Bangkok: Finanzministerium geht von starken Rückgang der Steuereinnahmen aus

Das Finanzministerium ist besorgt über einen starken Rückgang der Steuereinnahmen, da die Wirtschaft schrumpft, und hat die Menschen aufgefordert, ihre Steuererklärungen vor dem 31. August einzureichen.

Die Abteilung wird ihr Steuererhebungsziel von 2 Billionen Baht für das Geschäftsjahr 2021 (Oktober 2020 bis September 2021) nicht erreichen, sagte Ekniti Nitithanprapas, Generaldirektor der Finanzabteilung.

Die Ankündigung findet inmitten einer heißen öffentlichen Debatte darüber statt, ob Thailand 22,5 Milliarden Baht für den Kauf von zwei weiteren U-Booten ausgeben sollte – ein Deal, der am Freitag von einem Unterausschuss des Repräsentantenhauses genehmigt wurde, der die Haushaltsrechnung überprüft.

Ekniti sagte, dass die diesjährigen Einnahmen aus Einkommens- und Körperschaftsteuer im Einklang mit dem wirtschaftlichen Rückgang stehen würden. Der angestrebte Umsatz von 2 Billionen Baht basiert auf einer früheren Prognose von 3,5 Prozent Wirtschaftswachstum in diesem Jahr.

„Jedes Prozent der wirtschaftlichen Kontraktion wird die Steuereinnahmen um 1,1 Prozent senken, und die wirtschaftlichen Aussichten sind mit einer neuen Prognose einer Kontraktion von 8 Prozent rückläufig“, sagte Ekniti.

Diese Zahlen würden dazu führen, dass die gesamten Steuereinnahmen in diesem Jahr etwa 176 Mrd. Baht hinter dem Ziel zurückbleiben.

„Vor diesem Hintergrund können wir das Ziel nicht erreichen, daher muss das Finanzamt sein Steuereinnahmenziel für das Geschäftsjahr 2021 überarbeiten, während wir auf die Zahl Ende dieses Monats warten“, sagte er.

Bisher haben in diesem Jahr 10 Millionen der 11 Millionen Steuerzahler Thailands ihre Steuererklärungen eingereicht, wobei 3 Millionen Menschen eine Rückerstattung von insgesamt 33 Milliarden Baht erhalten.

Inzwischen haben 200.000 von 500.000 Körperschaftsteuerzahlern ihre Steuererklärung eingereicht und 30 Mrd. Baht zurückerstattet bekommen.

„Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen müssen innerhalb der Frist Ende dieses Monats Steuererklärungen einreichen, mit einer Strafe von 1,5 Prozent ihrer Rechnung, wenn sie dies nicht tun“, sagte er.

Diejenigen, die ihren Steuerpflichten nicht nachkommen können, dürfen in drei Raten zahlen, fügte er hinzu.

Das Budget für 2021 wurde auf 3,3 Billionen Baht festgelegt, gegenüber einem prognostizierten Nettoumsatz von 2,777 Billionen Baht, was zu einem Defizit von 523 Milliarden oder 2,8 Prozent des BIP führt. Der Haushaltsentwurf muss nun geprüft und im Parlament abgestimmt werden. Ein größerer als erwarteter Einnahmeausfall führt zu einem größeren Haushaltsdefizit. / WB-TN

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3 Antworten zu Bangkok: Finanzministerium geht von starken Rückgang der Steuereinnahmen aus

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    UPPS!

    Finance Minister Predee resigns after 26 days

    published : 1 Sep 2020 at 17:54

     

    Finance Minister Predee Daochai has submitted his resignation after 26 days in the job, citing health reasons.

    The former president of Kasikornbank reportedly submitted the letter on Monday and Prime Minister Prayut Chan-o-cha approved it. 

    Mr Predee was royally appointed on Aug 6 under the quota of the prime minister.

    According to earlier media reports, Mr Predee disagreed with his deputy, Santi Prompat from the Palang Pracharath Party (PPRP), over the reshuffle of high-ranking officials, in particular who should head the Excise Department.

    Mr Predee reportedly wanted Lavaron Sangsnit, director of the Fiscal Policy Office, for the post, but Mr Santi preferred Prapas Kong-Ied, director of the State Enterprise Policy Office.

    The cabinet on Tuesday appointed Mr Lavaron as chief of the Excise Department, but Mr Predee resigned anyway.

    Sources at the PPRP said news about Mr Predee’s resignation came on Monday. “We’ve always thought he wouldn’t last long because he had no political experiences,” he said.

    Der einzige Fachmann  als Minister dieser Militaerdiktatur hat nach 26 Tagen schon genug.

    Er sah die Zahlen und die Leute die sie verursacht hatten und ihm wurde schlecht!

    Natuerlich musste man damit rechnen "weil er keine politische Erfahrung hatte".

    In anderen Worten: Der glaubt ums Verrecken die Propaganda unserer Militaerdiktatur nicht!

    Ich moechte auch auf STINs saloppe Rechtfertigung der Geldverschwendung und

    Korruption bei den Grossprojekten dieser  Militaerdiktatur eingehen.

    Meine Frau hatte einige Bauprojekte und so kenne ich die Kosten fuer Hochbau

    und Strassenbau  in Thailand.STIN sicherlich auch.

    Die Gruende weshalb oeffentlich Bauten in Thailand soviel teurer werden als

    private sind neben der Dummheit und Schlafmuetzigkeit der beteiligten

    Beamten und Politiker : Grundstuecksspekulation,Vetternwirtschaft und Korruption.

    Dies gilt nicht nur fuer diese Militaerdiktatur.

    Aber diese Militaerdiktatur war vor 6 Jahren angetreten um in Thailand aufzuraeumen!

    Dies hat man auch gemacht.

    Man hat die thaksinschen Abfaelle aufgekauft und umprogrammiert.

    Jetzt betruegen hier eben die "Guten".

    Wie jede Regierung vor ihr , so hat auch diese Militaerdiktatur "Transparenz" versprochen.

    Transparenz gibt es keine, aber jede Menge Propaganda welche dem dummen Volk

    stuendlich ueber alle grossen Fernsehsender mittels Gehirnwaesche

    eingetrichtert wird.

    Wenn man irgendwann einmal die Bilanz ueber dieser Militaerdiktatur ziehen

    koennte , so kaeme wohl heraus dass sie Thailand ein Vielfaches dessen gekostet hat

    was der Grossverbrecher Thaksin das Land gekostet hat.

     

     

  2. Avatar Wolf5 sagt:

    Nun hat uns stin überzeugend dargelegt, wie gut die Junta in TH gewirtschaftet hat (555), wenn er meint:

    „Die haben bzw. hatten ihre Devisen und Goldreserven-Lager gut gefüllt.
    Außerdem war die Verschuldung bisher so gut, dass EU-Staaten davon träumten.
    Dann wurde mit dem Geld auch sehr ordentlich in Infrastruktur investiert.
    Ich kenne noch Chiang Mai von früher und wie es jetzt aussieht, da kann man dann schon erkennen – wohin Milliarden geflossen sind.
    Weiteres auch der geplante Highspeed-Ausbau, die U-Bahn in BKK, Skytrain usw.“

    Folgen wir stin´s Meinung, ist es doch eigentlich unverständlich, warum sich der Finanzminister Sorgen um rückläufige Steuereinnahmen macht.

    Deshalb etwas Aufklärung:
    „So gibt es wegen der Staatsverschuldung unterschiedliche Auffassungen (makroökonomischen Theorie oder neoklassischen Theorie) und auch sehr potente Länder haben eine sehr hohe Staatsverschuldung – siehe USA = 107,8 % / 2019 und Japan = 236,1 % / 2019.

    Es kommt nicht allein darauf an, wie hoch die Staatsverschuldung ist, sondern wichtiger ist, inwieweit hohe Staatsschulden zu volkswirtschaftlichen Verwerfungen führen können und in welchen Größenverhältnissen die Staatsschulden von inländischen und ausländischen Gläubigern getragen werden.

    Den Inlandsschulden kann ein Staat notfalls finanzpolitisch begegnen;
    Auslandsschulden entziehen sich hingegen unmittelbarer finanzpolitischer Einflussnahme.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung

    Nun kann sich jeder selbst beantworten, wo es sicherer ist zu investieren – in einem Industrieland trotz hoher Staatsverschuldung oder in einem politisch unsicherem Schwellen-/Entwicklungsland mit relativ geringer Staatsverschuldung.

    • STIN STIN sagt:

      Nun hat uns stin überzeugend dargelegt, wie gut die Junta in TH gewirtschaftet hat (555), wenn er meint:

      „Die haben bzw. hatten ihre Devisen und Goldreserven-Lager gut gefüllt.
      Außerdem war die Verschuldung bisher so gut, dass EU-Staaten davon träumten.
      Dann wurde mit dem Geld auch sehr ordentlich in Infrastruktur investiert.
      Ich kenne noch Chiang Mai von früher und wie es jetzt aussieht, da kann man dann schon erkennen – wohin Milliarden geflossen sind.
      Weiteres auch der geplante Highspeed-Ausbau, die U-Bahn in BKK, Skytrain usw.“

      richtig, das bestätigt auch die Aufwertung bei den Rating-Agenturen. Die stabile Verschuldung, die recht hohen Devisen- und Goldreserven usw.

      Folgen wir stin´s Meinung, ist es doch eigentlich unverständlich, warum sich der Finanzminister Sorgen um rückläufige Steuereinnahmen macht.

      natürlich machen sich alle Finanhzminister der Welt Sorgen, dass wegen der Krise eine Rezession eintritt.
      Das passiert nun allen EU-Staaten auch – tw. bis minus 20%.

      Den Inlandsschulden kann ein Staat notfalls finanzpolitisch begegnen;
      Auslandsschulden entziehen sich hingegen unmittelbarer finanzpolitischer Einflussnahme.“

      allzuviel Auslandskredite hat Thailand nicht laufen. Aber kann nun natürlich passieren.

      Nun kann sich jeder selbst beantworten, wo es sicherer ist zu investieren – in einem Industrieland trotz hoher Staatsverschuldung oder in einem politisch unsicherem Schwellen-/Entwicklungsland mit relativ geringer Staatsverschuldung.

      das dürfte China egal sein, vll auch Japan, weil die nicht nur einfach investieren – sondern auch das Land dann abhängig machen wollen.
      Nicht umsonst investiert China in den ärmsten Ländern der Welt.

      Mal sehen, wann die Chinesen die erste Militärbasis in Thailand errichten, wie in Dschibuti.

      Da hoffe ich dann doch, dass die Regierung sich auf die Werte der Thais erinnert, d.h. niemals ausländische Mächte in Thailand zu lassen.

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