Bangkok: Tourismusbehörde möchte Medizintourismus weiter ausbauen

Die thailändische Tourismusbehörde überarbeitet das Ziel des Gesundheitstourismus. Thailänder in Übersee sind jetzt die neuesten Zielpatienten. Thailand setzt sich ein neues Ziel und möchte bis 2024 ein globales Reiseziel für Medizin- und Wellness Touristen werden, um internationale Reisende aus Übersee und 1 Million Thailänder anzulocken, so die thailändische Tourismusbehörde (TAT).

Da die Covid-19 Pandemie das Bewusstsein für das Gesundheitswesen weiter schärft und die Nachfrage nach präventiver und regenerativer Medizin beschleunigt, sieht die TAT darin eine gute Chance, insbesondere angesichts des guten Rufs des Landes für medizinische Dienstleistungen, sagte der Gouverneur der TAT, Herr Yuthasak Supasorn.

Vor dem Ausbruch hatte das Land bereits einen soliden Marktanteil in den Bereichen Medizin und Wellness mit 3,2 Millionen internationalen Reisenden und einem Gesamteinkommen von 45 Milliarden Baht im Jahr 2018, sagte Gouverneur Yuthasak.

Um dieses neue Ziel in fünf Jahren zu erreichen, wird die TAT den Zielmarkt auf rund 1 Million Thailänder ausweiten, die im Ausland leben, nachdem sie zu einem kritischen Zeitpunkt Schwierigkeiten beim Zugang zu medizinischen Dienstleistungen in anderen Ländern festgestellt haben.

Srisuda Wanapinyosak, der stellvertretende Gouverneur der TAT für Europa, Afrika, den Nahen Osten und Amerika, sagte, der Plan werde aus insgesamt fünf Kampagnen bestehen.

Die erste Kampagne besteht darin, im Rahmen einer Partnerschaft mit der Online Plattform für medizinische Dienste, Dr. A bis Z, und der Abteilung für konsularische Angelegenheiten die Telemedizin für Thailänder in Übersee bereitzustellen.

Frau Srisuda sagte, die Online Dienste seien billiger als Ärzte im Ausland und würden den Thailändern ein besseres Wohlbefinden bieten und mehr von ihnen dazu bringen, in die Heimat zurückzukehren, um zusätzliche medizinische Dienste auf heimischem Boden zu suchen.

Die zweite Kampagne besteht darin, Hotels als Teilhaber und Interessenvertrete für die weltweite Erschließung von Medizin- und Wellnesstouristen zu gewinnen.

Die TAT wird mehr Hotels in Thailand dazu ermutigen, Gesundheitsdienstleistungen auf dem Grundstück zu entwickeln, indem sie mit akkreditierten Krankenhäusern zusammenarbeitet, um einige Arten von medizinischen oder gesundheitlichen Behandlungen anzubieten, die nicht in Krankenhäusern durchgeführt werden müssen. Dazu gehören zum Beispiel allgemeine Untersuchungen, die Ozontherapie und die Immunität Booster oder Chelat – Therapie.

„Hotels können ein weiterer Kommunikations- und Vertriebskanal sein, um das Gesundheitswesen in Thailand bekannt zu machen“, sagte Frau Srisuda. „Sie können mit Partnerkrankenhäusern zusammenarbeiten, um vorläufige Konsultationen abzuhalten, bevor die Gäste für medizinische Pakete nach Thailand reisen.“

Eine weitere Kampagne konzentriert sich auf die Erhöhung der Marktreichweite zu verschiedenen Quellen durch die Schaffung einer Business-to-Business Online Plattform für Gesundheits- und Wellnessbetreiber in Thailand und Gesundheitsagenten oder -vermittler in Übersee.

Die vierte Kampagne besteht darin, die Regierungspartnerschaft auf weitere Länder auszudehnen und sich an Beamte zu richten, die über eine staatliche Versicherung verfügen.

Die fünfte Kampagne besteht darin, die Reichweite von Agenten und Medien durch die 29 Büros der TAT weltweit zu erhöhen.

Vorasit Pongkumpunt, der Group Vize Präsident der Nora Resorts and Hotels Group, sagte, die Nachfrage nach Gesundheit und Wellness werde nach der Pandemie weiter zunehmen.

Dies ist neben der Unterhaltung sowie den natürlichen Ressourcen und dem Gemeinschaftstourismus ein wichtiges Segment für die Förderung des Tourismus in Ko Samui, sagte Vorasit.

Rund 10 % der 600 Hotels auf der Insel konzentrieren sich auf Gesundheit und Wellness, aber mehr Spieler werden in diesen Markt einsteigen, um eine neue Einnahmequelle zu erschließen, sagte er.

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8 Antworten zu Bangkok: Tourismusbehörde möchte Medizintourismus weiter ausbauen

  1. Avatar Wolf5 sagt:

    Mal abgesehen davon, dass man bei einer Blinddarmentzündung nicht lange recherchieren kann, wo es am günstigsten ist, sondern sofort unter das Messer muß, ist es für mich trotzdem immer wieder ein Rätsel, aus welchen Hut stin seine jeweiligen Zahlen zaubert.

    So behauptet stin zum Beispiel für eine Blinddarm-OP:
    USA: Kosten bis zu 200.000 USD
    TH: Kosten bis zu 2.000 USD“

    Nun hat eine kalifornische Studie jetzt herausgefunden, dass eine Blinddarm-Operation in den USA zwischen 1.500 und 180.000 Dollar kostet.

    https://www.medpertise.de/news/blinddarm-operation-kosten-usa/

    Das heißt, man könnte sich auch in den USA billiger als in TH operieren lassen, falls man vergleicht.

    Und ob die von stin genannten Kosten von bis zu 2.000 USD für eine Blinddarm-OP in TH real sind, kann ich nicht beurteilen.

    So schrieb ein User bereits 2010:

    “Seine Frau kam mit Blindarmentzündung ins Pattaya International und brach nach 3 Tagen wegen Fehldiagnosen die Behandlung ab, um ins Bangkok Hospital Pattaya weiter zu ziehen.
    Kosten des Pattaya International = 22.314 Thai Baht.

    Hinzu kamen die Kosten des Bangkok Hospital Pattaya, welche für alles, inklusive Nachuntersuchung: 144.414 Thai Baht verlangten.

    In Summe also doch schon damals wesentlich mehr, als die von stin genannten 2000,00 US$.

    https://thailand-asienforum.com/threads/pattaya-international-hospital-eine-gefahr-fuer-alle-ernsthaft-kranken.7680/

  2. Avatar "Forentroll" sagt:

    Thailänder in Übersee sind jetzt die neuesten Zielpatienten. 

    Wenn die im Ausland etwas mehr zahlen, kommt bei einer Behandlung in TH der Flug dazu!

     

    Ich kann mir nicht vorstellen, es kommt jemand wegen einer Fruchtbarkeitsbehandlung oder Abtreibung, …. die in 3-4 Tagen erledigt ist, und legt sich vorher fuer 14 Tage in Quarantaene

    https://der-farang.com/de/pages/regierung-erlaubt-50-000-auslaendern-die-einreisehttps://der-farang.com/de/pages/regierung-erlaubt-50-000-auslaendern-die-einreise

     

    Die vierte Kampagne besteht darin, die Regierungspartnerschaft auf weitere Länder auszudehnen und sich an Beamte zu richten, die über eine staatliche Versicherung verfügen.  

    Das waeren auslaendische Beamten!  Ich haette von meiner Versicherung und von der Beihilfe niemals diese 5*-Einzelzimmer und Chefarzttarife erstattet bekommen!

    • STIN STIN sagt:

      Thailänder in Übersee sind jetzt die neuesten Zielpatienten.

      Wenn die im Ausland etwas mehr zahlen, kommt bei einer Behandlung in TH der Flug dazu!

      dazu ein Beispiel für eine Blinddarm-OP in der USA:

      USA: kosten bis zu 200.000 USD
      TH: Kosten bis zu 2.000 USD

      Also denkst du, der Flug spielt bei dieser Preisdifferenz eine Rolle?
      Bei einer Ersparnis von bis zu 230.000 USD. Der kann mit dem Geld in der USA ein
      schönes Haus samt neues Auto kaufen und hat noch einen Urlaub in TH zur Erholung inkl.

      Hier der Preis für eine Blinddarm-OP im besten PKH des Nordens. USD 1.629 – ca 1500 EUR.
      Da zahlt sich auch ein Flug von Deutschland aus nach TH aus. In D ca das doppelte.

      https://www.mymeditravel.com/appendectomy-procedures-in-chiangmai-thailand

      Ich kann mir nicht vorstellen, es kommt jemand wegen einer Fruchtbarkeitsbehandlung oder Abtreibung, ….
      die in 3-4 Tagen erledigt ist, und legt sich vorher fuer 14 Tage in Quarantaene

      Quarantäne für medical tourists wurde aufgehoben. Keine Quarantäne mehr.

      Das waeren auslaendische Beamten! Ich haette von meiner Versicherung und von der Beihilfe niemals diese 5*-Einzelzimmer und Chefarzttarife erstattet bekommen!

      auch nicht, wenn die 5*-EZ samt Behandlung(OP) billiger gekommen wäre, als in Deutschland?
      Ich denke schon….

      Ich habe hier mal nachgelesen – richtig, du würdest eine Blinddarm-OP im besten PKH Chiang Mai über 1.629 EUR voll auch als Beamter
      erstattet bekommen, weil die Kosten in D höher wären.

      Aufwendungen sind nur in der Höhe beihilfefähig, wie sie auch in Deutschland anerkannt sind.
      Dazu führt die Beihilfestelle einen Kostenvergleich zwischen den im Ausland entstandenen Kosten und denen in hiesigen Krankenhäusern durch.

      https://www.beihilferatgeber.de/service/faq/krankenhausaufenthalt-im-ausland

  3. Avatar Wolf5 sagt:

    Gesundheitstourismus ist der “Megamarkt der Zukunft”
    Einer Studie von Visa und Oxford Economics zufolge generiert die Medical-Tourism-Industrie weltweit einen Umsatz von ungefähr 439 Milliarden US-Dollar.
    Die Wachstumsprognosen liegen bis 2025 weltweit bei 25, in Europa bei 30 Prozent.

    https://www.freenet.de/lifestyle/reisen/gesundheitstourismus-ist-der-megamarkt-der-zukunft_6450178_4744968.html

    Soll heißen, der Markt bietet noch viel Luft nach oben, aber auch der Wettbewerb um Kunden wird härter.

  4. Avatar exil sagt:

    Den Großteil der Medizinischen Dienstleistungen für Thais macht die Plastische Chirurgie aus.

    Die Damen dieses Landes möchten aussehen wie Europäische Frauen. Helle Haut, keine Schlitzaugen, größere Brüste und aufgespritzte Lippen. Geschlechtsumwandlungen werden vermutlich mehr durchgeführt als Mandeloperationen. 

    Im Vergleich zu Europa oder den USA sind die Preise sehr günstig.

    Gesundheitsbewusstsein spielt eher eine untergeordnete Rolle bei den Thais und wofür in Thailand etwas bezahlen, dass man in Europa als Dienstleistung erhalten kann sofern man Versichert ist.

    Die Macher oder Vernichter Thailands träumen schon wieder und sind sich der Realität nicht bewusst. 

    • STIN STIN sagt:

      Den Großteil der Medizinischen Dienstleistungen für Thais macht die Plastische Chirurgie aus.

      nicht alles, so senden die Holländer und ich glaube auch schon die Engländer, für komplizierte Tumore – wo in Holland langfrsitige Termine zu erwarten sind,
      nach Thailand zur OP.
      Bungruamrad-Hospital – eines der besten KH´s auf diesem Planeten, hat sich darauf eingerichtet, mit mehrsprachigen Ärzten, Pflegepersonal usw.
      Ich denke nicht, dass dort plastische Chirurgie überwiegt. Eher OP´s – aus allen Bereichen.

      Dürften auch meist US-Bürger sein – bei denen eine Blinddarm-Entzündung schon bis zu 200.000 USD kostet. Die haben das dann für
      10.000 EUR und können sich noch einen schönen Erholungsurlaub dranhängen.

      Die Damen dieses Landes möchten aussehen wie Europäische Frauen. Helle Haut, keine Schlitzaugen, größere Brüste und aufgespritzte Lippen. Geschlechtsumwandlungen werden vermutlich mehr durchgeführt als Mandeloperationen.

      die haben ihre eigenen Kliniken – die gehen nicht ins Bangkok Hospital, Bungruamrad usw.

      Die Macher oder Vernichter Thailands träumen schon wieder und sind sich der Realität nicht bewusst.

      naja, das lief vor Corona schon recht gut – müssen es halt wieder starten.

    • Avatar berndgrimm sagt:

      Die Macher oder Vernichter Thailands träumen schon wieder und sind sich der Realität nicht bewusst

      Sehr richtig.

      Die PKHs hier boomen. Aber nicht wegen auslaendischer Medizintouristen

      sondern wege Thai die da rumsitzen und von irgendeiner Behoerde

      die" Behandlung" bezahlt bekommen,

      waehrend das arme Fussvolk in die heruntergekommenen staatlichen

      Sterbehaeuser muss.

      Ich war haeufig in PKHs und war mit der Behandlung und dem

      Ambiente sehr zufrieden.

      Ich war erst vor 3 Wochen waehrend Covid-Nineteen dort.

      Das Ambiente, die Organisation und das Personal ist

      absolute Spitze (jedenfalls im Samitivej)

      Mit den Aerzten war ich bisher auch weitgehend zufrieden.

      Viele sprechen und verstehen richtiges Englisch

      und haben auch im Ausland studiert.

      Aber ich hatte nie was ernstes.

      Meine Dental Bruecken und Kronen habe ich lieber in LUX

      machen lassen weil hier nur Implantate verkauft werden.

      Die Preise sind sehr stark gestiegen und nicht mehr so guenstig

      wie frueher.Da ist man froh wenn man eine ordentliche KV hat.

      Schoenheitsoperationen sind immer noch sehr billig aber eben auch

      oft Kurpfuscherei.

      Ich war vor ca 25 Jahren selber mal im Bunmungrad Krankenhaus,

      damals dem mit Abstand besten in TH und damals schon mit vielen

      auslaendischen Patienten (meist Farang und Araber aus den Golf Staaten,

      aber auch Japaner) und liess mir ein Muttermal entfernen.

      Der Preis war weniger als ein Viertel von dem in Europa und die

      Behandlung erfolgte mit der neuesten Lasertechnologie schnell

      und schmerzlos.

      Ich weiss nicht wie weit die Chinesen in der modernen Medizin sind,

      aber als "sozialistisches Land" sollten die Behandlungen in staatlichen

      Hospitaelern sehr billig sein.

      • STIN STIN sagt:

        Die PKHs hier boomen. Aber nicht wegen auslaendischer Medizintouristen

        sondern wege Thai die da rumsitzen und von irgendeiner Behoerde

        die” Behandlung” bezahlt bekommen,

        kann ich nicht bestätigen. Reiche gehen eher nach Singapur und lassen sich dort behandeln – mangels Vertrauen in Thailand.
        Bumrungrad Hospital ist voll mit ausl. Patienten – kaum Thais.
        Die brauchen keinen Übersetzungsservice, eigene Visa-Abteilung der Immigration usw.

        Thais gehen eher in Hospitals, wie das, wo der König jahrelang lag – auch ein sehr gutes PKH.

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