Bangkok: Regierung nimmt weiteren Kredit über 48 Milliarden Baht auf – Staatsverschuldung steigt

Thailand nähert sich mit einem ADB-Darlehen in Höhe von 48 Mrd. Baht einer nachhaltigen Schuldengrenze und wird Ende dieses Monats einen weiteren Kredit in Höhe von 48 Milliarden Baht von der Asiatischen Entwicklungsbank aufnehmen.

Obwohl sich die Staatsverschuldung ihrer Grenze der Nachhaltigkeit nähert, bestreitet das Finanzministerium, dass das Land kurz vor dem Bankrott steht, und wird Ende dieses Monats einen weiteren Kredit in Höhe von 48 Mrd. Baht von der Asiatischen Entwicklungsbank aufnehmen.

Lokale Medien spekulieren bereits, dass die Regierung nach einem vom Kabinett genehmigten Plan des Public Debt Management Office (PDMO), mehr als 214 Mrd. Baht zu leihen, um ein potenziell größeres Haushaltsdefizit als erwartet zu finanzieren, vor einem finanziellen Zusammenbruch steht.

Patricia Mongkhonvanit, Generaldirektorin der PDMO

Patricia Mongkhonvanit, die Generaldirektorin der PDMO, sagte am Donnerstag (20. August), dass die Regierung über ausreichende Finanzreserven verfügt. Gleichzeitig gab sie jedoch zu, dass sie mehr Kredite aufnehmen muss, falls die Einnahmen noch weiter als geschätzt fallen.

Der für das Geschäftsjahr 2020 verabschiedete Staatshaushalt beläuft sich auf 3,2 Billionen Baht. Um die Lücke zu schließen, die durch einen prognostizierten Einnahmeausfall entstanden ist, plante die Regierung ursprünglich, 469 Mrd. Baht zu leihen. Die Haushaltsrechnung erlaubt es der Regierung jedoch, bis zu 680 Mrd. Baht zu leihen, um das Defizit zu decken, was bedeutet, dass weitere 214 Mrd. Baht geliehen werden können, bemerkte Patricia.

Wenn die Regierung die vollen 680 Milliarden Baht leiht, wird die Staatsverschuldung von derzeit 45,83 Prozent auf 52,4 Prozent des BIP steigen, sagte sie weiter.

Die Staatsverschuldung wird im Geschäftsjahr 2021 (Oktober 2020 bis September 2021) voraussichtlich weiter auf 57,8 Prozent des BIP steigen. Das Finanzministerium hat die nachhaltige Staatsverschuldung auf 60 Prozent des BIP festgelegt.

„Es ist noch zu früh um zu sagen, ob wir die Grenze über 60 Prozent des BIP hinaus erhöhen müssen, da die [Tragfähigkeit] der Verschuldung von den sich ändernden wirtschaftlichen Bedingungen abhängt“, sagte sie.

Im weltweiten Vergleich ist die Staatsverschuldung Thailands immer noch relativ überschaubar, da die Verschuldung in einigen Ländern über 100 Prozent des BIP liegt.

Wirtschaftswissenschaftler haben die thailändische Regierung dazu aufgefordert, noch mehr auszugeben, um die Wirtschaft anzukurbeln und den Arbeitnehmern sowie den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu helfen, die unter den Auswirkungen von Covid-19 leiden.

Die Staatsverschuldung Thailands steht jedoch unter starkem Druck aufgrund des starken wirtschaftlichen Rückgangs und der hohen Kosten für den Umgang mit den Ausfällen durch das Coronavirus.

Die Regierung plant außerdem, im Rahmen des Covid-19 Notstandsdekrets 1 Billionen Baht zu leihen. Ein Teil davon sind 1,5 Milliarden US-Dollar (48 Milliarden Baht) von der Asiatischen Entwicklungsbank, deren Vertrag Ende August oder Anfang September vom Finanzministerium unterzeichnet wird, sagte der Chef der PDMO. / TP-TN

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6 Antworten zu Bangkok: Regierung nimmt weiteren Kredit über 48 Milliarden Baht auf – Staatsverschuldung steigt

  1. Avatar paul sagt:

    pleite, aber u-boote kaufen. hier werden ja 4 spurige straßen  neu gebaut bis hin zum kleinsten kuhdorf. so auch in phimai mit der begründung das es sich hier um einen flughafen zubringer handelt.

    es sind ja auch nur ca. 400km bis zum flughafen : was rauchen die eigentlich vor dem  frühstück? KEIN ZAHN IM MUND ABER LA PALOMA PFEIFEN SAGT MAN DAZU IN DEUTSCHLAND:

  2. Avatar exil sagt:

    Wäre Thailand so etwas wie ein Sozialstaat der den Menschen dieses Landes helfen würde über die Zeit hinweg zu kommen in der keine Touristen ins Land dürfen, so würde ich diese Maßnahme verstehen.

    Jetzt ist es so, dass die Einnahmen aus dem Tourismus, aus welchem Grund auch immer fehlen. Ein großer Teil der Thais Geld aus diesem Tourismus generiert hatte und darauf angewiesen waren und weiterhin sind, da es keinerlei Hilfsmaßnahmen für die Thailändischen Tourismusattraktionen (sprich die Damenwelt) gibt. Lieber kauft man sich zwei U-Boote die keine Sau braucht.

    Und jetzt wäre ich noch neugierig welcher Schreibe so etwas noch verteidigt und gut heißt.

    • STIN STIN sagt:

      Wäre Thailand so etwas wie ein Sozialstaat der den Menschen dieses Landes helfen würde
      über die Zeit hinweg zu kommen in der keine Touristen ins Land dürfen, so würde ich diese Maßnahme verstehen.

      also dann nenn mir mal schnell einen Sozialstaat, der als Entwicklungsland/Schwellenland gilt?
      Mir fällt auf die Schnelle keines ein.

      Aber Hilfe gibt es schon, keine Sorge. So hat meine Familie schon die 3000 Baht auf der Sozialkarte laufend erhalten, dazu
      5000 Baht Corona-Hilfe. Es geht halt mit der Auszahlung landesweit etwas zäh – andere haben die 5000 noch nicht erhalten.
      Meist im Süden….. , wie ich erfahren habe. Aber es wird ausgezahlt, keine Sorge.

      Jetzt ist es so, dass die Einnahmen aus dem Tourismus, aus welchem Grund auch immer fehlen. Ein großer Teil der Thais Geld aus diesem Tourismus generiert hatte und darauf angewiesen waren und weiterhin sind, da es keinerlei Hilfsmaßnahmen für die Thailändischen Tourismusattraktionen (sprich die Damenwelt) gibt. Lieber kauft man sich zwei U-Boote die keine Sau braucht.

      Richtig, verbotenes wird nicht gesponsert. Also Prostitution – auch nicht illegale Casinos, egal ob es die zahlreich gibt.

      Und jetzt wäre ich noch neugierig welcher Schreibe so etwas noch verteidigt und gut heißt.

      richtig, während der Corona-Krise U-Boote zu kaufen, ist krank. Aber auch bei uns in DACH kann man vieles kaum
      nachvollziehen. Für alles ist Geld da, aber nicht für die Armen.

      • Avatar exil sagt:

        Ich höre von dir immer das 3000 bzw. 5000 Bath ausbezahlt werden. Aber wer bekommt das Geld? Sicherlich nicht diejenigen die es wirklich am notwendigsten gebrauchen könnten. Die wirklich Armen, die ihren Körper zu Markte trugen um Thailand zu diesem Wohlstand zu verhelfen.

        Ich habe zum Big Boss einer Motorbiketaxigruppe einen sehr guten Draht und immer noch Kontakt. Er ist einer derjenigen der weis was in Pattaya abgeht und Dinge die du in keinem Nachrichtenmagazin zu lesen bekommst. Viele Sachen die zum wohle des Tourismus nie an die Öffentlichkeit geraten sind und unter den Teppich gekehrt wurden. 

        Er verleiht auch Geld an Menschen die eben keines in der Bank bekommen oder eben keine Hilfe vom Staat zu einem Zinssatz von 10% pro Monat. Ist zwar auch verboten aber weit entfernt von den Zinssätzen der Kredithaie. Es sagt das noch nie so viele Kleinschuldner bei ihm Geld geliehen haben da diese wirklich keine andere Möglichkeit mehr haben um Essen zu kaufen. Vom normalem Leben ist man in Thailand mittlerweile weit entfernt und es brodelt im Untergrund. Es braucht eigentlich nur noch einen kleinen Funken um das Ganze eskalieren zu lassen, denn noch nie war die Not unter der Bevölkerung so groß.

        Bewusst eine solche Not herauf zu beschwören und die Hand zu schlagen die einen in den letzten Jahrzehnten gefüttert hat, dazu gehört schon viel Dummheit.

        • STIN STIN sagt:

          Ich höre von dir immer das 3000 bzw. 5000 Bath ausbezahlt werden. Aber wer bekommt das Geld? Sicherlich nicht diejenigen die es wirklich am notwendigsten gebrauchen könnten. Die wirklich Armen, die ihren Körper zu Markte trugen um Thailand zu diesem Wohlstand zu verhelfen.

          all jene, die kein Einkommen habe, wie meine Schwieger-Familie.

          Er verleiht auch Geld an Menschen die eben keines in der Bank bekommen oder eben keine Hilfe vom Staat zu einem Zinssatz von 10% pro Monat. Ist zwar auch verboten aber weit entfernt von den Zinssätzen der Kredithaie.

          10% pro Monat ist Kredithai-mässig. Hat unser Kamnan verboten. Hat ein Ausländer mal gemacht, durfte er dann nicht mehr.
          Kamnan bei uns erlaubt max. 5% pro Monat – mehr geht nicht.

          Es braucht eigentlich nur noch einen kleinen Funken um das Ganze eskalieren zu lassen, denn noch nie war die Not unter der Bevölkerung so groß.

          Bewusst eine solche Not herauf zu beschwören und die Hand zu schlagen die einen in den letzten Jahrzehnten gefüttert hat, dazu gehört schon viel Dummheit.

          kann ich momentan nicht bestätigen. Mich wundert hier nur, dass scheinbar sehr Arme – Deutsche, Plastikflaschen einsammeln, in Bus-Mülleimer usw. – um scheinbar
          über die Runden zu kommen. Die werfen dann die Plastikflaschen in mehreren großen Plastiktüten danach bei Netto in den Automaten und gehen mit dem
          Bon Essen kaufen.

          Denkst du wirklich, den Deutschen geht es allen gut – nein, tut es nicht. Viele in der Nachbarschaft bei uns hier, sind sehr, sehr arm. Die kommen
          mit Hartz4 nicht wirklich über die Runden.

          Wenn ich mit dem Dorf-Kneipier bei uns chatte, gibt er manchmal das Handy auch an andere weiter und wir schalten dann auf
          Video. Siehe da – die zocken alle am Steintisch. Also scheint es doch nicht so schlecht zu gehen.

          Ich gehe davon aus, Isaan dürfte leiden – die meisten Sex-Arbeiter, die meisten Armen und dann Corona.

          Süden hat keine allzu großen Probleme, Norden auch nicht wirklich. Man muss alles immer gesamt betrachten.

  3. Avatar HDS sagt:

    Och da geht doch noch was. Deutschland hat 75,6% Bip (in Relation zum Bruttoinlandsprodukt) Staatsverschuldung 2020. Tendenz steigend. Wenn Thailand erst 2021 57,8 Prozent des BIP erreichen will, müssen sie noch mehr Schulden machen. Sind da die 2 U-Boote aus China schon mit berücksichtigt?

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