Bangkok: Neue Präsidentin des Obersten Gerichtshofs kündigt Reform und Reduzierung von unnötigen Inhaftierungen an

Metinee Chalodhorn, die neue Präsidentin des Obersten Gerichtshofs hat ihre Politik zur Förderung von Gerechtigkeit und Gleichheit angekündigt, einschließlich der Reduzierung unnötiger Inhaftierungen im Justizsystem des Königreichs.

Die 46. Präsidentin des Obersten Gerichtshofs, die am 1. Oktober 2020 ihre Arbeit aufnahm, kündigte am Donnerstag (22. Oktober) ihre Fünf Punkte Agenda an, die bis Ende 2021 vor thailändischen Gerichten durchgeführt werden soll.

Die erste Politik bestehe darin, die Gleichstellung der Menschen zu betonen. Sie fügte weiter hinzu, dass den Menschen klar sein muss, dass die Arbeit des Gerichts fair und transparent ist. Sie merkte an, dass der Fortschritt jedes Gerichtsverfahrens nachvollziehbar sein muss.

Der Zugang zu den Justizdiensten muss auch in den abgelegenen Gebieten des Landes zugänglich sein, während die Kosten und die Zeit für jeden Fall reduziert werden müssen, betonte sie.

Das Gerichtspersonal muss proaktiv arbeiten, um sicherzustellen, dass die Menschen ihre Rechte verstehen, und die Gerichte müssen in der Lage sein, umfassende Informationen offen zu erhalten, damit Entscheidungen über das Verständnis des gesellschaftlichen Kontextes getroffen werden können, fügte sie hinzu.

Die Gerichte müssen für Gleichheit sorgen, die Würde der Angeklagten erhöhen und gleichzeitig auch die Rechte der geschädigten Parteien schützen.

„Die Gerichte müssen ein Gleichgewicht der Rechte schaffen, während unnötige Inhaftierungen in jedem Schritt [des Gerichtsverfahrens] reduziert werden müssen“, sagte sie.

Die Gerichtsverfahren müssen auch für die Moderne im Hinblick auf die Auswirkungen des Rechtsprozesses auf die Sicherheit und auf die sozioökonomischen Bedingungen der Menschen entwickelt werden, sagte sie weiter.

Außerdem muss das Personal der Gerichte die Möglichkeit haben, sein akademisches Studium fortzusetzen, nicht nur diejenigen, die von Fall zu Fall dazu ermächtigt wurden. Diejenigen, die es verdienen, müssen befördert werden, und sie müssen angemessene Vorteile erhalten, die ihrem Wissen und ihrer Verantwortung entsprechen.

Personal, das innerhalb und außerhalb der Gerichte arbeitet, muss die Möglichkeit haben, gemeinsam das Justizsystem des Königreichs zu entwickeln und das Vertrauen der Menschen zu vereinen und zu fördern, sagte sie. / Bangkok Post

 

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9 Antworten zu Bangkok: Neue Präsidentin des Obersten Gerichtshofs kündigt Reform und Reduzierung von unnötigen Inhaftierungen an

  1. Avatar exil sagt:

    Über Jahrzehnte habe ich so viele gute Vorsätze eines Offiziellen Thailands gehört und die Einführung von Gesetzen und Vorschriften an die sich in Thailand niemand hält.

    Wenn man sich in diesem Land darauf verlässt, dass man durch Gesetze oder eben Vorschriften als Ausländer geschützt ist, ist man z.B. im Straßenverkehr zum Tode verurteilt. 

    Unsere Kinder bezeichnen das überqueren einer Straße in Thailand als ,, run for life ".

    • STIN STIN sagt:

      Über Jahrzehnte habe ich so viele gute Vorsätze eines Offiziellen Thailands gehört und die
      Einführung von Gesetzen und Vorschriften an die sich in Thailand niemand hält.

      ja, das sind eben Probleme in Bananenstaaten – die Beamten verdienen nix, also halten sie sich auch nicht
      an die Regeln und kassieren Teegeld.
      Wenn man aber TH näher betrachtet, so stellt man fest – dass fast alle reichen Familien, voran die Sino-Thais – ihren
      Reichtum, ihre Geschäfte nur mit Teegeld erfolgreich aufgebaut haben.

      Daher gehe ich davon aus, dass es bei deiner Schwiegerfamilie nicht anders war. Du hast ja selbst zugegeben, dass sie problemlos
      mit Teegeld nach TH zurückkehren konnten. Andere, ärmere Thais konnten das nicht.

      Da du das goutierst, müsstest du dich eigentlich über den jetzigen Zustand sehr freuen, hast gute Geschäfte mit TH gemacht,
      Geld rausgezogen und nun verteufelst du es. Sieh alles mal positiv – dann wäre es keine Heuchelei.

      • Avatar exil sagt:

        Welche Guten Geschäfte habe ich mit Thailand gemacht? Ich habe nach mehr als 10 Jahren mein Geld, das auf einem Bankkonto in Thailand ruhte wieder nach Europa zurück geholt. 

        Ein Geschäft hätte dieses Land machen können und ich hätte eine Million Euro in Thailand ausgegeben. Ich bin aber nicht gewillt für etwas zu bezahlen, dass schlussendlich nicht mir gehört. Und schon gar nicht möchte ich in einem Land leben in dem ich keinerlei Rechte habe und nur geduldet bin. Der Einfluss meiner Schwiegermutter hätte zwar einiges erleichtert, aber ich bin es nicht gewohnt um etwas zu bitten, das mir von rechts wegen zusteht.

        • STIN STIN sagt:

          Welche Guten Geschäfte habe ich mit Thailand gemacht? Ich habe nach mehr
          als 10 Jahren mein Geld, das auf einem Bankkonto in Thailand ruhte wieder nach Europa zurück geholt.

          hast du selbst geschrieben:

          Haus gewinnbringend verkauft
          beim Umtausch des Geldes auch noch verdient.

          Der Einfluss meiner Schwiegermutter hätte zwar einiges erleichtert,
          aber ich bin es nicht gewohnt um etwas zu bitten, das mir von rechts wegen zusteht.

          Einfluss ist meist gekauft – machen wir auch, durch Spenden an den Wat, Spenden an das Amphoe, Polizei – keine direkte
          Bestechung, aber Spenden öffnen auch Türen.

          Ich kenne das ach von einer anderen Sino-Thai – die kam auch nach D, reiche Familie in TH – wurde zwar in D Sachbearbeiterin einer
          Bank, was schon für eine Thai recht gut ist – aber fühlte sich nie anerkannt. In TH Managerin mit 200.000+ Baht Gehalt und Einfluß – in
          D war sie nix – eine Nummer.

          Ist dann wieder zurück nach TH, hat sich dort Haus gekauft oder Familie hat es ihr gekauft und lebt heute glücklich in Thailand.

          Wie schon mal erwähnt – mit Geld lebt es sich in TH wesentlich besser als in der EU. Einfluß, Macht – inkl.

          • Avatar exil sagt:

            Du bringst immer Beispiele aus Deutschland, ein Land in dem ich viele Jahre meine Brötchen verdient und mein Geld in Immobilien investiert habe. Ich hatte sogar Deutsche Reisepapiere aus Sportlichem Interesse für das Land. 

            Aber für immer Leben wollte ich in Köln oder Düsseldorf nie. Da hätte mir der Südliche Raum, Oberbayern oder Niederbayern schon eher gefallen.

            Wir leben jetzt schon sehr lange in Tirol, und meine Frau hat hier sehr viele Freundschaften geschlossen. Die Menschen sind hier gegenüber Fremden nicht verschlossen und sehr herzlich. Deshalb zieht es sehr viele die es sich leisten können hier her. Es gibt in Deutschland Gegenden, da möchte ich nicht einmal ein Foto von mir hängen haben, da mir dieses dann leid täte.

            Beim Hausverkauf war ich schon glücklich keinen Verlust gemacht zu haben was das Finanzielle anbelangt. Und wer hätte gedacht das der Bathkurs mir einen satten Gewinn einbringt? Jeder Farang hat nur gejammert wie schlecht der Wechselkurs ist weil er das Geld in Thailand gebraucht hat. Ich habe mein Geld wieder nach Europa geholt weil ich den Thais nicht traue was das Verhalten gegenüber Ausländern anbelangt. 

    • Avatar berndgrimm sagt:

      exil sagt:

      24. Oktober 2020 um 12:43 pm

      Über Jahrzehnte habe ich so viele gute Vorsätze eines Offiziellen Thailands gehört und die Einführung von Gesetzen und Vorschriften an die sich in Thailand niemand hält.

      Wenn man sich in diesem Land darauf verlässt, dass man durch Gesetze oder eben Vorschriften als Ausländer geschützt ist, ist man z.B. im Straßenverkehr zum Tode verurteilt. 

      Unsere Kinder bezeichnen das überqueren einer Straße in Thailand als ,, run for life ".

       

      Sehr richtig. Und viele unterbelichtete Thai sind Stolz darauf mit irgendetwas

      Auslaendern Angst einzujagen.

       

       

  2. Avatar "Forentroll" sagt:

    Das waere aber schon wieder eine Reform!

    Mal sehen, wie Mister Schwurbeler diese wegluegt! 555555

    • STIN STIN sagt:

      Das waere aber schon wieder eine Reform!

      Mal sehen, wie Mister Schwurbeler diese wegluegt! 555555

      das wäre in der Tat zumindest eine Reform beim OGH. Daher auch mein Vergleich mit Big Joke – der auch selbständig eine
      Immigration-Reform einführen wollte – danach war er erledigt.

      Jetzt muss man zusehen, wie ernst die Frau ihre Reform betrachtet und wie sie diese umsetzt.

      Mich würde nicht wundern, wenn sie in absehbarer Zeit auf einen inaktiven Posten im Premierminister-Amt versetzt
      werden würde – weil sie Urteile gegen die Regierung verhängt.

  3. STIN STIN sagt:

    wenn sie zu gut ist, könnte ihr das Schicksal von Big Joke drohen 🙂

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