Zürich: Schweizer möchte endlich wieder “nachhause” nach Thailand

Der Auslandschweizer Erich Christen (85) wäre eigentlich am 1. Juni zurück in seine Wahlheimat Thailand geflogen. Wegen der Corona-Pandemie musste er die Abreise schon viermal verschieben. Er steckt in Zürich fest.

Das Zürcher Hotel Trip Inn ist für Rentner Erich Christen (85) seit über drei Monaten sein Zuhause – unfreiwillig. Wegen der Corona-Pandemie darf der Auslandschweizer vorläufig nicht in seine Wahlheimat Thailand zurück. Er versucht, sich mit langen Spaziergängen quer durch die Limmatstadt bei Laune zu halten.

«Der Rückflug wurde bereits viermal verschoben», sagt der gebürtige Zürcher. Erich Christen: «Ich vermisse meine Frau sehr. Wir waren zuvor noch nie länger als drei Wochen getrennt. Ich will endlich nach Hause – nach Thailand!»Besuch beim Sohn
Der pensionierte Unternehmer reiste am 15. Mai von Thailand in die Schweiz, um seinen Sohn in Lausanne zu besuchen.

Am 1. Juni wäre der Rückflug gewesen. «Doch der wurde auf den 2. Juli verschoben. Dann hätte es der 2. August sein sollen, dann der 20. August, der aktuelle Abflugtermin ist der 2. September», erzählt Christen.

Ob er dann wirklich nach Thailand fliegen darf, steht in den Sternen. Die Infektionsrate in der Schweiz verbesserte sich bis jetzt nicht, im Gegenteil. Der Wahlthailänder macht sich Sorgen um seine Gesundheit. «Die feuchte Hitze in Pattaya bekommt mir viel besser als die trockene Hitze in der Schweiz», sagt er. «Auch die gesunde Ernährung der Thailänder fehlt mir.»

Die viele unfreiwillige Freizeit in Zürich verbringt er hauptsächlich mit spazieren. «Ich schaue mir alle die Ecken von Zürich an, die mir früher etwas bedeutet haben. Mit den Zürcher Bars hab ich viel Geld verdient», erzählt der Rentner mit einem schelmischen Lächeln. Der Geschäftsmann hat in den 70er-Jahren den Offenausschank von Champagner eingeführt. Er konnte viele Bars überzeugen, einzelne Cüpli und nicht nur ganze Flaschen zu verkaufen. Dank dem Marketing-Trick hat er mit seiner Champagner-Marke Christen et Fils den Durchbruch geschafft.

Am Nachmittag, wenn es in der Stadt zu heiss wird, kehrt Erich Christen in das Hotel zurück. «Ich verbringe viel Zeit im Innenhof. Er sagt: «Hier ist es kühl und ich kann mich mit Leuten unterhalten.» Zum Hotelpersonal hat der unfreiwillige Langzeitgast mittlerweile ein familiäres Verhältnis. «Ich darf mir sogar in der Küche selber ein Suppe kochen. Alle sind sehr freundlich zu mir», erzählt Christen.

Rezeptionistin Laura Riner (21) freut sich über den interessanten Gast. Er ist für mich mittlerweile wie ein Opa. Er hat so viel Spannendes zu erzählen», sagt die Hotelangestellte. «Wenn es die Arbeit zulässt, setze ich mich zu ihm. Ich weiss schon jetzt, dass ich ihn sehr vermissen werde.»

Seit 15 Jahren lebt der Schweizer in der thailändischen Stadt Pattaya. Noch immer ist er mit der Frau verheiratet, die er am ersten Tag in Thailand kennengelernt hat. Für die Einreise nützt ihm das allerdings nichts. «Die internationalen Flüge wurden wegen der Pandemie verschoben», erklärt der Pensionär.
Er hofft nun sehr, dass der nächste Flug klappt: «Dann habe ich eine Reiseverzögerung von ganzen vier Monaten. Auch wenn mir das Hotel finanziell entgegenkommt, wird das eine sehr teure Reise.» /Blick

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6 Antworten zu Zürich: Schweizer möchte endlich wieder “nachhause” nach Thailand

  1. Avatar Wolf5 sagt:

    Wieder einmal zeigt diese Junta, was sie von Ausländern hält – man könnte auch sagen:
    Willkommen im Gefängnis TH – wenigsten für 14 Tage und das zu einem stolzen Preis.

    “Es ist für Ausländer möglich, nach Thailand zu reisen.
    Bestimmten Gruppen ist dies gestattet wie beispielsweise Personen, die mit einem thailändischen Staatsbürger verheiratet sind oder die eine Arbeitserlaubnis besitzen.

    Nach der Ankunft müssen sich diese Leute zwei Wochen lang in Quarantäne begeben.
    Diese Quarantäne kann (müßte eigentlich heißen muß) in Luxushotels absolviert werden, die mit Privatkrankenhäusern zusammenarbeiten und eine Überwachung der Gäste/Patienten garantieren.

    Während das Zimmer sauber gemacht wird, kann man sich für eine halbe Stunde außerhalb des Zimmers an einem speziell zugewiesenen Platz im Hotel aufhalten.

    Ansonsten ist es untersagt, das Zimmer zu verlassen.

    Dies geht nur, wenn man dafür eine Erlaubnis erhält.

    Alkoholische Getränke und, so wörtlich, „suchterzeugende Substanzen“ sind während des Aufenthalts verboten.

    Für Lieferungen von außerhalb, das gilt auch von Lebensmittel, muss man eine Erlaubnis einholen.

    Es ist nicht gestattet, frisches Essen oder Yoghurt zu konsumieren.

    Keinesfalls darf man Essen aus einer Garküche in Hotelnähe zu bestellen.

    Verwandte dürfen Lebensmittel mitbringen, die aber zuvor inspiziert werden.

    Falls das noch nicht ausreichend nach Gefängnis klingt:

    Auf dem Zimmer dürfen sich keine scharfen Gegenstände befinden und es ist nicht erlaubt, die Fenster zu öffnen.

    https://hallomagazin.com/2020/08/19/quarantaene-nach-ankunft/

    Fazit: wer sich diese Tortur in TH antut hat einen sehr ernsten Grund oder leidet bereits sehr stark unter fortschreitender Demenz, dass er dies alles nicht mehr mitbekommt und sofort wieder vergißt.

    • STIN STIN sagt:

      Willkommen im Gefängnis TH – wenigsten für 14 Tage und das zu einem stolzen Preis.

      oder monatelang im Hotel im Heimatland – auch zu einem stolzen Preis.

      Fazit: wer sich diese Tortur in TH antut hat einen sehr ernsten Grund oder leidet bereits sehr stark unter fortschreitender Demenz, dass er dies alles nicht mehr mitbekommt und sofort wieder vergißt.

      tun sich viele an – alle Hotels derzeit ins ausgebucht. Man verifiziert bereits neue Hotels. Jemand, der Jahrzehnte in TH wohnt,
      dort Kinder und Familie hat – der nimmt halt die 14 Tage in Kauf. Auch schon deshalb, weil er zuhause nix mehr hat.
      Wohnung, Haus schon alles verkauft, Kinder sind schon erwachsen, Ehefrau vll schon gestorben usw.

      Viele Expats, so wie ein Freund meines Sohnes, die haben 100e Millionen Baht investiert, die wollen natürlich so schnell
      wie möglich wieder an ihren Schreibtisch. Nix mit Demenz….

      • Avatar berndgrimm sagt:

        Viele Expats, so wie ein Freund meines Sohnes, die haben 100e Millionen Baht investiert, die wollen natürlich so schnell
        wie möglich wieder an ihren Schreibtisch. Nix mit Demenz….

         

        Nein, aber offensichtlich zu grosse Flattulenz!

  2. Avatar berndgrimm sagt:

    Eine ruehrselige Geschichte aus dem BLICK.

    Ich waere jedenfalls jetzt lieber in der Schweiz als in Thailand.

    Und schon garnicht in Pattaya.

    Was verschwiegen wird ist, dass es nicht an der Schweiz sondern

    an Thailand liegt dass er nicht zurueck kann.

    Was will der Opa denn?

    Er wohnt in einem sehr preiswerten Hotel in der Naehe des Zuercher HBF

    Der soll sich ein billiges Verbund Abo holen und sich die Schweiz ansehen.

    Es ist die schoenste Reisezeit! Er vertraegt die trockene " Hitze" in ZRH nicht?

    Ich lach mich schief. Es sind derzeit dort Temperaturen von 21 bis 32 Grad

    tagsueber und 14-20 Grad nachts.

    Ausserdem : Er ist am 15.Mai erst hingeflogen.Mitten im Lockdown.

    Da musste ihm klar sein dass er hier so schnell nicht mehr reingelassen wird.

    Ich wollte am 22. Mai fliegen und habe mir das ueberlegt.

    Er zahlt in dem schweizer Hotel wesentlich weniger als er hier in einem

    Quarantaenehotel zahlen muesste.

    Und wird nicht wie ein Alien behandelt.

    • STIN STIN sagt:

      Eine ruehrselige Geschichte aus dem BLICK.

      Ich waere jedenfalls jetzt lieber in der Schweiz als in Thailand.

      warum bist du mit dem Rückholdienst der Lufthansa nicht mitgeflogen?

      • Avatar berndgrimm sagt:

        Weil ich nach meinen Aufenthalt in Europa wieder

        nach Thailand zurueck wollte.

        Ich schenk denen doch nicht mein Condo.

        Na ja, noch ein paar Jahre Thai Management und es ist

        eh nix mehr wert. Aber bis dahin wohne ich noch ab

        und seh mir an was die Thai Leitkultur so Alles

        zustande bringt.

        Der hohe Unterhaltungswert Thailands bleibt

        bis zum bitteren Ende!

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