Bangkok: Justizministerium prüft die Freilassung von 16.000 Gefangenen

Das Justizministerium prüft, ob es etwa 16.000 Gefangene freigeben kann, die ein Drittel ihrer Gefängnisstrafen vollendet und königliche Gnade erhalten haben.

Wenn sie freigegeben würden, würden sie elektronische Überwachungsarmbänder tragen. Es ist Teil eines Plans zur Verringerung der Überbelegung von Gefängnissen.

Justizminister Somsak Thepsutin sprach nach der Freilassung von Nattawut Saikuar, einem Führer der Vereinigten Front für Demokratie gegen Diktatur, und 76 weiteren Gefangenen am Freitag (18. Dezember).

Die Insassen hatten die festgelegten Bedingungen erfüllt und wurden auf Bewährung mit EM-Armbändern freigelassen, damit Bewährungshelfer ihren Aufenthaltsort außerhalb des Gefängnisses genau überwachen konnten.

Nattawut wird bis zum 29. März 2021 ein EM-Armband tragen. Während dieser Zeit muss er sich einmal im Monat beim Bewährungsamt der Provinz Nonthaburi melden.

Er muss auch ein Bewährungstraining absolvieren, immer das EM-Armband tragen und darf nicht an politischen Aktivitäten teilnehmen.

Herr Somsak sagte jedoch, dass die Option für Verurteilte schwerer Verbrechen wie Mord, Sexualstraftaten, Massaker und Drogenhandel nicht zur Verfügung stehen würde. / Bangkok Post

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Bangkok: Justizministerium prüft die Freilassung von 16.000 Gefangenen

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Also Gefaengnisse sind heutzutage sehr umstritten. Ich sehe sie eigentlich weltweit als Zuchtstation fuer Kriminelle.

    Strafe muss sein denn ich bin ein Law and Order Mann.

    Wichtiger als die Strafe ist aber die Wiedergutmachung gegenueber den Opfern. Ich habe mal beim Weissen Rimg in LUX

    fuer einen Monat Urlaubsvertretung gemacht und dabei mitbekommen wie wenig sich um die Opfer , besonders

    von Gewalttaten gekuemmert wird.

    Und nun zu Thailand: Ich habe noch nie in einem Land mit mehr Ungerechtigkeit gelebt.

    Wenn ueberhaupt jemand zur Verantwortung gezogen wird, ist das strafmass absurd.

    Entweder absurd hoch oder absurd niedrig. Es richtet sich auch nicht nach der Tat sondern nach dem Taeter.

    Etwas Ungerechteres gibt es nicht.

    Hier schreibt jemand der am Anfang durchaus fuer diese Militaerdiktatur war und besonders bemaengelt hat

    dass die Anfuehrer von Thaksins Volksrevolutionsoper 2010 Nattawut,Jatuporn und Arisman nie fuer ihre

    Volksverhetzung damals bestraft wurden.

    Jetzt sitzt Nattawut. Aber nicht dafuer sondern fuer die Verleumdung Abhisits 2009.

    Dies gehoert ohne Zweifel auch bestraft. Mit einer Gegendarstellung und einer oeffentlichen Entschuldigung z.B.

    Meinetwegen auch ein paar Wochen Knast zum Nachdenken. Aber mehr nicht.

    Und Fussfesseln damit sie nicht abhauen koennte man an jedem Thai Maennlein anbringen, egal ob Knasti oder nicht.

    Und nun zur Begnadigung.

    Auch dies hat in Thailand nix mit der Tat zu tun noch nichteinmal mit dem Taeter.

    Dies ist ausschliesslich eine Propaganda fuer den Begnadiger.

    • STIN STIN sagt:

      Entweder absurd hoch oder absurd niedrig. Es richtet sich auch nicht nach der Tat sondern nach dem Taeter.

      ist US-System. Also man sollte sich durch die oft verdammt hohen Strafen nicht täuschen lassen.
      Mehrmalige Amnestien reduzieren diese Strafen dann wieder auf ein normales Maß.

      Hart wird bei Drogenhandel, Sexualdelikte und Betrug bei Behörden geurteilt. Man kommt nach ein paar Jahren eher bei Mord aus dem Knast,
      nicht aber bei Betrug von Staatsgeldern, da sind oft 30+ Jahre keine Seltenheit.

      Eine Autobahn-Mautkassiererin in BKK hat um die 70.000 Baht eingesteckt – in DACH wäre das locker eine Bewährungsstrafe
      geworden. Nein, sie hat 8 Jahre Haft erhalten.

      • Avatar berndgrimm sagt:

        Hart wird bei Drogenhandel, Sexualdelikte und Betrug bei Behörden geurteilt. Man kommt nach ein paar Jahren eher bei Mord aus dem Knast,
        nicht aber bei Betrug von Staatsgeldern, da sind oft 30+ Jahre keine Seltenheit.

        Gerade diese Straftaten werden in Thailand nur sehr selektiv verfolgt geschweige denn verurteilt. Nur persoenliche Feinde,Oppositionelle

        und besonders Auslaender werden angeklagt.

         

        Eine Autobahn-Mautkassiererin in BKK hat um die 70.000 Baht eingesteckt – in DACH wäre das locker eine Bewährungsstrafe
        geworden. Nein, sie hat 8 Jahre Haft erhalten.

        Gerade dies ist eine Bestaetigung meiner These.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Optionally add an image (JPEG only)