Bangkok: Ein „Impfpass“ hat sich als beste Hoffnung für die stark betroffenen thailändischen Tourismusunternehmen herausgestellt

Ein „Impfpass“ hat sich als beste Hoffnung für die von COVID-19 stark betroffenen thailändischen Tourismusunternehmen herausgestellt. Der Pass, der geimpfte Touristen von der obligatorischen 14-tägigen Quarantäne befreien könnte, könnte der Tourismusbranche helfen, langsam wieder auf die Beine zu kommen.

Was ist ein Impfpass?

Im Wesentlichen ist ein Impfpass eine Dokumentation – sehr wahrscheinlich ein E-Dokument in dieser zunehmend digitalisierten Welt, um zu beweisen, dass der Inhaber bereits gegen eine Krankheit geimpft wurde. Im aktuellen Kontext konzentrieren sich die Impfpässe auf COVID-19, das bisher 110 Millionen Menschen infiziert und seit seiner ersten Veröffentlichung im Dezember 2019 2,42 Millionen Menschen getötet hat.

Globale Agenturen wie die International Air Transport Association sind bereits damit beschäftigt, Impfpässe oder ähnliches zu entwickeln.

Das Konzept ist nicht neu. Das internationale Impf- oder Prophylaxezertifikat der Weltgesundheitsorganisation (WHO), auch als Gelbe Karte bekannt, gibt es seit Jahrzehnten. Die Gelbe Karte erfasst Impfungen gegen Krankheiten wie Gelbfieber und ist für die Einreise in mehrere Länder der Welt, einschließlich Nigeria, erforderlich.

Ist ein Impfpass nötig?

Die Antwort ist ein überwältigendes „Ja“ für thailändische Unternehmen wie Hotels und Fluggesellschaften, von denen viele kurz davor stehen, unter COVID-19 zusammenzubrechen. Soziale Distanzierung und Reisebeschränkungen haben dazu geführt, dass Unternehmen in verschiedenen Branchen am Rande des Scheiterns stehen.

Thailand, wo der Tourismus 2019 16 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachte, wurde vom Virus schwer getroffen.

Als Reaktion darauf schlug die thailändische Tourismusbehörde (TAT) kürzlich vor, ausländische Touristen mit neuen Maßnahmen zurückzulocken – einschließlich eines Angebots, auf die obligatorische 14-Tage-Quarantäne für diejenigen zu verzichten, die einen Impfpass vorlegen können.

Angesichts von Quarantäne- und anderen COVID-19-Maßnahmen besuchten zwischen Oktober und Dezember letzten Jahres nur rund 10.000 Ausländer Thailand. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres kamen mehr als 10 Millionen Ausländer an.

Der thailändische Tourismus und verwandte Industrien sind jetzt jedoch von der Rede von einer Verlängerung der Quarantäne bedroht. Das Zentrum für COVID-19-Situationsverwaltung schlug kürzlich vor, dass möglicherweise eine 21-tägige Quarantäne für Passagiere aus Afrika verhängt werden muss, wo eine sich schnell ausbreitende Variante des Virus für die meisten COVID-19-Fälle verantwortlich ist.

Thailand hat immer noch Zweifel

Bisher hat der Generaldirektor der Abteilung für Krankheitskontrolle, Opart Karnkawinpong, die Idee eines COVID-19-Impfpasses abgelehnt, da keine Beweise dafür vorliegen, dass die Impfung die Übertragung der Krankheit vollständig verhindert.

Obwohl bereits Millionen von Menschen auf der ganzen Welt geimpft wurden, befindet sich die Forschung zur Wirksamkeit der Impfstoffe noch in einem frühen Stadium.

Andere Bedenken

Abgesehen von gesundheitlichen Problemen halten einige Kritiker Impfpässe für eine schlechte Idee, da sie die Ungleichheiten auf der ganzen Welt vertiefen würden und die Menschen in vielen Ländern Jahre auf ihre Impfungen warten müssen.

Bisher wurden nur etwa 100 Millionen der weltweit 7,78 Milliarden Menschen gegen COVID-19 geimpft. In Thailand wurden noch keine Impfungen angeboten. Wenn für die Einreise, Hotels oder große Unterhaltungs- und Sportveranstaltungen ein Impfpass erforderlich ist, bleiben Millionen nicht geimpfter Menschen zurück.

Andere sagen, dass die Einführung von Impfpässen die Diskriminierung aufgrund der Rasse, der Nationalität oder des Wohlstands durch den Zugang zu Smartphones verschärfen könnte. Datenschutzbedenken wurden ebenfalls geäußert.

Wer hat Impfpässe angenommen?

Trotz aller Bedenken sind mehrere Länder daran interessiert, COVID-19-Impfstoffpässe einzuführen. Dänemark plant, vor Ende dieses Monats einen Impfpass für Coronaviren einzuführen, während das benachbarte Schweden Pläne angekündigt hat, diesem Beispiel zu folgen.

Für Flugreisen benötigen die Fluggesellschaften Qantas, Emirates und Etihad in Kürze Impfpässe, während Saga Cruises mit Sitz in Großbritannien die COVID-19-Impfung für jeden, der an Bord geht, obligatorisch gemacht hat.

Auch Griechenland ermutigt die Europäische Union nun, eine gemeinsame Impfbescheinigung für Reisende voranzutreiben. / PBS

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2 Antworten zu Bangkok: Ein „Impfpass“ hat sich als beste Hoffnung für die stark betroffenen thailändischen Tourismusunternehmen herausgestellt

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Ich hatte schon 1964 als ich das erste Mal in Afrika war den gelben Impfpass der WHO.

    Uebrigens wegen der staendigen Behauptung STINs Thailand waere in Sachen

    Covid viel besser als D :

    Ich habe gestern in einem Luftfahrt Blog gelesen dass in D schon 2 Mio

    die 2. Impfung hatten.

    In TH hat man noch nicht mal Sagrotan zum Impfen aber schon einen

    grossen Bestechungs/Betrugsskandal wegen der Vertraege mit Astra Zeneca!

    • STIN STIN sagt:

      Uebrigens wegen der staendigen Behauptung STINs Thailand waere in Sachen

      Covid viel besser als D :

      Ja, bei der Bekämpfung von Corona ist TH weltweit auf Platz 4.
      Neuseeland macht es noch besser, aber auch härter – die sperren Gebiete schon bei 2 Infektionen total ab.

      Ich habe gestern in einem Luftfahrt Blog gelesen dass in D schon 2 Mio

      die 2. Impfung hatten.

      Ja, kommt so hin. Stockt derzeit aber, weil kaum Impfstoff vorhanden ist.
      Man verspricht, dass es bald weiter läuft, tut sich aber nix.

      Mir egal, ich lasse mich erst impfen, wenn ich den Impfstoff auswählen kann. Vorher nicht….

      In TH hat man noch nicht mal Sagrotan zum Impfen aber schon einen

      grossen Bestechungs/Betrugsskandal wegen der Vertraege mit Astra Zeneca!

      AstraZeneca ist wohl selbst auch unter die Betrüger gegangen und haben die EU reingelegt.
      Scheinbar hat England mehr geboten, daraufhin haben sie der EU die Lieferzusage erstmal gecancelt.

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