Bangkok: Polizei bereitet sich auf weitere Demonstrationen vor

Die thailändische Polizei hat sich darauf vorbereitet, die an drei aufeinanderfolgenden Tagen mit regierungsfeindlichen Protesten in Bangkok und Samut Prakan zu bewältigen, die am Freitag (27. November) begannen.

Polizei Generalmajor Piya Tawichai, der stellvertretende Kommissar des Metropolitan Police Bureau, sagte, die regierungsfeindliche Bewegung habe gestern am Freitag ihre Kundgebung an der Kreuzung Lat Phrao in der Phahon Yothin Road begonnen.

Die Gruppe hatte angekündigt, heute am Samstag (28. November) eine Demonstration vor dem Einkaufszentrum Imperial World Samrong abzuhalten und anschließend zur Kreuzung Bang Na zu marschieren, sagte er.

Am Sonntag werde die Protestgruppe eine weitere Kundgebung vor dem Einkaufszentrum abhalten, sagte Polizei Generalmajor Piya und fügte hinzu, die Protestführer hätten bisher noch nicht um Erlaubnis gebeten, um die Proteste abzuhalten.

Etwa 450 Polizeibeamte werden zur Kontrolle der Menschenmenge in Bangkok damit beauftragt, während der Kundgebungen für Ordnung zu sorgen, sagte er weiter.

Das Außenministerium gab eine Erklärung als Antwort auf die Kritik von 13 internationalen Organisationen bezüglich der Behandlung der Demonstration außerhalb des Parlaments durch die Regierung am 17. November ab.

Zu den 13 gehören unter anderen:

  • Amnesty International,
  • Human Rights Watch,
  • das Asia Democracy Network
    und das Asian Forum for Human Rights and Development.

Tanee Sangrat, der Sprecher des Ministeriums sagte dazu, Thailand habe die Rechtsstaatlichkeit gewahrt und auch das Gerichtsverfahren mit Transparenz respektiert.

Bei der Behandlung der jüngsten Proteste haben die Behörden das Gesetz im Einklang mit den internationalen Standards durchgesetzt und auch auf die Situation angemessen reagiert, sagte Tanee.

Er fügte hinzu, dass diejenigen, die ihr Versammlungsrecht ausüben wollen, das Gesetz befolgen und die Sicherheit anderer berücksichtigen müssen, wobei zu beachten ist, dass dies dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte entspricht, dem Thailand voll und ganz verpflichtet ist.

Er sagte, die Demonstranten hätten am 17. November die Barrikaden der Behörden durchbrochen und versucht, ein Sperrgebiet zu erreichen, was die Polizei dazu veranlasste, die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Die Operation sei proportional zur Situation und nicht übertrieben, betonte Herr Tanee.

Die Antwort der Protestgruppe der Vereinigten Front von Thammasat und der Demonstration, die auf ihrer Facebook Seite veröffentlicht wurde sagte, dass die Kundgebung am Freitag (27. November) an der Kreuzung Lat Phrao in Bangkok als sogenannte „Anti-Putsch Übung“ gedacht war.

„Unbestreitbar waren die Spekulationen über einen Putsch weit verbreitet. Es sollte nicht passieren. Aber die Geschichte lehrt uns, dass wir nicht vertrauen können. Daher sind alle willkommen, wenn eine Übung mit einem anderen möglichen Putsch fertig wird“, hieß es auf der Facebook Seite weiter.

Unterdessen verklagen die Protestführer und ihre Rechtsanwälte Premierminister Prayuth Chan o-cha, den stellvertretenden Premierminister Prawit Wongsuwon und andere wegen Schadensersatzes in Höhe von 3,5 Millionen Baht wegen der Erklärung des schweren Ausnahmezustands in Bangkok im vergangenen Monat. / Bangkok Post

 

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8 Antworten zu Bangkok: Polizei bereitet sich auf weitere Demonstrationen vor

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Und noch etwas ganz Anderes aber same,same:

    Protest switches to courthouse

    PM awaits verdict on army residence

    published : 1 Dec 2020 at 04:00

    All eyes will be on the Constitutional Court on Wednesday when it delivers a ruling on the legality of Prime Minister Prayut Chan-o-cha's continued occupancy of an army residence since his retirement from the military.

    Police will also step up security at the court as anti-government protesters led by the Ratsadon movement have indicated their intention to demonstrate there.

     

    Der Chefe hat seine vielen Verkleidungen gegen einen langweiligen grauen

    Gerichtsanzug und ein ernstes unmaskiertes Gesicht getauscht.

    Der Grund : Er geht zu "seinem" Verfassungsgericht und laesst sich bestaetigen

    dass er nie nicht im Leben irgendetwas anderes getan hat als sich

    fuer Koenig,Volk und Vaterland aufzuopfern. Jing,Jing.

    Dies ist mehr als nur ein Freispruch!

    Wer koennte diesem Maertyrer der besonderen Art schon Boeswilligkeit zutrauen?

    Thailand ist, so tun als ob!

    • STIN STIN sagt:

      Der Grund : Er geht zu “seinem” Verfassungsgericht und laesst sich bestaetigen

      dass er nie nicht im Leben irgendetwas anderes getan hat als sich

      fuer Koenig,Volk und Vaterland aufzuopfern. Jing,Jing.

      Dies ist mehr als nur ein Freispruch!

      wird man morgen sehen.

      Sollte er in sein eigenes Haus umziehen müssen, gehe ich davon aus, dass die Bewachung
      dieses Haus teurer kommt, als ein Gästehaus in einer bereits bewachten Armeekaserne.

      Soweit mir bekannt ist, wohnt General Suchinda heute noch in einer Kaserne – ohne das er gefährdet ist.

      • Avatar berndgrimm sagt:

        Natuerlich muss er nicht in sein "eigenes" Haus umziehen.

        Bei der Inszenierung morgen kommt das gewuenschte Urteil.

        Nicht wegen der Treue zu Prayuth sondern weil sie keinen

        anderen Vorzeigbaren haben der dafuer sein Gesicht

        in der Oeffentlichkeit hinhalten wuerde.

        • STIN STIN sagt:

          Natuerlich muss er nicht in sein “eigenes” Haus umziehen.

          Bei der Inszenierung morgen kommt das gewuenschte Urteil.

          keine Ahnung, ob es inszeniert wird, oder ob die Verfassungsrichter das anders sehen.
          Die Möglichkeit haben sie auf jeden Fall, Prayuth abzusetzen.

          Nur sehe ich das eben anders. Würde er in sein Haus einziehen, müsste das rundum und 24/7 bewacht werden.
          Das kostet Millionen, wogegen die Kaserne sowieso bewacht wird.

          Naja, die haben schon genug Ex-Generäle – die einspringen würden. Apirat macht das sicher auch.
          Sonst holt man halt den General wieder aus dem Knast – Manees oder wie der heißt. 🙂

          Anupong wäre sicher auch bereit.

  2. Avatar berndgrimm sagt:

    Ich moechte auf einen anderen Aspekt eingehen:

     

    Worst online content revealed by Chula survey

    published : 29 Nov 2020 at 06:22

    A survey has revealed the five areas containing the most contentious content available to Thais on social media.

    The worst areas were violence, false advertisements, misinformed health advice, fake news and pornography,in this order according to Chulalongkorn University's Digital Intelligence and Literary Research Unit (Diru). The survey was conducted earlier this year, among 2,580 respondents nationwide aged from 16-60.

    The most popular platforms were Line, Facebook, YouTube, Instagram and Twitter, with users accessing them on average 7-8 times a day for 30-60 minutes each time.

    The research identified a total of 15 types of dubious content, among the others lotteries, gambling, fraudulent sales, cyber-bullying, offers to earn illegal money, hacking sites, invitations to expose your private data and invest in Ponzi and other illegal investment schemes.

    Das Ergebnis hat mich ueberrascht

    Ich haette Pornoseiten ganz vorne erwartet und natuerlich Fake News weil hier

    soviel davon geredet wird.

    In Wirklichkeit ist die Gewalt (wahrscheinlich Darstellung und weniger der Aufruf zur Gewalt) hier ganz oben.

    Mich wunder wirklich wie hier am hellichten Tage die brutalsten Gewaltszenen

    im Kinderfernsehen gezeigt werden. Dort wo keine Zigarette , kein Glas Bier

    und keine nackten Titten gezeigt werden duerfen, wird den Kleinen vorgemacht

    wie man seinen Nachbarn massakriert oder seine Nachbarin vergewaltigt

    und dies auf die abartigste und abstossendste Art.

    Man goennt sich ja sonst nix.

    Gefaelschte Werbung und falsche Gesundheitsratschlaege hatte ich erwartet.

    Schliesslich geht es dabei um viel Geld.

    The research found most Thais still needed to improve their skills in two particular areas: "social communication" (the ability to comment and use media with awareness) — and "understanding media text" (the ability to understand content on media sites, both direct content and those with a hidden agenda).

    Dies gilt nicht nur fuer Thai , dies ist ein weltweites Problem

    aber hier in Thailand natuerlich besonders auffaellig .

    Eigentlich ist kritisches, ja besonders selbstkritisches Denken

    absolut notwendig um einen Menschen vorwaerts zu bringen.

    Nicht so in Thailand. Hier wird nicht denken sondern glauben propagiert.

  3. Avatar berndgrimm sagt:

    Tatsache ist und bleibt dass die Gewalt niemals originaer von den Studenten

    ausging sondern sie von den selbsternannten Monarchisten und den Staatsorganen

    in einer konzerierten Aktion provoziert wurden.

    Es ist vollkommen legitim angesichts der Moeglichkeit eines weiteren

    noch faschistischeren Putsches Gegenaktionen zu ueben.

    Solange es sich um Sachbeschaedigung an wertlosen Materialien handelt.

    Ich moechte daran erinnern dass Suthep 2013/14 seine Antibaumeister

    mit schwerem Raeumgeraet die Mauern vom Government House hat

    einreissen lassen und dies niemals geahndet wurde.

    • STIN STIN sagt:

      Es ist vollkommen legitim angesichts der Moeglichkeit eines weiteren

      noch faschistischeren Putsches Gegenaktionen zu ueben.

      Solange es sich um Sachbeschaedigung an wertlosen Materialien handelt.

      wird weltweit als “Sachbeschädigung” verfolgt – auch in Thailand

      • Avatar berndgrimm sagt:

        Ich moechte daran erinnern dass Suthep 2013/14 seine Antibaumeister

        mit schwerem Raeumgeraet die Mauern vom Government House hat

        einreissen lassen und dies niemals geahndet wurde.

        TiT!

        Wenn zwei das Gleiche tun kommt es nur darauf an wer wer ist!

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