     

    Fakt ist dass THAI seit dem endgueltigen Ausstieg der SAS in den 90er Jahren

    von Heerscharen Uniformtraegern im Direktorium heruntergewirtschaftet wurde

    und durch Korruption und Vetternwirtschaft von einer der besten Airlines der Welt

    zur Alitalia Asiens wurde.

    Natuerlich wird niemand aus der Branche in sowas investieren wenn er nicht

    das Management uebernehmen kann und die Schlammfressen Fruehstuecksdirektoren

    nach Hause schicken kann.

    Ausserdem ist die einst hohe Firmenkultur in der THAI wohl endgueltig hin!

  4. Avatar berndgrimm sagt:

    Nein, THAI ist eine SET registrierte PLC und nur 51% gehoeren direkt dem Staat

    aber die meisten Hauptaktionere sind Staatsfirmen!

    Ein Vergleich mit der heutigen LH ist Unsinn.

    The names of major shareholders, number of shares held and percentage of shareholding as of April 1, 2019 are as follows:

    Major Shareholders
    Shares
    % Shares
    1. MINISTRY OF FINANCE 1,113,931,061 51.03
    2. VAYUPAK FUND 1 BY MFC ASSET MANAGEMENT PCL 165,037,582 7.56
    3. VAYUPAK FUND 1 BY KRUNG THAI ASSET MANAGEMENT PCL 165,037,582 7.56
    4. THAI NVDR COMPANY LIMITED 71,645,528 3.28
    5. GOVERNMENT SAVINGS BANK 46,409,885 2.13
    6. SOUTH EAST ASIA UK (TYPE C) NOMINEES LIMITED 32,905,371 1.51
    7. MR. SONGSAK JITJUAJUN 28,508,500 1.31
    8. MR. EIAM ACHAVAKULTHEP 17,081,400 0.78
    9. STATE STREET EUROPE LIMITED 14,228,935 0.65
    10. นายวิชัย คณาธนะวนิชย์ 13,225,500 0.61
    11. EAST FOURTEEN LIMITED-DFA EMERG MARKET CORE EQ PORT 11,620,237 0.53

     

    • STIN STIN sagt:

      Nein, THAI ist eine SET registrierte PLC und nur 51% gehoeren direkt dem Staat

      aber die meisten Hauptaktionere sind Staatsfirmen!

      naja, wenn die meisten Aktionäre Staatsfirmen sind, dann ist die Thai Air wohl eben mehrheitlich staatlich. 🙂

      Ein Vergleich mit der heutigen LH ist Unsinn.

      derzeit noch, aber bald vll nicht mehr. Falls die LH rückvefstaatlicht werden sollte.
      Mal sehen…..

      https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2020-04/49357165-die-verstaatlichung-der-lufthansa-665.htm

      • Avatar berndgrimm sagt:

        Die LH wird niemals rueckverstaatlicht werden

        wie in den 50er und 60er Jahren.

        Im Gegenteil , das LH Management ueberlegt

        ob sie ueberhaupt eine Staats(minderheits)beteiligung

        annehmen wuerden sondern wie Condor freiwillig

        unter einen "Schutzschirm" (entspricht der US Chaper 11

        Reorganisationsinsolvenz) begeben wird um die

        staatlichen Einfluesse zu umgehen.

        Dies wuerde die staatlichen Hilfen fuer die Swiss

        und die Austrian sowie die belgische Brussels erleichtern.

        Dies schreibt jemand der wahrlich kein Freund der LH ist.

    • Avatar berndgrimm sagt:

      THAI war vor Corona schon faktisch Pleite und wird es auch  nach Corona sein.

      Grund: Es gab und gibt kein Management welches fachlich in der Lage ist

      eine internationale Airline zu fuehren.

      THAI ist heute die Alitalia Asiens die nur durch Staatsmittel am Leben

      gehalten wird.Unabhaengig von Corona.

  5. Avatar "Forentroll" sagt:

    Ich denke eine weitere Möglichkeit der Sanierung wäre,  alle Aktionäre zu Zahlungen zu verpflichten. 

    Die Gewinnausschüttungen der letzten ~10Jahren wären mal interessant. 

    • STIN STIN sagt:

      Ich denke eine weitere Möglichkeit der Sanierung wäre, alle Aktionäre zu Zahlungen zu verpflichten.

      da die Thai Airways wohl zu 100% dem Staat gehört – müsste dann also Prayuth den Staat anweisen, Zahlungen zu leisten.

      Ja, dürfte er machen. Merkel macht es auch mit der Lufthansa, da steigt wohl der Staat mit ein.

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