Bangkok: Neuer Polizeichef plant große Veränderungen innerhalb der Polizei

Polizei General Suwat Jangyodsuk, der neu ernannte nationale Polizeichef, bringt eine neue mutige Vision hervor und macht die Dinge anders als bisher, da er große Änderungen innerhalb der Polizei plant.

Trotz seiner eher bescheidenden Persönlichkeit hat er ein sehr ehrgeiziges Ziel, den Fünfjahres-Strategieplan der nationalen Polizei neu zu gestalten, der seiner Ansicht nach dazu beitragen wird, dass die thailändische Polizei künftig effizienter mit den Änderungen bei der Verbrechensbekämpfung umgehen kann.

In den nächsten zwei Jahren ist er entschlossen, mit allen Ebenen der Polizisten zu sprechen, um herauszufinden, was die Polizeiorganisation innerhalb von fünf Jahren werden soll. Er hat zugesagt, ihre Ideen in einen strategischen Plan zur Entwicklung der Polizei umzusetzen.

Die Werte für „Our Cops“, die für eine Einheit stehen, sind Praktiken, die mit universellen Standards, Zuverlässigkeit und Vertrauen, Kompetenz, allgemeiner Fairness, Menschenorientierung und Serviceorientierung auf dem neuesten Stand sind. Diese Werte seien in der Vision des Polizeichefs für das Haushaltsjahr 2021 dargelegt, sagte er.

Er plant, alle überlappenden Polizeirollen zu entfernen und die Anzahl der Streifenpolizisten zu erhöhen. Der erste und wichtigste Schritt sei jedoch, die jüngere Generation von der Notwendigkeit der Polizei und ihrer Arbeit zu überzeugen, sagte er.

Im Gegensatz zu seinen Vorgängern sandte der neue nationale Polizeichef zunächst ein dringendes Memorandum an alle Polizeibeamten, in dem er erklärte, sie müssten ihn nicht im Büro besuchen, um ihm zu seiner Beförderung zu gratulieren.

„Keine Glückwünsche oder Feiern [für mich] zu der neuen Beförderung, dem Geburtstag, dem neuen Jahr und Songkran. Seien Sie dabei und erledigen Sie Ihre Arbeit. Schreiben Sie mir online, wenn Sie Ihre besten Wünsche senden möchten“, schrieb er in dem Memo.

Polizei General Suwat gab zu, dass er früher nie daran gedacht hatte, Polizist zu werden. Nach seinem Abschluss in einem naturwissenschaftlich-mathematischen Programm an der Saint Louis School in Chachoengsao gewann er einen Studienplatz sowohl an der Triam Udom Suksa School als auch an der Vorbereitungsschule der Armed Forces Academies (AFAPS).

Er entschied sich dann schließlich für das AFAPS und der Grund war, dass er kein Arzt werden wollte. Sein Vater sagte, er würde am Ende Arzt werden, wenn er an der Triam Udom Suksa School studieren würde. Er studierte und absolvierte die Klasse 20 an der AFAPS.

Und als es darum ging, zu entscheiden, in welcher Truppe er nach seinem Abschluss sein sollte, war es wieder sein Vater, der die Entscheidung für ihn traf, Polizist zu werden.

Nach seinem Abschluss begann er als stellvertretender Ermittlungsleiter auf der Polizeistation von Hua Mak zu arbeiten. Seine allererste Untersuchung befasste sich mit der Jagd nach einer in Bangkok operierenden Autoüberfallbande.

Die Bande nahm normalerweise gestohlene Autos mit, um sie in Suphan Buri und Ang Thong abzubauen. Der neue Polizist hatte Spaß daran, die Bande zu verfolgen, weil er eine Herausforderung liebt, erinnerte er sich.

Er arbeitete vier Jahre als Detektiv auf der Polizeistation von Hua Mak, bevor er zum persönlichen Sekretär des ehemaligen Polizeichefs Polizei General Sant Sarutanond versetzt wurde, der damals der Chef des Polizeikommissariats war.

Dort hatte er die Möglichkeit, sich über Managementarbeit innerhalb einer Polizeiorganisation zu informieren. Aber er konnte dem starken Wunsch nicht widerstehen, die Ermittlungen weiter fortzusetzen.

Später beantragte er, in die Ermittlungsabteilung der Metropolitan Police Division 1, früher bekannt als Phra Nakhon Nuea Metropolitan Division, versetzt zu werden, wo er Generalleutnant Preecha Thimamontri traf, einen bekannten Ermittler der Polizei, der von Polizei General Suwat gefördert wurde. Er sagte, Generalleutnant Preecha galt als sein bester Kriminalermittlungslehrer und konnte sehr viel von ihm lernen.

„Ich war ein Polizeikapitän, der an einer Tankstelle seine Polizei Hosen in Jeans, ein T-Shirt und ein Paar Flip-Flops umziehen musste. Und ich trug einen Pager, um mit dem Büro zu kommunizieren“, sagte Polizei General Suwat.

Er verbrachte fast fünf Jahre mit Arbeiten, die er sehr liebte, bevor er zum Polizeichef der Polizeistation Samut Prakan befördert wurde, wo er immer noch aktiv an einer speziellen Polizeieinsatzgruppe beteiligt war, die speziell für die Jagd auf Kriminelle in den Provinzen eingerichtet wurde.

Einige Jahre später wurde er der stellvertretende Leiter der Geheimdienstabteilung des Metropolitan Police Bureau (MPB), eine Position, die es ihm ermöglichte, die Führung bei der Gestaltung eines speziellen polizeilichen Ermittlungskurses für das MPB zu übernehmen.

Später stieg er die Karriereleiter weiter hinauf, bis er letztes Jahr einer der beiden stellvertretenden Polizeichefs wurde. Und dieses Jahr wurde er der nationale Polizeichef, der noch zwei Jahre bis zur Pensionierung hat.

„Ich hatte nie erwartet, das zu werden, was ich jetzt bin“, sagte er gegenüber den nationalen Medien. / Bangkok Post

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8 Antworten zu Bangkok: Neuer Polizeichef plant große Veränderungen innerhalb der Polizei

  1. Avatar exil sagt:

    Wirklich verändern könnte nur eine Militärdiktatur etwas. Einfach ohne wenn und aber.

    Es würde zwar einen Negeraufstand in Thailand geben falls plötzlich alle vorhandenen Gesetze so exekutiert werden würden wie sie auf dem Papier stehen, aber durchsetzen könnte dies eben nur ein wirklicher Diktator in Thailand der ohne Rücksicht auf Verluste hart durchgreift.

    Aber das werden wir hier nicht mehr erleben.

    • STIN STIN sagt:

      Es würde zwar einen Negeraufstand in Thailand geben falls plötzlich alle vorhandenen Gesetze so exekutiert werden würden wie sie auf dem Papier stehen, aber durchsetzen könnte dies eben nur ein wirklicher Diktator in Thailand der ohne Rücksicht auf Verluste hart durchgreift.

      wenn TH auf einmal wie DACH funktionieren würde, würden viele Expats nach Vietnam weiterziehen.
      Weil viele – auch jene, die Südamerika lieben – lieben auch den Bananenstaat-Flair und möchten Bürokratie
      so weit wie möglich vermeiden – ggf. mit Teegeld.

      • Avatar exil sagt:

        wenn TH auf einmal wie DACH funktionieren würde, würden viele Expats nach Vietnam weiterziehen.

        Die Thais wollen uns Farangs nicht in ihrem Land, dann hätte die Bürokratie auch ein Gutes für diese Ausländerhasser. 

        Interessant ist nur, dass es für Thais mit besserer Bildung kein Problem darstellt sich an Gesetze zu halten. Die sogenannte Mittelschicht die wir kennen würde sich auch in einem Land wohlfühlen in dem Recht und Ordnung herrscht. 

        Die wirklich Reichen Thais halten sich nur an Gesetze die sie nicht stören, da man mit Geld und Beziehungen jede Straftat begehen kann ohne behelligt zu werden. Siehe Red Bull Erben.

        Und ein großer Teil der Thais hält sich nicht an Gesetze, da sie mehr oder weniger nichts zu befürchten haben. Wo nichts ist kann man sich nichts holen.

        Und dann gibt es noch die Spezies der Außerirdischen denen man bei jeder Kleinigkeit versucht so viel Geld abzunehmen wie nur irgendwie möglich. Da im Moment diese Geldquelle nicht ins Land gelassen wird, versucht man es mit Fortbildung, denn der eigenen Bevölkerung Strafen aufzubrummen hat in Thailand noch niemand so richtig gewagt.

        Und mit deiner Anschauungsweise lockt man eben Zwielichtiges Gesocks und Verbrecher ins Land, die sich dann hier wohl fühlen. Anstatt sich an Gesetze zu halten wird eben bestochen. Der nächste Grund weshalb ich nicht dort leben wollte. (Von mir wollte die örtliche Polizei Schutzgeld, weil man gute Kontakte zur Mafia pflegt und dann mein Haus in ruhe gelassen werden würde.)

        • STIN STIN sagt:

          Die Thais wollen uns Farangs nicht in ihrem Land, dann hätte die Bürokratie auch ein Gutes für diese Ausländerhasser.

          kann man so nicht sagen. Du siehst ja bei dir selbst, dass es Thais gibt, die nicht mal selbst in ihrem Land wohnen wollen.
          Es gibt halt, wie in D auch, rechte Gruppierungen in TH, die uns Farangs in der Tat ablehnen – wie auch die NeoNazis, Pegida-Fans, AfD-Wähler
          meine Frau in D ablehnen.

          Man kann aber nicht sagen, alle sind so – auch in A sind nicht alle FPÖ/Strache-Kickl-Fans.

  2. Avatar berndgrimm sagt:

    New police chief halts roadside drink-driving testing

    published : 2 Oct 2020 at 17:20

    The new national police chief has ordered the suspension of drink-driving checkpoints until police can ensure the transparency of the tests.

    Pol Gen Suwat, who started in his new position on Thursday, said there must be no drink-driving checkpoints until police can ensure transparency in the process. 

    “There must not be roadside examination. It must be done at a hospital, so that people can  have confidence that they will not be cheated. Until we can do that, we will set them at zero for now,” the national police chief said.

     

    Und dann legt er noch ein Schueppchen Populismus nach!

    In DACH waere er der Held der Autofahrer! Aber in Thailand?

    Hier gibt es viel zuwenige Alkoholtests als dass es eine Rolle spielen wuerde.

    Eines sagt der im Gegensatz zu seinem Vorgaenger vertrauenswuerdig aussehende

    neue Polizeichef allerdings sehr richtig:

    Es fehlt bei der Thai Polizei jegliche Transparenz und Rechtsstaatlichkeit.

    Nicht nur bei den willkuerlichen Alkoholtests.

    Wenn er wirklich in diese Richtung arbeiten wuerde waere er ein wirklicher Held.

  3. Avatar berndgrimm sagt:

    Ich hatte nie erwartet, das zu werden, was ich jetzt bin“

    Wieso? Hatte er Angst dass es bei der Thai Polizei mal nach Leistung ging?

    Den gleichen Salm hat uns vor 4 Jahren Chakthip erzaehlt und wir koennen

    heute sehen was daraus geworden ist.

    Eine noch unfaehigere und noch untaetigere noch korruptere "Polizei"

    die eine Schande fuer TH ist. Fast so eine Schande wie das Militaer!

    Natuerlich sind die meisten Thai und wohl auch Expats zufrieden 

    mit so einer untaetigen Gurkentruppe.Sie stoert ja keinen

    ausser die Kritiker dieser Militaerdiktatur.

    Und sie macht offenbar sehr gute Geschaefte mit der Kriminalitaet.

    Reformiert wird garnix. Aber es gibt neue Uniformen, neue Motosai

    und neue Autos die man spazierenfahren kann um mit seinem "Rang"

    anzugeben.

    Eine Reform aus dieser Truppe heraus wird es nie geben.

    Eine Reform kann nur von aussen kommen und nur mit auslaendischer Hilfe.

    Selbst China hat eine bessere Polizei als TH.

    Ansonsten bekommen wir wieder alle paar Jahre einen neuen Windbeutel

    vorgesetzt der ausser heisser Luft nix zu bieten hat.

    • STIN STIN sagt:

      Wieso? Hatte er Angst dass es bei der Thai Polizei mal nach Leistung ging?

      Den gleichen Salm hat uns vor 4 Jahren Chakthip erzaehlt und wir koennen

      heute sehen was daraus geworden ist.

      Wenn er wirklich aufräumen möchte, müsste er zuerst seine Familie ins Ausland in Sicherheit bringen und die Anzahl seiner
      Bodyguards verdoppeln.

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