Chiang Mai: Amerikaner droht Anklage wegen Züchtung und Verkauf von Rassehunden

Watchdog Thailand, eine gemeinnützige Organisation, die den Schutz von Hunden zum Ziel hat, hat 50 thailändische Ridgeback Hunde aus einer Zucht Station gerettet, die einem Amerikaner gehört.

Die meisten Hunde wurden unter schrecklichen Bedingungen angetroffen und viele der Hunde sind an denselben Krankheiten und demselben Hunger gestorben. Der Besitzer gibt an, dass die Hunde als Haustiere gehalten werden und er sie nicht zum Verkauf gezüchtet hat, aber die Geschichte zeigt etwas anderes.

Vertreter des Wachhundes (Watchdog Thailand) gingen am 2. Juli 2020 zur Sarapee Polizeistation in Chiang Mai, um einen Bericht mit Anklagen wegen Tierquälerei gegen einen 73-jährigen Amerikaner einzureichen.

Der Amerikaner hat thailändische Ridgeback Hunde gezüchtet, um sie an Käufer im Ausland zu verkaufen und zu exportieren. Der Besitzer selbst kontaktierte Watchdog und bat um Hilfe, indem er behauptete, er sei krank geworden und könne sich nicht mehr um seine Haustiere kümmern, die aus über 50 Hunden bestehen.

Watchdog inspizierte daraufhin den Ort und stellte dabei fest, dass die Hunde in einer äußerst unhygienischen Umgebung lebten. Die meisten Hunde hatten Krätze und hungerten. Watchdog behauptet, dass viele ohne Empathie sterben mussten. Watchdog Thailand kontaktierte am 1. Juli 2020 die Polizei und das Chiang Mai Department of Livestock Development (DLD) und erstattete Anzeige gegen den Amerikaner.

Die Vertreter von Watchdog gingen zu dem Haus des Amerikaners, um die Hunde zu retten. Sie brachten sie anschließend zur Save Elephant Foundation in Mae Rim in Sicherheit. Der Mann wollte jedoch 5 Hunde, die noch gesund waren, nicht aufgeben. Die Stiftung widersprach seinen Forderungen, da sie glaubten, dass der Mann nicht in der Lage sei, sich um die Hunde zu kümmern.

Die Geschichte zeigt auch, dass er schon viele Male in Tierquälerei gegen seine eigenen Haustiere verwickelt war. Watchdog erkannte, dass sie eine Beteiligung der Polizei in dem Fall benötigten, um die verbleibenden 5 Hunde zu retten.

Der Mann lebt alleine und ist derzeit krank. Er bat einen ausländischen Freiwilligen bei Watchdog um Hilfe, der dann die Informationen an die Organisation weitergab. Watchdog ging zu dem Ort, an dem die Hunde lebten, und sah, dass die Hundekäfige übereinander gestapelt waren. Die Tiere hatten keinen Platz zum Spielen und Trainieren. Der Abfall der Hunde war überall, die meisten von ihnen waren sehr krank und hungerten. Außerdem blieben die Hunde immer noch dort, wo sie starben, anstatt begraben zu werden.

Tierliebhaber im Ausland haben weitere Informationen über den Mann gegeben, die besagen, dass er bereits eine Vergangenheit wegen Tierquälerei hat und Hunde verletzt wurden oder sterben mussten, nachdem sie keinen Zweck ( Verkauf ) erfüllt hatten.

Er hat die Hunde zu einem sehr hohen Preis verkauft, ohne eine ordnungsgemäße Lizenz zum Züchten von Hunden zu besitzen. Watchdog will alle Hunde in ihre Obhut nehmen, der Chaing Mai DLD stimmt zu, dass dieser Mann keine Verantwortung für seine Hunde übernehmen kann.

Der Mann behauptet, er habe Watchdog um Hilfe gebeten und nie Hunde zum Verkauf gezüchtet, aber sie hatten weiterhin Welpen. Er hat auch einen Bericht bei der Polizei eingereicht, in dem behauptet wird, dass Watchdog seine Hunde angeblich gestohlen haben soll. / TP-SAN

 

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3 Antworten zu Chiang Mai: Amerikaner droht Anklage wegen Züchtung und Verkauf von Rassehunden

  1. Avatar Wolf5 sagt:

    Welch ein Glück, dass unser stin sogleich wieder mit einem Beispiel aus D (zwar völlig anderer Zusammenhang – aber was soll´s) aufwarten konnte.

    Deshalb sind für stin auch halbverhungerte Hunde mit Krätze kein Problem, obwohl man das Leiden dieser Tiere zu Dutzenden täglich am Strand und anderen Gegenden Pattayas erleben kann.

    Und so bleibt festzuhalten: derartiges gibt es in ganz D nicht!

  2. Avatar exil sagt:

    Wenn man durch Thailand reist, sieht man überall Hunde mit Krätze und halb verhungert. Dagegen unternimmt niemand etwas. An den Stränden laufen hunderte verlauste Köter durch die Gegend .

    Jetzt hat man wieder ein Ausländischen Schwerverbrecher gefunden, der sich nicht um seine Hunde kümmert, nein er nimmt sogar den Thais eine Verdienstquelle ab indem er Hunde züchtet.

    Wie manche Menschen ihre Vierbeinigen Freunde  behandeln finde ich abartig. Ein Hund, egal welcher Rasse ist ein Lebewesen und kann ein besserer Freund als so manches Menschliche Lebewesen sein. 

    Die Thais sollten aber erst wieder einmal vor der eigenen Türe kehren, bevor man wieder nur bei den Ausländern nach den Bösen sucht.

    • STIN STIN sagt:

      Jetzt hat man wieder ein Ausländischen Schwerverbrecher gefunden, der
      sich nicht um seine Hunde kümmert, nein er nimmt sogar den Thais eine Verdienstquelle ab indem er Hunde züchtet.

      ein Hund in Freiheit mit Krätze ist kein Problem. Das Problem sind die Hunde des Ausländers in Gefangenschaft mit Krätze und
      anderen Krankheiten, an denen sie gestorben sind.

      Wenn er keine Lizenz hat, Hunde zu züchten und zu verkaufen, dann ist das eine Straftat – wohl weltweit.
      Er wird nun halt angeklagt und danach vermutlich ausgewiesen – was eigentlich ein korrekter Vorgang ist.
      Letztes Jahr hat ein Deutscher dafür in D 3 Jahre Haft bekommen, weil er Schweine verwahrlosen ließ.

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