Bangkok: Alle 30 Minuten stirbt ein Mensch in Thailand beim Motorrad fahren

Die thailändischen Medien verglichen das Fahren von Motorrädern, ihre Spezifikationen und Straßenverkehrsregeln im Königreich mit dem, was im Ausland passiert.

Die Experten waren sich einig:

Thailand muss seine Ideen aufbessern, sonst werden jedes Jahr Zehntausende unnötiger Todesfälle auftreten.

Die Medien begannen mit einer wichtigen Frage: Wussten Sie, dass in Thailand jede halbe Stunde eine Person auf einem Motorrad stirbt?

Und dass es 2019 17.000 Todesfälle auf zwei Rädern gab, die 80% aller Verkehrstoten ausmachten.

Mehrere Experten von Verkehrssicherheitsorganisationen wurden zitiert, wo sie die Hauptprobleme sehen.

Dr. Chamaiphan Santikan sagte, wenn die Regierung es ernst meinte, etwas gegen den Tod auf den Straßen zu unternehmen, müssten sie sich auf Motorräder konzentrieren.

Straßenoberflächen, Fähigkeiten, Fahrzeugspezifikationen und Gesetze seien der Schlüssel.

Sie wies darauf hin, dass ein großer Teil der 15- bis 20-Jährigen Hochleistungsmaschinen fuhr. Sie forderte Verbote von Lizenzen für Big Bikes für alle, die nicht älter als 21 Jahre sind.

Die Einführung eines Systems, in dem jüngere Fahrer nur eine begrenzte Leistung ihrer Maschinen fahren dürfen- Graduated Driver Licensing, bis sie in Tests bewiesen haben, dass sie mit größeren Maschinen umgehen können, konnte die Unfälle um 25% senken. Solche Systeme wurden im Ausland eingesetzt.

Der Vergleich des Todesfälle pro 100.000 Motorräder auf der Straße war auch für Thailand eine schlechte Statistik.

Im Königreich waren es 81 Todesfälle pro 100.000.

In Europa sind es nur elf.

Auch die Spezifikationen für thailändische Motorräder sind schrecklich, um die Sicherheit auf den Straßen zu fördern, sagen die Experten.

Sie wiesen auf schlechte Lampen bei 110-cm3-Modellen hin.

Körbe auf der Vorderseite von thailändischen Bikes verdecken beim Laden häufig die Scheinwerfer. Dies verursacht erstaunliche 1000 Todesfälle pro Jahr, behaupteten die Experten.

In Japan wird das Problem gelöst, indem die Körbe selbst beleuchtet werden.

Thailändische Motorräder haben dünnere Reifen, die die Stabilität verringern, aber schneller fahren – ein weiterer nachteiliger Faktor.

Sie haben auch weniger Gewicht als ausländische Bikes mit ähnlicher Kapazität, was den Kraftstoffverbrauch senkt, aber wiederum die Geschwindigkeit erhöht.

Schwerere Fahrzeuge haben mehr Stabilität, werden aber von Thailändern nicht bevorzugt, die überall im Zick-Zack fahren wollen.

Thaivisa merkte an, dass der Artikel einige interessante Punkte enthielt, aber in einem Bereich, der häufig von ausländischen Fahrern als Hauptgrund für die hohe Zahl der Todesopfer in Thailand angeführt wird, fast gänzlich fehlte.

Schlechte oder nicht existierende Strafverfolgung durch eine gleichgültige und faule Polizei.

Viele sind der Meinung, dass die Zahl der Todesopfer drastisch und schnell gesenkt werden könnte, wenn die Polizei die Helmgesetze durchsetzen, ständig gegen schlechtes Fahren vorgehen und ihre Bemühungen auf junge Menschen konzentrieren würde, die oft mit mehreren Personen auf einem Motorrad zur Schule und zurück fahren.

Wie bei jeder Analyse dieses Themas geht es auch um den politischen Willen. Und das scheint schmerzlich zu fehlen, da Tausende weiterhin auf den Straßen sterben.

Wenn nichts unternommen wird, werden in den nächsten 40 Jahren MILLIONEN Thailänder auf den Straßen sterben und zig Millionen werden verletzt.

Trotz der Akzeptanz der Politiker, dass die Zahl der Todesopfer nicht nur verheerende Auswirkungen auf das Privatleben, sondern auch auf das BIP hat, bieten die Politiker in Thailand immer noch nur Lippenbekenntnisse zu diesem Thema an. / Voice TV

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exil
Gast
exil
8. Februar 2021 12:06 am

Ja, die meisten Opfer sind unter den Motorradfahrern zu finden, aber nicht nur von diesen verschuldet. Jeder Thailändische Verkehrsteilnehmer ist eine Gefahr für seine Mitmenschen.

Wenn nur diejenigen, die auch wirklich Autofahren, bzw. Motoradfahren können, dass heißt sich an Verkehrsregeln halten, so würde sich nur noch ein drittel wenn überhaupt mittels eigenem Fahrzeug auf den Straßen fortbewegen. 

Problem ist, dass für Thais das zu Fuß laufen nicht SANUK ist und außerdem dient ein Fahrzeug dem Gesichtsgewinn.