Kritik von Dr. Pornthip im Fall Akeyuth

(WP) Bangkok – Die einseitig und aufgesetzt wirkenden Ermittlungen der Polizei im Fall Akeyuth sorgen weiterhin für Irritationen. Jetzt hat sich Dr. Porntip Rojanasunan, Thailands prominente Forensik-Expertin und Generalinspekteurin des Justizministeriums in den Fall eingemischt und fordert als erstes, Forensiker des Ministeriums mit den Untersuchungen zu beauftragen, da die lokalen Experten nicht in der Position seien, unabhängig zu arbeiten.

Dr. Porntip, der 2003 auch der Ehrentitel Khunying verliehen wurde, wies darauf hin, es sei nun mal leider kein Geheimnis, dass die Forensiker der lokalen Behörden in der Regel schon im Vorfeld diktiert bekämen, welches Ergebnis bei einer Obduktion oder einer Spurenanalyse erwartet werde.

Dr. Porntip machte ihre Aussage vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss für politische Entwicklung und Öffentlichkeitsarbeit, der die Ermittlungen in dem Mordfall Akeyuth überwacht, und betonte, dass die bisherigen polizeilichen Untersuchungen fehlerhaft seien. Laut Dr. Porntip hat sich die Polizei bei der Suche nach einem Motiv trotz massiver Widersprüche auf die Variante Raubmord eingeschossen und dabei alle anderen Möglichkeiten — allen voran das politische Motiv — vom Tisch gefegt und ignoriert. Außerdem sei der beim Verbrechen genutzte Van für die medienwirksame Tatnachstellung genutzt worden, ohne das Fahrzeug vorher von der Spurensicherung untersuchen zu lassen, sagte Khunying Porntip.

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2 Antworten zu Kritik von Dr. Pornthip im Fall Akeyuth

  1. Avatar Hanseat sagt:

    Moin an die noch kleine Runde,
    der Fall Akeyuth ist hier, meiner Meinung nach, noch gar nicht so richtig beleuchtet worden.
    Akeyuth, wer war er? Ein von Thaksin und den Seinen nicht gerade geliebter Oppositioneller, der gerade dabei war, der Regierung im Vereinigten Königreich Großbritannien Unterlagen zukommen zu lassen, aus denen finanzielle Unregelmäßigkeiten des Khun Thaksin während seines Aufenthaltes in England belegt werden sollten. Komisch, nach dem Mord sind all diese Unterlagen verschwunden? Angeblich sollte es sich um einen Raubmord in Höhe von 5 Millionen Baht gehandelt haben? Das Amulett, das der Getötete bei sich trug, hatte einen mehrfachen Wert und gehörte nicht zur Beute?
    Die gesamte Beute von 5 Millionen Baht fand die Polizei bei dem Vater des Beschuldigten. Die anderen drei Mitangeklagten sind somit ohne „Bezahlung“ ins Wochenende gefahren? Einen Mord ohne Bezahlung ist auch in diesem schönen Land nur bei Beziehungstaten realistisch.
    Fazit der ganzen Geschichte, der Thaksin kann seine noch in England gesperrten Mittel eventuell ohne Probleme zurück erhalten. Wenn, ja wenn der Verblichene nicht noch irgendwelche Kopien gebunkert haben sollte?

  2. Avatar berndgrimm sagt:

    Es ist sehr lobenswert wenn Thaksins Intintimfeindin Pornthip versucht
    die Spurenverwischung der Thaksinschen Privatarmee welche
    hier die “Polizei” mimt aufzudecken, aber sie ist chancenlos.
    Yingluck hat sie auf Befehl Thaksins so kaltgestellt
    dass sie nicht mehr an Beweisstücke herankommt.
    Was nützt die beste Forensikerin wenn es keine verwertbaren Spuren
    mehr gibt?

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