Bangkok: 16 Demonstranten gegen Kaution von 35.000 Baht freigelassen

Die 16 Demonstranten, die am Samstag (20. März) bei einer Kundgebung in Sanam Luang in Bangkok festgenommen wurden, wurden jeweils gegen eine Kaution von 35.000 Baht wieder freigelassen.

Die Ermittler der Polizeistationen Chana Songkhram und Nang Lerng beantragten am Montag per Videokonferenz beim Strafgerichtshof die Genehmigung, die 16 Verdächtigen vom 22. März bis 2. April für weitere 12 Tage festzuhalten.

Die Ermittler sagten, sie müssten noch elf weitere Zeugen befragen und warteten auf die Ergebnisse der medizinischen Untersuchungen der Polizei und einiger Zeugen, die während des Protests verletzt wurden.

Die Polizei lehnte eine Kaution ab und argumentierte, dass die Verdächtigen die mutmaßlichen Straftaten wiederholen könnten, was zu Störungen und Schäden an öffentlichem Eigentum führen könnte.

Nach den Angaben der Polizei gehörten die 16 zu den rund 500 Personen, die sich am 20. März auf einer Seite des Obersten Gerichtshofs versammelten und mit Lautsprechern die Regierung kritisierten.

Die Menge zog später in die Ratchadamnoen Avenue und besprühte die von der Polizei gestapelten Schiffscontainer, um ihnen den Durchgang zu versperren, und zog sie mit Seilen herunter. Die Demonstranten warfen auch Feuerwerkskörper sowie Glas- und Eisengeschosse mit Schleudern auf die Polizei und beschädigten die Verkehrskioske, Lieferwagen und anderes Eigentum der Polizei.

Die Polizei revanchierte sich bei den Demonstranten und setzte Wasserwerfer gegen sie ein.

Die Demonstranten hatten gegen das Gesetz verstoßen, das die Versammlung von 10 oder mehr Personen verbot, um Störungen zu verursachen. Sie widersetzten sich den Anweisungen der Polizei, sich zu zerstreuen, und behinderten stattdessen die Polizei bei der Erfüllung ihrer Aufgaben, behauptet die Polizei.

Die Verdächtigen haben die Anklage jedoch bestritten.

Nach einem Kreuzverhör erlaubte das Gericht die Freilassung der Verdächtigen gegen eine Kaution mit einer Bürgschaft von jeweils 35.000 Baht.

 

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3 Antworten zu Bangkok: 16 Demonstranten gegen Kaution von 35.000 Baht freigelassen

  1. berndgrimm sagt:

    Die Demo ist tot,

    Totgesagte leben laenger.

    Natuerlich hatte ich auch lieber ein Grosstheater wie vor 11 Jahren.

    Die Strategie der Studenten ist aber anders.

    Da sie eh viele kleine Gruppen sind koennen

    sie viel leichter Flashmobs organisieren.

    Nur wir es schwierig an wirklich markanten Plaetzen wie dem

    Demokratie Monument,Sanam Luang oder Government House.

    Man wird ueberall von einer hohen Ueberzahlt "Sicherheitsorganen"

    und angeblichen "Monarchisten" erwartet.

  2. berndgrimm sagt:

    Eine Menge Papperlapapp um die Verhaftung und Misshandlung von schuldlosen

    Demonstranten zu rechtfertigen.

    Die 16 wurden gegen Kaution freigelassen weil man ihnen garnix strafwuerdiges

    vorwerfen kann.Die Gewalt ging von sogenannten "Monarchisten" und von den

    sogenannten "Sicherheitskraeften" aus.

    Selbst in der regierungsnahen BP schreibt man dazu folgendes:

    Rights group condemns violence at protests

    published : 23 Mar 2021 at 18:42

    The National Human Rights Commission (NHRC) has voiced growing concern over recent violent confrontations between the police and anti-government protesters.

    The Commission on Tuesday urged all sides to respect human rights and ensure proper treatment of underage people in the judicial process. 

    The statement referred to the latest protest by the Redem (Restart Democracy), an offshoot of the Ratsadon movement, at Sanam Luang on March 20-21. 

    The Commission said it had received reports of offences having been committed and of violent confrontation between the protesters and law enforcement officers. 

    A total of 50 police officers and demonstrators were injured over the two days and 20 protesters arrested.

    Certain objects were used in place of weapons. Police say some protesters and an unknown group of people stirred up unrest, prompting the authorities to deploy counter-measures by using batons, spraying water mixed with tear gas solution and firing rubber bullets.

    The NHRC said children and youths were among those arrested, while the injured also included bystanders and reporters.  

    Diese unknown group of people waren eben sogenannte "Monarchisten"

    die nach ihrem Auftritt in den Reihen der "Sicherheitskraefte" unerkannt "entkamen!

    Ein Volksrevolutionstheater von Thaksins Roten Horden wie 2010 waere heute sinnvoll.

    Thaksins Leute haben leider die faslsch Gelbe Regierung abgeraeumt.

    Aber heute sind ja viele von Thaksins ehemaligen "Freiheitskaempfer" von der

    Militaerpartei gekauft worden.Vielleich arbeiten die ja inzwischen als "Monarchisten"?

     

    • STIN sagt:

      Eine Menge Papperlapapp um die Verhaftung und Misshandlung von schuldlosen

      Demonstranten zu rechtfertigen.

      schuldlos sind die nicht, die z.B. Pflanzen zerstören, Bilder vom König zerstören, Container der Polizei runterreissen usw.
      Würden auch in D wegen Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Mißachtung Corona-Regeln usw. – verurteilt werden.
      Gerade wieder ein Schulkollege meiner Tochter zu 4 Monaten auf Bewährung verurteilt worden – nur weil er eine Rede gehalten hat.
      War Verhetzung – weil er gegen die Massnahmen gezetert hat.

      Die Frage ist, wer die gewalttätigen sind, gehören die zu den Roten, oder doch zu den Studenten.

      Die Demo ist tot, vorbei – ich hätte auch gerne Erfolge bei der Monarchie gesehen, leider wollen die Thais das nicht.
      Schade….

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