Bangkok: Big Joke is back

Polizei Generalleutnant Surachate Hakparn (Big Joke) ist diese Woche wie ein Phönix aus den Flammen gestiegen und zwei Jahre, nachdem er in Ungnade gefallen war, zur Royal Thai Police zurückgekehrt.

Am Mittwoch (17. März) erklärte sich eine Sitzung der Polizeikommission unter Vorsitz von Premier Prayuth Chan o-cha dazu bereit, Surachate zum Sonderberater der Truppe für Strategie zu ernennen (Stufe 9).

Die Stelle, die Anfang dieses Monats erstellt wurde, befindet sich auf dem gleichen Niveau wie der stellvertretende nationale Polizeikommissar.

Vom Helden auf Null und wieder zurück

Der 51-jährige Surachate trat wieder der Polizei bei, nachdem General Prayuth am 9. März seine Überstellung an die Truppe unterschrieben hatte. Der Überweisungsbefehl war eine große Überraschung – passend zu dem, der ihn von einem hochrangigen Polizisten in einen inaktiven Beamten im Jahr 2019 in das Büro des Premierministers verwandelte.

Die meisten Leute gingen davon aus, dass der erste Transfer Surachates einst glänzende Polizeikarriere bereits für immer beendet hatte.

Aber diesen Monat kehrte er nicht nur zur Truppe zurück; Er erhielt auch eine speziell geschaffene Führungsposition.

Die neue Entwicklung zeigt, dass Big Joke die Chance hat, die Ränge noch weiter zu verbessern – sogar bis ganz nach oben auf der Polizeileiter.

Kometenhafter Aufstieg

Surachate wurde als Sohn eines jungen Polizisten geboren und wuchs in der Provinz Songkhla im tiefen Süden auf. Als Teenager schrieb er sich in der Klasse 31 der Vorbereitungsschule der Streitkräfte ein. Später trat er in die Klasse 41 der Royal Police Cadet Academy (RPCA) ein.

Surachate war der leuchtende Stern der RPCA Class 41 Alumni und stieg schnell durch die Reihen weiter nach oben auf.

Mit nur 24 Jahren wurde er zum stellvertretenden Inspektor ernannt, Mit nur 30 Jahren stieg er dann bereits zum Inspektor auf, mit 34 Jahren zum stellvertretenden Superintendenten und mit 38 Jahren zum Superintendenten auf.

Mit 42 Jahren wurde er stellvertretender Kommandeur der Polizei in Songkhla. Gleichzeitig leitete er ein Vorwärtskommando, das vier von Aufständen betroffene Grenzbezirke überwachte, was zu der Anzahl der Jahre in seiner Dienstakte beitrug. Polizeibeamte in den von Aufständen betroffenen südlichen Grenzprovinzen haben Anspruch auf dieses Privileg. Obwohl Surachate noch relativ jung war, sammelte er genug Dienstjahre, um seinen kometenhaften Aufstieg zu sichern.

Er war noch nicht einmal 45 Jahre alt, als er den Aufstieg zum Generalmajor schaffte. 2018 wurde er im Alter von 48 Jahren zum Chef der Einwanderungsbehörde ernannt.

Persönlichkeit oder Verbindungen?

Während es offensichtlich ist, dass Surachate auf der Karriereleiter schnell aufgestiegen ist, gibt es keine klare Erklärung für seinen schnellen Aufstieg. Einige Quellen führen seinen Erfolg auf die aufmerksamen Dienste seines Vaters für den ehemaligen stellvertretenden Polizeichef Polizei Generalleutnant Samer Damapong zurück, den Vater von Thaksin Shinawatras Ex Frau Khunying Pojaman na Pombejra. Andere sagen, der entscheidende Faktor sei Surachates eigener Charakter und seine Erfolge im Polizeidienst.

Surachate ist bekannt für seine freundliche, lockere Art, berichten die thailändischen Medien.

Mit dem Spitznamen Big Joke „großer Witz“ nennen ihn einige Leute „Süßer Witz“, weil er seine Konversation mit Sätzen wie „Ja, Bruder“, „Will do, Bruder“, „Ich denke an dich“ und „Ruf mich an, wenn du es schaffst“ aufpeppte.

Diese diplomatischen Fähigkeiten waren nützlich, um mehrere hochkarätige und politisch sensible Fälle zu entschärfen. Darunter waren die Inhaftierung einer 18-jährigen saudischen Frau am Flughafen Suvarnabhumi, die vor familiären Problemen geflohen war, und die Tragödie des Phoenix-Bootes in Phuket, bei der Dutzende chinesischer Touristen ums Leben kamen.

Seit 2016 steht Surachate auch dem stellvertretenden Premier Prawit Wongsuwon nahe.

Kampf vor der süßen Rückkehr

Nach seinem plötzlichen Ausscheiden aus der Truppe im Jahr 2019 erweckte Surachate den Verdacht auf mögliche Korruption bei Polizeiprojekten. Er reichte auch eine Beschwerde beim Zentralverwaltungsgericht gegen Premier Prayuth wegen seiner Versetzung ein. Er verlor jedoch den Fall.

Seine Chancen auf eine Rückkehr zur Polizei waren noch schlechter, als sein Auto Anfang 2020 von Kugeln aus einem Drive-by Schießen durchsetzt wurde, ohne dass Verhaftungen vorgenommen wurden. Surachate behauptete, die Schießerei sei von einer einflussreichen Persönlichkeit angeordnet worden, weigerte sich jedoch, irgendwelche Namen preiszugeben.

Nachdem er Anfang dieses Jahres in Indien zum Mönch geweiht worden war, verbreitete sich jedoch die Nachricht, dass er bald wieder in den Reihen der Polizei stehen würde.

An der Heimatfront ist Surachate mit Dr. Sirinadda Hakparn verheiratet – die seiner Meinung nach seine erste große Liebe war. / PBS

 

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berndgrimm
Gast
berndgrimm
20. März 2021 8:32 am

Seit 2016 steht Surachate auch dem stellvertretenden Premier Prawit Wongsuwon nahe.

 

Ein Showman sondergleichen der die Unfaehigkeit und Unwilligkeit zu jeglicher

Polizeiarbeit der Thai Polizei uebertuenchen soll.

Was mich wundert ist sein neuester Lebenslauf.

Frueher hiess es er sei Quereinsteiger und kaeme von der Tourist Police.

Die Tourist Police untersteht aber nicht der Polizei sondern ist eine

Abteilung der TAT und hat auch ihr HQ neben dem TAT HQ

und weit weg vom Polizei HQ.

gg1655
Gast
gg1655
20. März 2021 1:44 am

Generalpremier Prayuth Chan o-cha und stellvertretenden Generalpremier Prawit Wongsuwon 

Das sind die "Führer" Thailands.  Ist das denn jetzt wirklich die Korrekte Bezeichnung für den Diktator und seinen Vorgesetzten?  Also Generalpremier hört sich für mich kein bisschen nach Demokratisch an.  Aber STIN wird jetzt gleich mit irgendeinem Unfug ankommen.  So in etwa "In Deutschland gibt es auch Generalsekretäre".  Das ist aber etwas völlig anderes.  So ein Generalsekretär war in Wahrheit wohl nie ein General in der Armee.  Anders als die Oben bezeichneten.  Die sind immer noch in Erster Linie General.  Was anderes können sie auch nicht.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
20. März 2021 8:19 am
Reply to  STIN

TH hat keinen Diktator. Burma hat einen…. – der benötigt kein Parlament für Gesetze, er macht die selbst.

 

Alle Diktaturen die etwas auf sich halten , halten sich ein Parlament.Siehe Nord Korea und China.

Das thailaendische Parlament zeichnet sich dadurch aus das

alle Gesetze dieser Militaerdiktatur durchgewinkt werden

und Antraege der paar Oppositionspolitiker die noch nicht

zur Militaerpartei uebergelaufen sind garnicht zur Abstimmung

kommen oder mit Verweis auf den Senat (der mit der Gesetzgebung garnix zu tun hat) verworfen werden.

 

"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
26. März 2021 4:35 am
Reply to  STIN

Die schaffen das! Und wenn Sie sich auf den Kopf stellen und Purzelbaeume schlagen.