Bangkok: Vier Firmen werden die Reha von Thai Airways übernehmen

Der Vorstand von Thai Airways International (THAI) hat die Einstellung von vier Firmen genehmigt, die in rechtlichen, buchhalterischen, geschäftlichen und finanziellen Angelegenheiten behilflich sind, während das Unternehmen weiter an seinem Schuldenrehabilitationsplan arbeitet.

Chansin Treenuchagron, der amtierende Präsident des Unternehmens, sagte am Donnerstag (16. Juli), der Vorstand der Fluggesellschaft habe die Einstellung von Baker & McKenzie Co, EY Corporate Advisory Services Co, McKinsey & Company (Thailand) und Finansa Securities Co als Rechts-, Finanz-, Geschäfts- und Geschäftsbereich genehmigt. Sie werden als Buchhaltungsberater eingesetzt, wenn das Unternehmen vor Gericht in die Rehabilitation eintritt.

Herr Chansin sagte, der Vorstand habe die Ernennungen in Übereinstimmung mit den Vorschriften für Beschaffungen und Verträge genehmigt.

Die angebotene Vergütung stimme mit den Stellenbeschreibungen überein und entspreche den Vorgaben des Einstellungsprozesses, fügte er weiter hinzu.

Die Fluggesellschaft erkannte, dass die Reha-Verfahren von Kunden, Handelspartnern, Gläubigern, Geschäftspartnern und anderen Interessengruppen akzeptiert und als vertrauenswürdig eingestuft werden müssen.

Die Berater und Experten, die mit der Unterstützung des Rehabilitationsplans von THAI beauftragt wurden, sind weltbekannte Spezialisten auf ihrem Gebiet und sollten das Vertrauen der Interessengruppen wecken, sagte Herr Chansin weiter.

Anfang dieses Monats bat THAI ein sogenanntes „Überlebensteam“, einen Geschäftsplan zur Unterstützung der Schuldenrehabilitation auszuarbeiten, so eine Quelle der Fluggesellschaft gegenüber den nationalen Medien.

Auf Befehl von Herrn Chansin wurde das Team, bestehend aus 21 Führungskräften aus verschiedenen Abteilungen der THAI, ernannt.

Das Team wird nun bis zum 31. Oktober 2020 für die Erstellung eines neuen Geschäftsplans verantwortlich sein, fügte er hinzu.

Die Schaffung des Teams ist ein wesentlicher Bestandteil des Rehabilitationsplans, den die kämpfende Fluggesellschaft beim Central Bankruptcy Court einreichen wird.

Thai Airways International (THAI) wird die Ausarbeitung seines Rehabilitationsplans beschleunigen, um ihn am 17. August 2020 dem Central Bankruptcy Court vorzulegen, wenn das Gericht mit der Prüfung des Rehabilitationsantrags der Fluggesellschaft beginnen soll, sagte der amtierende Präsident von Thai Airways, Herr Chansin Treenuchagron.

Der Rehabilitationsplan besteht derzeit aus kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Maßnahmen, von denen Herr Chansin glaubt, dass sie erfolgreich sein werden, wenn der Vorstand, das Management, die Gläubiger und die Schuldner der Fluggesellschaft gut zusammenarbeiten.

„Natürlich wollen wir den Rehabilitationsplan so schnell wie möglich fertigstellen, aber es beinhaltet viele Elemente“, fügte Herr Chansin hinzu.

Der Quelle zufolge wird das Team von Chai Eamsiri, dem Vizepräsident der THAI für Erdöl, Unternehmensversicherungen und Luftfahrt, geleitet.

Der amtierende Präsident bestand darauf, dass die Fluggesellschaft ihr Bestes tut, um mit den Inhaber von Schuldverschreibungen, den Flugzeugvermietern, den Banken, den Treibstofflieferanten und den Passagieren mit stornierten Flugtickets umzugehen. / TP-BP

 

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12 Antworten zu Bangkok: Vier Firmen werden die Reha von Thai Airways übernehmen

  1. Avatar Walter sagt:

    Ja richtig, die haben tatsächlich ausländische Spezialisten beauftragt. Nur darunter leider auch McKinsey & Co. In meiner vorherigen beruflichen Tätigkeit habe ich von diesen Spezialisten noch keine Firma gesehen, die sie mit ihrer gestylten Folienschlacht nicht an die Wand gefahren hätten!
     

    • Avatar berndgrimm sagt:

      In meiner vorherigen beruflichen Tätigkeit habe ich von diesen Spezialisten noch keine Firma gesehen, die sie mit ihrer gestylten Folienschlacht nicht an die Wand gefahren hätten!

      Koestlich! Kann ich aus eigener beruflicher Erfahrung nur bestaetigen.

      Aber THAI INTERNATIONAL braucht nun wirklich keine internationale professionelle  Hilfe um ihren Laden an die Wand zu fahren.

      Mismanagement, graft sank THAI, says panel

      Minister blames Airbus purchases during Thaksin era for start of downward spiral

      published : 29 Aug 2020 at 21:54

       

      Mismanagement linked to dozens of executives and corruption have led to the downfall of Thai Airways International Plc, according to the deputy transport minister.

      The looting of the national carrier reportedly included an instance of an employee in the repair and maintenance division claiming 419 days or overtime for 3 million baht in a single year.

       

      Genau, Thaksin wars. Der hat die 438 Wing Commander der Air Force

      ins Direktorium gesetzt und sie zur Korruption gezwungen.

      Der Korruptionsprozess gegen Airbus in Europa ist erst vor 2 Jahren

      ohne Hilfe jeglicher Thai Regierung mit einem Schuldspruch zuende

      gegangen.

      Diese Militaerdiktatur hat 6 Jahre lang die Geschicke der THAI

      bestimmt , und dann kam der notwendige Absturz.

      Ich muss den von mir oft gescholtenen Polizeichef Chakthip

      meine Bewunderung aussprechen.

      Der war genau ein Jahr als Fruehstuecksdirektor im THAI

      Aufsichtsrat. Hat abkassiert und gesehen wohin der Vogel flog

      und hat sich dann wegen "Arbeitsueberlastung" selber entlassen

      und fuerstlich abgefunden.

      Natuerlich wird THAI weiterfliegen. Jedenfalls mit RX dorthin

      wo man ihn noch runterlaesst.

      Ich habe viele Airline Pleiten miterlebt aber ein Fall wo eine

      der einstmals besten Airlines der Welt sich selber so konsequent

      und zielfuehrend selber grundlos kaputtgemacht hat habe ich

      noch nie erlebt.

      Die PanAm hat fast 40 Jahre gebraucht um sich selber ueberfluessig

      zu machen.

      Die THAI hat dies in 6 geschafft!

       

  2. Avatar exil sagt:

    Welcher Experte wird es wagen dem König eine Mitschuld an dem Konkurs zu geben? Selbst als eigentlich keine Flieger der Thai hätten fliegen dürfen, flog diese den 10er spazieren.

    • STIN STIN sagt:

      Welcher Experte wird es wagen dem König eine Mitschuld an dem Konkurs zu geben? Selbst
      als eigentlich keine Flieger der Thai hätten fliegen dürfen, flog diese den 10er spazieren.

      naja, ich denke schon – dass die Luftwaffe auch Merkel geflogen hätten – wenn sie einen dringenden Termin gehabt hätte.
      Airforce One fliegt sicher auch, auch wenn alles am Boden steht. Er ist halt nun mal der König und die haben Privilegien – wie halt
      Regierungschefs keine Masken tragen müssen, andere aber schon. Siehe Merkel – jetzt hab ich sie erstmalig mit Maske gesehen.

      • Avatar exil sagt:

        Wie dringend muss den das Radfahren und Bummsen in Deutschland und der Schweiz sein das auf Staatskosten herumgeflogen wird?

        Und wieder hinken deine Vergleiche mit Angela. Und vom Amerikanischen Psychopaten ganz zu schweigen. Beide benutzen keine Flugzeuge einer Fluggesellschaft die sich im Insolvenzverfahren befindet und bezahlen ihre Flüge nicht. Doch der 10er benützt diese Flugzeuge wie ein Europäischer Politiker seinen Dienstwagen, nur das die Kosten ein wenig anders sind.

         

        • STIN STIN sagt:

          Beide benutzen keine Flugzeuge einer Fluggesellschaft die sich im Insolvenzverfahren befindet und bezahlen ihre Flüge nicht. Doch der 10er benützt diese Flugzeuge wie ein Europäischer Politiker seinen Dienstwagen, nur das die Kosten ein wenig anders sind.

          normalerweise fliegt er selbst mit seinem Jet. Gut möglich, dass die gerade nicht verfügbar war.
          Wie schon erwähnt, andere haben einen Luftwaffen-Jet dazu, der König fliegt halt meist selbst oder eben mit
          Thai-Airways Maschine. Sirikt hat auch eine eigene Thai Air Maschine.

  3. Avatar Wolf5 sagt:

    Auch wenn Thai Airways International (THAI) auf dem Papier den Status der Fluggesellschaft als Staatsunternehmen beendet hat und jetzt als privates Unternehmen geführt wird –
    ist dies jedoch nur Augenwischerei, da sich nach wie vor die meisten Anteile in den Händen des Staates befinden.

    Deshalb hat berndgrimm völlig recht, wenn er schreibt:

    „Auslaender braucht man um die Schuld auf sie abzuladen, ansonsten kommen die Experten aus dem Unternehmen.“

    Auch kann ich HDS nicht zustimmen, der meint:

    „Der National Carrier (so wie bei uns Lufthansa) sollte dem Staat wichtig sein.“

    Selbst die reiche Schweiz ließ ihre nationale Fluggesellschaft Swissair pleite gehen, welche heute zur Lufthansa gehört.

    Der Unterschied zwischen TH und der Schweiz besteht besonders darin, dass in der Schweiz die Verantwortlichen rechnen können und deshalb nicht bereit waren, ewig ein Faß ohne Boden zu füllen.

    • Avatar HDS sagt:

      Ich will ja nicht sagen das die Lufthansa besonders System relevant wäre. Ein bisschen aber schon. LH war ja nicht ein Faß ohne Boden und hat die letzten Jahre sogar noch relativ gut gewirtschaftet obwohl die Konkurrenz der Billigheimer wie Ryanair oder Easyjet knallhart waren. Gut die ganzen Streiks bei LH wo immer mehr Geld gefordert wurde, waren irgendwann nicht mehr nachvollziehbar.

      Hätte der Staat die LH Pleite gehen lassen, dann sehe es bei uns wirklich düster aus. Die Autowirtschaft, Kohle, Atomkraft etc. alles schon abgeschafft oder so gut wie. Die Energiewende ein einziger Flopp der den Steuerzahler sehr viel kostet und nichts bringt. Sonst floppt auch alles. Wer soll dann nach Corona die Deutschen Reiseweltmeister noch irgendwohin fliegen? Mit Ryanair auf dem Bierkasten sitzend (weil richtiger Stuhl kostet extra) so nach Thailand fliegen. Nöhhh, will bestimmt keiner. Für Ballerman Touris reicht es gerade noch. Geiz ist geil und Flugzeit recht kurz.

      Die Schweizer können genauso gut rechnen wie alle unsere Nachbarn. Solange der Deutsche Steuerzahler die Rechnungen bezahlt können wir alles übernehmen 😉

    • STIN STIN sagt:

      Auch wenn Thai Airways International (THAI) auf dem Papier den Status der Fluggesellschaft als Staatsunternehmen beendet hat und jetzt als privates Unternehmen geführt wird –
      ist dies jedoch nur Augenwischerei, da sich nach wie vor die meisten Anteile in den Händen des Staates befinden.

      nein, es ist etwas weniger als 50% – somit entfällt der Status Staats-Fluglinie. Ob der neue private Investor dann staats-nahe agiert,
      ist irrelevant.

      „Auslaender braucht man um die Schuld auf sie abzuladen, ansonsten kommen die Experten aus dem Unternehmen.“

      das ist den Ausländern aber egal – die kassieren ihre fette Gebühr und fertig.

  4. Avatar berndgrimm sagt:

    Viel Gerede, ueberhaupt keine Fakten.

    Welche auslaendischen Experten?

    Jeder weiss dass die THAI nicht so einfach fallengelassen wird,

    auch wenn sie am Ende nur noch umsonst nach ZRH fliegt!

    Auslaender braucht man um die Schuld auf sie abzuladen

    ansonsten kommen die Experten aus dem Unternehmen.

    Die wissen am besten was sie falsch gemacht haben!

  5. STIN STIN sagt:

    wenigstens haben sie auch ausl. Experten ausgewählt.

    • Avatar HDS sagt:

      Nun ja. Ich komme aus der Luftfahrtbranche. Mag ja kurzfristig eine Notlösung sein, aber unterm Strich wird das auf Dauer nichts mehr. Der National Carrier (so wie bei uns Lufthansa) sollte dem Staat wichtig sein. Der Thai-Staat sieht die Thai aber irgendwie als privates Unternehmen das es nicht wirklich Wert ist zu unterstützen in Zeiten wie diesen. Früher oder später in der Nach-Corona-Zeit wird die Thai am Ende doch vor die Hunde gehen. Vielleicht kommt dann ein reicher Thai und gründet als Wiederauferstehung die Siam Airline mit den kläglichen Resten der Thai. Mal abwarten was wird.

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