Japan/Thailand: Nikon verlagert die Produktion vom Kameras nach Thailand

Nikon beendet seine Herstellung von Kameras in Japan und siedelt die Produktion  des Sendai-Werkes in Miyagi nach Thailand um. Das berichtete die japanische Tageszeitung Asahi Shinbun auf ihrer Unterseite Aera. Mit der Übersiedlung ins Ausland enden über 70 Jahre Kameraproduktion von Nikon in Japan.

Die Produktion der spiegellosen Kameras Z6 und Z7 wurde Ende September 2020 beendet, im Oktober haben die Vorbereitungen für den Umzug nach Thailand begonnen. Das Werk dort besteht seit 1990, entsprechende Fachkenntnisse seien vor Ort vorhanden, wie ein Nikon-Sprecher im Beitrag von Asahi betont.

In der Sendai-Fabrik wurden seit 1971 Nikon-Kameras produziert. Das Werk wird nach dem Umzug der Produktion nach Thailand nicht geschlossen, es werden weiterhin Teile für Kameras produziert. Diese werden dann an das thailändische Werk geliefert und dort verbaut. Außerdem werden weiterhin Teile für Video-Equipment hergestellt. Sendai bleibt als Teileproduzent und Startup-Factory erhalten.

Nikon zufolge soll Sendai zudem eine aktive Rolle als Startup-Accelerator spielen. Es sollen Unternehmen gefördert werden, die Nikons Produktionstechnologien unterstützen. Wie genau eine derartige Unterstützung aussieht, geht aus dem Artikel nicht hervor.

Gegründet wurde Nikon im Jahr 1917 als Zusammenschluss dreier Unternehmen als Nippon Kogaku Tokyo. Der Name Nikon war ab 1946 ursprünglich für eine bestimmte Kameraserie gedacht. 1948 wurde die erste Nikon-Kamera veröffentlicht, die sich im Design stark an den Vorbildern Contax und Leica orientierte. 1959 wurde die Spiegelreflexkamera Nikon F eingeführt, die 30 Jahre lang eine der erfolgreichsten Kamerasysteme der Welt war. / Golem

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Wolf5
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Wolf5
25. Dezember 2020 3:17 pm

Wie so oft liegt die Wahrheit in der Mitte.

So kann man den von stin bereit gestellten Links entnehmen, dass Japan seine Produktion aus Kostengründen in Japan beendet und diese in sein Werk nach TH verlagert.

Ob dadurch in TH zusätzliche Arbeitsplätze entstehen, geht aus keinem der Berichte hervor –
soll heißen, Japan nutzt nach wie vor die vorhandenen billigen AK in TH.

Und sollte es sich erneut nicht rechnen, werden die Japaner in ein noch billigeres Land, z.B. Vietnam, Kambodscha oder Laos weiter ziehen und die Thais schauen ins Leere.

Derartige Arbeitsweisen kennt man von vielen internationalen Kozernen, z.B. Nokia – zogen von D nach Rumänen und später weiter in die Ukraine.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
25. Dezember 2020 6:15 pm
Reply to  Wolf5

Die grossen japanischen Konzerne ziehen nicht uebers Land.

Der grosse Vorteil Thailands ist sicher die Infrastruktur.

Gerade fuer die Japaner. Sie bilden auch ihre lokalen Facharbeiter

und Ingenieure selber aus.Viel besser als jedes thailaendische Unternehmen.

Die Produktion erfolgt auch nicht durch thailaendische Arbeiter

sondern durch japanische Roboter.Aber die muessen von ausgebildeten

Facharbeitern und Ingenieuren gewartet und ueberwacht werden.

Ich hatte als Foto Amateur eine teure Nikon Profi Kamera angeschafft.

Inzwischen sind die Kameras in Smartphones so gut das die Profi Kameras

nur durch ihre Tele und Weitwinkel Objektive besser sind.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
24. Dezember 2020 9:06 am

Nikon verlagert ueberhaupt nix. Das Werk in Sendai wird geschlossen sonst garnix.

Das Werk in TH gibt es seit 1990 und es produziert eh genauso wie in Sendai.

Duemmliche Propaganda ohne Sachverstand.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
25. Dezember 2020 12:20 pm
Reply to  STIN

Die werden natuerlich nicht schreiben dass sie ein Werk zumachen

muessen weil der Markt weg ist.

Da wird natuerlich von Verlegung und sogar neuen Modellen

geschrieben. Schliesslich soll es Werbung sein.

Die beiden Nikon Werke in TH sind in Ayutthaya

und in Suphanburi.

Sie hatten (haben?) einen technischen Service

in Silom mit dem ich sehr zufrieden war.

Mit ein wenig Sachverstand braucht man

in TH keinen Beissreflex um die Propagandaluegen

zu enttarnen.