Thailand: Schneeballsystem Mikrokredite – Fluch oder Segen?

(STIN) Nach der Wahl im Februar 2001 wurde Thaksin Shinawatra nach einigen Ungereimtheiten Premierminister von Thailand. Die Wahlen gelten als die schmutzigsten Wahlen aller Zeiten (1).

Nach der Wahl stellte er recht schnell sein Programm “Mikrokredite für jeden” vor.
Er versprach damit den Thais Wohlstand und Glück – sie könnten damit eine berufliche Zukunft aufbauen, ein Unternehmen gründen und vieles mehr.
Dabei vergaß er aber den Leuten klar zu machen, dass man um die 8 Jahre benötigt, um die Bonität auf Triple-AAA zu steigern, damit man letztendlich dann insgesamt bis max. 250.000 Baht erhalten kann.

Viele Mainstream-Medien schrieben bereits über diese Mikrokredite – mal positiv, aber auch manchmal negativ. Kaum jemand aber schrieb darüber, wie tief so ein Mikrokredit eine Familie ins Elend stürzen kann.

Wie kam man zu einem Mikrokredit?

Ein Thailänder der sich um einen Mikrokredit bemühen möchte, musste zuerst noch 2 weitere Thais finden, die als Bürgen fungierten. Man bildete dann eine 3er-Gruppe und bürgte gegenseitig für diese Mikrokredite. Meist waren das Nachbarn, Bekannte, Familie oder Freunde. Für jeden Haushalt gab es nur einen Mikrokredit – pro Hausbuch.

Danach ging man mit den 2 Bürgen zur Bank für Agriculture – im Volksmund Toggasoh genannt. Dort stellte man den Antrag für den 1. Kredit. Verdienstnachweise oder andere Unterlagen für die Bonität waren nicht nötig. Man bekam den Kredit auch ohne Arbeitsnachweis, Vermögen, Hausbesitz usw.

Der erste Kredit wurde meist für 30.000 Baht genehmigt, bei einem Zinssatz von 1,5% monatlich (Stand 2018). Diese 30.000 Baht konnte man frei verwenden, egal ob man damit ein Motorrad anschaffte, Handy oder einfach nur seine Kredite ablöste.

Nach einem Jahr wurden diese 30.000 Baht zusammen mit den Zinsen fällig und mussten in einem Betrag gezahlt werden. Hier begann für viele schon das Problem. Geld wurde bereits meist für Luxusartikel ausgegeben, regelmäßiges Einkommen gab es nicht – also woher nahm man dann die erforderlichen 35.400 Baht?
Zahlte man diese Summe nicht oder verspätet – erhielt man keine weiteren Kredite mehr und verlor die Chance, die Bonität Triple-AAA zu erlangen.

Also kamen viele auf die Idee und suchten sich einen Kreditverleiher, auch Kredithai genannt. Die erkannten die neuen Geschäftsmöglichkeiten recht schnell und stellten sich darauf ein. Sie vergaben dann Kredite zur Zahlung dieser ausstehenden Summen von 35.400 – meist wurde dann aufgerundet und 40.000 Baht geliehen. Der Zinssatz dieser Kredithaie lag in der Regel bei 10% pro Monat, oft auch bis zu 15%.

Man hatte also dann 40.000 Baht und konnte den Kredit von 35.400 Baht (inkl. Zinsen) bei der Bank zurückzahlen. Nach einer Wartezeit von bis zu einem Monat, konnte man dann den 2. Kredit beantragen. Da die Bonität schon etwas höher eingestuft wurde, bekam man als 2. Kredit schon i.d.R. 60.000 Baht.
Von diesen 60.000 Baht mussten dann 44.000 Baht (Kredit + 1 Monat Zinsen) an den Kredithai abgeführt werden. Man hatte dann noch einen Rest von 16.000 Baht, die meist für irgendwelche Zahlungen ausgegeben wurden.

Das ganze System lief dann 7-8 Jahre lang ohne größere Probleme. Man nahm immer höhere Kredite auf – da die Bonität stieg, musste dann aber immer höhere Kredite bei den Kredithaien ablösen – und als Rest blieb dann meist nicht mehr viel übrig, weil große Beträge für Zinsen bei der Bank und danach bei den Kredithaien zu bezahlen waren.

Den letzten Kredit bekam man dann über 250.000 Baht, weil man mittlerweile durch die
pünktlichen Rückzahlungen, die Bonitätsstufe Triple-AAA erreicht hatte.
Nach diesem letzten Kredit “explodierte” dann das Schneeballsystem und die Kreditnehmer stürzten ins finanzielle Chaos.

Der Grund war, dass die Kredithaie wußten, dass es keine Steigerung bei den Krediten mehr gab und somit war die Gefahr für die zu groß – noch einen Kredit über 250.000 Baht plus Zinsen zu geben. Die Bank verlangte dann im 8. Jahr eine Rückzahlung von 295.000 Baht (inkl. Zinsen). Die Kredithaie hätten dann also 295.000 Baht leihen müssen, danach wäre bei denen eine Rückzahlung nach einem Monat in der Höhe von mind. 324.000 Baht
fällig geworden. Da war es dann zu Ende.

Die Rückzahlung im 9. Jahr war also nicht mehr möglich und der Thailänder saß auf einem Schuldenberg von 295.000 Baht und den anfallenden Zinsen danach.
Die Banken reagierten darauf knallhart und setzten das gerichtliche Mahnverfahren in Gang, das die Kosten weiter erhöhte. Es kam zu Pfändungen von Vermögensgegenständen wie Häuser, Motorräder usw. und auch Selbstmorde wurden bekannt. Ein weiteres Problem dabei war, dass die 2 Bürgen ebenfalls aufgefordert wurden, diese Kredite vom
Bekannten usw. zu übernehmen, also stürzten auch die ins finanzielle Chaos – zusätzlich zu ihren eigenen Problemen mit diesem Mikrokredit.

Gleiches lief bei den Krediten aus dem Projekt: jedes Dorf eine Million Baht. Dazu aber später mehr.

(1) http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Thailand/wahl2.html

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Peters
Gast
5. Juli 2020 8:22 am

Also was ich vor jahrzehnten schon recht fix gelernt habe, und das gilt für alle länder südostasien, was du verleihst und borgst, sei es geld oder dinge, kannst du im moment der übergabe komplett abschreiben!

Ausnahmslos, meine erfahrung  in jahrzehnten auch in blick auf andere opfer

Warum sollte das bei krediten anders sein!

ben
Gast
ben
4. Juli 2020 1:57 pm

@ 'Rotkäppli Trump Troll': …Vielleicht solltest du wirklich mal beginnen, deine Beiträge als das wiederzugeben, was sie sind, nämlich nur deine persönliche Meinung und nicht stattdessen ständig versuchen, sich in diesem Forum als den allwissenden Messias aufzuspielen , obwohl du in Wahrheit kaum etwas von dem was du behauptest, auch belegen kannst…

wieder typisch Rotkäppli Troll: verdrehen der Tatsachen – vielleicht mit Thaksin-Werbe-Link untermauern und schon hat er den Beleg für sein absolutes Wissen…. aber dafür wirst Du ja bezahlt!?! – und damit sage ich überhaupt nicht Junta gut – Rotkäpplis schlecht – im Gegensatz zu Dir der nie im Leben eine Realität anerkennen würde, die gegen Deine Roten und den Thaksin Clan sprechen würde… 100% Tunnelblick und Gehirn amputiert!

und schon bald kommt ein neues Kapitel der nicht mehr existierenden Thaksin Politik:

https://www.bangkokpost.com/opinion/opinion/1945652/care-already-being-taken-for-next-poll

 

 

Wolf5
Gast
Wolf5
4. Juli 2020 7:48 am

Zum Abschluß dieses Themas (zumindest von meiner Seite) möchte ich noch auf folgende Ungereimtheiten hinweisen.

Da kann stin noch so oft wiederholen:
„glauben oder nicht glauben“,
so etwas bringt uns der Wahrheit keinen Schritt näher.

Wenn ich glauben will, gehe ich in die Kirche oder in den Tempel und wenn ich Geschichten hören will, welche zu 99% auf „ irgendwelchen Erfahrungen“ der Berichtenden beruhen und nur 1% Wahrheit beinhalten, dann lese ich die Bibel oder den Koran.

Deshalb muß ich mir diesen Schwachsinn nicht zusätzlich in einem Forum antun.

Nun mag es ja sein, dass stin in seinem Dorf und evtl. auch im Nachbardorf sehen konnte, dass diese Mikrokredite Ursache von Mißbrauch, Korrution und Verarmung waren und davon vielleicht auch 50 oder 100 Bauern betroffen waren.

Insgesamt erhielten jedoch mehr als 77.000 Muban diese Kredite, so dass die von stin evtl. selbst erlebten Vorfälle nur einen kaum meßbaren Bruchteil des Gesamtvorhabens betreffen, weshalb die Behauptung, das gesamte Projekt hätte zur Verarmung der Landbevölkerung beigetragen unwissenschaftlich und falsch ist – aber das erleben wir ja nicht das erste Mal bei stin.

Da halte ich mich doch lieber an renommierte Wissenschaftler, welche einen Zeitraum von 11 Jahren betrachteten und 960 Haushalten in 64 ländlichen und halbstädtischen Dörfern in vier Provinzen Thailands untersuchten.

Und nur nebenbei, den Beiden standen auch genügend thail. Unterlagen zur Verfügung.

Zum Abschluß noch folgender Rat an stin:

Vielleicht solltest du wirklich mal beginnen, deine Beiträge als das wiederzugeben, was sie sind, nämlich nur deine persönliche Meinung und nicht stattdessen ständig versuchen, sich in diesem Forum als den allwissenden Messias aufzuspielen , obwohl du in Wahrheit kaum etwas von dem was du behauptest, auch belegen kannst.

Dann bekämst vielleicht sogar du etwas Zustimmung von den anderen Usern.

exil
Gast
exil
3. Juli 2020 11:27 pm

doch, kann man machen. Hat meine Frau am Beginn, als wie nach TH gezogen sind, gemacht.
Aber natürlich nicht ohne ein Pfand. So ließen die Kreditnehmer Motorrad, TV, Computer o. dgl. bei uns, danach
gab meine Frau ca. 50-60% vom Wert. Aber ein sehr undankbares Geschäft, hat sie dann aufgehört. Heute leihen wir nix mehr.

 

Und der Grund weshalb sie kein Geld mehr verliehen hat ist, die lieben Thais auch wenn sie dir ein Pfand geben dir das Geld nicht zurück geben. Nach gewisser Zeit hast du dann unzählige Geräte die du nicht brauchst.

Wenn du dann im Isaan lebst und 50% der Männer schwere Alkoholiker sind und sehr viele Damen der Spielsucht verfallen, besitzen die Geldverleiher mittlerweile die meisten Reisfelder und die Farmer dürfen diese nur noch bestellen und als Tagelöhner für diese arbeiten.

Es gab Zeiten in denen ich die Früchte Thailands genossen habe und habe erlebt, dass jede zweite Lotusblume nur für die Schulden der Familie zur Freizeitgestalterin wurde. Man leiht sich Geld eben von jedem und kann dieses dann nicht zurück geben. Dazu brauchte es keine Mikrokredite. Die Meisten führen einfach ein Leben auf Pump mit der Hoffnung auf einen Lottogewinn.

"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
4. Juli 2020 2:21 am
Reply to  STIN

Sie haben zB das Motorrad einbehalten, das er als Sicherheit gegeben hat?

Wie sollte er dann auf die Arbeit fahren? Wie sollte er den Kredit abbezahlen?

"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
4. Juli 2020 9:38 am
Reply to  STIN

Wohww! 5% im Monat, das sind 60% im Jahr.

Und der Legalservice bringt noch mehr!?

Sag' ich doch, Wucher!

Wenn man einen Kredit fuer das Auto abschliesst, darf man das Auto weiter fahren.

"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
6. Juli 2020 10:37 am
Reply to  STIN

Warum loechen Sie meine sachliche Antwort!?

"Forentroll" sagt:

Dein Kommentar wartet auf Moderation. Dies ist eine Vorschau, dein Kommentar wird sichtbar, nachdem er freigegeben wurde.

5. Juli 2020 um 5:01 am

STIN sagt:

4. Juli 2020 um 1:17 pm

"Forentroll" sagt: Wohww! 5% im Monat, das sind 60% im Jahr.

Und der Legalservice bringt noch mehr!?

Sag’ ich doch, Wucher!

nein, kein Wucher. In TH sind 10, 15 oder mehr üblich. Für 5% wirst du keinen Kredit von einem Privaten erhalten.
In ganz TH nicht.

"Ueblich" aber nur bei Kredithaien, da geht es auch bis 20%/Monat (240%/a).

In TH gibt es ein Gesetz, wo der Hoechstsatz drinsteht (?15-18%/a ~1,25-1,5%/mtl), alles andere IST Wucher!

Der einfache Thai versteht doch gar nicht den Unterschied! Der Nachbar hat einen Kredit fuer 5% bei der Bank und er hat einen fuer 5% beim Assistent vom Kamnan. Das sind aber 60%/a und deswegen ist er arm und der Nachbar reich.

Heute bekommt aber eine Frau schon einen Kredit auf der Bank, fuer ein Moped mit Beiwagen, wenn sie sich damit selbststaendig machen will!

"Forentroll" sagt: Wenn man einen Kredit fuer das Auto abschliesst, darf man das Auto weiter fahren.

ja, mit Bonität, also Arbeitsstelle – sonst bekommt man bei einer Bank keinen Kredit für ein Auto.

Was soll diese Antwort?

Ich frage "wie soll er dann zur Arbeit kommen"  und dann kommt Ihre Muellantwort!

Wahrscheinlich "leiht" sich Ihre Frau dann noch das Geld von der Dorfbank!?

Wer als Mitglied der Provinzverwaltung Ungebildete so abzockt, gehoert weggesperrt und muss den Schaden mit Zinseszins wieder gutmachen!

Wenn Sie dann noch mehr mit Ihrem Legalservice verdienen spricht das ja auch Baende!

berndgrimm
Gast
berndgrimm
4. Juli 2020 8:21 am
Reply to  exil

Wenn du dann im Isaan lebst und 50% der Männer schwere Alkoholiker sind und sehr viele Damen der Spielsucht verfallen, besitzen die Geldverleiher mittlerweile die meisten Reisfelder und die Farmer dürfen diese nur noch bestellen und als Tagelöhner für diese arbeiten.

Es gab Zeiten in denen ich die Früchte Thailands genossen habe und habe erlebt, dass jede zweite Lotusblume nur für die Schulden der Familie zur Freizeitgestalterin wurde. Man leiht sich Geld eben von jedem und kann dieses dann nicht zurück geben. Dazu brauchte es keine Mikrokredite. Die Meisten führen einfach ein Leben auf Pump mit der Hoffnung auf einen Lottogewinn.

 

Sehr richtig,nicht nur im Issan ist die Lebenseinstellung Vieler so.

War in Phayao genauso.

Und selbst meine so sparsame und rechnen koennende Frau nimmt sich

ein Extrabudget zum Zocken mit wenn sie nach Hause in Sukhothai faehrt.

Auch dort haben  schon Bauern  ihr Land verzockt.

Meine Frau ist inzwischen schon Grossgrundbesitzerin von Mango Plantagen.

Natuerlich gibts kein Geld als Pacht sondern Mangos.

Wenn Thai Eines gut koennen so ist es auf Kosten Anderer zu leben.

Nicht nur von Auslaendern.

Wolf5
Gast
Wolf5
3. Juli 2020 5:03 pm

4.Versuch

Statt mal mit der Wahrheit, versucht stin den Usern ständig einzureden , es gebe zu den Mikro-Krediten Thaksins keine nachvollziehbaren Unterlagen und deshalb müsse seine Erfahrungen (anderes Wort für Bauchgefühl oder Fake-News) zum Einsatz kommen.

Nun fragt sich der denkende User zu Recht, dass bei mehr als ca. 77.000 Muban (kleinste thailändische Verwaltungseinheit), welchen ein Umlauffonds von jeweils einer Million Baht (ca. 24.000 US-Dollar) zur Verfügung gestellt wurde, soll es keine entsprechenden Berichte und Artikel geben?

Das ist nur wenig glaubhaft!!!

Schließlich war dies war eine der größten staatlichen Mikrokreditinitiativen der Welt.

In den ersten drei Jahren von Thaksins Amtszeit erhielten 13 Millionen Thailänder Kredite der Dorffonds, die sich auf zusammen 224 Milliarden Baht beliefen.

Deshalb werde ich mich auch diesmal nicht auf stin berufen, sondern erneut auf die wissentschaftliche Arbeit der beiden Professoren Robert Morris Townsend und Joseph P. Kaboski zurückgreifen, welche mit ihrem “Townsend Thai-Projekt” darauf abzielten, akademische Forschung und Politikgestaltung zu verbinden, indem einer der detailliertesten und am längsten laufenden Panel-Datensätze in den Entwicklungsländern zusammengeführt wird, die vom Thai Family Research Project gesammelt wurden, und Sekundärdaten, die von der Universität der thailändischen Handelskammer archiviert wurden ( UTCC) für Forscher des National Bureau of Economic Research (NBER), der University of Chicago, des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und anderer bedeutender Universitäten auf der ganzen Welt.

Nachfolgend einige Auszüge aus diesem Projekt:

„Der von uns verwendete Townsend Thai-Datensatz bietet einzigartige Vorteile.

Es enthält elf Jahre (1997–2007) Panel-Daten zu 960 Haushalten in 64 ländlichen und halbstädtischen Dörfern in vier Provinzen Thailands.

Das Programm, das wir untersuchen, ist Thailands Million Baht Village Fund Program, eine der größten staatlichen Mikrofinanzinitiativen dieser Art.

Die Intervention brachte potenzielle Mittel in 77.000 heterogene thailändische Dörfer.

Jede Überweisung von einer Million Baht (etwa 24.000 USD) wurde verwendet, um eine unabhängige Dorfbank für die Kreditvergabe innerhalb des Dorfes zu bilden.

Jedes Dorf, ob arm oder wohlhabend, städtisch oder ländlich, war förderfähig, und alle Dörfer in unseren Daten erhielten tatsächlich die Mittel.

In unserer Stichprobe machten die Transfers durchschnittlich zwölf Prozent des gesamten Jahreseinkommens in den Volkswirtschaften des Dorfes und einundvierzig Prozent des gesamten kurzfristigen Kreditflusses aus.

Das Programm wurde von der Zentralregierung finanziert.

Während es schwierig ist, genau zu wissen, wie das Programm finanziert wurde, bedeutete dies eindeutig einen erheblichen Transfer von Bangkok in ländliche Gebiete im Einklang mit den populistischen Zielen der Regierung.

Zum Beispiel zahlen die Haushalte in den ländlichen Gebieten wenig bis gar keine Steuern.“

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3405909/

Und wie es bei wissenschaftlichen Arbeiten auch nicht anders zu erwarten ist, enthält das Quellenverzeichnis dieser Arbeit immerhin 49 Quellen.

"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
4. Juli 2020 3:40 am
Reply to  STIN

Gleiches lief bei Tsunami-Spenden ab, danach hatten die Kamnans alle Luxus Autos und Luxus-Häuser.

Ich habe noch nie soviele neue Schwalbenhaeuser (~20mio TB), wie nach dem Tsunami gesehen.

Ein weiterer Grund, die Kamnans abzuschaffen.

Wobei ich immer wieder sage, es gab auch super Leute darunter, die wohl heute noch auf Ihre Anerkennung warten.

"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
4. Juli 2020 9:34 am
Reply to  STIN

DAS gehoert alles in die Lokalverwaltung eingegliedert!

Ist in D nicht ander! Wie Sie immer sagen!

Sie fuerchten um den Job "Ihrer Frau" und haben somit einen Interessenkonflikt!

HDS
Gast
HDS
3. Juli 2020 12:31 pm

Mein Senf dazu.

Jaja, Das Geschäft mit den Krediten. Der Kreditnehmer, wenn er ein Geschäftsmann bzw. Geschäftsgründer ist und halbwegs seine Bonität nachweisen kann und den Kredit auch nur aufnimmt um zukunftsorientiert zu investieren (was dann später das Geld des Kredits wieder zurück wirft) kann sowas machen. Mit einem Kredit wird entweder etwas vorfinanziert, oder man bezahlt seine Schulden mit Schulden, oder man kauft sich was davon was man sich aktuell eigentlich nicht leisten kann. Kann man sehen wie man möchte. Unterm Strich würde ich Kredite generell verbieten, bis auf wenige Ausnahmen.

Die meisten Thais die sich auf das Spielchen mit Krediten eingelassen haben/hatten/und noch immer so praktizieren haben ein ganz großes Problem auf der Einnahme Seite u. im Kopf. Die konnten sich vor dem Kredit nichts leisten und danach noch weniger. (sowas gibt es bei uns auch reichlich). Schuld daran ist mangelnde Schulbildung und schlecht bezahlte Jobs. Viele sind das Arbeiten unter einem Chef auch nicht gewohnt oder die Arbeitsbedingungen sagen nicht zu. Da wechseln viele mind. 3-4 mal im Jahr den Job nur um festzustellen das sie wieder ihren Job wechseln wollen. Ein Kreislauf ohne Ende. Dazu dann aber ein Anspruchsdenken und Bedürfnis nach Luxusartikeln wie Smartphones, Mopeds, Autos, Condos und vieles mehr. Jeder will natürlich zeigen was er hat, fährt z.B. mit dem nagelneuen Protz-Pickup vor den er über einen Kredit finanziert u. selbst noch nicht weiß wie er die nächste Monatsrate zusammen bringen soll. Der Nachbar ist neidisch und macht es dann evtl. nach. Alles mehr schein als sein. Wenn man alle Fahrzeuge auf Thailands Straßen entfernen würde die noch nicht abgezahlt sind, gebe es keine Staus mehr und deutlich weniger Unfälle.

Aber lange Rede kurzer Sinn. Es gilt immer noch: Man sollte nie mehr Geld ausgeben als man hat. Und wer keines hat, sollte sich lieber Gedanken über sich selbst machen als über Kredite.

Wolf5
Gast
Wolf5
3. Juli 2020 7:05 am

Rezension des obigen Beitrages:
Da stin das wissentschaftliche Arbeiten zum Thema „Mikrokredite“ nicht möglich ist, hat er diesmal all das bereits Gesagte zu einem Beitrag zusammengefaßt, bestehend aus viel Dichtung und nur einer Wahrheit.

Weiter über stins Dichtung zu den Mikrokrediten zu diskutieren, ist müßig, da keinerlei Neuigkeiten zu erwarten sind.

Also konzentrieren wir uns auf die eine Wahrheit, die da lautet:

„Nach der Wahl im Februar 2001 wurde Thaksin Shinawatra nach einigen Ungereimtheiten Premierminister von Thailand. Die Wahlen gelten als die schmutzigsten Wahlen aller Zeiten“

welche stin diesmal sogar mit einem Link mehr Gewicht verlieh.

Dazu sollte der kluge User wissen, dass in TH seit dem 1. Putsch 1932 (schließlich ist TH das Land mit den weltweit meisten Putschen) in den darauffolgenden fast 70 Jahren kaum eine ordentliche Wahl stattfand.

Außerdem fanden diese Wahlen auch fast nie als Ergebnis von Wahlkämpfen politische Parteien statt, zumal politische Parteien in Asien typischerweise nicht mit westlichen Parteien zu vergleichen sind.

Thailändische Parteien weisen eine heterogene Mitgliedschaft auf, ihre Organisationsstruktur ist eher fragmentiert und undiszipliniert.

Sie engagieren sich mehr in der Artikulation als in der Bündelung von Interessen und wirken üblicherweise eine der beiden Funktionen
• Betonung eines einzelnen Ziels oder Problems
• Unterstützung eines starken politischen Führers.

Oft genug wurden Parteien gänzlich verboten und das Militär übte die Regierungsgewalt aus.

So ist es also auch nicht verwunderlich, dass der finanziell starke Thaksin die Gunst der Stunde nutzte und mittels seines Vermögens das Wahlergebnis zu seinen Gunsten beeinflußte.

In TH, wo Korruption zum Leben dazu gehört (lt.stin), also nichts besonderes ist und auch unser stin sich ja erst gestern geoutet hat, dass er ein Fan der Korruption ist, wenn er schrieb:
„Man müsste in Österreich Postenschacher usw. strafbar machen, Amtsmissbrauch auch und auch Korruption, was tw. nicht der Fall ist – dann würde es anders aussehen.
Aber ich kritisiere Österreich deswegen nicht – ich liebe das Land, wie auch Thailand. Meine 2 liebsten Länder eigentlich.“

Deshalb können wir auch dem Satz zustimmen, dass die Wahlen von 2001 als die schmutzigsten Wahlen aller Zeiten gelten (eben bis 2001), da es ja vor dieser Wahl 2001 kaum welche gab.

Aber der von stin so hochverehrte Generalissimo wußte diese Aussage dann doch noch zu toppen.

So wurden unter seiner Herrschaft als Diktator Parteien verboten, Wahlkampf fast bis zur letzten Minute untersagt und gleichzeitig viele Millionen Baht (aus dem Steuersäckel) unter das Volk gestreut, alles mit dem Ziel, seine Macht möglichst für die nächsten 20 Jahre zu zementieren.

Obwohl das erhoffte Ergebnis bei weiten nicht erreicht wurde, gelang es Prayut nur mittels Zukauf anderer Parteien und Verbot seiner Widersacher sein Ziel durchzusetzen, um Premier zu werden.

Und dass er ein „guter Premier“ ist, können wir ob seiner vielen Erfolge beinahe täglich lesen.555

Auch diese Wahl unter dem Diktator wurde international wieder einmal wie folgt eingeschätzt:

„Parlamentswahl in Thailand: Weder frei noch fair – die Militärjunta lässt wählen“

https://www.deutschlandfunk.de/parlamentswahl-in-thailand-weder-frei-noch-fair-die.724.de.html?dram:article_id=443849

"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
3. Juli 2020 6:58 am

Auch steht auch wieder das Landgrabbing  dahinter.

Am Ende des Kreditlimits muessen sie das Land abtreten! Auch wenn es nur ein Nutzungsrecht ist.

Dazu hatte Lord Voldemort Na Dubai eine Landreform versprochen!

Seit dem sitzen viele auf dem Landnutzungsrecht und koennen es nicht verkaufen. Da es aber nach drei Jahren so zugewildert ist, dass Blinde sehen koennen, da wird nichts mehr genutzt, wird das Land abgefackelt!

Auch in SmogCity.

exil
Gast
exil
2. Juli 2020 11:00 pm

Es ist doch nicht der Fehler des Mikrokredites das die Thais ein Problem damit haben ihre Schulden zu bezahlen. Sehr viele Familien in Thailand sind hoch verschuldet, man borgt sich Geld von jedem und immer wieder.

Schulden zu machen gehört für die Thais dazu wie wöchentlich den Mönchen einen Eimer mit Regenschirm zu geben. Nicht umsonst sind die Worte sich etwas zu borgen und vergessen sehr ähnlich. 

Darum leihe einem Thai niemals Geld, denn du bekommst es zu 99,99% nicht zurück. Besser du schenkst ihm einen Betrag der dir nicht Schmerzen bereitet und brauchst dich nicht zu ärgern wenn du es nicht zurück erhältst.

In Tschechien und anderen ehemaligen Ostblockstaaten wurden von Westlichen Bankinstituten auch jede Menge Kredite nach der EU-Osterweiterung vergeben. Die Menschen in den Ländern waren sich auch groß teils nicht bewusst das man dieses Geld auch wieder zurück bezahlen muss. Und so blieben die Banken sehr oft auf ihren Forderungen sitzen.