Prachuap Khiri Khan: Regierungsangestellte betrog Provinzverwaltung um 33 Millionen Baht

Eine Regierungsangestellte hat in der Provinz Prachuap Khiri Khan rund 33 Millionen THB staatliche Mittel unterschlagen und für ihre Online Spiele ausgegeben. Die Frau arbeitet für das Prachuap Provincial Office und hat bei einem Verhör zugegeben, das gestohlene Geld für ihre Online Spielsucht verwendet zu haben.

Der Gouverneur von Prachuap ist allerdings verwirrt darüber, wie die 28 Jahre alte Frau Zugang zu den staatlichen Geldern erhalten hat. Das Gericht in Prachuap Khiri Khan hat einen Haftbefehl gegen die 28-jährige Kanittha erlassen, eine Angestellte im Finanz- und Rechnungswesen des Provinzbüros.

Frau Kanittha ist auch die Tochter eines ehemaligen Dorfvorstehers des Unterbezirks Klong Wan, berichtet die thailändische Webseite Sanook. Frau Kanittha wird unter anderem wegen Veruntreuung, Fälschung von Regierungsdokumenten und Verwendung solcher gefälschten Dokumente angeklagt.

Beamte führten die Mission aus und verhafteten Kanittha bei einer Razzia. Zum Zeitpunkt der Festnahme hat die Verdächtige gegenüber den Ermittlern bereits zugegeben, rund 33 Millionen THB aus staatlichen Mitteln der Provinz gestohlen zu haben. Ihre Methode bestand darin, die Unterschriften von befugten Personen zu fälschen, um das Geld abzuheben. Frau Kanittha gab weiter zu, dass sie das gesamte gestohlene Geld durch ihre Sucht nach Online Glücksspielen bereits schon wieder verspielt hatte.

Pallop Singhasaenee, der Gouverneur von Prachuap Khiri Khan hat berichtet, dass ein Untersuchungsausschuss gebildet wurde, um die Fakten darüber zu untersuchen, wie Kanittha Zugang erhalten und erfolgreich Mittel aus den Provinzfinanzierungen abgezogen hat.

Die Geschichte zeigt, dass die Verdächtige seit Juni 2019 Geld gestohlen hat. Die Wahrheit kam heraus, als die Provinz Mittel für die Lösung von Dürreproblemen einsetzte. Es waren noch Mittel auf einem Versicherungsvertragskonto beim Auftragnehmer, Kanittha überwies diese Mittel allerdings auf das Konto einer Verwandten.

Der Gouverneur äußert sich ebenfalls verwirrt darüber, wie Frau Kanittha Zugang zum Provinzkonto erhalten hatte. Sie ist bei der Behörde nur eine Vertragsangestellte mit einem 2 Jahres Arbeitsvertrag.

Es ist bisher allerdings noch nicht genau bekannt, wie sie das Geld von einem Konto der Regierung auf das Konto ihrer Verwandten überweisen konnte. Dies alles wurde gleichzeitig über einen Zeitraum von einem Jahr durchgeführt, erklärten die Ermittler. Warum der Diebstahl nicht schon früher aufgedeckt wurde, ist bisher noch immer ein Rätsel, sagte einer der Ermittler.

Der Verdächtigen wurde vom Gericht die Kaution verweigert, da das Verbrechen die staatlichen Sektoren direkt betrifft, berichteten die Medien. / TP-SAN

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2 Antworten zu Prachuap Khiri Khan: Regierungsangestellte betrog Provinzverwaltung um 33 Millionen Baht

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Die Gouverneurin von Prachuap ist allerdings verwirrt darüber, wie die 28 Jahre alte Frau Zugang zu den staatlichen Geldern erhalten hat

    Der Gouverneur äußert sich ebenfalls verwirrt darüber, wie Frau Kanittha Zugang zum Provinzkonto erhalten hatte. Sie ist bei der Behörde nur eine Vertragsangestellte mit einem 2 Jahres Arbeitsvertrag.

     

    Sind der Gouverneur und die Gouverneurin miteinander verheiratet oder genderneutral?

    Natuerlich muss es einen thailaendischen Behoerdenchef wundern

    wenn eine seiner Angestellten wirklich mal arbeitet.

    Auf einen solchen Schock war er nicht vorbereitet.

    Er dachte immer er ginge als gutes Vorbild voran.

    Und nun sowas.

    • STIN STIN sagt:

      Sind der Gouverneur und die Gouverneurin miteinander verheiratet oder genderneutral?

      war wohl ein Übersetzungsfehler – ist ein Gouverneur. Keine Frau. Schon korrigiert. 🙂

      Natuerlich muss es einen thailaendischen Behoerdenchef wundern

      wenn eine seiner Angestellten wirklich mal arbeitet.

      Auf einen solchen Schock war er nicht vorbereitet.

      ja, weil es nicht allzu oft vorkommt. Die Strafen bei Diebstahl/Betrug/Urkundenfälschung usw. – gegen Behörden sind verdammt hoch.
      So erhielt eine Kassiererin bei der Mautstelle in BKK 8 Jahre, weil sie 70.000 Baht unterschlagen hat.

      Gut möglich, dass also diese junge Frau für die nächsten 20 Jahre keine Wohnung mehr benötigt. Die dürfte auch keine Netzwerke
      haben, die ihr helfen.

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