Bangkok: Prayuth droht jenen mit rechtlichen Schritten, die Fake-Infos über den Impfplan verbreiten

Premierminister Prayuth Chan o-cha sagte, er werde rechtliche Schritte gegen jeden anordnen, der falsche Informationen über den Covid-19 Impfplan der Regierung verbreitet.

Er reagierte damit auf die Kritik des Führers der Progressiven Bewegung, Thanathorn Juangroongruangkit, an Impfstoffen, die von Siam Bioscience Ltd durch einen Technologietransfer von AstraZeneca vor Ort hergestellt werden sollen.

„Ich werde die Strafverfolgung für alles anordnen, was verzerrt und nicht sachlich veröffentlicht wird, sei es in den Medien oder in den sozialen Medien. Ich muss die Glaubwürdigkeit der Regierung vor denen schützen, die mit ihren Äußerungen unverantwortlich sind“, sagte General Prayuth nach einer Kabinettssitzung über Videokonferenz.

Suporn Atthawong, der Vize Minister im Büro des Premierministers sagte, er werde einem Rechtsteam befehlen, zu prüfen, ob Herr Thanathorn falsche Informationen gegen den Premierminister und die Regierung veröffentlicht habe und ob seine Äußerungen gegen Abschnitt 112 des Strafgesetzbuchs oder gegen das Gesetz der Majestätsbeleidigung (Lese Majeste Gesetz) verstoßen hätten

Wenn es Gründe für den Vorwurf gibt, wird er eine Beschwerde bei der Abteilung für Unterdrückung von Technologiekriminalität einreichen und sie auffordern, rechtliche Schritte gegen Herrn Thanathorn einzuleiten, sagte Herr Suporn.

Herr Thanathorn äußerte sich am Montag (18. Januar) auf Facebook Live zum Thema „Königlicher Impfstoff: Wer profitiert und wer nicht?“

Er sagte, die Regierung sei zu langsam, um genügend Impstoffe zu beschaffen und die Bevölkerung zu impfen.

„Thailand setzte seine Hoffnungen nur auf AstraZeneca, da es dem lokalen Pharmahersteller Siam Bioscience ermöglichte, seinen Impfstoff herzustellen“, fügte er weiter hinzu.

„Die Regierung hatte erst am 3. Januar 2021 Gespräche mit anderen Ländern geführt, als sie bekannt gab, dass sie 2 Millionen Dosen Impfstoffe von Sinovac kaufen wird, was eine sehr kleine Menge ist – genug für nur 1,5 % der Bevölkerung“, sagte Thanathorn.

Als Antwort darauf sagte Dr. Nakorn Premsri, der Direktor des Nationalen Impfstoffinstituts, dass die Regierung und ihre Partner nach vorne geschaut und nach Wegen gesucht hätten, um für Thailand und die Bürger den Impfstoff zu beschaffen.

Siam Bioscience lud den britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca ein, sein Werk zu besuchen, um zu prüfen, ob es die Kriterien erfüllt, die erforderlich sind, um den Impfstoff mit mindestens 200 Millionen Dosen pro Jahr herzustellen. Die Regierung genehmigte 600 Millionen Baht, um die Anlagen zur Herstellung des Covid-19 Impfstoffs gemäß den Anforderungen von AstraZeneca zu verbessern.

Viele Länder wandten sich an AstraZeneca, um die Rechte zur Herstellung des Covid-19 Impfstoffs zu erhalten. Das Unternehmen wählte jedoch Siam Bioscience als Partner für die Herstellung des Impfstoffs für andere Länder in der Region, da es Siam Bioscience vertraut. Der Vertrag und gemeinnützige Grundsätze sei bereits unterzeichnet worden, berichtet die Bangkok Post.

„Wenn das Unternehmen nicht vor 10 Jahren auf Initiative des verstorbenen Königs Rama IX gegründet worden wäre, hätten wir dies heute nicht. Bitte seien Sie zuversichtlich, dass die Thailänder Zugang zum Impfstoff haben“, sagte er. / Bangkok Post

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ben
Gast
ben
21. Januar 2021 7:49 pm

@ 'braun Wolfi' alias…:  …Nun wird die Kritik an der Impfplanung abgewürgt, indem man Thanathorn mit Klagen überzieht…

Thanathorn mag Recht haben, aber angeklagt wurde er, weil er gesagt hat, dass das Unternehmen X10 gehört etc. und somit nicht neutral enschieden wurde..

 

berndgrimm
Gast
berndgrimm
21. Januar 2021 9:47 am

In Thailand liegt das Monopol fuer Fake News eben bei dieser Militaerdiktatur.

Daran sollte sich nach 6 Jahren doch jeder gwoehnt haben.

Aber was Thanathorn verbreitet hat waren keine Fake News

sondern seine Meinung und Kritik an dieser Militaerdiktatur.

Dies sind keine Fake News sondern Lese Majeste und sollte

demgemaess mit dem 112 verfolgt werden!

Zur Sache selber:

Die Covid Impfung ist das grosse Geschaeft in diesem Jahr.

Sowas laesst sich diese Militaerdiktatur und ihre Mitkassierer

doch nicht entgehen.Und wenn dabei auch noch was fuer

die Schaufensterpuppe abfaellt, Richtig so.

Am chinesischen Heilwasser kann man am meisten verdienen,

also wird dies genommen.

Die wirklich wichtigen Leute im Land lassen sich natuerlich lieber

mit westlichem Impfstoff impfen.

Wasser predigen und Wein saufen.

Wolf5
Gast
Wolf5
21. Januar 2021 9:44 am

Wieder einmal typisch TH.

Da stellt Thanathorn einige kritische Fragen, welche die Bereitstellung des Impfstoffes betrifft und sofort soll er mittels des § 112 mundtot gemacht werden.

Für alle, welche wissen möchten, was Thanathorn fragte:

https://www.thaienquirer.com/23085/government-criticizes-thanathorn-for-false-analysis-of-thailands-vaccine-situation/

Und weitere Wahrheiten zu den Impfstoff-Bestellungen findet man hier:
https://www.thaienquirer.com/23021/thailand-is-months-away-from-privately-distributed-vaccines-despite-millions-of-orders/

Nun wird die Kritik an der Impfplanung abgewürgt, indem man Thanathorn mit Klagen überzieht.

https://www.khaosodenglish.com/news/crimecourtscalamity/2021/01/20/iconsiam-says-its-investigating-guard-for-slapping-student-protester/

Es ist jedoch leider eine Tatsache, dass durch die Junta bisher nur die 2 Mill. Dosen des chin. Impfstoffs bestellt wurden und es noch viele Wochen dauern kann, bis die Eigenproduktion in TH durch Siam Bioscience anläuft, wovon TH in der ersten Phase nur 26 Mill. Dosen erhält.
Deshalb kann es noch recht lange dauern, bis die avisierten 50 % Impfung der Bevölkerung erreicht werden, von den notwendigen 70 – 80 % ganz zu schweigen.