Bangkok: Wie lange bleiben die Welt-Städte noch so leer?

Die Coronavirus Pandemie hat die weltbesten Touristenattraktionen, von den Ruinen von Machu Piccu bis zu den Sandstränden Thailands, fast völlig zum Erliegen gebracht.

Jetzt hoffen die Fachleute in der Tourismusbranche sowie auch die lokalen Behörden auf eine wirtschaftliche Erholung, die nicht nur die Börsenspekulanten sondern auch die Touristen und Besucher wieder zurückbringt.

Die Behörden in Thailand haben sich dem Inlandstourismus zugewandt, um die Branche am Leben zu erhalten. Außerdem ist die Regierung bemüht, Feiertage hinzuzufügen und Anreize für Einheimische zu schaffen, um innerhalb des Landes zu reisen.

Die bisherige Politik hat zumindest in den Gebieten Früchte getragen, die für internationale Touristen abseits der ausgetretenen Pfade liegen, beispielsweise im Nordosten.

Die Krungsri Bank prognostiziert, dass das Land zwei bis drei Jahre brauchen wird, um zu seinem vorpandemischen Tourismusniveau zurückzukehren, wobei die mit dem Tourismus verbundenen Beschäftigungs- und Geschäftstätigkeiten voraussichtlich weiterhin gedrückt bleiben werden.

Venedig:

Die Renaissance Stadt Venedig an der nördlichen Adriaküste Italiens ist fast ausschließlich vom Tourismus abhängig.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2020 gingen die ausländischen Touristenankünfte laut einer im Dezember von einer Arbeitsberatung in Venedig veröffentlichten Studie um 73,1 % zurück. Der Gesamtrückgang betrug 59,5 %.

„Ohne die Touristen ist Venedig eine Geisterstadt geworden, eine tote Stadt wie Pompeji“, sagte Anna Bigai, die Präsidentin der Fremdenführergenossenschaft der Lagunenstadt, die im vergangenen Jahr nur rund ein Dutzend Touren geleitet hat. „Es ist ein Gefühl der Traurigkeit, wenn du die leeren Straßen entlang gehst“, fügte sie weiter hinzu.

Trübe Aussichten in der Stadt der Lichter (Paris)

In Paris war 2020 eine Katastrophe, bei der die Zahl der Touristen um zwei Drittel sank, was zu einem Umsatzverlust von schätzungsweise 12,1 Milliarden Euro gegenüber 2019 führte, berichten die lokalen Medien.

Das Louvre-Museum, das größte der Welt, verzeichnete im vergangenen Jahr 72 % weniger Besucher.

„Wir beginnen das Jahr mit einer Unterbrechung der Aktivität für mindestens drei Monate, möglicherweise viel länger“, sagte Didier Arino, der Direktor der unabhängigen Beratergruppe Protourisme, und stellte fest, dass die Region Paris nicht nur stark von Touristen, sondern auch von Geschäftsreisenden abhängt.

Downbeat in Machu Picchu

Rund 80 % der Unternehmen rund um die bergige Inka Zitadelle bleiben ebenfalls geschlossen, und die lokale Wirtschaft – die stark von ausländischen Touristen abhängig ist – steht still.

Der Bürgermeister Darwin Baca erwartet, dass 2021 eine weitere Pleite sein wird, da er befürchtet, dass sich das Geschäft je nach Erfolg der Impfprogramme erst mindestens 2022 wieder normalisieren wird.

Barcelona Blues

Die Stimmung ist auch in Barcelona, einem der beliebtesten Reiseziele Spaniens, mürrisch, wo die Hotelauslastung von 8,5 Millionen im Jahr 2019 auf 1,8 Millionen im letzten Jahr gesunken ist.

Die wenigen Hotels, die noch in Betrieb sind, haben sich zu Veranstaltungsorten für Telearbeiter umfunktioniert oder ihre Preise für Langzeitaufenthalte gesenkt, um mit den traditionellen Mietunterkünften zu konkurrieren.

Dubrovnik träumt

Kroatiens mittelalterliche Stadtmauer Dubrovnik, in der die Besucherzahlen im vergangenen Jahr um 85 % gesunken sind, träumt ebenfalls von einer Rückkehr auf das Niveau vor der Pandemie.

„Die Aussichten sind vorerst gut“, sagte Ana Hrnic, die Leiterin des Tourismusbüros. „Es besteht ein großer Wunsch, wieder ’normal‘ zu werden, und wir glauben, dass dies auch passieren wird.“ / Bangkok Post

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