Bangkok: Mehrheit der Thais will keinen Beitritt der Pheu Thai Partei in die Regierung von Premier Prayuth

Die meisten Menschen wollen nicht, dass die oppositionelle Pheu Thai Partei nach einer großen Änderung in ihrem Exekutivkomitee unter Premierminister Prayuth Chan o-cha der Regierung beitritt.

Laut einer Umfrage des National Institute of Development Administration oder Nida Poll könnten Probleme aufgrund der unterschiedlichen politischen Standpunkte auftreten.

Die Umfrage wurde am 29. und 30. September unter 1.316 Personen ab 18 Jahren mit unterschiedlichen Bildungs- und Berufsstufen im ganzen Land durchgeführt, um ihre Meinung zu einer kürzlich erfolgten Änderung im Exekutivkomitee der Pheu Thai Partri, einschließlich des Rücktritts von Khunying Sudarat Keyuraphan als Chef des strategischen Komitees der Partei, zusammenzustellen.

Als die befragten Bürger darum gebeten wurden, zu der Änderung Stellung zu nehmen, variierten ihre Antworten wie folgt:

  • 37,16% sagten, es sei eine Anpassung an die aktuelle Situation;
  • 19,30% dachten, dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Auflösung des Parlaments für eine Neuwahl unmittelbar bevorsteht;
  • 9,27% betrachteten dies als politische Täuschung;
  • 8,36% dachten, die Menschen aus der Shinawatra Familie könnten eingreifen, um die volle Kontrolle über die Partei zu übernehmen.
  • 7,14% dachten, es sei ein Zeichen dafür, dass die Pheu Thai Partei auseinanderbricht;
  • 6,00% sagten, die Partei stehe kurz vor einem Kompromiss mit der Regierung;
  • 4,71% glaubten, die Partei bereite sich auf den Beitritt zur Prayuth Regierung vor;
  • 3,65% dachten, die Partei sende eine Nachricht, dass sie die Vereinigte Front von Thammasat und Demonstration nicht unterstütze;
  • 0,23% glaubten, dass die Partei bei der Vorbereitung der Kommunalwahlen einen internen Riss erlitten habe.
  • Der Rest, 17,25%, hatte keinen Kommentar oder war nicht an einer Umfrage interessiert.

Auf die Frage, ob die Pheu Thai Partei der Prayuth Administration beitreten sollte, stimmte eine Mehrheit von 65,96 % nicht zu – mit 49,05 %, die völlig gegen die Idee waren, da aufgrund der unterschiedlichen politischen Standpunkte Argumentationsprobleme auftreten könnten.

Weitere 16,87 % waren in mäßiger Meinungsverschiedenheit und sagten, es sei schwierig für sie, mit der Regierung zusammenzuarbeiten, weil sie unterschiedliche politische Ideologien hatten und unterschiedlich voneinander arbeiteten.

Auf der anderen Seite stimmten 16,41 % zu, dass die Pheu Thai Partei der Regierung beitreten sollte, und sagten, dies sei ein Weg, um die Konflikte zu reduzieren und an einer Versöhnung zu schmieden. Weitere 15,88 % stimmten dem nachdrücklich zu und argumentierten damit, dass dies ein Segen für das Land sein würde, da die Mitglieder der Pheu Thai Partei über eine große politische Erfahrung verfügt.

Der Rest von 1,75 %, hatte keinen Kommentar oder war nicht an der Umfrage interessiert.

Als sie gebeten wurden, sich zu dem Vorschlag zu äußern, dass sich die Pheu Thai Partei mit der Palang Pracharath Partei zusammenschließen sollte, um eine Regierung zu bilden, aber ohne General Prayuth als Premierminister, stimmte eine leichte Mehrheit – 52,05 % – nicht zu.

37,54 % waren entschieden dagegen und sagten, sie wollten die Pheu Thai Partei lieber alleine sehen, um auch alleine eine Regierung zu bilden. Weitere 14,51 % waren etwas anderer Meinung und sagten, die politischen Ideologien der beiden Parteien seien zu weit voneinander entfernt, und einige wollten immer noch General Prayuth als Premierminister.

Auf der anderen Seite stimmten 24,09 % der Idee nachdrücklich zu und waren der Ansicht, dass dies das Land verbessern würde, während 22,11 % sich mäßig einig waren, dass jemand aus einer jüngeren Generation den Posten des Premierministers übernehmen könnte.

Der Rest von 1,75 %, hatte keinen Kommentar oder war nicht an der Umfrage interessiert. / Bangkok Post

 

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1 Antwort zu Bangkok: Mehrheit der Thais will keinen Beitritt der Pheu Thai Partei in die Regierung von Premier Prayuth

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    In Thailand gibt es ueberhaupt keine Ideologien und deshalb ist Rot hier nicht Rot

    sondern hoechstens Dunkelgelb.

    Es gibt sicherlich mehr Gemeinsamkeiten mit der Militaerpartei als mit 

    den progressiven Kritikern dieser Militaerdiktatur.

    Man hat ja gesehen wie reibungslos die Thaksin Abfaelle in der Militaerpartei

    integriert wurden.

    Eine GroKo der "nationalen Einheit" wuerde sich diese Militaerdiktatur

    natuerlich wuenschen weil sie dann im Parlament garkeine zaehlbare Opposition

    mehr haette.

    Das grosse Problem in Thailand sind aber nicht die Studenten

    sondern diese Militaerdiktatur und ganz konkret Militaer und Polizei

    welche sich Machtbefugnisse ohne Qualifikation oder Legitimierung anmassen.

     

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