Bangkok: Berufungsgericht bestätigt 20-jährige Haftstrafe wegen Betrug gegen Amtschef

Das Berufungsgericht für Korruptions- und Fehlverhaltensfälle hat die 20-jährige Haftstrafe gegen den ehemaligen buddhistischen Amtschef Phanom Sornsilp und einen weiteren hochrangigen Beamten wegen der Unterschlagung von Tempelgeldern bestätigt.

Die beiden kleineren Strafen für zwei Laienkomplizen wurden ebenfalls vom Berufungsgericht bestätigt.

Der ehemalige Amtschef Phanom diente in diesem und anderen Fällen, in denen Tempelgelder unterschlagen wurden, insgesamt mehrere Jahre lang als Direktor des Nationalen Amtes für Buddhismus (NOB).

Er und seine Komplizen wurden von dem Gericht für schuldig befunden und verurteilt, zahlreiche Tempel großzügig finanziert zu haben, um die Kosten für die Renovierungen und Reparaturen, sowie Dhamma Studienkurse, religiöse Feste und andere Werbeaktionen zu decken.

Sie wiesen diese Tempel ausdrücklich dazu an, die meisten Gelder unter dem Tisch wieder zurückzugeben. Das Geld wurde anschließend für den persönlichen Gebrauch des korrupten Amtschef aufbewahrt.

In diesem Fall wurden der 64-jährige Phanom und der Komplize Wasawat Kittithirasit, ein ehemaliger Direktor des NOB-Büros für Tempelrenovierung und -entwicklung sowie für religiöse Wohlfahrt, wegen Fehlverhaltens und Unterschlagung im Umgang mit den Tempelgeldern verurteilt.

Zwei Laien, Jetsada Wongmek und Charin Mingkwan, die mit der Kontaktaufnahme mit Tempeln beauftragt waren, wurden im selben Fall verhaftet und verurteilt.

Den vier wurde vorgeworfen, sie hätten mit der NOB, die Tempel für Renovierungsarbeiten zugewiesen hatte, bei der Unterschlagung von Geldern zusammengearbeitet.

Das Zentrale Strafgericht für Korruptions- und Fehlverhaltensfälle verurteilte Phanom und Wasawat zuvor zu jeweils 20 Jahren Gefängnis, Jetsada zu 6 Jahren und 8 Monaten und Charin zu 20 Monaten Haft.

Das Gericht befahl Phanom und Jetsada außerdem, gemeinsam 12 Millionen Baht an die NOB zurückzugeben. Wasawat und Charin wurden angewiesen, gemeinsam 3 Millionen Baht an das Büro zurückzuzahlen.

Die Angeklagten legten gegen die Urteile Berufung ein. Ihnen wurde die Kaution jedoch verweigert.

Das Berufungsgericht gab seine Entscheidung in diesem Fall am 21. Oktober bekannt und bestätigte die Entscheidung des Untergerichts, die jedoch erst am Freitag (20. November) veröffentlicht wurde.

Am 19. Mai befand der zentrale Strafgerichtshof für Korruptions- und Fehlverhaltensfälle den ehemaligen buddhistischen Büroleiter und seine Komplizen in seinem Büro für schuldig, in den Jahren 2013 und 2014 etwa 50 Millionen Baht unterschlagen zu haben, die den Tempeln in der Provinz Nonthaburi zugewiesen wurden.

Phanom wurde in diesem Fall zu 52 Jahren verurteilt, was seine kumulierte Haftstrafe auf 94 Jahre erhöhte. / Bangkok Post

 

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3 Antworten zu Bangkok: Berufungsgericht bestätigt 20-jährige Haftstrafe wegen Betrug gegen Amtschef

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Aeh , ich sach mal, das war nicht einfach nur ein Amtschef

    sondern der oberste Buddhistenbeamte.

    Aber das was er tat war sicherlich kein Einzelfall.

    Ein (noch nicht endgueltig) Verurteilter macht noch keinen Rechtsstaat!

    • STIN STIN sagt:

      Aber das was er tat war sicherlich kein Einzelfall.

      Ein (noch nicht endgueltig) Verurteilter macht noch keinen Rechtsstaat!

      ist nicht einzige Offizielle der im Knast sitzt. Gibt 1000e….
      Nur erfährt man nicht, wenn ein Kamnan, Bürgermeister von Phuket usw. – inhaftiert wird, weil
      man nur die hohen Beamten-Fälle in Farang-Medien publiziert.

      • Avatar berndgrimm sagt:

        Es wird eigentlich jeder Fall den die Propaganda Abteilung

        dieser Militaerdiktatur herausgibt in den hiesigen

        Farang Medien publiziert.

        Deshalb habe ich ja geschrieben dass es alleine in den Wats

        noch viel mehr Faelle geben muss.

        Aber selbst wenn es jeden Tag in den Medien erschiene

        wuerde sich hier nix aendern.

        Luegen,Betruegen,Ignoranz und Arroganz

        wird hier als Thai Kulturgut angesaehen.

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