Burma: Singapur verzichtet auf Sanktionen – fordert jedoch die Freilassung der Inhaftierten

Singapurs Außenminister sprach am Dienstag über „alarmierende Entwicklungen“ in Myanmar, sagte jedoch, er unterstütze keine weit verbreiteten Sanktionen gegen das Land als Reaktion auf einen Staatsstreich, der die Bürger verletzen könnte.

Vor dem Parlament sagte Vivian Balakrishnan, er hoffe, dass die Häftlinge, darunter der gestürzte Führer Aung San Suu Kyi und Präsident Win Myint, freigelassen werden könnten, damit sie mit dem regierenden Militärrat verhandeln können, der am 1. Februar 2021 die Macht übernahm.

Balakrishnan sagte, Singapur, ein bedeutender Investor in Myanmar, sei besorgt über gewaltsame Zusammenstöße bei Protesten, die Verhaftung von Beamten, Internetausfälle und Truppeneinsätze sowie gepanzerte Fahrzeuge in den Straßen der Stadt.

„Dies sind alarmierende Entwicklungen. Wir fordern die Behörden nachdrücklich auf, äußerste Zurückhaltung zu üben“, sagte er.

„Wir hoffen, dass sie dringende Schritte unternehmen, um die Situation zu deeskalieren. Es sollte keine Gewalt gegen unbewaffnete Zivilisten geben. Und wir hoffen, dass es eine friedliche Lösung geben wird.“

Balakrishnan sagte weiter, die Partei von Suu Kyi habe bei den Wahlen im November einen Erdrutschsieg errungen, und der Putsch sei „ein großer Rückschlag“ für die Wirtschaft Myanmars.

Die Verhängung umfassender Sanktionen würde der Bevölkerung in Myanmar, wo die Armut weit verbreitet war, schaden, sagte er und fügte hinzu, dass er dies in Gesprächen mit westlichen Kollegen, einschließlich Deutschland, mitgeteilt habe.

Die Vereinigten Staaten und Großbritannien gehören zu den Ländern, die als Reaktion auf den Putsch in Myanmar Sanktionen angekündigt oder angedroht haben.

„Wir sollten keine weit verbreiteten allgemeinen wahllosen Sanktionen verhängen, da die Menschen, die am meisten leiden werden, die einfachen Menschen in Myanmar sein werden“, sagte er.

Seine Äußerungen gehörten zu den umfassendsten eines Ministers der Vereinigung Südostasiatischer Nationen (ASEAN), der eine Politik der Nichteinmischung in die Angelegenheiten seiner Mitglieder verfolgt.

Indonesien und Malaysia haben zu einem Sondertreffen aufgerufen, um die Situation in Myanmar, einem ASEAN Mitglied, zu erörtern. / Bangkok Post

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
1 Kommentar
Inline Feedbacks
View all comments
berndgrimm
Gast
berndgrimm
17. Februar 2021 10:55 am

Singapur wird sicherlich garnix gegen die Buettel der Chinesen unternehmen wollen

und die ASEAN ist politisch schon  lange tot.Viel toeter als die EU!