Hanau: Urteil gegen Menschenhändler-Ring erwartet

Im Prozess gegen fünf mutmaßliche Köpfe eines bundesweit agierenden Bordellrings mit Transsexuellen aus Thailand soll am (morgigen) Mittwoch (9.15 Uhr) das Urteil gesprochen werden.

Das Hanauer Landgericht will es bei der Verhandlung im Congress Park Hanau (CPH) verkünden und das Langzeit-Verfahren am 44. Prozesstag beenden. In das Tagungszentrum hatten die Beteiligten den Prozess verlagert, um die Abstandsregeln wegen der Corona-Pandemie besser einhalten zu können.

In dem im Sommer 2019 begonnenen Prozess geht es unter anderem um Menschenhandel, Einschleusung, Zwangsprostitution, Ausbeutung und Steuerhinterziehung. Verantworten müssen sich vier thailändische Frauen und ein deutscher Mann.

Die Hauptangeklagten sind eine 61 Jahre alte Frau aus Thailand und ihr Partner, ein 64 Jahre alter Deutscher. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, über Jahre vor allem Transsexuelle aus Thailand mit erschlichenen Touristenvisa nach Deutschland eingeschleust zu haben. Ziel sei gewesen, sie als Prostituierte auszubeuten.

An dem Prozess hatten sich vier Transsexuelle als Nebenklägerinnen beteiligt. Eines der Opfer hatte berichtet, dass sie zeitweilig rund um die Uhr für Sex zur Verfügung stehen musste. Sie sei in Siegen (NRW), Rastatt (Baden-Württemberg), Hannover (Niedersachsen), Rodgau und Maintal (Hessen) tätig gewesen. In dem Hanauer Prozess geht es aber nur um Vorkommnisse in Maintal und Siegen. © dpa

STIN wird über das Urteil berichten.

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3 Antworten zu Hanau: Urteil gegen Menschenhändler-Ring erwartet

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Wenn es solche Prozesse auch einmal in Thailand geben wuerde

    haetten die Gerichte wirklich mal etwas zu tun.

    Gibt es aber nicht.

    Ich erinnere nur an das schnelle Ende der Victoria Secret/Somyot Affaere.

    • STIN STIN sagt:

      Wenn es solche Prozesse auch einmal in Thailand geben wuerde

      haetten die Gerichte wirklich mal etwas zu tun.

      gibt es regelmäßig – da sind die Beteiligten dann Thais, die Minderheiten-Mädchen im Norden “einkaufen” und in Pattaya usw.
      dann einsetzen.
      Nur liest man so etwas in Farang-Medien nicht – dazu müsstest du dann Chiang Mai News in Thai lesen.
      Da sind regelmäßig dann auch die Verurteilungen zu lesen.

      Ich erinnere nur an das schnelle Ende der Victoria Secret/Somyot Affaere.

      ja, solche höheren Fälle – wo auch tw. Ex-Politiker involviert sind, da passiert in der Regel in der Tat nix,
      wie bei uns halt bei Ackermann, Boris Becker, Hoeneß, Zumwinkel, Winterkorn usw.

      Hast du weltweit Geld, passiert dir weltweit nix.

      • Avatar berndgrimm sagt:

        Die in TH derzeit abgehaltenen Prozesse sind entweder

        politische Prozesse oder Show Prozesse (wie z.B.

        bei den Minderheiten) "So tun als ob"

        ist die Devise.

        Die von STIN angesprochenen VIP Faelle in D

        sind entweder durchgefuehrt worden und verurteilt worden

        oder kamen aus Eigeninteresse der Klaeger nicht zustande.

        Jedenfalls ist immer eine Menge Geld geflossen.

        Anklagen dieses Kalibers gibt es in TH garnicht,

        nur als politische Prozesse.

        Die Geldstrafen fuer Thai sind laecherlich und selbst

        wenn jemand zu Knast verurteilt wird so ist erstens

        nicht sicher dass er selber ueberhaupt absitzt

        und falls doch ist er mit Geld wirklich im Hilton

        und auch ganz schnell wieder raus.

        Im Gegenteil, Thai die im Ausland rechtskraeftig

        verurteilt wurden werden nach TH zurueckgeholt

        um sie hier schnell wieder freizulassen.

        Siehe den paedophilen Jet Moench der aus

        den USA zurueckgeholt wurde.

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