Bangkok: Expats genießen leere Strände und billiges Bier

Während Thailand weiterhin seine Grenzen vor Besuchern schließt, genießen die wenigen verbliebenen Touristen und Inhaber langfristiger Visa, die noch im Land leben, die positiven Auswirkungen der globalen Pandemie  sowie ein billiges Bier und leere Strände.

Zahlreiche Geschäftsleute suchen in den bekannten Touristenorten wie Pattaya, Phuket oder Bangkok nach Ausländern, die noch immer in Thailand leben. Dabei kommt es allerdings zu einem verzweifelten Wettbewerb um die Brieftaschen der Touristen und Expats.

Normalerweise sind die überfüllten Ziele dieser Städte eine ferne Erinnerung an die Vergangenheit. Mittlerweile bieten nicht nur Hotels und Resorts enorme Rabatte bei den Übernachtungen. Lokale Bars und Restaurants führen ebenfalls einen Krieg und senken die Preise für Getränke und Speisen.

Als die Backpacker Kultur in den frühen 90er Jahren an Popularität gewann, war die Erkundung Südostasiens der letzte Schrei. Viele der heutigen Reiseschmuckstücke steckten noch in den Kinderschuhen – unberührt von den Horden der mit Rucksäcken beladenen Touristen.

Durch die Beliebtheit von Rucksacktouristen wurden diese Ziele bekannt und verwandelten sich langsam aber sicher in mittlerweile völlig überfüllte Touristenfallen. Dadurch erkundeten die Rucksacktouristen neue Ziele und der verdrehte Zyklus wiederholte sich.

Einige Ziele beginnen sich offensichtlich jetzt daran zu erinnern , wie es in den guten alten Zeiten war, als der Massentourismus noch kein Problem war. Expats und Einheimische haben die einmalige Gelegenheit, die Schönheit Thailands aus einem nicht überfüllten Blickwinkel zu erleben, was zu unseren Lebzeiten möglicherweise nicht wieder vorkommen wird.

Jetzt ist also die perfekte Reisezeit für diejenigen, die alles tun, um trendige und beliebte Ziele zu vermeiden, einfach weil oder vor allem, weil ansonsten andere Menschen zu ihnen strömen.

Die Bars in Pattaya haben einen vollen Preiskampf begonnen und die Bierpreise gesenkt, um gegen die wenigen verbliebenen Ausländer in Thailand anzutreten.

Schilder in der Soi LK Metro haben die Preise um bis zu 20 Baht gesenkt, was ein ziemlich gutes Geschäft für ein Gebiet ist, in dem der durchschnittliche Bierpreis um 70 Baht schwankt.

Der Preiskampf kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die meisten Unternehmen um ihr Überleben kämpfen. Eine frühere düstere Vorhersage des Tourism Council of Thailand warnte davor, dass bis zu einem Drittel der touristisch orientierten Unternehmen innerhalb der nächsten 6 Monate untergehen könnten.

In Pattaya gibt es schätzungsweise 10.000 Farangs. Zufälligerweise gab es vor der COVID-19 Krise auch rund 10.000 Bars. Jetzt haben allerdings bei weitem nicht alle wieder geöffnet. Dazu kommen noch die zahlreichen Bars und Betriebe, die ihre Türen bereits für immer geschlossen haben und mittlerweile zum Verkauf stehen.

Der Preiskampf war also nur eine Frage der Zeit und zeigt den finanziellen Kampf, den die Bars mittlerweile durchmachen.

Die Gewinner werden überleben und ihre Geschäfte behalten können. Die Opfer werden ein weiteres Schild mit der Aufschrift „Bar for Sale“ aufhängen und endgültig aus dem Königreich abreisen.

Sogar Barmädchen müssen ihre Rechnungen bezahlen, und wenn die Touristen weg sind, werden sie immer verzweifelter. Der Preiskampf beschränkt sich daher kaum auf die Bierpreise.

Einige der Damen sind dabei allerdings widerstandsfähiger als andere. Die wenigen, die genug treue Stammgäste haben, werden ihren Kopf über Wasser halten und den Sturm überstehen. Die meisten haben vermutlich aber nicht so viel Glück.

Billiges Bier und friedliche Reiseziele sind für die verbleibenden Ausländer in Thailand eine willkommene Abwechslung, sie mussten jedoch auch finanzielle Belastungen ertragen. Wie bereit sind sie, ihre verbleibenden Ersparnisse auszugeben, wenn die Zukunft noch immer ungewiss ist? / Thai Junkie

 

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7 Antworten zu Bangkok: Expats genießen leere Strände und billiges Bier

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Also billiges Bier gibt es in den Touri Hotels nirgendwo.

    Mag sein in Pattaya Bars, aber wer will dot schon freiwillig hin?

    Und wegen der gepflanzten Baeume in Thailand:

    Bei uns wurden jetzt endgueltig die letzten 2 qkm  Urwald

    zwischen Sukhumvit und Strand abgeholzt.

    Ein Drittel davon wurden zwar Gaerten aber ohne Baeume!

    Hoechstens ein paar Palmen.Das meiste wurden Parkplaetze.

    In BKK wird Alles zugebaut.Frueher gab es abseits der grossen Strassen

    wirklich noch viel Gruen. Heute gibt es dort Strassen und Comdos/Mubans.

    Ein paar Blumentoepfe ersetzen die Natur!

  2. Avatar berndgrimm sagt:

    Also billiges Bier gibt es in den Touri Hotels nirgendwo.

    Mag sein in Pattaya Bars, aber wer will dot schon freiwillig hin?

    Und wegen der gepflanzten Baeume in Thailand:

    Bei uns wurden jetzt endgueltig die letzten 2 qkm  Urwald

    zwischen Sukhumvit und Strand abgeholzt.

    Ein Drittel davon wurden zwar Gaerten aber ohne Baeume!

    Hoechstens ein paar Palmen.Das meiste wurden Parkplaetze.

    In BKK wird Alles zugebaut.Frueher gab es abseits der grossen Strassen

    wirklich noch viel Gruen. Heute gibt es dort Strassen und Comdos/Mubans.

    Ein paar Blumentoepfe ersetzen die Natur!

    • STIN STIN sagt:

      Also billiges Bier gibt es in den Touri Hotels nirgendwo.

      doch, auf Phuket kenn ich einige wo es billiges Bier gibt – neben der Dolphin-Bar, in der Aussenbar des Touri-Hotels.
      Wurde Happy hour einfach verlängert.

      Mag sein in Pattaya Bars, aber wer will dot schon freiwillig hin?

      wer in die Pattaya Bars will – na wer denn schon, Touristen, meist Single.

  3. STIN STIN sagt:

    und scheinbar, wie ich erfahren habe – erholt sich die Natur an den Stränden prächtig, ebenso Korallen, Delphine kommen bis nahe an den Strand usw.

    Alles hat halt 2 Seiten….

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