Bangkok: 92 Organisationen fordern mehr Schutz gegen sexuelle Angriffe auf Schüler

Nach den jüngsten Missbrauchsskandalen in drei Provinzen fordert ein Netzwerk von 92 Organisationen das thailändische Bildungsministerium auf, aktive Maßnahmen gegen die sexuellen Angriffe auf Schulkinder zu ergreifen.

Vertreter des Netzwerks übermittelten am Freitag (22. Mai) einen Brief an Bildungsminister Nataphol Teepsuwan, in dem er von dem Netzwerk dazu aufgefordert wurde, endlich entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um die sexuellen Angriffe auf Schulkinder zu beenden.

Erst vor kurzem hatte eine Abgeordnete der regierenden Palang Pracharath Partei für Vergewaltiger die chemische Kastration vorgeschlagen. Die Abgeordnete Pacharin Sumsiripong will damit nicht nur verhindern, dass die Vergewaltiger ihre Verbrechen wiederholen sondern dass die möglichen Opfer auch besser geschützt werden.

Der Vorschlag wurde vom Sonderausschuss des Repräsentantenhauses unterbreitet, in dem mögliche Lösungen für das Problem von Vergewaltigung und sexuellen Übergriffen untersucht wurden.

Die Vertreter des Netzwerks reichten auch eine Liste von fast 10.000 Personen ein, die über change.org eine entsprechende Petition unterschrieben, um den Aufruf zu unterstützen.

Waraporn Chamsanit, der Manager des Programms für Wohlbefinden und Geschlechtergerechtigkeit von Frauen, sagte, alle Schulen in Thailand sollten sichere Orte für Kinder sein.

Sie forderte auch das Bildungsministerium auf, nicht untätig zu bleiben und Kinder und ihre Eltern selbst Gerechtigkeit suchen zu lassen.

Das Ministerium müsse vorgehen und nicht nur Klagen gegen die beleidigenden Lehrer einreichen, sondern auch den Familien der Opfer Rechtshilfe anbieten und den Opfern Schutz und Beratung bieten.

Wenn Lehrer oder Bildungspersonal an Sexualverbrechen schuld sind, muss das Ministerium schwere Strafen verhängen, indem es sie entlässt und ihre Lehrbefugnisse widerruft, sagte Frau Waraporn weiter.

Das Ministerium muss auch proaktive Maßnahmen zur Verhinderung solcher Vorfälle in Schulen entwickeln und unabhängige Mechanismen einrichten, bei denen Experten zur Bearbeitung von Beschwerden eingesetzt werden, sagte sie.

Schulleiter und Lehrer müssen Richtlinien zum Schutz der Rechte der Kinder und der Gleichstellung der Geschlechter haben, fügte Frau Waraporn hinzu.

Nach Erhalt des Briefes sagte Herr Nataphol, er habe ein Zentrum eingerichtet, um den Opfern zu helfen und andere Schulkinder vor weiterem Missbrauch zu schützen. Er sagte, die Vorschläge des Netzwerks würden bei der Ausarbeitung künftiger Präventionsmaßnahmen verwendet werden.

„Seien Sie versichert. Das Bildungsministerium wird nicht zulassen, dass Übeltäter in Bildungskreisen bleiben und den Ruf der anderen Lehrer und Schulen ruinieren“, sagte er.

Anfang dieses Monats beschuldigte die Polizei sieben Männer – fünf Lehrer und zwei Alumni einer Schule in der Provinz Mukdahan -, einen 14-jährigen Schüler im Laufe eines Jahres vergewaltigt zu haben. Drei der Lehrer wurden auch beschuldigt, einen 16-jährigen Schüler vergewaltigt zu haben.

Die schrecklichen Bandenvergewaltigungen ereigneten sich an einer öffentlichen Schule in der Provinz Mukdahan. Nach den polizeilichen Ermittlungen fanden die Bandenvergewaltigungen von fünf Lehrern und zwei ehemaligen Schülern wiederholt auf dem Schulgelände statt.

Den beiden Opfern im Alter von 14 und 16 Jahren wurde den Berichten zufolge damit gedroht, die Vorschriften einzuhalten und den Mund zu halten oder aber sie werden bei ihren Prüfungen nicht bestehen.

Außerdem wurden Videoclips der Angriffe online gestellt. Einige Vergewaltiger gaben den Opfern auch Geld, nachdem sie sie vergewaltigt hatten.

Auch in diesem Monat wurde eine 39-jährige Lehrerin in Buri Ram beschuldigt, ein 12-jähriges Mädchen missbraucht zu haben. Letzten Monat wurde ein Grundschulleiter in Phetchabun beschuldigt, einen Schüler in einem viralen Video missbraucht zu haben. / TP-BP

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"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
24. Mai 2020 7:59 pm

Habe früher sehr oft beobachtet,  Polizisten haben Schülerinen ohne Helm keinen Knollen gegeben,  wenn sie die Telefonnummer bekommen haben. 

DAS hat sich aber ganz erheblich gebessert. 

Sehe ich eigentlich kaum noch! 

Wolf5
Gast
Wolf5
24. Mai 2020 5:44 pm

Wenn stin meint:

„Es funktioniert im zivilrechtlichen Bereich eigentlich alles ganz gut –
tw. wesentlich einfacher, als in Deutschland.
Weil es Richter am liebsten haben, man einigt sich vor Gericht.
Strafrechtlich muss man halt aufpassen. „

kann ich nur antworten, wer die Anarchie liebt, ist in TH richtig.

Hat aber mit einem Rechtsstaat nicht das geringste zu tun, da der Grundsatz:

„Vor dem Gesetz sind alle gleich“ in TH eine reine Utopie ist.

Jean CH
Gast
Jean CH
25. Mai 2020 1:28 pm
Reply to  STIN

Gewagte, um nicht zu sagen sackfreche Aussage!  Du bist also der Meinung, die meisten Farangs wären desinteressierte Trottel. Sprichst Du von Deiner Kientel? Ist es diese Spezies, welcher Du behilflich sein musst deren "Dinge" wie Du es nennst, mit Teegeld zu beschleunigen oder zu erschaffen?  Ich behaupte, es gibt sehr viele Farangs, welche sich an der Tatsache, dass TH kein Rechtsstaat ist stören!  Da Dir, als "Pseudo-Thailänder", der Umgang mit der einheimischen Bevölkerung mehr zusagt als der Umgang mit Farangs, kannst Du dies natürlich nicht wissen, nicht wahr ?  Eine Entschuldigung, aber ungern ausgesprochen!!

"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
25. Mai 2020 2:18 pm
Reply to  Jean CH

"STIN" sind mehrere Personen! Auch LukKrüng,  die glauben sie gehören dazu, weil sie die Sprache können. Deswegen werden sie aber lange noch nicht für voll genommen. 

Ich übe konstruktive Kritik! 

STIN sieht sich oder TH als angegriffen,  und geht zum Gegenangriff über. Er hat aber selbst keine Wurzeln,  deswegen auch nimmt ihn ja keine Seite für voll. 

Warum erinnert mich das jetzt an die DDR? 

"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
25. Mai 2020 9:45 pm
Reply to  STIN

1,86cm?! Kein Wunder,  daß die Girls sich vor Lachen nicht halten konnten! 

Der steht ja immer,  der ist zu kurz zum hängen! 

DAS spricht sich auch bei den Männern rum! 

Kommt das vom Vater oder mütterlicherseits? 

Jean CH
Gast
Jean CH
25. Mai 2020 6:33 pm
Reply to  STIN

Also genau Deine Klientel! Feine Gesellschaft!

Da habe ich sogar ein gewisses Verständnis, dass Du Dich lieber in "thail. Kreisen" bewegst!

berndgrimm
Gast
berndgrimm
24. Mai 2020 9:42 am

Das Einzige was in Thailand wirklich helfen wuerde ist Transparenz.

Und die wird es hier unter dieser Militaerdiktatur und mit dieser

herrschenden Feudalgesellschaft niemals geben.

Was helfen 92 NGOs wenn sie keine Macht haben und keinen Zugang

zu den Medien!

Wir sollten niemals vergessen dass die englischsprachigen Medien

hier nur dazu dienen die Auslaender (besonders Farang) zu besaenftigen

und genauso wie STIN immer so tun als waere Thailand derzeit

so etwas wie ein demokratischer Rechtsstaat mit funktionierenden

Institutionen .

Jeder der selber Augen und Ohren aufmacht und wenigstens versucht

ein wenig hinter die Kulissen zu sehen und Fragen stellt statt sich

aushorchen zu lassen kann selber erkennen was hier Sache ist.

Sexualdelikte und-strafrecht  haengen immer eng mit der Geselschaftskultur

zusammen.Es gibt deshalb Auswuechse nach beiden Seiten und ich waere

in einem wirklichen Rechtsstaat wie D zunaechst einmal skeptisch

bei einem Vergewaltigungsvorwurf.

Thailand ist aber weder ein aufgeklaertes Land noch ein Rechtsstaat.

Thailand ist ein traditionelles Macholand wie z.B. Saudi Arabien.

Aber in TH gibt es keine Sharia und Steinigung sondern nur

"So tun als ob".

Fuer die betroffenen Frauen und Maedchen ist dies nicht weniger schlimm.

"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
23. Mai 2020 8:59 pm

"zwei Alumni " was ist das? Haben diese Verbrecher im Thainess schon einen Spitznamen?! 

„Seien Sie versichert. Das Bildungsministerium wird nicht zulassen, dass Übeltäter in Bildungskreisen bleiben und den Ruf der anderen Lehrer und Schulen ruinieren“, sagte er.

Natürlich der "Ruf" darf nicht ruiniert werden. Die Gesundheit der Kinder,  was ist mit der? 

Lehrer müssen alle Geld und Sachbezüge,  also auch die Pensionsansprüche,  Krankenversicherung,  auch für die Familie verlieren. 

Junge Mädchen sollen sich kostenlos Verhütungsmittel einsetzen lassen

Der Eingriff ist für Mädchen im Alter zwischen zehn und 19 Jahren kostenlos und verhindert drei bis fünf Jahre lang eine Schwangerschaft, erklärte Kittipong.

https://www.schoenes-thailand.at/Archive/18885

Dieser Artikel ist 3Jahre alt,  auch da ging es nur um den "Ruf"!

Die Abfindungszahlungen müssen alle trotzdem zur Anzeige gebracht werden durch die Staatsanwaltschaften. Das Gemauschel der Polizei veratößt gegen Verfassung (Gewaltenteilung u. a.) ,  Menschenrechte,  übernationale Vereinbarungen. 

Die ALLGEMEINHEIT  hat ein Recht auf Schutz gegen solche Verbrecher. Dieses Recht kann nicht ausgehebelt werden, indem der Verbrecher an Einzelne ein Schweigegeld zahlt. 

Würde man die Allgemeinheit fragen,  würde der Daumen durchweg nach unten zeigen! 

Wichtig bleibt auch,  wieso die Lehrerinnen weggeschaut haben. 

Die tragen eine erhebliche Mitschuld!!! 

Man darf nicht alles über einen Kam scheren! 

Mir klingt immer noch in den Ohren,  viele Kinder werden missbraucht,  weil sie so leicht "verfügbar" sind. 

Das sind Schülerinnen bei gewissenlosen Lehrer auch. 

Aber auch bei alleinerziehenden Vätern, Unterbringung bei Großeltern,  ….

Thailand hat ausreichend Zeit,  ausländische Expats zu hause mit zwei Beamten zu kontrollieren,  bei den Kindern würde eine Person vom Jugendamt,  nur freundlicher und öfter. 

"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
28. Mai 2020 8:28 am
Reply to  STIN

xxxxxxxx – zensiert – sinnbefreit

Ich bleibe bei meinen Ausfuehrungen!

Aeltere oder ehemalige Schueler Belaestigen in den Pausen Schuelerinnen und keiner greift ein.

Eine Umfrage wuerde Klarheit bringen.