Rayong: DSI lässt Casino auffliegen – ohne die lokale Polizei zu informieren

Ein großes Casino wurde gestern in einem Depot im Schatten eines großen Einkaufszentrums in Rayong von Mitarbeitern der Schutzbehörde und DSI-Kommandos unter die Lupe genommen.

Mehr als 100 Spieler spielten Casinospiele wie das „Dragon Tiger“-Kartenspiel, Hi-Lo und Spielautomaten mit Bargeld und Chips.

Ein DSI-Chef sagte, die Leute seien sogar mit Shuttles aus Pattaya angereist, um zu spielen.

Das Casino hatte einen Umsatz von 12 Millionen Baht pro Tag. Insgesamt wurden gestern 700.000 Baht beschlagnahmt.

Anders als bei früheren Razzien entkam nicht eine Person dieser Razzia. DSI-Kommandos umzingelten die Einrichtung, als die Schutzbehörde feststellte, dass ihr Verdacht nicht unbegründet war.

Insgesamt 106 Spieler und 12 Mitarbeiter wurden zur Bearbeitung in das Rathaus von Rayong gebracht.

Die Polizei wurde dann gerufen, um eine Ermittlung einzuleiten.

Abgesehen davon war die örtliche Polizei nicht an der Razzia beteiligt. Glücksspiele finden häufig in Verbindung mit der örtlichen Polizei statt, die ein Auge zudrückt.

Es wäre nicht überraschend, wenn auch in diesem Fall Versetzungen von Beamten folgen würden.

Die Anwesenden wurden wegen Glücksspiels, Durchführung einer Glücksspieloperation und Verstoßes gegen die Covid-19-Regeln strafrechtlich verfolgt.

Das Casino war Teil einer Gruppe namens RJ, die aus Ubon Ratchathani im Nordosten vertrieben wurden, um sich anderswo niederzulassen.

Überall in Thailand gibt es Casinos und Glücksspielbetriebe, deren Standort fast jedem bekannt ist. Dieser war im Schatten der Tesco Lotus Maptaphut Niederlassung im Muang-Distrikt Rayong tätig. / WB-DN

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4 Antworten zu Rayong: DSI lässt Casino auffliegen – ohne die lokale Polizei zu informieren

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Ich fand keinen passenden Thread aber da es um die Polizei geht lass ich es hier:

     

    Wherefore police reform?

    Editorial Bangkok Post editorial column

    published : 12 Jun 2020 at 04:00

    A plethora of extortion and bribery scandals involving police officers have reminded the public yet again of the long-overdue mission to reform the country's police force.

    Last month, three police from Provincial Police Region 8 were rounded up by local fishers in tambon Thung Kong in Kanchanadit district of Surat Thani after they accused the officers of demanding a sum of five million baht from them.

    According to their supervisors, the three are facing an investigation.

    Earlier, in March, five police officers based in Chiang Mai's Mae Ai district turned into an extortion gang when they demanded 300,000 baht from a man whose wife did not have an ID card to identify herself at a checkpoint. The man posted a story on Facebook that led to a probe which subsequently found the officers guilty.

    In Pattaya, a police officer was found to be a member of a kidnap gang and claiimed a 300,000-baht ransom from a local businessman. Allegations also emerged that this officer faced previous probes over several kidnapping cases but managed to get off scot-free for "lack of evidence".

    In Samut Prakan, a police station in Bang Phli district was nearly abandoned as 10 officers were transferred after it was found they had demanded 130,000 baht from a drug suspect in exchange for her release.

    Typical incidents of misconduct involve extortion, abuse of power and malfeasance. The only difference is the names of the officers. In a few exceptions like the Pattaya kidnapping the same bad apple is the culprit.

    This week, a commanding-level officer was transferred from his post in Phatthalung pending a probe over the alleged misuse of a helicopter that flew him to a temple in Nakhon Si Thammarat where he ignited three million fire crackers before a Buddha image in what is known as a kae bon, a return of favour, offer. It is one of the few agencies where position-buying is the norm.

    These shenanigans are just the tip of the iceberg in police circles. The Royal Thai Police conceded such problems exist, but efforts to reform the agency are easier said than done.

    Gen Prayut Chan-o-cha, as head of the now-defunct National Council on Peace and Order, vowed to reform the RTP in 2014, saying it was a top priority for the military regime. Police reform is stipulated by the 2017 constitution, with a clause saying a law enacting the reform would materialise within a year, to turn the more than century-old agency into an efficient and transparent organisation.

    The prime minister set up several panels to study the reform process. But by the end of the military era last year, he found the process was too tough and shelved the plan, saying he would wait for the next government to take over. The fact his enormous powers were useless was a shock. Now the new government is under his control, and it's almost a year since he took office. But the prime minister has never mentioned a word about reform, while scandal after scandal rock the agency.

    In the justice process, the RTP is the first agency that people turn to for assistance and protection. Yet many have ended up being further exploited by this state agency. Gen Prayut must know that allowing such incidents involving police misconduct to carry on will only end up eroding remaining trust in his government.

    Also das Vertrauen in diese Militaerdiktatur ist sicherlich nicht gross

    besonders bei ihren ehemaligen Unterstuetzern in Gelb.

    Aber zur Polizeireform :

    Ich bin 2013 mit Suthep gelatscht und kam nie weiter als bis zum

    Polizei HQ an der Rama I.

    Dort standen immer an die 1000 Demonstranten auf dem Skywalk

    und forderten den damaligen Polizeichef Adul auf herauszukommen

    und seine Buecher mitzubringen.

    Die meisten waren Frauen und einige machten auch nur Selfies

    mit den tausenden Polizisten im Riot Gear die im Garten des

    Polizei HQ ihr Revier verteidigten.

    Ich kann mir vorstellen wie schwierig eine wirkliche Polizeireform

    in Thailand waere.

    Aber nicht unmoeglich!

    Wenn ich Prawit/Prayuth waere und wirklich "gut" sein wollte

    so wuerde ich zunaechst mal versuchen die Bevoelkerung

    ganz populistisch auf meine Seite zu bringen und

    das Denunziantentum zu foerdern. Jeder Beschwerde

    gegen Polizeioffiziere wuerde nachgegangen.

    Natuerlich nicht von Polizeikomitees sondern von

    Aussenstehenden.

    Sollte sich ein Vorwurf bestaetigen so wuerde nicht nur

    der Taeter sondern auch sein Vorgesetzter bestraft.

    Bis obenhin.Da kaeme Freude auf.

    Gleichzeitig bekaeme der Polizeichef einen Aufseher

    vom Militaer vorgesetzt.

    Natuerlich sollte der integer sein.

    Ein integerer Thai ? Gibt es sowas Heute?

    Ja, natuerlich, immer weniger aber es gibt sie auch beim Militaer!

    Und bei der Polizei gibt es heute noch ca ein Drittel

    welche fuer echte Polizeiarbeit zu gebrauchen sind.

    Ein Drittel ist durchaus resozialisierbar und nur ein Drittel

    muss unbedingt raus. Die meisten davon Fuehrungskraefte.

    Wenn es wie STIN behauptet bei der Polizei viele

    Superpolizisten in Zivil gibt dann waere der Nachschub

    an Fuehrungskraeften ja vorhanden.

    Die sollen dann auch mal Verantwortung uebernehmen!

    Nein, ich habe heute Morgen nicht zulange an meinem

    Fruehstuecksfrosch geleckt sondern ich weiss dass

    hier Thailand ist.

    Deshalb gab es hier ja in 6 Jahren schon 5 Polizeireformkomitees

    aber ums verrecken keine Polizeireform.

    Warum gab es keine Polizeireform ?

    Aus dem gleichen Grund weshalb Yingluck gefluechtet wurde,

    Thaksins Abfaelle im Norden aufgekauft wurden

    und ein international erfolgreicher Drogentransporteur aus Phayao

    zum Hilfsminister gemacht wurde.

    Don't rock the boat! Either we hang together or we will be hanged

    separately!

    Tut mir leid ich fand keinen passenden Spruch in Deutsch!

    Das heisst also wenn es wirklich eine (erfolgreiche) Polizeireform

    gegeben haette,

    so waeren auch andere staatliche Institutionen wo es genauso

    schlecht aussieht wie bei der Polizei unter Reformdruck!

    Nicht zuletzt das Militaer!

    w

     

  2. Avatar "Forentroll" sagt:

    Überraschung hat was! 

    "Versetzung" bei Dienstvergehen eher nicht! 

    • STIN STIN sagt:

      Überraschung hat was!

      “Versetzung” bei Dienstvergehen eher nicht!

      ja, DSI vertraut den Braunen auch nicht – war schon mal in Koh Samui eine Razzia, da haben Sondereinheiten die Polizeistationen bewacht,
      damit die die Mafia-Familien nicht warnen.

      DSI ist ein ganz andere Liga. Gut ausgebildet, gut bezahlt und weniger anfällig für Bestechung.

  3. Avatar berndgrimm sagt:

    Abgesehen davon war die örtliche Polizei nicht an der Razzia beteiligt. Glücksspiele finden häufig in Verbindung mit der örtlichen Polizei statt, die ein Auge zudrückt.

    Nein, die drueckt kein Auge zu sondern kassiert mit.

    Das DSI ist eine politische Polizei und kennt diese Etablissements alle,

    wenn es eingreift so nur wegen einer Marktbereinigung.

    Hat also ueberhaupt nix mit ordentlicher Polizeiarbeit zu tun

    sondern es geht ausschliesslich um Wirtschaftsinteressen.

    Da Rayong ja eine eigene Provinz ist, so ist es moeglich dass die Kollegen

    aus Pattaya (Chonburi) ihr Geschaeft haben floeten gehen sehen und deshalb

    ihre Freunde vom DSI eingeschaltet haben.

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