Bangkok: 120.000 Polizisten überwachen erste Provinz-Wahl nach dem Putsch

Rund 120.000 Polizisten werden morgen (20 Dezember) bei den Wahlen zur Provinzverwaltungsorganisation (PAO) am Sonntag, den ersten Kommunalwahlen des Landes seit mehr als sechs Jahren, für Sicherheit sorgen und einen möglichen Wahlbetrug verhindern, berichten die nationalen Medien.

„Wir haben der Provinzpolizei befohlen, wachsam zu sein und nach Stimmenkäufen Ausschau zu halten, insbesondere in der ‚Howling Night’“, sagte der stellvertretende nationale Polizeichef Polizei General Damrongsak Kittiprapat am Freitag (18. Dezember) gegenüber den nationalen Medien.

„Howling Night“ ist in Thailand ein Begriff für den Kauf von Stimmen vor den Wahlen.

Bis zu 120.000 Polizisten wurden angewiesen, für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen und in den 96.000 Wahllokalen im ganzen Land jeden zu verhindern und festzunehmen, der an einem möglichen Wahlbetrug beteiligt ist.

Die Provinzpolizei in 10 Provinzen warnte vor möglichen gewalttätigen Vorfällen. Diese Provinzen sind laut Polizei General Damrongsak:

  • Nonthaburi,
  • Pathum Thani,
  • Chiang Mai,
  • Nakhon Ratchasima,
  • Sakon Nakhon,
  • Nan,
  • Phichit,
  • Kanchanaburi,
  • Nakhon Si Thammarat
  • und Trang.

Sie galten als besonders anfällig für Wahlbetrug und illegale Aktivitäten, da es dort viele hochkarätige und einflussreiche Kandidaten gibt, die möglicherweise versuchen werden, Einfluss auf die lokale Stimmabgabe zu nehmen.

Polizei General Damrongsak sagte, dass bereits zwei Vorfälle von Verstößen gegen das Wahlgesetz gemeldet wurden – in Chumphon und in Trang – und formelle Beschwerden bei der zuständigen Polizei eingereicht wurden.

Der Generalsekretär der Wahlkommission (EC), Polizei Oberst Jarungvith Phumma, sagte gestern (18. Dezember), dass die Wahlbehörden für die morgigen Wahlen bereit seien und die EC eine hohe Wahlbeteiligung der Bürger erwartete.

„Jede Provinz hat ihre eigenen Wahlinspektoren, die sich eng mit den lokalen Führern und der Gemeinde abstimmen, um faire und transparente Wahlen zu gewährleisten“, sagte er.

Polizei Oberst Jarungvith teilte den Medien gestern bei einer Pressekonferenz mit, dass mittlerweile bereits mehr als 100 Beschwerden eingereicht wurden und die lokalen Beamten jetzt die Fakten sammeln, um festzustellen, ob diese Beschwerden für weitere Untersuchungen akzeptiert werden.

In der Zwischenzeit sagte Polizei Maj Gen Suwat Saengnum, der Kommandeur der Crime Suppression Division (CSD), die Agentur habe 31 Personen festgenommen und vor den Wahlen 38 Waffen und 565 Schuss Munition beschlagnahmt.

Er sagte, die gezielte Bekämpfung des illegalen Verkaufs und Besitzes von Schusswaffen sei Teil der Bemühungen des Zentralverwahrers, die Kriminalität vor und während der Wahlen zu verhindern. Die Verdächtigen sind mit einer Online Community verbunden, die selbstgemachte Waffen für ihre Mitglieder beschafft oder herstellt, fügte er weiter hinzu.

Er sagte, der Zentralverwahrer habe gerichtliche Haftbefehle erhalten, um 41 Standorte zu überfallen, an denen 31 Personen beteiligt waren.

Generalleutnant Prachuap Wongsuk, der leitende Kommissar der Provinzpolizeiregion 5, der die Provinzen des oberen Nordens abdeckt, sagte, die Polizei habe die Kampagne genau überwacht und dabei nichts Verdächtiges festgestellt. / Bangkok Post

 

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2 Antworten zu Bangkok: 120.000 Polizisten überwachen erste Provinz-Wahl nach dem Putsch

  1. Avatar ben sagt:

    In Chiangmai gewinnen die, vom 'nicht mehr existierenden Thaksin' empfohlenen Politiker… 555

    https://www.bangkokpost.com/opinion/opinion/2038595/battle-royal-headlines-local-polls

    https://www.bangkokpost.com/thailand/politics/2038875/pheu-thais-pichai-elected-pao-chairman-in-chiang-mai

    und das ganze Theater geht wieder los…

  2. Avatar berndgrimm sagt:

    Eigentlich sollte die Kriminalitaetsbekaempfung ja taegliche Arbeit einer

    wirklichen Polizei sein. Aber hier ist Thailand2563!

    Die derzeitige Militaerdiktatur benoetigt die politische Polizei (CSD)

    um den Wahlbetrug bei den PAO Wahlen besser durchzufuehren

    als bei den Parlamentswahlen 2019.

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