Bangkok: Polizei verhaftete zwei Anführer der Demo-Gruppe

Am Mittwochmorgen versammelten sich Demonstranten am Demokratie Denkmal in der Ratchadamnoen Avenue in Bangkok, angeführt von Arnon Nampha, einem Kernmitglied der Demogruppe.

Dies folgte einer Ankündigung, dass die Demonstration, die früher um 14 Uhr beginnen sollte, auf 8 Uhr morgens verschoben worden war, nachdem 21 Demonstranten am Dienstagabend in der Nähe des Demokratie-Denkmals und der Satriwithaya-Schule festgenommen worden waren.

Die 21 wurden im Hauptquartier der Border Patrol Police Region 1 in der angrenzenden Provinz Pathum Thani festgenommen.

Nach den Festnahmen versammelte sich eine Gruppe von Demonstranten unter der Führung von Parit „Penguin“ Chiwarak vor dem Royal Thai Police Office und forderte ihre sofortige Freilassung.


Zwei der Verhafteten waren Jatupat „Pai Dao Din“ Boonpattararaksa und Sänger Chai-amorn Kaewwiboonpan, auch bekannt als Ammy The Bottom Blues.

Die Polizei antwortete nicht. Herr Parit erklärte daraufhin, dass die Demonstration am Mittwoch auf 8 Uhr statt auf 14 Uhr verschoben werde.

Demonstranten aus Bangkok und anderen Provinzen kamen gegen 7.30 Uhr am Demokratie Denkmal an. Sie versammelten sich vor einem McDonald’s Restaurant.

Kurz darauf kamen weitere Demonstranten hinzu, die in sieben Lieferwagen aus Chiang Mai ankamen.

Um 8.40 Uhr ging Herr Arnon eine Bühne hinauf und forderte sie auf, bis 14 Uhr auf weitere Personen zu warten. Er sagte ihnen, sie sollten friedlich bleiben und keine Gewalt anwenden und nicht mit anderen Gruppen zusammenstoßen.

Er sagte, die McDonald’s Straßenseite würde um 14 Uhr geschlossen, damit der Verkehr auf der anderen Seite fließen könne.

„Niemand kann uns befehlen, die Straße zu öffnen. Sie wird nur für Krankenwagen geöffnet“, kündigte Arnon an.

Wenn eine erwartete königliche Autokolonne die Stelle passiert, kündigen die Demonstranten ihre Forderungen an und heben ihre Arme in einem Drei-Finger-Salut.

Den Berichten zufolge wird eine Wagenkolonne Seiner Majestät des Königs am Mittwoch (14. Oktober) die Allee zum Tempel des Smaragd Buddha passieren, um eine Abschlussfeier der Pali Gelehrten abzuhalten.

Herr Arnon sagte, wenn den 21 eine Kaution gewährt und sie freigelassen würden, würden sie sich ihnen sofort am Demonstrationsort anschließen.

Und wenn alles fertig sei, würden die Demonstranten in das Regierungshaus ziehen, um den Rücktritt von Premierminister Prayuth Chan o-cha zu fordern, sagte er.

Den weiteren Berichten zufolge befand sich auf einer Seite der Phitsanulok-Straße hinter dem Hauptquartier des Metropolitan Police Bureau ein gepanzerter Lastwagen zur Kontrolle von Unruhen mit Wasserwerfern.

Der LKW würde normalerweise 12.000 Liter Wasser enthalten, die auf 65 Meter abgefeuert werden könnten. Das Wasser kann mit einer Farbe gemischt werden, um Personen zu markieren, die von dem Spray des Wasserwerfers getroffen werden.

Der LKW ist außerdem mit Schleudergaskanistern, Schaumsprühgeräten zum Löschen von Feuer und einem akustischen Langstreckengerät (LRAD) ausgestattet, das zur „nicht tödlichen“ Massenkontrolle eingesetzt wird.


Am Mittwochmorgen treffen sich Demonstranten vor dem McDonald’s-Restaurant in der Nähe des Democracy Monument. (Foto: Jetjaras Na Ranong)

Bangkok Post

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6 Antworten zu Bangkok: Polizei verhaftete zwei Anführer der Demo-Gruppe

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Dieses ganze Militaerdiktatur Gesabbere soll nur davon ablenken dass die

    Studenten Demo wohl ein grosser Erfolg war.

    Abgesehen davon dass sie ihr grosses Ziel diese unfaehige Militaerdiktatur

    endlich zu beenden natuerlich alleine nicht erreichen koennen.

    Hier der Bericht in der BP:

     

    Protesters brush aside police, set up camp outside Govt House

    published : 14 Oct 2020 at 18:12

    Anti-government protesters settled into their new camp on Phitsanulok Road, outside Government House, on Wednesday night after police gave up trying to stop their march.

    Thousands of anti-government protesters walked to Government House from the Democracy Monument in the afternoon, to press their demands for the departure of Prime Minister Prayut Chan-o-cha and a new constitution.

    They were briefly halted by police barricades, but when they insisted on moving forward, police finally backed off.

    "Down with dictatorship. Long live democracy," the marchers chanted as they moved off from Democracy Monument, where they had assembled face to face with thousands of yellow clad royalist supporters.

    The protesters walked from the Democracy Monument on Ratchdamneon Avenue to Government House via Nakhon Sawan Road as police blocked them from marching on Ratchadamnoen Nok Avenue.

    Human rights lawyer Anon Nampha and other protest leaders promised there would be no violence during the rally.

    Yellow-clad people had gathered along Ratchadamnoen Avenue, waiting for the motorcade of His Majesty the King, who was to go to the Grand Palace in the afternoon for a religious ceremony.

    The protesters were blocked by four police buses at the end of Nakhon Sawan Road, in front of the Bank of Agriculture and Agricultural Cooperatives office. The demonstrators in the front line started trying to push one of the buses out of the way, so they could continue. Their leaders told them to stop and to show restraint.

    They then sat down along Nakhon Sawan Road waiting for the next move from their leaders.

    Police later allowed them to move forward, and then set up a new barrier on Phitsanulok Road, closer to Government House.

    The protesters insisted on moving forward and police eventually decided to let them go, by moving backwards.

    A march leader said they planned to camp out on Phitsanulok Road, outside Government House.

    The protest was organised by the "Khana Ratsadorn” (the People's Group), formerly known as the Free People movement.

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    Neuer Rekord .

    Wichtig festzuhalten bleibt dass die Demos bisher trotz Provokation

    seitens der "Monarchisten" absolut friedlich blieben.

    Auch die Polizei provozierte nicht.

    Die Militaerdiktatur weiss genau dass die Studenten alleine keine

    Gefahr fuer sie darstellen.

    Deshalb laesst sie ein wenig Demokratie spielen.

    • STIN STIN sagt:

      Wichtig festzuhalten bleibt dass die Demos bisher trotz Provokation

      seitens der “Monarchisten” absolut friedlich blieben.

      Auch die Polizei provozierte nicht.

      Die Militaerdiktatur weiss genau dass die Studenten alleine keine

      Gefahr fuer sie darstellen.

      Deshalb laesst sie ein wenig Demokratie spielen.

      so ist es – 8000 Demonstranten kann die Regierung locker aussitzen.
      Da passiert nix – die Rothemden machen ja nicht mit, sind nur Studenten.

  2. Avatar "Forentroll" sagt:

    Die 'man in black' haben mit bis zu fußzehdicken Stahlseilen (die ein Vermögen kosten!)  die zusammensteckbaren Absperrgitter mit Bäumen oder anderen Fixpunkten verschraubt(!!!) 

    Es sieht nicht so aus,  diese Stahlseile könnte man mit Bolzenschneider durchtrennen. 

    Hier braucht es eher mehrere tragbare Schleif-Ex-Maschinen.

    Dahinter wurden messerscharfe,  militärische S-Drahtrollen ausgelegt und mit den Gittern verbunden. 

    Kann mir nicht vorstellen,  diese "man in black'waren Polizisten. 

    Irgendwie erinnert das an 2010, da waren es Reifen und Bambus, ….

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