Bangkok: Mekong-Staaten drängen darauf, ihre Daten auszutauschen – Wasserstand sinkt weiter

Die Mekong Staaten drängten darauf, ihre Daten auszutauschen, da der Wasserstand des Mekong auf ein neues Tief gesunken ist. Die zwischenstaatliche Mekong – Flusskommission forderte China und die südostasiatischen Länder am Freitag (7. August) auf, mehr Daten über den Betrieb von Wasserkraftdämmen auszutauschen, da der Wasserfluss im Mekong zum zweiten Mal in Folge ein Rekordtief erreichte.

Ein Bericht der Kommission führt den niedrigen Wasserstand auf zwei Jahre reduzierten Niederschlags und den Betrieb von 13 Mekong-Wasserkraftdämmen – zwei in Laos und 11 in China – sowie von Dämmen an den Mekong Nebenflüssen in Laos zurück. Der Mekong fließt auch durch einen Teil von Myanmar.

Dem Bericht zufolge könnte der geringe Strom schwerwiegende Auswirkungen auf die Gemeinden in den Mitgliedsländern Kambodscha, Laos, Thailand und Vietnam haben, da die Fischerei und das Bewässerungspotenzial immer mehr verloren gehen.

„Wir fordern die sechs Mekong Länder auf, den Austausch von Daten und Informationen über ihren Damm- und Wasserinfrastrukturbetrieb auf transparente und schnelle Weise mit dem MRC zu verbessern“, sagte An Pich Hatda, der Vorstandsvorsitzende des MRC – Sekretariats.

Der Bericht befasste sich mit einem zweiten Jahr verzögerten saisonalen Wasserflusses in Kambodschas Tonle Sap, Südostasiens größtem See, der die Fischerei stark gestört und die Nahrungsmittelversorgung von mehr als einer Million Menschen bedroht hat.

Der Mekong schwillt normalerweise in der Regenzeit an, wo er mit dem Tonle Sap River zusammenfließt, was im Juni dieses Jahres einen seltenen umgekehrten Fluss des Flusses in den See verursacht hat.

Der diesjährige Rückfluss begann diese Woche, sagte Chan Yutha, der Sprecher des kambodschanischen Ministeriums für Wasserressourcen.

Ein tropischer Sturm hat diesen Monat Teile des Mekong getroffen und große Niederschläge und schnell steigende Wasserstände in einigen Abschnitten gebracht, fügte er hinzu.

Das MRC sagte, die Mekong Länder sollten ihre Dürrepläne umsetzen und die Wasserspeicherbetreiber auffordern, mehr Wasser freizugeben und durch die Bewässerungsgeräte weniger davon zu verbrauchen.

Es wird auch vorgeschlagen, China zu bitten, das Wasser zu ergänzen oder das Wasser aus Dämmen und Stauseen abzuleiten, wenn die gegenwärtigen schlechten Bedingungen weiter anhalten. / TP-BP

 

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2 Antworten zu Bangkok: Mekong-Staaten drängen darauf, ihre Daten auszutauschen – Wasserstand sinkt weiter

  1. Avatar HDS sagt:

    Auf einer anderen Seite vom 31.07.20 war zu lesen das China mit 87000 Dämmen seine Macht in der Region ausüben will. Sie sehen Wasser als souveränes Gut und nicht als natürliche Ressource. China will seine wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den flussabwärts gelegenen Gebieten durch den Lancang-Mekong-Kooperationsmechanismus vertiefen in dem es sich selbst auch als Opfer von Wassermangel darstellt. Dabei sind sie selbst dafür verantwortlich und nutzen die Situation zu ihrem wirtschaftlichen Vorteil aus.

  2. Avatar Wolf5 sagt:

    Was dürfen wir feststellen:

    da gibt es seit 1967 den ASEAN und trotzdem gelingt es den beteiligten Staaten nicht einmal im Anfang, sich auf eine gemeinsame Entwicklung zum Nutzen aller zu verständigen.

    Jeder sieht nur den eigenen Vorteil und auch TH bildet keine Ausnahme – ist einer der Hauptfinanziers eines Staudamms in Laos und Hauptabnehmer des in Laos erzeugten Stroms.

    Die Leute wachen erst auf, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist – siehe z.B.

    – Assuan-Staudamm (Der Staudamm sollte die Jahrhundertlösung für alle Probleme sein. Doch der Damm brachte weitaus mehr Nach- als Vorteile) oder den

    – Aralsee (Die seit etwa 1960 zunehmende Austrocknung des Sees stellt weltweit eine der größten vom Menschen verursachten Umweltkatastrophen dar. Mit ursprünglich rund 68.000 Quadratkilometern Ausdehnung war der Aralsee früher der viertgrößte Binnensee der Erde).

    Wenn die Erkenntnis kommt, ist es meist schon zu spät, die Fehler rückgängig zu machen.

    Ich befürchte, mit dem Mekong wird das gleiche passieren und die nächsten Generationen dürfen dann diese Umweltzerstörung ausbaden.

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