Bangkok: Demo-Führer traf sich seinerzeit mit dem US-Botschafter

Die US-Botschaft in Thailand hat die Vorwürfe zurückgewiesen, dass sie einen der Proteste in Thailand finanziert oder unterstützt.

In einer am Donnerstag (10. September) veröffentlichten Erklärung sagte die Botschaft, dass Botschafter und Botschaftspersonal regelmäßig mit einem breiten Querschnitt thailändischer Staatsangehöriger zusammentreffen, nicht nur mit Studenten und Jugendlichen, sondern auch mit Regierungs-, Militär-, Geschäfts- und anderen Führern. Solche Treffen implizieren keine Billigung bestimmter Ansichten, fügte die Botschaft hinzu.

Die Ablehnung war eine Reaktion auf die kürzlich erfolgte Verbreitung von Fotos, die vor Jahren während der Amtszeit des früheren US-Botschafters in Thailand aufgenommen wurden, durch eine Blogseite, die sich der Verbreitung von Desinformation widmet.

Mehrere thailändische Medienwebseiten zeigen Bilder von Herrn Parit „Penquin“ Chivarak, einem prominenten Studentenprotestführer, der sich 2016 mit dem ehemaligen US-Botschafter Glyn Davies in der Botschaft traf. Diese Bilder sollten vermutlich als Beweis für die angebliche Unterstützung der derzeit von Studenten geführten Proteste in Thailand dienen.

„Die Vereinigten Staaten unterstützen keine Einzelperson oder politische Partei, wir unterstützen aber den demokratischen Prozess und die Rechtsstaatlichkeit in Thailand. Als Freunde Thailands ermutigen wir alle Seiten, weiterhin mit Respekt und Zurückhaltung zu handeln und einen konstruktiven Dialog darüber zu führen, wie das Land weiter vorangebracht werden kann“, heißt es in der Erklärung der Botschaft. / Thai PBS

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3 Antworten zu Bangkok: Demo-Führer traf sich seinerzeit mit dem US-Botschafter

  1. Avatar ben sagt:

    @ STIN:  ...Grund hätte die USA auf jeden Fall. Denen gefällt es nicht, wie Prayuth Thailand immer mehr in Richtung China zieht. USA könnte einen treuen Partner verlieren….

    Schuld daran sind zu 99% die USA selbst… man sollte nicht generell gegen einen Putsch sein und selbst eine Diktatur aufbauen… Hätte der Westen sich nach dem Putsch nicht so einseitig eingemischt und von Fall zu Fall entschieden wie weit man mit Prayuth verhandelt, hätte sich Thailand nie so einseitig China und Russland zu gewendet..

     

     

  2. STIN STIN sagt:

    US-Botschaften mischen sich schon in Demonstrationen ein, stimmt also nicht so ganz.

    Siehe Maidan in der Ukraine. CIA-Direkter usw. – war alles vor Ort. Die Demonstranten mußten ihre
    Befehle in der US-Botschaft abholen – schrieb ein ehem. Präsident in seinem Buch.

    Grund hätte die USA auf jeden Fall. Denen gefällt es nicht, wie Prayuth Thailand immer mehr in Richtung China zieht.
    USA könnte einen treuen Partner verlieren.

    • Avatar HDS sagt:

      Es ist zwar nicht unbedingt immer schön wie die USA sich unterschwellig in andere Länder einmischt, gegen demokratische Bestrebungen kann man als Westler jedoch nichts haben. Außer man wählt die Linken und Kommunisten. Das sich die USA auch über Thailand Sorgen macht verwundert nicht, nachdem der Teddybär inzwischen mehr mit den Chinesen liebäugelt als mit dem Westen.

      Wenn ich die Wahl hätte zwischen Klebreis und Papayasalat, oder Big Mäc mit Pommes, würde ich Letzteres vorziehen, wenn es auch nach vermeintlichen Gesundheits-Gurus ungesünder sein sollte und dann noch vieles außerhalb des Bereichs rund ums Essen. Ich mag Kommunisten einfach nicht. Und sozialistische Bestrebungen, mit Tendenz zum Kommunismus (ala DDR), wie derzeit in Deutschland im Aufwind ist, auch nicht.

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