Samut Sakhon: Burmesen fliehen aus der Quarantäne – drei konnten wieder festgenommen werden

Eine Gruppe birmanischer Arbeiter konnte gestern aus einem Quarantänegebiet im Covid-19-Hotspot von Samut Sakhon fliehen, drei wurden später in der östlichen Provinz Chon Buri wieder gefangen genommen. Pattaya News berichtet, dass Fotos, die eine kaputte Mauer zeigen, in den sozialen Medien viral wurden. Mehrere Wanderarbeiter hätten die Mauer eingeschlagen und Drahtzäune abgerissen, um der erzwungenen Quarantäne zu entkommen.

Die Behauptungen haben bei thailändischen Internetnutzern und Einwohnern in der Region Panik ausgelöst, die die Regierung auffordern, strengere Maßnahmen gegen solche Gruppen durchzusetzen. Der Gouverneur von Samut Sakhon sagt jedoch, dass die Fotos alt seien und lediglich eine unfertige Wand zeigen, die seit langem als Durchbruch für den Fischmarkt dient.

Weerasak Wijitsaengsri besteht darauf, dass Wanderarbeiter die Mauer nicht durchbrochen haben, gibt jedoch zu, dass eine nicht näher bezeichnete Anzahl aus dem Gebiet geflohen ist. Er sagt, die genaue Anzahl sei noch nicht bekannt, und fügt hinzu, dass die Behörden von Samut Sakhon das Gebiet mit zusätzlichem Stacheldraht und Beton verstärken.

Das Gebiet ist seit einem Ausbruch von Covid-19 auf dem Fischmarkt, auf dem überwiegend Burmesen beschäftigt sind, gesperrt. Der Ausbruch hat inzwischen zu über 1.000 Fällen geführt und sich auf benachbarte Provinzen und darüber hinaus ausgeweitet. Arbeitsmigranten wurden in ihren Unterkünften festgehalten, die von den Behörden in provisorische Quarantäneeinrichtungen umgewandelt wurden, um eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Die Polizei in Chon Buri hat drei der entkommenen birmanischen Arbeiter gefangen genommen, deren Fluchtgrund Berichten zufolge darin bestand, Freunde in der Region zu besuchen. Sie wurden festgenommen und werden einer Gesundheitsuntersuchung unterzogen. Die Behörden fordern jedoch Ruhe und sagen, die Arbeiter hätten keinen Kontakt mit der breiten Öffentlichkeit gehabt und seien vor ihrer Flucht nicht positiv auf das Virus getestet worden. / Pattaya News

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Wolf5
Gast
Wolf5
25. Dezember 2020 3:59 pm

Da stin ständig auf die Diskriminierung in D verweist, möchte ich diesmal auf eine noch üblere Diskriminierung der Thais hinweisen – man könnte auch sagen, wie sich die Bilder gleichen und dies nicht erst seit Corona, obwohl die Pandemie die Situation weiter verschärft.

So dürfen wir lesen:

Die Burmesen wollen aus den gleichen Gründen arbeiten, aus denen auch Thailänder im Ausland oder außerhalb ihrer Heimatdörfer arbeiten, nämlich damit sie Geld an ihre Mutter und ihren Vater zurückschicken können.

Und weiter: „…die meisten Thailänder sind gegenüber Migranten voreingenommen , obwohl nur wenige in der Gesellschaft tatsächlich Wanderarbeiter kennen.“

https://thailandtip.info/2020/12/25/vorurteile-und-missbrauch-auslaendischer-arbeitskraefte-nach-covid-19-angst-schlimmer-als-je-zuvor/

Und an anderer Stelle heißt es:

Immer mehr Anti-Myanmar Hassreden flackern in den thailändischen sozialen Medien auf

https://thailandtip.info/2020/12/25/immer-mehr-anti-myanmar-hassreden-flackern-in-den-thailaendischen-sozialen-medien-auf/

berndgrimm
Gast
berndgrimm
24. Dezember 2020 9:34 am

Wenn diese Auslaender versuchen aus den Quarantaene KZs auszubrechen.

Sofort auf der Flucht erschiessen!

Warum fluechten Burmesen in die falsche Richtung?

Wahrscheinlich haben sie sich an die thailaendischen Wegweiser gehalten! 666!

Ich moechte nur noch einmal daran erinnern dass dier "zweite Welle"

die angeblich aus Burma kam , nicht von Burmesen sondern von Thai

hereingeschleppt und verbreitet wurden.

Thai die eben nicht in ein Zwangsquarantaene wie die Auslaender mussten.