Bangkok: König begnadigt Geliebte und holt sie zurück nach Deutschland

Der thailändische König Maha Vajiralongkorn und seine zuletzt in Ungnade gefallene Geliebte Sineenat „Koi“ Wongvajirapakdi haben sich offensichtlich wieder versöhnt.

Die frühere Generalmajorin Koi war im Juli 2019 zur „Chao Khun Phra“ erhoben worden, einer Art Konkubine. Das Königshaus veröffentlichte damals dazu mehr als 60 Fotos. Auf einem der Bilder sind sie und König Maha Vajiralongkorn in der Kampfuniform der thailändischen Armee zu sehen, wobei sie beide ihre Hände halten.

Zusätzlich zu den Bildern wurde auch ihr offizieller Lebenslauf veröffentlicht. Geboren in der nördlichen Provinz Nan, absolvierte sie das Royal Thai Army Nursing College, absolvierte eine Ausbildung als Pilotin in Thailand und im Ausland und diente in der königlichen Leibwache des Königs. Im Mai 2019 erreichte sie den Rang eines Generalmajors.

Koi war dadurch einige Monate lang praktisch die Zweitfrau neben Königin Suthida und trug sogar zeitweise den Titel Königlich-Adelige Gemahlin.

„Chao Khun Phra“ war der neue Titel der zweiten Frau an der Seite des Königs. Dies bedeute in etwa „noble königliche Gemahlin“, heißt es in der britischen Times. Erstmals seit dem Ende der absoluten Monarchie 1932 lebt damit ein thailändischer König nun wieder öffentlich in Polygamie und seine Ehefrau muss dabei tatenlos zusehen, berichtete die Times weiter.

Doch dann wurde der 35-Jährigen überraschend im Oktober 2019 der Titel wieder entzogen. Sie musste auch all ihre Medaillen und Orden wieder abgeben. Dabei hatte Seine Majestät der König sie erst vor drei Monaten zur Zweitfrau mit dem formellen Titel königlich-adelige Gemahlin gemacht. Sie wurde sogar ins Gefängnis gesteckt. Seither war sie nicht mehr öffentlich gesehen worden.

Die königliche Ankündigung besagte, dass die 34-jährige Sineenat während der Vorbereitungen für die königliche Hochzeit zwischen König Vajiralongkorn und Königin Suthida versuchte, sich selber zur Königin von Thailand zu machen. Zudem soll sie auch nach der Hochzeitig weiter ehrgeizig geblieben sein, berichten die thailändischen Medien. Begründet wurde die Degradierung am Montag (21. Oktober 2019) vom Palast damit, dass die ehemalige Krankenschwester gegen den Willen des Königs verstoßen habe und illoyal gegenüber der Monarchie gewesen sei.

Die königliche Ankündigung besagte auch, dass Sineenat versuchte, im Namen des Königs und der Königin Suthida nicht autorisierte Bestellungen aufzugeben. Weitere Angaben wurden dazu nicht gemacht.

Vor wenigen Tagen gab es allerdings Berichte, wonach Koi aus der Haft entlassen und nach Deutschland gebracht worden sei, wo Vajiralongkorn die meiste Zeit lebt. Heute kam die offizielle Bestätigung in der „Royal Gazette“, der offiziellen Veröffentlichungsstelle für amtliche Bekanntmachungen. Demnach habe 68-jährige König seiner Geliebten wieder alle königlichen und militärischen Titel verliehen. / NTV

 

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3 Antworten zu Bangkok: König begnadigt Geliebte und holt sie zurück nach Deutschland

  1. Avatar Jean CH sagt:

    Nochmal, vielleicht funktioniert es diesmal!

    Ich hatte tatsächlich Angst, Du würdest wirklich das schreiben was Du denkst. 555

    Aber Schiller ist auch ok!

  2. Avatar HDS sagt:

    Tja, liebe Koi!

    "Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
    Ob sich das Herz zum Herzen findet!
    Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang."

    Friedrich von Schiller (1759 – 1805)

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