Bangkok: Regierungsfreindliche Aktivisten versuchten mit Gewalt eine Polizei-Absperrung zu entfernen

Am Freitagmorgen (28. August) herrschte vor der Polizeistation Samran Rat in Bangkok Chaos, als dort regierungsfeindliche Aktivisten eintrafen und versuchten, die angebrachten Sperren der Polizei zu entfernen. Die Polizei hatte zuvor Anklage gegen 15 Aktivisten erhoben, die am 18. Juli an einer Kundgebung in Bangkok teilgenommen hatten.

Ihre Anhänger entfernten die Polizeisperren und während des Aufruhrs warf man einen blauen Farbbehälter, der über einige Beamte spritzte.

Jatupat „Pai Dao Din“ Boonpattarasaksa und 14 weitere Aktivisten wurden von der Polizei vorgeladen, um Anklage gegen sie zu erheben.

Sie hatten am 14. August im Memorial an der Kreuzung Khok Wua in der Ratchadamnoen Klang Avenue übernachtet: „Im Lager schlafen, nicht im Gefängnis schlafen“, war ihr Motto.

Am Freitagmorgen gingen sie vom nahe gelegenen Demokratie Denkmal zur Polizeistation Samran Rat, um die Vorladung der Polizei zu beantworten.

Sie wurden dabei von mehr als 100 Unterstützer begleitet. Einige der Demonstranten trugen Transparente mit der Botschaft „Nieder mit der Diktatur. Es lebe die Demokratie“ in thailändischer Sprache.

Die 15 Aktivisten werden wegen Verstoßes gegen das Notfalldekret sowie gegen die Gesetze zu Verkehr, Sauberkeit und Krankheitsbekämpfung angeklagt.

Demonstranten tragen Transparente mit der Aufschrift „Nieder mit der Diktatur. Es lebe die Demokratie“, als sie am Freitagmorgen zur Polizeistation Samran Rat gehen. (Foto: Apichart Jinakul)

Gegen 9.45 Uhr brach Chaos aus, als die Anhänger mit Barrikaden der Polizei konfrontiert wurden, um Außenstehende und Reporter daran zu hindern, die Station zu betreten.

Verärgerte Anhänger beseitigten die Barrieren. Der Singer-Songwriter Chai-amorn Kaewwiboonpan, bekannt als Ammy der Bottom Blues-Band, warf der Polizei einen Behälter mit blauer Farbe zu und traf dabei einige von ihnen.


Pro-Demokratie-Aktivisten begrüßen die Diktatur auf der Polizeistation Samran Rat mit drei Fingern, wo sie Berichten zufolge im Zusammenhang mit einer Kundgebung am 18. Juli Anklage erhoben haben. (Foto: Apichart Jinakul)

Herr Chai-armon sagte: „Dies ist keine Bedrohung. Wenn Sie (Behörden) uns weiterhin schikanieren, werde ich Sie mit einer Kunstform zurückschikanieren. “

Die Anhänger drangen in das Gelände der Polizei ein und versammelten sich am Fuß der Eingangstreppe, als die Aktivisten das Gebäude betraten, um die Anklage zu bestätigen.

Die Aktivisten wurden am 18. Juli wegen ihrer Rolle bei der Kundgebung der Freien Jugend in der Nähe des Demokratie-Denkmals in Bangkok vorgeladen.


Ein Farbspritzer des Polizisten. (Foto: Apichart Jinakul)

Es war die erste große politische Demonstration seit der Aufhebung der meisten Covid-19 Beschränkungen.

Polizei Generalmajor Methee Rakphan, der Kommandeur der Metropolitan Police Division 6 sagte später, dass gegen die Demonstranten Anklage wegen der Beseitigung von Polizeisperren erhoben werde.

Er sagte auch, dass nach der Befragung die 15 vorgeladenen Aktivisten wieder freigelassen würden.

Die Ermittler der Polizei würden ihren Fallbericht am 16. September der Staatsanwaltschaft vorlegen, sagte der Abteilungsleiter. / TP-BP

 

 

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3 Antworten zu Bangkok: Regierungsfreindliche Aktivisten versuchten mit Gewalt eine Polizei-Absperrung zu entfernen

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Laecherlich!

    Leider wie Alles was hier zur Verteidigung dieser unfaehigen Militaerdiktatur

    kolportiert wird.

    • STIN STIN sagt:

      Laecherlich!

      Leider wie Alles was hier zur Verteidigung dieser unfaehigen Militaerdiktatur

      kolportiert wird.

      nein, die Studenten sollten aufpassen. Ich goutiere friedliche Demos – absolut.
      Aber das ist halt nicht mehr allzu friedlich und irgendwann kommen die ersten Molotows auf die Polizei
      geflogen und dann haben sie verloren – endgültig.

      Wäre ich Regierung, ich würde das aussitzen – ins Leere laufen lassen und die Polizei anweisen, nicht einzuschreiten, solange
      die Studenten nicht Gewalt anwenden.

      Dann hat die Regierung auch die Weltgemeinschaft hinter sich, wenn sie erst dann reagieren – wenn die Gewalt von den Demonstranten
      ausgeht. Die verlieren dann jegliche Unterstützung.

      Ich denke, die Regierung macht es scheinbar auch so.

      • Avatar berndgrimm sagt:

        Es gab bisher ausschliesslich friedliche Demos.

        Gewalt wurde nur von "Royalisten" angedroht

        und von der Polizei provoziert.

        Die Militaerdiktatur will nur von ihrer eigenen

        Unfaehigkeit ablenken.

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