Bangkok/Berlin: Deutsche Regierung genehmigt dem König gelegentliche Amtsgeschäfte in Deutschland

Laut einer parlamentarischen Quelle hat die deutsche Regierung Thailands König Maha Vajiralongkorn (Rama X) von einem Verstoß gegen das Verbot der Politikführung während seines Aufenthalts in Deutschland befreit.

Thailändische Demonstranten baten Deutschland am Montag (26. Oktober) zu prüfen, ob Seine Majestät König Maha Vajiralongkorn während seines Aufenthalts auf deutschem Boden Staatsgeschäfte wie die Unterzeichnung königlicher Kommandos und das jährliche Ausgabengesetz getätigt hatte.

Deutschland sagte, es sei inakzeptabel, wenn der König dort thailändische Politik betreiben würde, und als Reaktion auf die im Parlament geäußerten Bedenken hatte Außenminister Heiko Maas erklärt, die europäische Macht habe seine Besuche in Bayern weiterhin geprüft.

Nach einer Sitzung des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages teilte die Quelle mit, die Regierung habe den Gesetzgeber darüber informiert, dass der König gelegentlich Entscheidungen treffen dürfe, sofern er nicht ständig politische Geschäfte von Deutschland aus betreibe.

„Die deutsche Regierung ist der Ansicht, dass der thailändische König noch nicht der Meinung ist, dass er in Deutschland kontinuierlich Geschäfte für Thailand getätigt hat“, sagte die Quelle.

Auf die Frage nach dem Status des Königs teilte die Regierung dem Komitee mit, er habe ein Visum, mit dem er mehrere Jahre als Privatperson in Deutschland bleiben könne und als Staatsoberhaupt auch diplomatische Immunität genieße.

Die politische Krise in Thailand hat die Anwesenheit des Königs zu einer Herausforderung für Deutschland gemacht, aber der Widerruf des Visums eines besuchenden Staatsoberhauptes könnte einen großen diplomatischen Zwischenfall verursachen, teilte die Quelle weiter mit.

Wie allgemein bekannt sein dürfte, reist Seine Majestät der König von Zeit zu Zeit nach Deutschland.

Gelbe Hemden versammelten sich am Montag vor der deutschen Botschaft, um Unterstützung für die Monarchie zu zeigen, und gingen, bevor regierungsfeindliche Demonstranten ebenfalls zur deutschen Botschaft marschierten, um der Botschaft eine Petition vorzulegen, in der die deutschen Behörden gebeten wurden, die Angelegenheit Seiner Majestät des in Deutschland lebenden Königs Rama X zu untersuchen. (Video von Jetjaras Na Ranong)

Anti-Regierungs-Demonstranten, die von der Vereinigten Front von Thammasat und der Demonstration gemeinsam angeführt wurden, veranstalteten am Montag (26. Oktober) eine Massenkundgebung  vor der deutschen Botschaft in Bangkok.

Sie reichten einen Brief ein, in dem sie den rechtlichen Status Seiner Majestät des Königs im europäischen Land in Frage stellten, und baten die deutsche Regierung, zu prüfen, ob er während seiner Zeit dort unter Verstoß gegen das Gesetz des Landes seine königliche Autorität ausgeübt hatte.

Das Südstrafgericht von Bangkok hat am Donnerstag (29. Oktober) den Antrag der Polizei auf Erlass von Haftbefehlen gegen fünf Demonstranten geprüft, die die Kundgebung am Montag vor der deutschen Botschaft angeführt hatten.

Sie sind Patsaravalee Tanakitvibulpon (25), Korakot Saengyenphan (28), Chanin Wongsri (20), Cholathit Chote-sawat (21) und Benja Apan (21). Das Gericht lehnte den Antrag ab und riet der Polizei, die fünf Personen zuerst vorzuladen. / Bangkok Post

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Bangkok/Berlin: Deutsche Regierung genehmigt dem König gelegentliche Amtsgeschäfte in Deutschland

  1. Avatar exil sagt:

    Ist schon traurig zu sehen wie eine Regierung, die eine der Einflussreichsten der Welt ist vor einem Despoten in die Knie geht. 

    Getraut sich wirklich niemand in Deutschland Klartext zu sprechen? Es wäre einmal eine Handlung die wirklich Weltweites Aufsehen erregen würde, bzw. zeigen würde was ein Rechtsstaat ist. 

    Aber es gibt noch andere Irre die immer mit Samthandschuhen angefasst werden wie z.B. Erdogan. Dieser erpresst die gesamte EU damit Flüchtlinge wieder durchzuwinken. Soll er doch! Ich würde ihm für jeden Flüchtling zwei Türken aus Europa in die Türkei senden, dann wäre er schnell weg vom Fenster. 

    • STIN STIN sagt:

      Ist schon traurig zu sehen wie eine Regierung, die eine der Einflussreichsten der Welt ist vor einem Despoten in die Knie geht.

      ja, hätte eigentlich gehofft, dass sie ihn zur persona non grata erklären.

      Aber leider nicht, Schweiz auch nicht – und ich denke Österreich genauso wenig. Weil sonst Deutsche,Schweizer und Österreicher in TH Probleme
      hätten – kennen wir schon von Gaddhafi und der Schweiz.

      Getraut sich wirklich niemand in Deutschland Klartext zu sprechen? Es wäre einmal
      eine Handlung die wirklich Weltweites Aufsehen erregen würde, bzw. zeigen würde was ein Rechtsstaat ist.

      ja, aber wenn man den Fall der Huaiwei-Tochter verfolgt hat – die man in Kanada inhaftierte – dann weiß man schon, warum DACH das nicht so macht.
      Wegen der Tochter wurden 2 oder 3 Kanadier in China aus Rache verhaftet und die schmoren heute noch im Knast.

      Aber es gibt noch andere Irre die immer mit Samthandschuhen angefasst werden wie z.B. Erdogan. Dieser erpresst die gesamte EU damit Flüchtlinge wieder durchzuwinken. Soll er doch! Ich würde ihm für jeden Flüchtling zwei Türken aus Europa in die Türkei senden, dann wäre er schnell weg vom Fenster.

      richtig, ich hoffe – dass Frankreich die Bohrungen vor Griechenland und Zypern stoppt – notfalls mit Kriegsschiffe.

  2. Avatar MAX SAGER sagt:

    Auch die Deutsche Regierung ist käuflich. Kniefall vor dem Geld eines Despoten. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Optionally add an image (JPEG only)