Bangkok: Armee plant Budget langfristig zu senken und ihre Größe zu verringern

Die thailändische Armee plant, ihr Budget langfristig zu senken, indem sie ihre Größe verringert und keine weiteren Zivilbeamten hinzufügt.Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Kongcheep Tantawanich, sagte am Montag (15. Juni), dass die Reservisten zu Soldaten befördert und die Beamten innerhalb des Militärs weiter ausgebaut werden.

„Premierminister Prayuth Chan o-cha hatte die Armee aufgefordert, Reformen durchzuführen“, sagte er. “ Die Soldaten im aktiven Dienst werden vorübergehend die Verantwortung übernehmen, während andere Personen im Militär zu Beamten ernannt werden“, fügte er weiter hinzu.

Der Plan wurde am 9. Juni vom Kabinett genehmigt, und es wird erwartet, dass im Geschäftsjahr 2021 neben dem Beruf eines Soldaten weitere Positionen wie Ärzte, Justizbeamte, Buchhalter, Ausbilder, Akademiker und Administratoren zunehmen werden.

Die Arbeitsverträge mit einer Laufzeit von 4 bis 8 Jahren für junge Reservisten begannen im April 2020 und die Auswahl wird Ende dieses Geschäftsjahres 2020 abgeschlossen sein, fügte er weiter hinzu.

Erst im Februar 2020 hatte die Armee bekannt gegeben, dass aus verschiedenen Gründen noch immer etwa 100 Häuser der Armee von Generälen im Ruhestand besetzt sind. Gleichzeitig gab der stellvertretende Armeechef General Nattapol Nakpanit bekannt, dass die Armee ein neues Callcenter eröffnet hat, dass rund um die Uhr besetzt ist. Hier werden alle Beschwerden von Soldaten entgegengenommen, sagte General Nattapol.

Der stellvertretende Armeechef sagte, eine erste Umfrage innerhalb der Armee habe ergeben, dass noch in etwa 100 Häusern des Militärs in zentralen Gebieten hochrangige Offiziere – von General bis zum Oberst – zusammen mit ihren Familien im Ruhestand leben. Einige pensionierte Unteroffiziere durften ebenfalls in den Militärunterkünften bleiben, fügte er weiter hinzu.

In den Provinzen gab es dagegen keine Probleme mit pensionierten Offizieren, die in Militärunterkünften wohnten, sagte er.

In einigen Fällen konnten hochrangige Militäroffiziere, die in den Grenzgebieten gedient oder um des Landes willen auf Schlachtfeldern gekämpft hatten, bei ihrer Rückkehr nirgendwo bleiben, sagte General Nattapol und weiter fügte hinzu, dass die Armee Flexibilität in Bezug auf militärische Wohnregeln zeigen müsse.

Unterdessen erklärten Aktivisten, dass die gesamte thailändische Armee eine komplette Überholung braucht. Premierminister Prayuth Chan o-cha nannte die „Sicherheit“ der Offiziere als Grund für den Aufenthalt in der Militärresidenz.

Premierminister Prayuth sagte, er würde keine Fragen dazu beantworten, warum einige Generäle im Ruhestand kein Zuhause hätten. Er erklärte, dass dies eine persönliche Angelegenheit der Offiziere sei.

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"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
17. Juni 2020 9:43 pm

Das hört sich nach Berufsarmee an! 

DAS wäre sicher KEINE Reform! 

berndgrimm
Gast
berndgrimm
17. Juni 2020 5:42 pm

Wer sein Leben lang auf Kosten des Steuerzahlers gelebt hat, und dies viel besser

als jeder Thai der durch Arbeit und Leistung seinen Lebensunterhalt verdienen musste,

der laesst sich natuerlich nicht aus seinem Schlaraffenland so einfach rauswerfen.

Das thailaendische Militaer hat praktisch seit dem Vietnamkrieg und dem Pol Pot Regime

keine Militaerarbeit mehr leisten muessen.

Und ihre zivile Katastrophenhilfe ist immer weniger geworden und Heute wirklich

nicht mehr der Rede wert.

Sie koennte durch engagierte Zivilisten die es hier Buddha sei Dank immer noch gibt

viel besser und billiger erledigt werden.

Das populistische Gesuelze  ohne Substanz soll nur ablenken.

von dem obszoenen Einkauf von Waffensystemen und U-Booten die keiner

richtig bedienen kann und die Thailand auch ueberhaupt nicht braucht.

Wenn der Militaeretat substantiell gesenkt wuerde,

wuerden die nassauernden Ratten eh das sinkende Schiff verlassen.

Alles andere ist nur Augenwischerei vor der Etatdebatte ohne wirkliche

Opposition!