Bangkok/Moskau: Präsident Putin unterstützt Thailand bei der Beschaffung mit Sputnik-Impfstoff

Der russische Präsident Wladimir Putin hat persönlich zugesagt, Thailands Covid-19 Krisenmanagement zu unterstützen, und wird daher den Sputnik-V-Impfstoff seines Landes verkaufen, gab Premierminister Prayuth Chan o-cha am Donnerstag (22. April) bekannt.

Der thailändische Premierminister gab auf seiner Facebook Seite bekannt, dass Putin zugestimmt hatte, die Sputnik-Impfdosen Thailand über einen „Regierung-zu-Regierung“ -Vertrag zur Verfügung zu stellen.

General Prayuth lud auch den privaten Sektor, einschließlich des Verbandes der thailändischen Industrie, des thailändischen Bankierverbandes und der thailändischen Handelskammer, zu einem Treffen am kommenden Mittwoch ein, um zu erörtern, wie sie dazu beitragen könnten, mehr Impfstoffe zu erhalten.

All dies geschah am selben Tag, als bekannt wurde, dass der amerikanische Pharmakonzern Pfizer zugestimmt hatte, Thailand 10 Millionen Dosen seines Impfstoffs zu verkaufen.

General Prayuth sagte, der russische Durchbruch sei gekommen, nachdem er das Außenministerium angewiesen hatte, den Kauf des Sputnik Impfstoffs zu sichern.

Er sagte, dem Ministerium sei seitdem mitgeteilt worden, Putin habe versprochen, Thailand zu unterstützen, da die beiden Länder seit langem freundschaftliche Beziehungen unterhalten und das Programm dazu dienen würde, sie weiter zu stärken.

General Prayuth sagte, er habe dem Gesundheitsministerium befohlen, mit dem Lieferanten des Sputnik V Impfstoffs zu verhandeln und Einzelheiten der Vereinbarung auszuhandeln.

Die Ankündigung von Putins persönlicher Intervention erfolgte nur zwei Tage nach dem Angebot des abgesetzten Premierministers Thaksin Shinawatra bei einer Live-Übertragung in der Audio-basierten Social-Networking App Clubhouse Thailand dabei zu helfen, mehr Covid-19 Impfstoffe aus Russland zu beschaffen.

Herr Thaksin kritisierte die Trägheit der Impfstoffeinführung der Regierung und schlug vor, mehr von einem breiteren Spektrum von Herstellern zu kaufen, und nicht nur den Impfstoff von Sinovac und AstraZeneca.

Der frühere Ministerpräsident schlug auch vor, dass hochkarätige Geschäftsleute in Thailand die Fähigkeit und die umfassenden Verbindungen hätten, mehr Impfstoffe mit Herstellern in Ländern wie China und Russland zu sichern.

Er bot sogar an, persönlich mit Herrn Putin zu sprechen, um einen Vertrag für den Sputnik V Impfstoff für Thailand abzuschließen.

General Prayuth war sichtlich irritiert, als er am Mittwoch von Herrn Thaksins Angebot erfuhr. „Ich kenne ihn nicht. Lass ihn einfach“, sagte General Prayuth. „Ich werde das nicht beantworten. Leiten Sie keine Frage von jemandem weiter, der nicht einmal im Land ist“, sagte er zu dem Angebot.

In der Zwischenzeit gab der Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul am Donnerstag (22. April) bekannt, dass die Vertreter von Pfizer zugestimmt hatten, 10 Millionen Dosen des Impfstoffs des Unternehmens für Thailand zu verkaufen, obwohl er nicht angeben konnte, wann die Lieferung erfolgen würde.

Herr Anutin sagte, das Ministerium sei bereit, seine Vorschriften für die Beschaffung von Impfstoffen zu überarbeiten, obwohl der Impfstoff von Pfizer noch nicht registriert und für die Verwendung vor Ort zugelassen worden sei.

Insgesamt 2,12 Millionen Dosen von zwei Impfstoffen – AstraZeneca und Sinovacs CoronaVac – wurden nach Thailand geliefert und werden landesweit an Prioritätsgruppen verteilt, darunter medizinisches Personal und solche Personen in den Risikogebieten.

Der Massen-Rollout wird voraussichtlich im Juni beginnen, wenn die ersten sechs Millionen Dosen des lokal hergestellten AstraZeneca Impfstoffs eingeführt werden. In den nächsten fünf Monaten werden zehn Millionen Dosen und im Dezember weitere fünf Millionen Dosen erwartet.

Am Donnerstag gab es 1.470 Neuinfektionen und sieben Todesfälle, was die Gesamtzahl der Todesfälle auf 117 von 48.113 Infektionen erhöhte.

General Prayuth schwor am Mittwoch, dass die Regierung zusätzlich zu den bereits beschafften 65 Millionen, weitere 35 Millionen Dosen Covid-19 Impfstoffe kaufen werde.

Wenn die Beschaffung und Einführung von Impfstoffen wie geplant verläuft, wird Thailand mindestens 100 Millionen Dosen haben und seine Impfziele erreichen, sagte er. / Bangkok Post

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11 Antworten zu Bangkok/Moskau: Präsident Putin unterstützt Thailand bei der Beschaffung mit Sputnik-Impfstoff

  1. Avatar Wolf5 sagt:

    Wenn stin meint:

    „Wie schon oft erwähnt, in TH pressiert es nicht allzu heftig.
    Nicht mal, wenn bis zu Jahresende noch 100 sterben sollten und dann ziemlich durchgeimpft wurde.“

    irrt er auch diesmal.

    So meldete die Regierung am Freitag (23. April) vier neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 und ein neues Tageshoch von 2.070 Infektionen, das in den letzten 24 Stunden bestätigt wurde.

    Die jüngsten Todesfälle haben die Zahl der Todesopfer in der dritten Welle von Covid-19 in diesem Monat auf 27 erhöht.

    So wird auch die Zahl von weiteren 100 Todesopfern bis Jahresende (Vermutung stin) wahrscheinlich weit übertroffen werden.

    Wenigstens denkt der Gesundheitsminister (19.04.), dass die täglichen COVID-19-Infektionsraten allmählich stagnieren und sich die Situation in 2-3 Wochen normalisieren wird – ein in TH üblicher Irrtum.

    Und so bleibt nur die Hoffnung, dass die Infektionszahlen nicht noch so explodieren, wie in Europa und Amerika, denn Impfstoffe stehen zum jetzigen Zeitpunkt kaum zur Verfügung und auch die Intensivbetten in den KH werden mittlerweile knapp.

    So koennten in Bangkok die ICU Betten in 1 Woche ausgehen.

    Taweesilp Visanuyothin, Sprecher des Centre for Covid-19 Situation Administration, sagte am Freitag, dass Bangkok über 262 Betten in Intensivstationen verfüge, von denen nur 69 nicht belegt seien.

    Also stin – es pressiert in TH mehr als heftig, zumal die Durchimpfung bis Jahresende noch in den Sternen steht!!!

    • STIN STIN sagt:

      „Wie schon oft erwähnt, in TH pressiert es nicht allzu heftig.
      Nicht mal, wenn bis zu Jahresende noch 100 sterben sollten und dann ziemlich durchgeimpft wurde.“

      irrt er auch diesmal.

      das kommt nicht von mir, in den meisten Staaten, die alles unter Kontrolle haben, wie auch NZ – reagiert man nicht so panisch auf
      Durchimpfung. NZ auch nicht. VOr Tagen gleichviel geimpft wie TH – 0,1 auf 100.

      So meldete die Regierung am Freitag (23. April) vier neue Todesfälle im Zusammenhang mit
      Covid-19 und ein neues Tageshoch von 2.070 Infektionen, das in den letzten 24 Stunden bestätigt wurde.

      lächerlich – in D sterben das pro Stunde. Aber klar, in einem Land, dass führend bei dieser Krise ist, sind 4 Tote schon
      ein Malheur. In NZ hat man wegen einem Infizierten eine Kleinstadt abgeriegelt/sanktioniert.

      Bei 4 Toten pro Tag, würde D alles öffnen.

      Die jüngsten Todesfälle haben die Zahl der Todesopfer in der dritten Welle von Covid-19 in diesem Monat auf 27 erhöht.

      WOW – 27 Tote im April. Wahnsinn….. – das gab es in D schon pro Stunde.

      Also stin – es pressiert in TH mehr als heftig, zumal die Durchimpfung bis Jahresende noch in den Sternen steht!!!

      nicht, wenn sie geschlossen halten. Alles dicht halten, bis zur Durchimpfung. Dann passiert nix.
      Werden sie eh so machen müssen, wenn sie keinen Impfstoff erhalten.

  2. Avatar Klaus sagt:

    Wer ist STIN? Ich kenne ihn nicht. Lasst ihn einfach! [Ironie off] ^;^

  3. Avatar Wolf5 sagt:

    In obigen Bericht gibt es viel wenn und aber, deshalb etwas zur aktuellen Coronasituation in TH:

    BREAKING: Thailändische Gesundheitsbeamte melden
    2.070 neue Fälle und vier weitere Todesfälle.

    Es gibt 19.873 Menschen in der Pflege:
    15.642 in Krankenhäusern & 4.231 in Feldlazaretten.
    Es gibt jetzt 352 Menschen in einem ernsten Zustand & 91 auf Beatmungsgeräten

    https://mobile.twitter.com/ThaiNewsReports/status/1385409044689547264

    Und was meint die Junta:

    Der Minister für öffentliche Gesundheit hat darauf hingewiesen, dass die täglichen COVID-19-Infektionsraten zu stagnieren begonnen haben, und die Situation sollte sich in 2-3 Wochen normalisieren, während er die Krankenhäuser auffordert den Schutz zu stärken, indem sie Kreat ausgibt.

    Jetzt werden erstmal 600.000 Kreat Kapseln den Krankenhäuser zur Verfügung gestellt, da dass das pflanzliche Heilmittel Teil eines nationalen Registers von Behandlungen ist.

    Diese Entdeckung bietet eine Möglichkeit , die Kosten für die Behandlung in Thailand zu reduzieren und soll dazu beitragen, die Moral zu steigern, während das Land mit der COVID-19-Krise kämpft.

    Anutin hat weiter bekannt gegeben, dass zwei Millionen Pillen von Favipiravir in 2-3 Tagen ankommen, um in der COVID-19 Behandlung zu helfen.

    https://thainews.prd.go.th/en/news/detail/TCATG210423003110667

    Da bleibt nur noch die Frage, wann TH beginnt, auch noch Schamanen zur Bekämpfung von Covid einzusetzen.

    • STIN STIN sagt:

      Anutin hat weiter bekannt gegeben, dass zwei Millionen Pillen von Favipiravir in 2-3 Tagen ankommen, um in der COVID-19 Behandlung zu helfen.

      https://thainews.prd.go.th/en/news/detail/TCATG210423003110667

      Da bleibt nur noch die Frage, wann TH beginnt, auch noch Schamanen zur Bekämpfung von Covid einzusetzen.

      Schamanen sind schon tätig, wie ich erfahren habe. Aber auch EU-Bürger gehen deswegen in die Kirche und beten um Schutz.
      Machen wohl alle streng Gläubige. Schadet aber sicher nicht.

      Wie schon oft erwähnt, in TH pressiert es nicht allzu heftig. Nicht mal, wenn bis zu Jahresende noch 100 sterben sollten und dann
      ziemlich durchgeimpft wurde.

      Die Frage ist eher: hilft die Impfung eigentlich? Gibt es Langzeit-Schäden nach den Impfungen?

      Also keine Sorge, such aber weiter nach negativen Aktionen der Thai-Regierung. Man hat ja sonst nix zu tun 🙂

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